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Bundesgerichtshof: Banken dürfen Extra-Gebühren für Geldabheben am Schalter fordern
DPA

Wenn Kunden Bargeld am Schalter abheben oder einzahlen, dürfen Banken eine Gebühr erheben. Das hat der Bundesgerichtshof nun entschieden. Allerdings machten die Richter eine wichtige Einschränkung.

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Vally 18.06.2019, 16:58
100. Kaffeesatz sollte mal lesen und verstehen ...

Zitat von kaffeeesatz
dass das derzeitige System nur für ältere (40+!!!) Menschen ist und man gefäligst den Aluhut absetzen sollte zeugt von der bornierten Hybris der Lemminggeneration. Nee, es bedarf keines Aluhutes, um zu verstehen was am bargeldlosen Geldverkehr nicht so 'fancy' ist. Dafür sollte man lediglich mal die rosarote Brille etwas anheben.
... dasss es nicht um die Abschaffung des Bargelds geht, sondern darum, das Bargeld nicht am Automaten zu holen, sondern am Schalter. Vielleicht erschwert der Aluhut das Lesen? Oder das verstehen?

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Vally 18.06.2019, 17:12
101. @der Resignierte

Zitat von Der Resignierte
es geht nit um geld abheben in dem kommentar sondern um die abschaffung des bargeldes und der damit einhergehenden LÜCKENLOSEN Überwachung jedes einzelnen , der einkaufen muss und damit auch ein Konto haben muss. Also selbst Kinder und Jugendliche, womit sollen die ihre schokolade oder Pausenbrot kaufen, wenn es kein Bargeld mehr gibt. Richtig, per Karte und damit jederzeit überwachbar. selbst die Kinder schon.
Sie schreiben "es geht nicht um Geld abheben" - aber genau darum geht es. Haben Sie den Artikel gelesen? Das Urteil besagt, dass Menschen, die nicht am Automaten Geld abheben, sondern in der Filiale bei einem Mitarbeiter, dafür eine Gebühr bezahlen müssen.

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Micirio 18.06.2019, 18:33
102. Banken verdienen nichts an Girokonten

Immer wieder dieses Argument: "Die arbeiten mit meinem Geld!". Schwachsinn! Banken brauchen bei der aktullen Null-Zins-Politik kein Geld der Kunden. Zur Not kann die Bank es sich leihen zu verdammt niedrigen Zinsen.
Ein Girokonto-Kunde kostet die Bank einiges: Die Bankkarten müssen hergestellt werden, ggf. erneut wegen Verlust, welcher nicht bepreist werden darf. Gleiches für eventuelle Kreditkarten. Die Mitarbeiter müssen bezahlt werden, ob in der Filialle oder im Kundencenter der Online-Banken. Die Kontoführung (Abwicklung Zahlungsverkehr im In- und Ausland, Überprüfung im Rahmen Geldwaesche, Aktualisierung der Daten ("Kontenwahrheit"), Mahnverfahren, Inkasso, Kreditvergabe etc.) an sich führt zu Kosten. Ganz zu schweigen von den Basiskonten ("Jedermans-Konten") die jede Bank jedem zur Verfügung stellen muss. Die staendigen Reklamationen der Kunden ("Kann kein Geldabheben! Karte geht nicht! PIN vergessen! Bin auf ne Fakeseite reingefallen. Holen Sie (kostenlos) mein Geld zurück!") fressen Geld. Und der Kunde: Verlangt stets kostenlosen Service, keine Kontoführungsgebühren, keine sonstigen Entgelte, eine einwandfreie Technik, schnelle Hilfe etc. Aber mal 2 Euro dafür zahlen um, rein theortisch, im Basislager am Mount Everest oder bei den Inuit in Grönland Bargeld zu erhalten? Nein, denn "die arbeiten mit meinem Geld".

Was macht also ne Bank: Entweder hoffen, dass der Girokonto-Kunde zusaetzlich in Wertpapieren über die Bank investiert, Gebühren erheben, Service einstellen oder pleite gehen.

Vielleicht sollte sich jeder der meckert mal überlegen, wieviel er im vergangenen Jahr an Entgelte an seine Bank gezahlt hat. Stellt er diese im Verhaeltnis zu den Kosten bei seinem sagen wir mal Friseur (Kann man selber machen, sieht nur Sch... aus, aber spart Geld) könnte man mal überlegen, ob die Kosten nicht doch zumindest teilweise fair sind.

Ist dem nicht so: Wechseln, aber nicht meckern!

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die_WahrheitXXL 18.06.2019, 19:34
103. Man verstehe diesen Staat...

durch jahrelangen Nullzins und den Wegfall der Devisen durch den Euro hat man das Kerngeschäft der Banken zerstört. Nun finden Banken und Staat wieder neue Wege, den kleinen Verbraucher zu melken. Das das allerdings den Banken aus der Krise hilft darf bezweifelt werden. Es ist das gleiche wie ein Strohhalmverbot, was durchgesetzt wird, um den Plastikmüll einzudämmen.

