Forum: Wirtschaft
Bundesbank-Studie: Deutsche Immobilienbesitzer werden immer reicher
imago/Sven Simon

Das Vermögen der Deutschen steigt - doch es ist sehr ungleich verteilt: Laut einer Bundesbank-Studie stehen vor allem Immobilienbesitzer gut da.

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derleibhaftige 15.04.2019, 15:13
50. Falsche Schlußfolgerung

Nur weil sich auch die Immobilienpreise in den letzten Jahren an die allgemeine Inflation angepasst haben, denn zuvor gab es viele Jahre eine Unterbewertung, heißt das nicht, dass der Immobilienbesitzer jetzt reich ist.

Es zeigt vielmehr, wie schwach die Wirtschaftsleitung und die Einkommen im selben Zeitraum gewachsen sind (nämlich fast gar nicht), gegenüber der allgemeinen Teuerungsrate für Lebensmittel, diverser Konsumgüter oder eben von Immobilien.

Der Immobilienbesitzer sitzt häufig auf (oder im) renovierungsbedürftigen oder sogar sanierungsbedürftigen Altbestand. Diese Kosten dafür sind inzwischen nicht ganz unerheblich, aufgrund von Personalmangel im Handwerk. Kosten für Sanierung un Modernisierung sind normalerweise vom Gesamtwert abzuziehen, was aktuell auch nur selten geschieht nach meiner Beobachtung. So kann es derzeit schnell mal passieren, dass der Altbau von 1960 im Sanierungsstau mehr Wert ist, als der Neubau um die Ecke und sich der Eigentümer die Sanierung von seiner kleinen Rente gar nicht mehr leisten kann und damit auch alles andere als reich ist.

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pnegi 15.04.2019, 15:19
51. Ach ja?

So wird also die neue Lastenausgleichs-Steuer angekündigt ;-) Die Leute sind nur dadurch "reicher" weil viel Luft in die Immo-Blase hineingepumpt wird. Nur mit einem tatsächlichen Verkauf wird ein Gewinn realisiert. Die Leute wohnen aber für gewöhnlich in ihrer Immobilie, sind teilweise hoch verschuldet und würden schon einen kräftigen Zinsschub nicht überstehen. Aber der Wink mit dem Zaunspfahl ist gut. Vor ein paar Tagen wurde noch kräftig die Trommel gerührt bei SPON für den Erwerb einer Immobilie, gegen die Miete. Hier nun also die Ernüchterung an alle, die darauf reinfallen sollten...

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tomdabassman 15.04.2019, 15:21
52. Aber was sind die Ursachen?

Hier wird eine Bestandsaufnahme gemacht, die als Basis dienen kann für Ursachenforschung, nicht mehr und nicht weniger. Daß der Michel gerne zur Miete wohnt und Aktien als Teufelszeug betrachtet, ist kein Staatsversagen, sondern eher Mentalität. Allerdings kann ich mich noch gut entsinnen, als während der hohen Arbeitslosigkeit in den Neunzigern die Wirtschaft und Teile der Politik reklamierten, der AN müsse auch in der Frage des Wohnortes flexibler werden. Zeitverträge, Projektarbeit, Minilöhne tun ihr Übriges dazu. Ach ja, als letztens mal wieder ein VfB-Trainer eine angemessene Unterkunft in Stuttgart und Umgebung suchte, gab es ein Problem: Man wolle nur Mieter mit längerfristigem Bleibehorizont...Auch ich habe mir erst Eigentum angeschafft, als die Anstellung unbefristet und aussichtsreich genug war.

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MGM128 15.04.2019, 15:23
53. Es gäbe da ja eine Lösung dafür...

... wenn der Staat nämlich den Eigenheimbesitz vernünftig fördern würde und sich nicht nur darum kümmert, den Mietern ein nettes Leben zu garantieren.

