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Bundesarbeitsgericht: Leiharbeiter zählen bei Aufsichtsratswahl wie Festangestellte
DPA

Leiharbeiter fühlen sich oft wie Beschäftigte zweiter Klasse. In einem Punkt hat sie das Bundesarbeitsgericht nun gestärkt: Sie zählen bei der Wahl des Aufsichtsrats wie ihre festangestellten Kollegen.

schwarzbart500 04.11.2015, 20:41
1. Was haben die Leiharbeiter davon?

Jetzt werden die Leiharbeiter schon genug ausgenutzt, nun muss deren Anzahl auch noch bei der Aufsichtsratwahl herhalten, wodurch die Aufsichtsräte aufgrund der "künstlichen Festangestellten" noch mehr Geld bekommen dürfen. Was für ein Unsinn soll das sein? Ich meine, wer Leiharbeiter länger als 3 Monate im Betrieb beschäftigt, sollte gesetzlich verpflichtet werden, diese festanzustellen, bzw. dass der Leiharbeitervertrag automatisch nach Ablauf von 3 Monaten übergeht in eine Festanstellung, bei der die Probezeit mit den ersten gearbeiteten 3 Monaten als abgegolten gilt. Es gibt schließlich zahlreiche Leiharbeiter in großen Konzernen, und auch Institutionen bis hin zu Behörden, und überall bedient man sich der Leiharbeiter, schätzt deren Mitarbeit, aber keiner will eine Festanstellung geben? Das sollte per Gesetz endlich geändert werden. Die ARGE zwingt ja einen zur Annahme auch von Leiharbeitjobs, und dann arbeitet man dort, und wenn der Auftrag beim Kunden der Leiharbeitsfirma beendet ist, schmeißen sie den Leiharbeiter raus, und der steht bei der ARGE dann noch schlechter als vorher da. Was soll dieser Humbug? Damit ist die Arbeitswelt in Deutschland nur verschlimmert worden. Jetzt kommen auch noch die ganzen Flüchtlinge, die auch in Leiharbeit reingezwängt werden, und damit ist alles nur noch Lohn-Dumping und Ellenbogen-Arbeitswelt. Das ist ein Elend. Wofür haben alle Arbeiter gekämpft, wenn wir mit all dem doch wieder in mittelalterliche Arbeitsbedingungen zurückfallen?

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Dumme Fragen 04.11.2015, 21:49
2. @Kommentar 1: wg Humbug

Mit Logik kommt man da nicht weiter. Bsp.: ein arbeitsloser Biologe, der seit 3 Jahren HartzIV bekam, hat sich auf eine Stelle an der Uni als BTA (biologisch-technischer Assistent) beworben. Der Prof wollte ihn auch nehmen. Der Personalrat sagte aber "nein" wg Überqualifikation. Solch Schwachsinn muss man sich mal vorstellen!

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jbkdge14.god 04.11.2015, 21:58
3.

Zitat von schwarzbart500
Jetzt werden die Leiharbeiter schon genug ausgenutzt, nun muss deren Anzahl auch noch bei der Aufsichtsratwahl herhalten, wodurch die Aufsichtsräte aufgrund der "künstlichen Festangestellten" noch mehr Geld bekommen dürfen. Was für ein Unsinn soll das sein? Ich meine, wer Leiharbeiter länger als 3 Monate im Betrieb beschäftigt, sollte gesetzlich verpflichtet werden, diese festanzustellen, bzw. dass der Leiharbeitervertrag automatisch nach Ablauf von 3 Monaten übergeht in eine Festanstellung, bei der die Probezeit mit den ersten gearbeiteten 3 Monaten als abgegolten gilt.
Sollte. Ja. Da das aber nicht so ist und Leute durchaus lange Zeit als Leiharbeiter im selben Betrieb arbeiten, ist es dann auch nur fair, ihnen die gleichen Rechte bei der Aufsichtsratswahl zuzugestehen, oder?

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Ein_denkender_Querulant 05.11.2015, 12:04
4. schwierig

Es gibt Arbeitnehmerüberlassungen und Werkverträge. Beide Fälle müssen unterschieden werden.

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Rina Maria 06.11.2015, 00:19
5. Die....

Arbeitnehmeriebelassung wird zunehmend unergiebig fuer die vampire . Der werkvertrag , richtif der schein werkvertrag ist nun gefragt. Beide degradieren "human resources " Zur disponierbaren masse.

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