Forum: Wirtschaft
Bundesfinanzministerium: Scholz prüft mögliches Verbot von Strafzinsen für Kleinspare
Monika Skolimowska / DPA

Manche Banken drohen mit negativen Zinsen für Privatkunden. Bayerns Ministerpräsident Söder will die Strafzinsen vorsorglich verbieten - nun schaltet sich auch das Bundesfinanzministerium ein.

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leonardo da v 22.08.2019, 07:18
1. "Sparen muss belohnt und darf nicht bestraft werden."

Diese Aussage Söders widerspricht der Politik der EZB, die ja gerade durch eine Verbilligung des Geldes Konsum ankurbeln möchte. Reiner Populismus und Eingriff in die Marktwirtschaft.

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widower+2 22.08.2019, 07:18
2. Rechtlich möglich?

Sollte das rechtlich nicht möglich sein, bliebe immer noch die Gründung einer Staatsbank als Alternative, die garantiert, dass Kleinsparer vor Negativzinsen bewahrt werden. Ein Konto gehört inzwischen zur elementaren Daseinsvorsorge. Ein Leben ohne Konto ist in Deutschland für 99% der Bevölkerung so gut wie unmöglich. Man ist also gezwungen, sich an diesem System zu beteiligen. Einfach darauf zu verzichten, geht fast nicht mehr. Und wenn dann noch das Bargeld weitgehend abgeschafft ist, wird es völlig unmöglich.

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moritz27 22.08.2019, 07:25
3. Wäre es nicht besser die Ursache,

als die Folgeerscheinung zu verbieten? Wer ist denn auf die Idee mit den "Strafzinsen" gekommen und wer hat sie eingeführt?

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karl_martell 22.08.2019, 07:31
4.

Lieber Herr Scholz, solange Sie nicht die Finger nehmen von der in Ihrem Ministerium erarbeiteten Projekt zur Besteuerung von Kleinaktionären brauche ich Ihre Scheinheiligkeit zum Retter der Kleinsparer nicht. Die Steuer beugt weder künftigen Finanzkrisen vor, noch geht es gerechter zu. Im Gegenteil: Bürger, die Aktien kaufen, um zu sparen und fürs Alter vorzusorgen, müssen zahlen. Sie sind jene Sorte von Politikern, die zur Politikverdrossenheit ihren erheblichen Beitrag leisten.

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peterw 22.08.2019, 07:33
5. Scholz oder Söder?

Wer sagt nun was??

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tinohsk 22.08.2019, 07:34
6. Scheinheiligkeit

"Gesetzliche Verbote sind systemfremd, helfen den Kunden nicht weiter und können letztlich zu einer gefährlichen Instabilität der Finanzmärkte führen", teilte die Interessenvertretung der Spitzenverbände von Banken und Sparkassen mit.
Aber Steuergelder zur Rettung maroder Geldhäuser, die durch die Gier ihrer Chefs in den Bankrott getrieben wurden, werden gern angenommen. Und damit werden dann zuerst die Boni der Bosse ausgezahlt.
Diese systemfremden Rettungsgelder waren sehr willkommen.

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thobie2 22.08.2019, 07:35
7. Völliger Unsinn

Das Thema als soches ist völliger Unsinn. Denn so einfach kann eine Bank auf Einlagen gar keine Negativzinsen erheben. Das Problem: Wenn ich ein Sparkonto bei einer Bank eröffne, so schließe ich mit der Bank einen Darlehensvertrag ab. Und der Darlehensvertrag sieht halt vor, dass ich Zinsen dafür bekomme. Im Extremfall kann sich dabei der Zinssatz auf Null reduzieren. Aber nicht darunter gehen. Wenn die Bank von mir Zinsen für Spareinlagen haben will, dann reden wir von einem Verwahrvertrag. Den habe ich aber mit der Bank nicht abgeschlossen.
Die Banken dürften auch nicht das geringste Interesse haben, dass alle Sparer Ihre Guthaben abheben und in einem Bankschließfach deponieren. Das würde nämlich die Geldmengen der Bank kräftig durcheinander wirbeln.
Ist mal wieder so ein typisch populistischer Vorstoß aus Bayern.

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peterka60 22.08.2019, 07:45
8. Sich selber eine Grube gegraben

Das ist nur die Folge einer miserablen und skandalösen Geldpolitik der EU unter Draghi. Und die Politiker nicken seit Jahren jeden Mist ab, der den Verantwortlichen in der EZB in den Sinn kommt. Ich bin mir sicher, das gibt noch ein Riesentheater in der Zukunft. Der "kleine Mann" und der Mittelstand werden und wurden buchstäblich betrogen.

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xaver1967 22.08.2019, 07:48
9. Überschrift

Wenn der Staat die Banken in Ruhe lassen soll, dann gilt das doch sicher auch in Krisenzeit, gell? Diese Bankenvertreter haben schon ein gesundes Selbstbewusstsein.

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