1. Abschaffung der Grunderwerbssteuer bei Erwerb zum Eigennutz
2. Bestellerprinzip auch beim Haus- / Wohnungskauf
3. Notarkosten deckeln
4. Abschreibungen auch für selbstgenutze Immobilien
5. Berücksichtigung des Immobilienerwerbs als förderungswürdige Altersversorgung

Und dann gäbe es da noch ein paar Themen mehr. Z. B. allgemein weniger Steuern, damit die Bürger auch mal Geld haben, um sowas zu kaufen.

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Theophanus 15.04.2019, 15:26
54. Und das ist gut so....

. "Nach wie vor ist Deutschland ein Land, in dem die privaten Vermögen ungleich verteilt sind"

Und das ist gut so, den es zeigt, das Selbstdisziplin, Sparsamkeit, Fleisigkeit und etwas Mut am Ende dann doch belohnt wird, obwohl der Staat mit Fiskus und Co.meinem im Leben wirklich alle Knüppel zwischen die Beine wirft.

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schnubbeldu 15.04.2019, 15:27
55. oder man wohnt ...

Zitat von peter-11
Miete ist besser und wenn die dann steigen, wird nach Enteignung gerufen. Aber zweimal im Jahr eine Flugreise, schönes Auto ... das muss ja sein, weil es doch zu den Grundbedürfnissen zählt. Diese Denke wird nun mal nicht belohnt. Enteignung und auch das bedingungslose Einkommen wird es nicht geben, denn der arbeitende Wähler wird es nicht gutheißen. Vorsicht SPD.
... in einem kommunal errichteten Sozialbau und parkt vor dem Haus einen 3 Jahre alten Ford Focus ST oder den 5 Jahre alten Mercedes. Als "Eigenheimbesitzer und -bewohner" denkt man sich nur seinen Teil und freut sich wenn die nächste Grundsteuererhöhung ins Haus flattert, weil die Gemeinde gerade "angeblich" in neue kommunal geförderten Sozialbauten investieren muss.

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rurei 15.04.2019, 15:27
56. Die „Demokraten“ sind es:

Geschenke auf Steuren/Schulden dienen zum Erlangen der Macht. Infrastruktur und Bildung werden dafür benutzt aber nicht umgesetzt. Nach der letzten OECD Studie ist Deutschland schon führend bei Steuern.
Dabei erwischt es die Masse der Leute, für die die Politiker „vorgeben“ es zu tun.
Das QE (Ankauf von Anleihen) kommt bei den Leuten nicht an, da es keine Löhne generiert. Denn die Schulden veranlasste Nullzinspolitik schrumpft Rücklagen und Altersvorsorge, die Geldschwemme der Politik (Kreditklemme googlen) führt zur Deflation, allerdings treibt sie Immobilien als sichere Anlage und zieht die Mieten nach.
Mehr noch läuft die Schwemme in Aktien und den $: Die Zinsen 10jähriger $anleihen sind unter die der 3monatigen gefallen (Inverted Yield), weil es Kunden gibt.
Die Kapitalflucht setzt ein.
Die Politik wills dann wieder mal nicht gewesen sein.
Die Karte mit den weltweiten Kapitalflüssen fehlt!
So gefährden „genau die“, die sich immer als Demokraten bezeichnen, die Demokratie.

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aspi01 15.04.2019, 15:27
57. 25 Millionen

25 Millionen Menschen wohnen in Deutschland in einer Wohnung oder in einem Haus, die/ das ihm selbst oder einem Familienmitglied gehört. Sieht nicht nach einer kleinen reichen Minderheit aus, auf die man mit dem Finger zeigen kann...

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schnubbeldu 15.04.2019, 15:33
58. ich empfehle Ihnen ...

