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Bundesbank-Chaos: Webers Abgang schwächt den Euro

Axel Weber*war Garant für einen stabilen Euro, mit seinem Abgang als Bundesbankchef bekommt Deutschland ein Problem. Denn im schlimmsten Fall steht die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank auf dem Spiel - und damit die Stabilität der Währung.

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richard-kendel 10.02.2011, 18:32
20. Die Unabhängigkeit der Notenbank schwer gefährdet - Der Abriss Deutschlands und der

Zitat von sysop
Axel Weber*war Garant für einen stabilen Euro, mit seinem Abgang als Bundesbankchef bekommt Deutschland ein Problem. Denn im schlimmsten Fall steht die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank auf dem Spiel - und damit die Stabilität der Währung.
Unter Frau Merkel, der Ex-FdJ-DDR-Sekretärin, läuft die BRD wie geschmiert - leider in die falsche Richtung. Es verlässt nun ein weiterer Experte das sinkende Schiff.

Gleichwohl hält es die Merkel (wie vorausgesagt am 16. Juni 2005) mit der Diktatur: sie will den Pott ganz allein zum Absaufen bringen.
Dafür verantwortlich gemacht wird sie von einem Volk, das am Absaufen ist, nicht mehr werden.
Für sie und ihre Mannen/Frauen stehen Helikopter parat.
Das deutsche Volk ist so was von trottelig, dass das einen an die Jahre 1942 bis 1945 erinnert.

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4711_please 10.02.2011, 18:37
21. Die innere Führung von Frau Dr. M.

Zitat von sysop
Axel Weber*war Garant für einen stabilen Euro, mit seinem Abgang als Bundesbankchef bekommt Deutschland ein Problem. Denn im schlimmsten Fall steht die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank auf dem Spiel - und damit die Stabilität der Währung.
Nur weil Angela mal wieder ein Mann von der Schippe springt ist nicht die Unabhängigkeit der EZB in Gefahr. Dies wäre der Fall, wenn es keinen Nachfolger geben würde, aber der wird nicht lange auf sich warten lassen...

Solche Rücktritte hat es früher nicht gegeben? Ist es ein Machtkampf um unüberbrückbare Widersprüche? Interessant, dass sich nun mit Weber der zweite schräge Abgang vom Personaltableau der Kanzlerin ereignet, nach Köhler. Ist das vielleicht die eiskalte Kanzlerin, Meisterin der Gremienleitung, die die Daumenschrauben für die Herren immer stärker anzieht, bis sie sich irgendwie verbogen zurückziehen?

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dalmatiner59 10.02.2011, 18:42
22. Der Abgang schwächt...

nicht nur den Euro, sondern auch die, die ihn zu verteidigen glaubten. Leider hatten die nicht erkannnt, dass dazu mehr gehört als kluge Reden voll von Allgemeinplätzen halten. Zum Beispiel ein Gesamtkonzept aus Finanzpolitik, Personalpolitik, Wirtschaftspolitik, aber ein übergreifende, strategischen Zielsetzung und den dafür erforderlichen Führungswillen und -Fähigkeit statt Parteitaktik. Aber daran mangelt es ja unserer Bundeskanzlerin nicht erst seit vorgestern.

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Liberalitärer 10.02.2011, 18:50
23. So Kappes ist das nicht

Zitat von steffets
Die niedrigen Zinsen treiben Staaten in die Pleite?
Nein, aber das kann passieren, so dumm es klingen mag, weil das ein völlig überschuldetes Banksystem bedeuten kann, wie etwa in Irland oder Spanien. Wenn dann die Zinsen auf dem Kapitalmarkt anziehen, Prost Mahlzeit und bitte retten.

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c++ 10.02.2011, 18:52
24. .

Zitat von steffets
Die niedrigen Zinsen treiben Staaten in die Pleite?
Ja natürlich, anders wäre eine Überschuldung Griechenlands nicht in diesem Umfang möglich gewesen. Mit den Beträgen, die traditionell für Zinsen bereitgestellt werden mussten, konnten sehr viel höhere Kreditsummen aufgenommen werden.

Auch die Immobilienblasen in Spanien und Irland wären ohne die niedrigen Zinsen nicht möglich gewesen.

Die Krisenländer der Eurozone sind diejenigen, die vor der Einführung des Euro die höchsten Zinssätze hatten. Sie sind voll in die Eurofalle gelaufen.

Einheitliche Notenbankzinsen für wettbewerbsstarke und wettbewerbsschwache Länder wie im Euroraum sind für erstere tendenziell zu hoch, für letztere tendenziell zu niedrig. Durch den einheitlichen Euroraum mit undifferenzierter Geldpolitik und fehlenden Anpassungen des Außenwertes des Geldes entstehen Ungleichgewichte, die mit Zwangsläufigkeit in eine schwere Krise führen mussten, die wir jetzt haben.

