Forum: Wirtschaft
Bundespräsident: Steinmeier nennt knappen Wohnraum Existenzfrage
Ina Fassbender / DPA

Frank-Walter Steinmeier hat sich in die Debatte über Wohnungsmangel eingeschaltet. Der Bundespräsident findet deutliche Worte für Investoren.

Seite 2 von 14
klimbimbula 05.06.2019, 15:27
10. Ach ja!!???

Die Einsicht kommt ja wohl 20 Jahre zu spät, als damals im großen Stil Wohnungen privatisiert wurden von Kommunen und Staat! Die fehlen jetzt - danke dafür liebe Regierung!

Beitrag melden
St.Baphomet 05.06.2019, 15:27
11. Steinmeyer?

Ist das nicht der SPD-Bundespräsident dessen Partei die tolle "Reform" erfunden hat bei der länger Arbeitslose ihre langjährige Mietwohnung zu räumen haben wenn diese etwas zu groß oder ein wenig zu teuer (unangemessen!) ist?
Und somit die Mietpreisspirale weiter künstlich anheizt.
Über die lächerlich "Mietpreisbremse" schreibt ich besser nix.
Was solls, die nächste Generation Seeheimer wird der SPD schon den Rest geben.

Beitrag melden
rainer goetzendorf 05.06.2019, 15:35
12. Kurzes Gedächtnis des Bundespräsidenten

Schön, wie der Bundespräsident jetzt redet. Aber er hat vergessen, dass es sein Chef, Bundeskanzler Schröder, war, der die Hedgefonds und Private Equity Gesellschaften in unser Land gelassen hatte, obwohl der damalige Parteivorsitzende, Müntefering, ihn vor den "Heuschrecken" gewarnt hatte. Sein Chef war es auch, der ganz neoliberal veranlasste, das die vielen Wohnungen des sozialen Wohnungsbaus verscherbelt wurden. Länder und Kommunen zogen damals mit. Wie verhängnisvoll falsch war damals die Ansicht, der Markt werde im Wohnungsbau schon alles richten.
Aber der Bundespräsident hat ja auch noch manch anderes vergessen. So hat er vergessen, dass er als Fraktionsvorsitzender die direkte Demokratie auf Bundesebene forderte. Und heute spricht er davon, dass wir Deutschen die Gene hierfür nicht haben!

Beitrag melden
neptun680 05.06.2019, 15:35
13. Das Prinzip leben und leben lassen,

scheint es kaum noch zu geben. Was hat sich denn verändert, dass so viele Wohnungsbesitzer meinen, nur noch eine kleine Gruppe Gutverdiener sollten das Recht haben ordentlich zu wohnen. Oder sind es die Ausländer die man nicht haben will und damit gleich, auf Nummer sicher gehend, alle ähnlich sozial Schwachen ausgrenzt. Eigentlich ist es ein extremes moralisches Armutszeugnis, welches sich die Vermieter hier selber ausstellen.

Beitrag melden
Nordstadtbewohner 05.06.2019, 15:39
14. Das gab es in der ehemaligen DDR und die ist gescheitert

Zitat von Newspeak
Nach dem Krieg wurde Menschen einfach Wohnraum zugewiesen. Das war sicher ein schwerer Eingriff in die Rechte vieler Menschen, aber dann auch wieder eine sehr praktische Loesung. Wer Wohnraum besitzt, aber selbst nicht nutzt, sollte diesen freigeben muessen, bis er ihn nutzt. (...) Man koennte ausserdem jeden groesseren Arbeitgeber verpflichten, fuer seine Angestellten Wohnraum vorzuhalten.
In Zeiten der Globalisierung mit Vorschlägen aus der direkten Nachkriegszeit zu kommen, zeugt davon, wie sehr noch altes Denken verbreitet ist. Großen Unternehmen die Vorhaltung von Wohnraum für ihre Beschäftigten aufzuzwingen, wird zu einer massiven Verlagerung von Unternehmen ins Ausland führen, da dort die Kosten für diese Zwangsmaßnahmen nicht vorhanden sind. Und was das "einfach Zuweisen von Wohnraum" angeht: Eine Mitgliedschaft in der EU bedingt das Prinzip der Marktwirtschaft, also das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Zwangsmaßnahmen zur de facto-Enteignung von Vermietern sind da nicht zulässig.

Eine funktionierende Lösung wäre eher, die Mietpreise marktwirtschaftlich ohne jegliche Regulierung a la "Mietspiegel" usw. freizugeben. Das würde kurzfristig dazu führen, dass die Mieten steigen. Im Gegenzug würde Investoren massiv in den Bau neuer Wohnungen investieren. Das Angebot würde sich erhöhen und langfristig die Mieten senken.