Zitat von stolte-privat
Als Besitzer von mittlerweile 3 Häusern in einer Kleinstadt kann ich mich da ja zur Hochfinanz zählen. Bei Hauspreisen zwischen 10 und 40 tausend EU und dementsprechenden Abtrag wäre es wirklich zu schade, selbst zur Miete zu wohnen. Komisch nur, das bei mir auch mal zum Monatsende das Geld knapp wird. Kommt wohl daher, das ich Wohnungen um die 300 Eu kalt an alleinerziehende Mütter vermiete. Ich sehe das eher als Altersvorsorge. Wenn ich in Rente gehe sind die Häuser bezahlt und bringen mir dann ein Zubrot, das ws wieder auf meine Rente angerechnet wird. In unserer Region in Süd Ost Niedersachsen sind die eigentlichen Teuermacher der Staat und die gierigen Energieversorger mit jährliche steigenden Preisen für Strom und Gas. Wann werden die denn mal gebremst?
.. diese 3 Häuser VOR Renteneintritt zu veräußern und mit dem erzielten Gewinn einen schönen Lebensabend zu gestalten.

Weil wenn Sie im Rentenalter Mieteinnahmen haben, müssen diese versteuert und ggfs. sogar Krankenkassenbeiträge entrichtet werden (sofern Sie freiwillig versicherter Rentner sind).

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muunoy 15.04.2019, 15:34
59. Der Staat ist zu teuer

Zitat von khwherrsching
Immobilien enteignen und verteilen? SPON wird sich leider nicht zu schade, jede Möglichkeit zu ergreifen, wenn es darum geht, die in Deutschland gängige Neiddebatte anzuheizen. Man könnte ja auch einmal auf die schlichte Idee kommen, dass es fleißige Bürger und nicht so fleißige Mitglieder unserer Gesellschaft gibt. Auch sparsame und weniger sparsame sind anzutreffen. Man könnte der Fairnis halber in solchen einseitig gefärbten Artikeln auch erwähnen, dass in diesen Statistiken das Millionenheer von Rentnern, Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern mitgezählt wird. Auch unsere Kinder sind darin enthalten.
Links-grüne und liberal-konservativ eingestellte Menschen kommen bei denselben Fakten halt zu unterschiedlichen Ergebnissen bei den Ursachen und den Gegenmaßnahmen für einen Missstand. SPON vertritt normalerweise die links-grüne und staatsgläubige Meinungen, wobei es Ausnahmen gibt. Damit meine ich nicht nur den Alibi-Fleischhauer. Gerade kürzlich las ich hier einen völlig korrekten Artikel, in dem beschrieben wurde, wie der Staat das Wohnen verteuert. Ich musste mir die Augen reiben, weil SPON-Journalisten normalerweise staatsgläubig sind. Daher lese ich ja SPON und ab und zu inzwischen sogar wieder den Spiegel. Von TE habe ich ein Abo, bekomme dort aber auch nur meine eigene Meinung serviert.
Zum aktuellen Thema: Vermögensaufbau gilt bei Links-Grünen als bäh. Und die Mehrheit wählt eben links-grün. Solche Leute bauen daher kein Vermögen auf. Gerade Beamten und Politiker müssen das ja auch nicht. Außerdem erschwert der Staat aufgrund der extrem hohen Steuer- und Abgabenlast auf Arbeitseinkommen zunehmend den Vermögensaufbau für diejenigen, welche nichts erben und noch keine Vermögenswerte haben. Erschwerend kommt hinzu, dass neben den hohen Steuern und Abgaben unsere Arbeitseinkommen und Spareinlagen durch die Euro-Rettung entwertet wurden. Das ist der Grund für die zunehmende Ungleichheit in Deutschland. Wer etwas dagegen tun möchte, wählt eben keine links-grünen Parteien. Es gibt ja noch die FDP und die AfD als Alternativen. Außerdem muss man sich halt intensiv mit dem Thema beschäftigen, was durchaus anstrengend ist. Derzeit bieten sich Sachanlagen wie Immobilien und Aktien ganz einfach deswegen an, weil unser Geld laufend entwertet wird. Aktien liefen in den letzten 10 Jahren übrigens besser als Immobilien. Ich muss jedoch zugeben, dass ich vor zwei Jahren bei den Aktien wegen der starken Kursanstiege schon Angst bekam und als ehem. Mieter dann doch einen großen Teil der Aktien in Beton umgewandelt habe, was rückblickend nicht dumm war.

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