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Buffett, Gates und Co.: Amerikas Superreiche starten Spendenrevolution

40 US-Milliardäre geben die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke. Die Initiatoren Bill Gates und Warren Buffett wollen jetzt weitere Superreiche für den Plan gewinnen - und die Idee nach Asien exportieren. Es wäre eine Revolution des Spendenwesens.

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mavoe 05.08.2010, 19:41
60. ???

Zitat von alice_d
Dann setzte sich Jesus in die Nähe des Opferkastens und sah zu,wie die Leute Geld hineinwarfen. Viele Reiche legten viel ein. Dann kam eine arme Witwe und steckte zwei kleine Kupfermünzen,zwei Lepta, hinein. Das entspricht dem Wert von einem Quadrans in römischem Geld. Jesus rief seine Jünger herbei und sagte zu ihnen: "Ich versichere euch, diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten gesteckt als alle anderen. Denn die anderen haben nur etwas von ihrem Überfluss gegeben. Aber diese arme Frau, die nur das Nötigste zum Leben hat, hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt."
Was soll DER Quark jetzt? Gerade kam in den Nachrichten, dass Herr Buffet 99% (!) seines Privatvermögens spenden will. Dass da bei ihm noch genug zum Lebensunterhalt bleibt, dies soll ihm doch nicht zum Vorwurf gemacht werden. Wenn wir alles geben was wir besitzen verhungern wir und kommen dann ins Himmelreich.

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zephyros 05.08.2010, 19:52
61. uralter Trick...

..alle schön reingefallen. Wozu gründen Reiche Charity-Stiftungen? Um "Armen" zu helfen? haha..

Wohlkaum. Einrichtungen dieser Art dienen nur einem Zweck: Aus viel Geld noch viel mehr Geld zu machen!

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aktivx 05.08.2010, 19:59
62. Vor dem Knall?

Zitat von Transmitter
. . . ist diese perfekt inszenierte PR-Aktion der US-Superkapialisten weder ein "Steuertrick" noch ein althruistisches Modellprojekt. Denen geht schlicht die Düse weil sie mehr wissen als wir. ... Knallt es vielleicht eher, als wir uns alle vorstellen können?
Wenn wir davon ausgehen, dass jedem Vermögen, eine gleich hohe Summe an Schulden gegenübersteht, dann wird irgendwann dem Ahnungslosesten klar, dass mit Zins und exponentiell steigendem Zinseszins eines Tages das Geld fließt, wie der Nil in der Wüste.

Während einige Wenige daraus folgend eines Tages nahezu 100% besitzen, hat der Rest nichts mehr. Wer soll dann den Zins erwirtschaften?

Es kommt zum Knall...sei es zu einem Krieg, oder einer anderen Umstrukturierung...

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wirhätteneswissenmüssen 05.08.2010, 20:06
63. Wir lassen uns nicht lumpen,

deshalb schlage ich vor, daß alle, die wie ungefähr die Hälfte aller Deutschen und 90 Prozent der restlichen Erdenbürger keinerlei Vermögen besitzen (warum wohl?), sich dieser löblichen Initiative anschließen. Sollte den Gesamtnutzen für die Menschheit um mindestens 100 Millionen Prozent erhöhen (0+0=0). Für diesen Vorschlag erwarte ich aber den nächsten Friedensnobelpreis. Den werde ich zur Hälfte spenden (versprochen!), vorausgesetzt, die Spende ist steuerlich abzugsfähig.

Es geht wirklich immer noch dümmer.

Schon mal darüber nachgedacht, was eigentlich die bloße Verteilung von Geld, das die Großkopfeten sowieso nicht mehr sinnvoll ausgeben können, bewirken kann außer Preissteigerungen? Einfachst: Es gibt 100 Hungrige mit je einem Euro, und auf dem Markt angeboten werden genau 50 Brote, die jeweils 2 Euro kosten. (Insel mit nur einem Markt - und ja: unsere Welt ist eine Insel! Die Rohstoffe zur Produktion der Waren, die mit dem bisher für Luxusgüter oder gar nicht ausgegebenen Geld gekauft werden, fallen nämlich nicht vom Himmel.) Geben Sie jedem Hungrigen zusätzlich je einen Euro, und was passiert? Richtig: Auf wundersame Weise steigt der Brotpreis. Also gehen Sie mit Ihren 100 Euro besser in den Puff!

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aktivx 05.08.2010, 20:06
64. Erläuterung!

Zitat von zephyros
..alle schön reingefallen. Wozu gründen Reiche Charity-Stiftungen? Um "Armen" zu helfen? haha.. Wohlkaum. Einrichtungen dieser Art dienen nur einem Zweck: Aus viel Geld noch viel mehr Geld zu machen!
Was Sie anreißen ist häufig zutreffend gewesen.