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geotie1 19.06.2019, 02:12
104.

Zitat von dummzeuch
Kunde kauft Brötchen und will bar bezahlen. Das geht natürlich gar nicht, deshalb verlangt der Bäcker dafür 1 Euro Gebühren.
Ich lebe zur Zeit in Brasilien. Dort wird beim Tanken zuerst gefragt, ob mit Karte bezahlt wird oder bar. Mit Karte ist es teurer. Liegt wahrscheinlich daran, dass die Tankstellen bei Kartenzahlung länger auf das Geld warten müssen und für die Nutzung ebenfalls was bezahlt werden muss. Im Gegensatz dazu ist der Service frei, man wird in beiden Fällen vom Personal betankt!

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so-long 19.06.2019, 08:18
105. Warum

Zitat von skla5555
....Gebühren? Nicht nachvollziehbar. In Zeiten von onlinebanking wird sowas doch eher seltener werden. Und ich sehe es dann als Service. Mein Friseur verlangt ja auch nicht einen Euro für die Terminvereinbarung. Alles kostet Geld, und wo bleibt der Service?
soll es für Umme sein? Die Banken haben -ich bin nicht mit denen verheiratet- ein Einnahmenproblem. Deswegen die Gebühren.

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pittiken 19.06.2019, 08:40
106.

Zitat von newbie99
Es ist ja kein Problem bei Sparkassen das Geld kostenfrei am Geldautomaten abzuheben. Die Sparkassen betreiben übrigens das (mit Abstand) dichteste Geldautomaten-Netz in Deutschland. Du argumentiert, dass man doch darauf hoffen möge, wieder kostenfrei am Schalter Geld zu erhalten, wenn schon die Automatennetze ausgedünnt würden. Tatsächlich kann von einem GAA-Abbau bei Sparkassen wohl kaum die Rede sein. Und was noch viel wichtiger wiegt: An welchem Standort bitte kann man zwar an einem Schalter geldabheben, nicht aber an einem Geldautomaten. Nur unter diesen Voraussetzungen könnte dieses Argument irgend einen Sinn ergeben. Und ob Du nun Dein Geld am Schalter verfügst oder am Automaten. Die digitale Spur, die Du dabei hinterlässt, ist gleich groß. In welcher Weise bitte soll die Bepreisung von Schalter-Verfügungen dazu geeignet sein, die Menschen vom Bargeld abzubringen? Schon allein die Tatsache, dass es kaum noch Schalter-Abhebungen gibt, zeigt doch, dass es darum nicht gehen kann! Wäre das das Motiv, dann müsste man in erster Linie die Automaten bepreisen. Ich habe noch absolut nie und nimmer irgendwie den Eindruck gehabt, dass ein Barzahler sich in welcher Form auch immer verdächtig macht. Mit Ausnahme vielleicht, wenn Du mit einem Koffer voll davon an der Grenze zu Lichtenstein erwischt wirst. Dieser ewige "Böse-Kräfte-wollen-uns-überwachen-und-uns-deshalb-das-Bargeld-klauen"-Schwachsinn ist schlicht nur ein: nervig! Wenn Du nun die Bank wechseln willst, weil Du am Schalter nicht mehr kostenfrei Geld abheben darfst, dann bin ich gespannt, wohin Du gehen willst. Frage doch mal bei der IngDiba an, ob man kostenfrei Bargeld am Schalter erhält? Wer außer den Volksbanken und Sparkassen können so einen Service denn überhaupt noch (flächendeckend) anbieten? Und wenn Du nun einer Bank das Vertrauen schenkst, dann möge sie Dir doch bitte überlassen, wie Du (kostenlos) Bargeld verfügst - echt jetzt? Also wenn Du schon einem Hotel das Vertrauen schenkst, dort zu übernachten, dann möge es doch bitte Ihnen überlassen, ob sie dazu ein Einzelzimmer oder doch lieber eine Suite beziehen möchten - natürlich ohne Aufpreis versteht sich - oder wie??? Eine personenbediente Schalterverfügung kostet naturgemäß deutlich mehr Geld, als eine Verfügung am Geldautomaten. Warum muss sie daher auf jeden Fall das gleich kosten?
Zu was gibt es denn Kontoführungsgebühren?
Es ist eine Unverschämtheit, dass die Bank Kontoführungsgebühr erhebt und dann noch zusätzlich für das ABHEBEN DES EIGENEN GELDES am Schalter abkassiert.

Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Banken sich mit den ganzen Vorstandsgehältern und Bonuszahlungen übernommen haben und jetzt krampfhaft versuchen, den Kunden ABZUSOCKEN.

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kelburn 19.06.2019, 17:43
107. Es geht ja nicht nur um das abheben am Schalter

als Unternehmer habe ich noch viele Kunden die bar bezahlen, z.B. beim Bäcker, Friseur, Kiosk, Eisdiele etc...die Inhaber müssen ihre Einnahmen bar einzahlen und werden mit Gebühren belastet, wie jetzt schon, wenn man Kleingeld wechseln möchte.

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