Forum: Wirtschaft
Bundespräsident: Steinmeier nennt knappen Wohnraum Existenzfrage
Ina Fassbender / DPA

Frank-Walter Steinmeier hat sich in die Debatte über Wohnungsmangel eingeschaltet. Der Bundespräsident findet deutliche Worte für Investoren.

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hlpatrick 05.06.2019, 14:59
1. Klare Worte...

...die man sich bei einem so eminent wichtigen Thema von einer "Autorität" wie dem amtierenden Bundespräsidenten wünscht!

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Freidenker10 05.06.2019, 15:02
2.

Ach all die warmen Worte der Politik, wie schön das man selbst kein Problem damit hat. Wie wärs denn mal damit den Raubtierkapitalismus zu zähmen? Wie wärs mit Auflagen für Investoren im Immobilienbereich? Jede 3 Wohnung die einer Gesellschaft oder einer Privatperson gehört muss zu einem Sozialtarif vermietet werden, nur so eine Idee! Aber klar, die Mietpreisbremse ist da vieeeel wirkungsvoller und ein paar warme Worte wie schlimm das doch alles ist muss auch reichen.... Dafür lieben wir doch alle die Politik!

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rambazamba1968 05.06.2019, 15:08
3. Appelieren an Investoren

Es muss endlich eine klare Gesetzgebung her. Dafür wählen wir doch die Politiker, oder? Legislative. Süß an Investoren zu appelieren.

Steinmeier sollte mal mit seiner Partei ins Gericht gehen. Seit mehr als fünf Jahren bekommt es die Politik nicht in den Griff. Ich werde gerade aus meinem Stadtteil verdrängt.
Man kann in der SPD noch so viel Personal wechseln. Vielleicht fängt man mal mit Sozialpolitik an. Und es ist einfach assozial, wenn Vermieter über 20 Euro den Quadratmeter für Löcher verlangen.

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xberg99 05.06.2019, 15:10
4. Wenn

alle in der Stadt wohnen wollen geht aber nicht. Ich finde es zumutbar auch 30. Minuten fahren zu müssen. Und wenn der Staat bezahlbare Wohnungen haben möchten müssen sie diese auch bauen. Das ist nicht die Aufgabe der freien Wirtschaft.

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Newspeak 05.06.2019, 15:12
5. ...

Nach dem Krieg wurde Menschen einfach Wohnraum zugewiesen. Das war sicher ein schwerer Eingriff in die Rechte vieler Menschen, aber dann auch wieder eine sehr praktische Loesung. Wer Wohnraum besitzt, aber selbst nicht nutzt, sollte diesen freigeben muessen, bis er ihn nutzt. Ich kann mir auch vorstellen, dass riesige Flaechen in Staedten ungenutzt sind, die als Bueroflaeche deklariert sind, in denen aber niemand arbeitet. Lagerhallen, Unmengen an alten Bahngebaeuden, Bauten des Bundes, die man lieber verrotten laesst, als sie sinnvoll zu nutzen. In der Stadt sollte jeder Gebaeudequadratmeter erfasst und seine Nutzung geklaert werden bzw. geprueft inwiefern er als Wohnraum nutzbar waere. Man koennte ausserdem jeden groesseren Arbeitgeber verpflichten, fuer seine Angestellten Wohnraum vorzuhalten. Vielleicht nicht im vollen Umfang, aber wer 1000 Leute beschaeftigt, sollte nicht so tun koennen, als ginge ihn die Wohnungsfrage seiner Angestellten nichts an. Dann noch die Haelfte der Bauvorschriften entruempelt, die Steuern auf Wohnen gesenkt oder gestrichen, die Rechte von Mietern und Vermietern sinnvoll gestaerkt. Einfach mal das "Eigentum verpflichtet" des Grundgesetzes ernst nehmen, das steht naemlich dort schon drin, dass muss man nicht mehr extra reinschreiben lassen.

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mocodelpavo 05.06.2019, 15:12
6. Kosten runter... angefangen beim Makler!

Dasselbe Angebot zu denselben Konditionen per Gesetz billiger zu machen, wird nicht funktionieren.

Aber es gäbe Möglichkeiten, z.B. indem man die Option "Kaufen" wieder preislich attraktiver macht. -> Weniger Nachfrage auf dem Mietmarkt -> sinkende Mietpreise.

Maßnahme 1: Endlich das Bestellerprinzip für Makler auch auf Kaufobjekte ausweiten. Führt natürlich zu Umsatzeinbrüchen bei Maklern, wie schon im Mietmarkt geschehen. Aber dabei handelt es sich um volkswirtschaftlich nutzlose Umsätze (sonst würde der Kunde ja auch zahlen, wenn er nicht vom Makler dazu gezwungen wird, ohne dass der Kunde jemals einen Auftrag erteilt hätte).

Maßnahme 2: Ein Kaufobjekt pro Person (von mir aus auch mit der Auflage zur Selbstnutzung) von der Grunderwerbssteuer befreien.

Maßnahme 3: Wer Konzerne aus dem Markt drängen will, setzt einfach die Grundsteuer und/oder Grunderwerbssteuer für das 3. und 4. und 5. und x.te Objekt so hoch, dass es sich für die Konzerne nicht mehr lohnt. Einspringen könnten dann Privatinvestoren zur Selbstnutzung (-> weniger Nachfrage auf dem Mietmarkt) oder Vermietung (weniger juristische Winkelzüge mit eigenen Anwaltsteams wie bei Konzernen).

Solange man die Mittel- und Unterschicht den Geiern "Immobilienmakler" und "Wohnungskonzerne" weiter schutzlos zum Fraß vorwirft, wird sich an der Situation nichts ändern.

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fluminense 05.06.2019, 15:14
7. Der Bundespräsident

sollte direkt mal bei Wowereit nachfragen , warum die SPD sämtliche Immobilien in Berlin verscherbelt hat

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zzipfel 05.06.2019, 15:16
8. Mit noch mehr Auflagen wird weniger gebaut und nicht mehr.

Zitat von Freidenker10
Ach all die warmen Worte der Politik, wie schön das man selbst kein Problem damit hat. Wie wärs denn mal damit den Raubtierkapitalismus zu zähmen? Wie wärs mit Auflagen für Investoren im Immobilienbereich? Jede 3 Wohnung die einer Gesellschaft oder einer Privatperson gehört muss zu einem Sozialtarif vermietet werden, nur so eine Idee! Aber klar, die Mietpreisbremse ist da vieeeel wirkungsvoller und ein paar warme Worte wie schlimm das doch alles ist muss auch reichen.... Dafür lieben wir doch alle die Politik!
Sinnvoller wäre eine hohe Grundsteuer, die als Grundeinkommen an Mieter und Eigentümer gleichmäßig ausgeschüttet wird, und die es unattraktiv macht, Wohn- und Büroimmobilien einfach leerstehen zu lassen.

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Torte 05.06.2019, 15:20
9. Naheliegenderweise...

...halten auch die so genannten Investoren (vulgo: Beutelschneider 4.0) Wohnen für eine Existenzfrage. Insofern werden alle auf dem Städtetag leutselig genickt haben.

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