Bitte beschreiben Sie für alle, wie das System mit Stiftungen funktioniert. Ich denke viele wissen zu wenig über Stiftungen und die Gestaltungsmöglichkeiten, die Möglichkeiten, darüber neue Geschäftsfelder zu erschließen und steuerbegünstigt Vermögen zu transportieren.

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cha cha 05.08.2010, 20:08
65. hohez

Zitat von hohez
Die superbösen reichen Amis beschämen wieder mal die Europäer, und das Feindbild von Links-Grün bekommt Risse.
Wie kommen Sie darauf? Auch wahnsinnig reiche Menschen können links sein.

Ich denke schon, dass die Motive der Reichen ehrenwert sind, dennoch ziehe ich es vor, große Vermögen (z.B. beim Vererben) kräftig zu besteuern, anstatt auf private Wohlfahrt zu setzen.

Unterprivilegierte und sozial benachteiligte Menschen vonm privater Wohlfahrt abhängig zu machen, ist eine Verletzung der Menschenwürde.

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Hans Engler 05.08.2010, 20:32
66. .

Zitat von aktivx
Wenn wir davon ausgehen, dass jedem Vermögen, eine gleich hohe Summe an Schulden gegenübersteht...
Wieso sollte man davon ausgehen? Es ist doch Unsinn.

Konkret: Mein Vermoegen steckt zum Teil in einem Haus, in dem ich wohne. Dies Haus ist komplett bezahlt. Wo kann ich die Schulden ausmachen, die diesem Vermoegen gegenueberstehen? Wer hat diese Schulden? Gegenueber wem?

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close2theedge 05.08.2010, 20:32
67. Da steckt weit mehr dahinter

Zitat von sozialminister
Es ist zumindest lobenswert, daß endlich überhaupt mal wer anfängt auf sein Geld zu verzichten. Aber dennoch ist das immer noch eine bescheidene Geste. Auf ihren Wohlstand müssen diese Herren wohl weiterhin nicht verzichten, und das macht auch sonst kaum jemand um anderen zu helfen. Was also machen diese Milliardäre mit der anderen Hälfte ihres Vermögens? Das ist immer noch viel zu viel für eine einzelne Person.
Zum einen ist es kein Verzicht, sondern Kalkül und zum anderen kontrollieren diese guten Onkelz natürlich die Wege, die ihr Geld nimmt.
Was nicht auf Umwegen wieder zurückfließt, wird als langfristige weltwirtschaftspolitische Inverstition verbucht.
Außerdem wird niemand so exorbitant reich, weil er ein gutes Herz hat.

Und was die andere Hälfte des Vermögens angeht: das ist nicht viel zu viel, denn man ist ja nicht allein. Die Familie verschlingt Unsummen und das eigene Leben auf höchstem Niveau ist mit einer Mio p.A. längst nicht gesichert.
Hauptsächlich wird es aber gebraucht, um auch weiterhin die Finanzmärkte steuern zu können und politische Lenker zu lenken.

Und überhaupt: wer von allen, die wir hier sind, würde es im Fall der Fälle anders machen oder machen können?

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pax 05.08.2010, 20:36
68. Schlechtes Gewissen

Zitat von cha cha
Unterprivilegierte und sozial benachteiligte Menschen vonm privater Wohlfahrt abhängig zu machen, ist eine Verletzung der Menschenwürde.
Ja weil ansonsten würde ihnen direkt vor Augen geführt werden, dass sie auf Kosten anderer Menschen leben.

Diese Tatsache muss so weit wie möglich verschleiert werden.

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aktivx 05.08.2010, 20:58
69. Schulden = Vermögen

Zitat von Hans Engler
Wieso sollte man davon ausgehen? Es ist doch Unsinn. Konkret: Mein Vermoegen steckt zum Teil in einem Haus, in dem ich wohne. Dies Haus ist komplett bezahlt. Wo kann ich die Schulden ausmachen, die diesem Vermoegen gegenueberstehen? Wer hat diese Schulden? Gegenueber wem?
Das Haus ist bezahlt, keine Frage. Stellt also einen Vermögenswert dar. Andere Menschen haben einen Mietzins zu zahlen, lebenslänglich (steigend), sie sind also Mietzinsschuldner, haben also nur Schulden und kein Vermögen. Saldiert, entspricht sich das. Wenn Sie dazu noch einige hunderttausend Euro auf dem Konto haben, dann haben Sie Forderungen gegen die Bank, Sie sind Gläubiger der Bank, die Bank Ihr Schuldner. Die Bank reicht ca. das 3 fache (Geldschöpfung) Ihres Guthabens an Kreditnehmer aus, da man davon ausgeht, dass nie alle Kunden gleichzeitig Ihr Geld abholen und wenn der Kreditnehmer brav zahlt, dann bekommen Sie Ihren Anteil vom Zins.

Die Summe aller Schulden und Vermögen entspricht sich, volkswirtschaftlich gesehen - prüfen Sie es bitte, dann überzeugen Sie sich selbst.

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