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Bundesbank-Vorstoß zur Rente mit 69: DGB warnt vor "eiskalter" Kürzung für Arbeiter
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Die Bundesbank plädiert für die Rente mit 69. Gewerkschafter sind strikt dagegen. Schwer arbeitenden Menschen würde damit "eiskalt" deren Rente gekürzt.

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juergen.lippka 22.10.2019, 09:10
10. Fangen wir doch mal mit.....

den Bundesbänkern an.
Ab in die gesetzlich Renten-VS.
Von mir aus können sie auch noch Riestern.
Spon könnte ja mal die heutige "Rentenregelung" der Bundesbänker veröffentlichen.
Danke im voraus,
Schauen wir uns das mal an.

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wo_st 22.10.2019, 09:13
11. und die Rente mit 67

Wo blieb da der Aufschrei des DGB. Alles wurde einfach hingenommen und die Arbeiter und Angestellten hatten weniger Rente, sollten sie vor 67 in Rente gehen.

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erespondek 22.10.2019, 09:15
12. Ja, die Lebenserwartung steigt.

Es steigt aber auch der Anteil der Demenzerkrankten. Die Pflegeheime brechen zusammen unter der Last: wo früher 20% der Alten in Heimen an einer Demenz litten sind es heute 80%. Dabei sind die Bewohner aber beim Eintritt nicht älter geworden, sie leben einfach trotz Krankheit nur länger. Wenn das mit Lebenserwartung gemeint sein sollte, dann will wohl die Bundesbank für jeden das Seine.

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navitrolla 22.10.2019, 09:16
13. Lebenserwartung

Wenn die Lebenserwartung zum bestimmenden Faktor wird - und allenthalben über Gendergerechtigkeit sinniert wird, dann würde ich aus männlicher Sicht darum bitten, das Renten-Eintrittsalter zumindest Geschlechtsspezifisch festzulegen.
Kaum weniger provokativ, aber vielleicht doch einen Denkanstoß wert:
Bei der Betrachtung von Gender pay gap und geringerer Rentenhöhe durch Erziehungszeiten sollte auch einmal die Gesamtauszahlung über die Bezugszeit berücksichtigt werden. Ich nehme an, dass der Ratio zwischen Ein- und Auszahlungen bei den Herren der Schöpfung aufgrund früheren Ablebens deutlich schlechter ist....

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Hollowmen 22.10.2019, 09:18
14. @1

Weltfremd-ist sicherlich zu glauben, dass man im Jahr 2070 (!) bei gleichem Beitrag, Rückgang der Erwerbstätigen und weiter gestiegener Lebenserwartung noch mit 63 oder 65 in Rente gehen kann.

Ihr Vorschläge klingen sicherlich schön, aber direkt verbunden mit der Frage wer soll das bezahlen.

Natürlich ist es richtig sich über dieses Thema langfristig Gedanken zu machen, die meisten von uns wird es aber trotzdem nicht mehr betreffen. Außerdem darf ich zu bedenken geben, dass sich unsere Gesellschaft in den nächsten 50 Jahre weiter wandeln wird und körperlich schwere Arbeit weiter zurückgeht, weil viele solcher Arbeitsschritte weiter automatisiert werden (Bsp. Exoskelette in Autowerkstätten zum Reifenwechsel).

Ein weiter so bei der Rente kann es wohl nicht geben und viele Menschen sind durchaus in der Lage im Alter länger (dafür vielleicht flexibler) zu arbeiten.

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te36 22.10.2019, 09:20
15. Sterbendes System.

Das Wirtschaftsssytem verschiebt sich doch kontinuierlich. Frueher wurde ein Grossteil der Wirtschaftsleistung durch menschliche Arbeit erbracht. Jetzt ist es mehr und mehr das Kapital. Und das zahlt nicht in die Rente ein. Und es verteilt sich mehr und mehr in die Spitze wegen der Geldmarktpolitik. Und wenn es besteuert wird, flüchtet es in andere Länder.

Was man braucht sind radikale Veränderungen wie mit Kapital umgegangen wird. Staatskapitalismus wie in Norwegen z.b. ist interessant, wo die Einnahmen aus dem Erdöl am Kapitalmarkt angelegt sind und die Rendite dann für z.b. die Rente genommen wird. Natürlich ist das schwierig für einen Staat wie Deutschland so ein Kapital aufzubauen, weil hier ja Politik in den letzten Jahrzehnten nur über Steuergeschenke gemacht wird. Und wo Investitionen immer als Geschenke ausgeteilt werden, statt daß damit Firmenanteile erworben werden, die in das vom Staat verwaltete Kapital einfliessen.