Beitrag melden
burlei 05.06.2019, 15:41
15. Nehmen wir mal nur so zum Spaß an ...

... dass der Staat mit Steuergeldern bezahlbaren Wohnraum schafft. Wohnungen, den sich sogar sozial Schwache leisten können, Wohnungen, die attraktiv sind, keine Wohnsilos mit Käfighaltung der Mieter wie in den letzten Jahrzehnten. Wohnungen in Innenstadtnähe auf kommunalen Grundstücken..... Ja ich weiß, blödsinnige Vorstellung, denn wir haben ja eine CDU/CSU-geführte Regierung, bei der so ein Quatsch (Bezahlbarer Wohnraum! Wo gibts denn so was?) gar nicht erst in die Tüte kommt. Aber eben nur mal so zum Spaß. Was würde geschehen? Die Pläne wären noch nicht einmal gezeichnet, das stände die Lobby der Aasgeier, also der Finanzinvestoren, der Vermieter und anderer Halsabschneider schon auf der Matte des Ministers des Inneren, Bau und Heimat und würden bei Herrn Seehofer offene Türen einrennen. Wohnen ist für diese Gruppe von Asozialen kein Recht, es ist eine Gnade. Eine Gnade, die man sich mit Geld, mit viel Geld, mit noch mehr Geld erkaufen muss. Wer das Geld nicht hat, nun, Pech für den. Das ist nicht Sache der Geldgeier. Sicher könnte man Gesetze schaffen, könnte sozialen Wohnungsbau durch den Staat fördern, aber wer ist an der Regierung? Wer bestimmt die Richtlinien der Politik? Na? Genau, die CDU/CSU!

Beitrag melden
markus_wienken 05.06.2019, 15:41
16.

Zitat von xberg99
alle in der Stadt wohnen wollen geht aber nicht. Ich finde es zumutbar auch 30. Minuten fahren zu müssen. Und wenn der Staat bezahlbare Wohnungen haben möchten müssen sie diese auch bauen. Das ist nicht die Aufgabe der freien Wirtschaft.
Sicher ist es zumutbar 30min. zu fahren.
Reden wir dann im nächsten Forum übers Klima wird dann aber wieder auf die Pendler eingedroschen...
(Denn mit dem ÖPN wirds selten was mit den 30min, eher 90 und mehr).

Beitrag melden
steveswan 05.06.2019, 15:41
17. Ich habe das

große Glück, Eigentümer einer selbstgenutzen Immobilie zu sein. Wenn ich unter heutigen Bedingungen mieten müsste, wäre ich längst ausgerastet. Leute, geht auf die Strasse und kämpft. Müsste ja eigentlich ein klassisches SPD Thema sein. Aber die Genossen haben Ihre Klientel verraten. Andere Parteien natürlich auch. Und dann kommt so was wie die Mietpreisbremse und das Baukindergeld. Lächerlich.

Beitrag melden
gm-nk 05.06.2019, 15:42
18. Es ist kein Grundrecht, in der Stadt zu wohnen

Wenn jemand in der Stadt keinen bezahlbaren Wohnraum findet, ist ihm sicherlich zuzumuten außerhalb der Stadt eine Wohnung zu suchen. Wenn allerdings Politiker das Gefühl vermitteln, dass jeder in der Stadt wohnen könne, müssen sie sich auch um entsprechenden Wohnraum kümmern. Die Situation mag für den einen oder anderen ein Härtefall darstellen, aber Ausnahmen können nicht als Basis für Entscheidungen dienen. Denken Sie an die Millionen Pendler in Deutschland, die auch bereit sind, täglich 30 Minuten und mehr Arbeitsweg in Kauf zu nehmen. Wer alle Vorteile einer Großstadt wahrnehmen möchte, muß auch bereit sein, dafür einen angemessenen Preis zu entrichten. Andererseits ist es aber auch richtig, sogenannte Luxussanierungen zu reduzieren.

Beitrag melden
omguruji 05.06.2019, 15:43
19. Reden reicht nicht

Ich wohne an einer vierspurigen Strasse mitten in München. 20 Jahre keine Mieterhöhung, nun 20% innerhalb von vier Jahren, der Besitzer ist gleich geblieben. Die Gier frisst die Seele auf...Welcher Arbeitgeber erhöht jährlich den Lohn um fünf Prozent?

Beitrag melden
Seite 2 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!