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Bundesgerichtshof: Kinder müssen für Eltern trotz Kontaktabbruch Unterhalt zahlen
DPA

Der Vater verstieß ihn, 43 Jahre sprachen sie nicht - dennoch muss der Sohn nun einen Teil der Heimkosten zahlen. Der Anspruch auf Elternunterhalt sei trotz Kontaktabbruch nicht verwirkt, entschied nun der Bundesgerichtshof.

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Draupadi 12.02.2014, 10:17
10. Furchtbar!

Ich bin selbst in einer ähnlichen Situation. Mein Vater hat Jahrelang (eher jahrzehnte lang) den Unterhalt verweigert und wenn (ungefähr 2 Jahre lange), dann hat er zu wenig bezahlt. Er hat nach meiner Mutter zweimal neu geheiratet und 4 Kinder aus diesen Ehen. Meine Eltern haben sich getrennt bevor ich überhaupt geboren worden bin.
Und er hat sich nie um mich wirklich gekümmert.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich für seine Pflegekosten im Alter aufkommen muss, dann macht mich das ernsthaft wütend!
Was ist denn daran gerecht?

Was der Artikel leider nicht erwähnt...in welchem Umfang müssen wir die Kosten tragen? Wenn er sich z.B. in einem Luxus-Heim einquartieren lassen würde...muss ich das bezahlen?

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_stordyr_ 12.02.2014, 10:18
11.

Ein Urteil, was sehr gut in die alternde Republik Deutschland passt.
Es ist logisch nicht nachvollziehbar und in meinen Augen politisch motiviert.

Wenn die Eltern den Kontakt abbrechen, ist das nicht das Problem des Kindes (ab gesehen davon, dass es ein psychologisches Problem sein kann). Aber es ist vor dem Hintergrund der Struktur der Gesellschaft (siehe Artikel, Scheidungskinder usw.), natürlich ein Urteil, was den Staat entlastet, denn irgendwer muss diese Kosten tragen und da wird man seitens des Staates versuchen, sich schadlos zu halten.

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Shantam 12.02.2014, 10:18
12. Völlig Korrekt !

Unterhalt für s Kind muss auch gezahlt werden wen die Mutter jeden Kontakt zum Kind verhindert.
Es gibt soviel verrückte Geschichten zu diesem Thema das diese gerade Linie völlig klar und gut ist.

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patwet 12.02.2014, 10:18
13. in dubio pro fiscus

bewahrheitet sich auch hier. Vor Gericht hat der Staat immer ein bißchen mehr recht...

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orthos 12.02.2014, 10:19
14. Das Urteil ist ein Unding!

Das Urteil ist ein Unding! Man kann sich seine Eltern nicht aussuchen...

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THINK 12.02.2014, 10:19
15.

Zitat von sysop
Der Vater verstieß ihn, 43 Jahre sprachen sie nicht - dennoch muss der Sohn nun einen Teil der Heimkosten zahlen. Der Anspruch auf Elternunterhalt sei trotz Kontaktabbruch nicht verwirkt, entschied nun der Bundesgerichtshof.
Viele Urteile des BGH kann man nur fassungslos zur Kenntnis nehmen.
Ich habe mittlerweile keinerlei Vertrauen mehr in diese Justiz.

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renee gelduin 12.02.2014, 10:19
16. optional

... und so entledigt sich der Staat peu-á-peu seiner Aufgaben und wälzt die Altersversorgung der Alten und der eigenen auf die Junge ab.

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redbayer 12.02.2014, 10:20
17. Ist doch logisch, nach deutscher Gesetzgebung

wieso es da überhaupt zu einem Prozess gekommen ist?
Wahrscheinlich weil der Sohn und die übrige Gesellschaft auch, von irgend einer selbst erfundenen Vorstellung ausgeht, was Familie oder Gerechtigkeit in Deutschland ausmacht.
Hier geht es ausschließlich darum, dass der Staat in der sogenannten "Familie" eine Untereinheit gefunden hat, die er für alles was passiert verantwortlich machen kann, nur um nicht irgend etwas von den Steuereinnahmen abgeben zu müssen.
Da wird doch so ein Beamter (der ja auch fürstlich bezahlt wird) gefälligst seiner sozialen Verpflichtung nachkommen. Ob in nun der Vater abgelehnt hat oder nicht, schließlich geht es doch um das Prinzip!

Hinweis: Übrigens auch neue staatliche Errungenschaften wie "ehe-ähnliches Verhältnis oder "Homoehe" sind nur deshalb eingeführt worden, damit der Staat nicht zahlen muss und nicht wie viele meinen aus einer sozialen Einsicht der Politik.

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bayernmuenchen 12.02.2014, 10:21
18. Da hilft nur eins

im Fall der Fälle rechtzeitig Geld und Vermögen auf Ehefrau und Kinder übertragen [10 Jahre].
Allerdings nur, wenn man objektiv asoziale Eltern hat.
Ansonsten halte ich die Übernahme von Kosten für sozialadäquat. Die Allgemeinheit soll dann nicht zahlen müssen.

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leningraderin 12.02.2014, 10:21
19. Herrlich!

Man sagt uns immer, die jüngere Generation wird für die Kosten der älterer aufkommen. Jetzt ist es amtlich. Jetzt werden Kinder für die Fehler, die Eltern begangen haben doppelt zahlen - mit dem psychologischen Trauma aus der Vergangenheit und mit dem sauer verdienten Geld.
So dreist kann die (vermeintliche) soziale Gerechtigkeit sein.

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