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Tschepalu 22.10.2019, 09:20
16. Nun...

immer mehr Menschen sind langzeitarbeitslos weil mit 45 schon zu alt und finden damit keinen Job mehr obwohl noch arbeitsfähig und qualifiziert. Andere können durch Krankheit nicht mehr arbeiten. Und dann bis 70 arbeiten? Geht`s noch liebe Banker? Wir brauchen ein Grundeinkommen für alle, das dann durch eine private Vorsorge ergänzt werden soll, steuerfrei natürlich. Geld ist genug da, es muss nur anders verteilt werden. Und nun, warum wird so was von der sPD nicht in Angriff genommen? Von der CDU darf man so was keinesfalls erwarten. Die lässt ändere die Drecksarbeit machen wie seinerzeit die sPD mit Hartz IV. Und liebe Gewerkschafter, auch ihr werdet die Verlängerung der Lebensarbeitszeit nicht verhindern so wie ihr Hartz IV auch nicht verhindert habt. Der "Sozialstaat" wird wieder ein Stück zurückgesetzt und die wenigsten gehen dafür auf die Straße. Ergo, uns geht`s insgesamt noch viel zu gut....

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fuchsi 22.10.2019, 09:20
17. Gegenwart

Das Rentenmodell der Gegenwart mal eben bis 2070 zu verlängern, kann nur heute schon alten Leuten Ü50 einfallen. Die Arbeitswelt befindet sich in einer großen Transformationen, die auch die Sozialsysteme verändern wird. Die Digitalisierung entwickelt eine Dynamik, die jetzt bereits die Gesellschaft umwälzt und auch die Generationen in deren Umgang damit trennt. Die im 21. Jahrhundert Geborenen brauchen sich nicht unbedingt an die Ideen zu halten, die sich die heute schon Gestrigen ausdenken. Sie können das bis dahin selbst entscheiden, falls ihnen die Entscheider der Gegenwart buchstäblich noch Luft zum Atmen lassen. Als Stimmungmache gegen alte Menschen, die vor 70 Rente beziehen wollen, taugen die Vorschläge der Arbeitgeber aber jetzt schon.

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cem_iker 22.10.2019, 09:20
18. (Mövenpick)-Steuerreduzierungen

Andernfalls werde die durch Umlagen finanzierte Rente sehr bald an ihre Grenzen stoßen.

lassen nur eine Arbeitnehmer finanzierte Umlage zu. Wenn Firmen, deren Altersstruktur nicht mit der der Bevölkerung übereinstimmt, stärker zur Renten-Finanzierung herangezogen würden, gäbe es vielleicht einen Ruck.
Interessant auch die Beiträge auf Xing
Gönnen Sie sich beim Recruiting mal eine Ü-55-Quote
https://www.xing.com/news/klartext/gonnen-sie-sich-beim-recruiting-mal-eine-u-55-quote-3481

Ü 50: Deshalb mache ich mir Sorgen
https://www.xing.com/news/klartext/u-50-deshalb-mache-ich-mir-sorgen-3482

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lamblies 22.10.2019, 09:21
19. Mein Titel

Zitat von wiesenflitzer
ob diese gesteigerte Lebenserwartung auch real mit einer längeren Gesundheit/körperlichen Fitness korreliert. Dann könnte oder müsste man tatsächlich über eine längere Erwerbstätigkeit nachdenken. Oder haben wir nur bessere Medizin, die uns vor dem Tode bewahrt, aber wir treffen uns alle im Altersheim wieder. Lebend zwar, aber eben auch nicht arbeitsfit. Je nach Arbeitsbereich des zukünftigen Rentners müsste dann im Einzelfall das Renteneintrittsalter bestimmt/berechnet werden. Also im Grunde absolut für nahezu jeden individuell. Wie das gehen soll weiß ich nicht. Mir scheint, wir werden auf Dauer nicht um die bedingungslose Grundrente herumkommen.
Soweit ich weiß, ist die Lebenserwartung eine statistische Größe.
Je geringer die Kindersterblichkeit, desto höher die Lebenserwartung.
Es gibt aber für jeden Menschen eine individuelle biologische Grenze.
Ein Renteneintrittsalter, welches nur evtl. 50% der Arbeiter und Angestellten erreichen, ist m.E. nicht hinnehmbar.

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