Und da an den Ursachen nicht gearbeitet wird, wird sich die Krise auch kaum bereinigen lassen, es ist eine permanente Krise. Es sei denn, die Wettbewerbsfähigkeit wird durch interne Anpassungen hergestellt, d.h. für wettbewerbsschwache Länder deutliche Rentensenkungen und Lohnsenkungen, scharfe Austeritätspolitik. Dann gibt es aber Aufstände. Und wenn die Krise gelöst wird, indem das Volksvermögen Deutschlands transferiert wird, könnte es auch knallen. Bei den Deutschen dauert es lange, dann aber ist es umso heftiger.

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nocheinbuerger 10.02.2011, 18:53
25. Schlechte Zeiten für Monetaristen

Zitat von c++
Seit wann betreibt die EZB Antiinflationspolitik? Die gegenwärtige Geldpolitik mit historisch niedrigen Zinsen (die erste Staaten in die Pleite getrieben haben) und Überschwemmung der Märkte mit Liquidität ist es eine Geldpolitik, die eigentlich Inflation induzieren müsste. Klappt nicht, weil es nicht genug Nachfrage gibt, die Leute haben kein Geld. Dies gilt besonders in Deutschland.
Für Monetaristen ist jetzt eigentlich keine gute Zeit, denn entgegen deren Glaubensbekenntnis, daß die Emission von viel Liquidität durch die Zentralbanken automatisch in mehr Inflation münden muß, sind die Inflationsraten sehr niedrig. Die Kerninflation, also abzüglich der saisonalen Veränderungen durch Dinge wie steigende Rohölpreise, liegt bei einem Prozent. Vor Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 lag sie noch bei 3 %. Eher eine Bestätigung der Erkenntnisse von Keynes, gemäß dem nicht entscheidend für die Preissteigerung nicht die Menge des Geldes ist, sondern die Art, ob und wie es ausgegeben wird.

Zitat von
Stabilität ist keine Frage der Diplomatie, sondern der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
An deren Gestaltung allerdings auch die EZB erheblichen Anteil hat.

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mark anton 10.02.2011, 18:53
26. Sarkozy und andere sehen ihre Chance am Euro zu drehen

Zitat von sysop
Axel Weber*war Garant für einen stabilen Euro, mit seinem Abgang als Bundesbankchef bekommt Deutschland ein Problem. Denn im schlimmsten Fall steht die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank auf dem Spiel - und damit die Stabilität der Währung.
Weber war kein starker D Bundesbankchef, trotzdem kann es noch schlimmer kommen.
Die Option fuer D aus dem E wieder auszusteigen,muss aufrechterhalten werden, auch oeffentlich. Statt ewig im Joch der Bruesseler Buerokraten und Kommisare zu stehen und Milliarden "Transferzahlungen" zu leisten, fuer zurueckgebliebene Staaten, die ihre Hausaufgaben versaeumten die Zeche den anderen unterjubeln.

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hannovernews 10.02.2011, 18:54
27. Oder er ist Realist

und sieht, dass das Handeln der EZB, das seit Monaten vor sich hinschläft und damit unter anderem der steigenden Inflation nicht entgegenarbeitet, http://www.finanznews-123.de/leitzin...-1-00-prozent/ völlig daneben ist und er sich nicht mehr hinter dieses Handeln stellen kann, weder als Bundesbank-Chef noch gar als Chef der EZB.

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matt_us 10.02.2011, 18:54
28. Webers Abgang staerkt den Euro!

Zitat von 4711_please
Ist es ein Machtkampf um unüberbrückbare Widersprüche? Interessant, dass sich nun mit Weber der zweite schräge Abgang vom Personaltableau der Kanzlerin ereignet, nach Köhler.
Ich meine es sind noch mehr Ruecktritte gewesen, zum Beispiel die Regierungssprecher, (auch Finanzministerium) zum Beispiel.

Merkel haette gut fuer Koehler einstehen koennen, aber wohl nicht fuer Weber. Er ist der EZB derart in den Ruecken gefallen, inderm er die Entscheidung Anleihen zu kaufen, oeffentlich kritisiert hatte, dass der Mann eigentlich schon lange haette gehen muessen. Ohne wenn und aber. Denn in einer Finanzkrise tritt man geschlossen auf, nachdem nman sich der Mehrheit gebeugt hat. Wenn der Weber das nicht weiss, und er meint er kann seinen eigenen Senf dazugeben, ist das ein Kuendigungsgrund, schon damals.

Rausschmeissen konnte man ihn aber nicht, denn das haette die Krise ja auch verschlimmert. Also ist sein Ruecktritt jetzt, einige Monate spaeter, wohl das einzig vernuenftige.

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matt_us 10.02.2011, 18:59
29. Wo war die Kreditanalyse der Glauebiger?

Zitat von Liberalitärer
Nein, aber das kann passieren, so dumm es klingen mag, weil das ein völlig überschuldetes Banksystem bedeuten kann, wie etwa in Irland oder Spanien. Wenn dann die Zinsen auf dem Kapitalmarkt anziehen, Prost Mahlzeit und bitte retten.
Wer hat denn bitteschoen das Geld geliehen? Wo war den deren Kreditanalyse, durch die das Problem schon von vornerein haette erkennen koennen?

Mal wieder die Banken, u.a. auch die deutschen, die wissen, dass man sie aus der Bedrouille rettet!

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