Forum: Wirtschaft
Bundespräsident: Steinmeier nennt knappen Wohnraum Existenzfrage
Ina Fassbender / DPA

Frank-Walter Steinmeier hat sich in die Debatte über Wohnungsmangel eingeschaltet. Der Bundespräsident findet deutliche Worte für Investoren.

Seite 6 von 14
k70-ingo 05.06.2019, 16:19
50.

Zitat von teddy10
Well, man holt Hunderttausende “ Asylanten “ pro Jahr ins Land, weist ihnen von der Notunterkunft Wohnungen zu, wo sie jetzt, auf Kosten der öffentlichen Kasse, wundervoll residieren - und das soll alles ohne Auswirkungen speziell am unteren Ende des Wohnungsmarktes bleiben ? Dann lieber auf “Investoren” schimpfen, aber von diesem Bundespräsidenten würde ich auch nichts anderes erwarten.
Die Mietpreisentwicklung in den beliebten Städten, bzw. den Trendvierteln -darun geht es bei der ganzen Diskussion- hat auch nichts ansatzweise etwas mit den Flüchtlingen zu tun.

Also mit den Merkelflüchtlingen. Mit Steuerflüchtlingen schon eher.

Beitrag melden
fountainebleau 05.06.2019, 16:20
51. Nicht enteignen! Aufstocken!

Ich las vor Kurzem, daß die in UK geltenden Baugesetze geändert werden sollen, indem zusätzliche Etagen/Stockwerke auf vorhandene Häuser drauf gebaut werden dürfen, um der Wohnungsnot Herr zu werden. Dazu braucht man kein Bauland. Das heißt also, auf ein zB zweistöckiges Haus darf noch eine oder zwei Etagen draufgesetzt werden. Eine gute Idee, aber wie es hier so ist, werden gute Ideen aus anderen Ländern abgelehnt.
Zusätzlich ist man in UK dabei, das Baugesetz so zu ändern, daß schneller gebaut werden kann. Man nennt das Entrümpeln.


Ich finde, das hat was.

Beitrag melden
MichaelundNilma 05.06.2019, 16:21
52. Nachdenken hilft

Zitat von Freidenker10
Ach all die warmen Worte der Politik, wie schön das man selbst kein Problem damit hat. Wie wärs denn mal damit den Raubtierkapitalismus zu zähmen? Wie wärs mit Auflagen für Investoren im Immobilienbereich? Jede 3 Wohnung die einer Gesellschaft oder einer Privatperson gehört muss zu einem Sozialtarif vermietet werden, nur so eine Idee! Aber klar, die Mietpreisbremse ist da vieeeel wirkungsvoller und ein paar warme Worte wie schlimm das doch alles ist muss auch reichen.... Dafür lieben wir doch alle die Politik!
Wie kommen Sie eigentlich dazu, über fremdes Eigentum verfügen zu wollen. Niemand zwingt Sie, sich eine für Sie bezahlbare Wohnung zu suchen oder selber zu bauen. Niemand kann verpflichtet werden, sein Kapital für Ideologen zu riskieren. Jeder Eigentümer hat das Recht über sein Eigentum zu verfügen und dies in seinem Sinne zu verwerten (Artikel 14 GG). Und und wenn es diesen Artikel nicht gäbe, hätten Sie nicht mal eine preiswerte, sondern gar keine Bleibe.

Beitrag melden
hasselblad 05.06.2019, 16:21
53.

Ich bin zwar nur noch sehr selten in Deutschland, aber so weit ich das beurteilen kann, stapeln sich die wohnungslosen Mittelstandsfamilien dort nicht auf der Straße, und auch der Trend zum alleine Wohnen scheint ungebrochen, anscheinend hat also die allergrößte Mehrheit ein Dach über dem Kopf. Wir reden also schon irgendwie über ein Luxusproblem, mache können eben nicht da und so wohnen, wie sie gern möchten, aber jeder ist eingeladen, sich bestens zu qualifizieren und so viel zu verdienen wie er braucht, um seinen Wunsch-Lifestyle zu finanzieren. Wenn der Staat ein Interesse daran hat, dass sich die Situation fundamental bessert, hätte ich einen Tipp: wie wäre es, wenn man den Menschen mehr Netto vom Brutto lassen würde, anstatt jedes Einkommen mit durchschnittlich 50% Steuern (direkte wie indirekte kumuliert) und Abgaben zu belasten? Das kostet zwar mehr, als gratis aus dem Elfenbeinturm gegen Immobilieneigentümer zu wettern und sozialen Neid zu schüren, sorgt am Ende der Kette aber für deutlich zufriedenere Menschen.

Beitrag melden
herbert 05.06.2019, 16:22
54. Worte wehen - Taten stehen

Die Wohnungsnot ist ein Totalversagen der Politik indem man die billigen Wohnungen an Immobilienhaie verkauft hat.

Beitrag melden
mocodelpavo 05.06.2019, 16:26
55. So ein Quatsch

Zitat von MichaelundNilma
Für viele Vermieter kann das Wohnen (Vermieten) auch zur Existenzfrage werden. So lange Vermieter mit Strafsteuern bestraft werden, wenn sie keine marktgerechte Miete einnehmen, so lange wäre es besser, Steinmeier schweigt. Im Übrigen ist ihm der Artikel 14 GG als Jurist sicher nicht unbekannt. Braucht der Vermieter einen neuen Kredit, so hängt die Verzinsung des Kredites von den Mieteinnahmen des Vermieters ab. Ist der Kredit billig, ist auch die spätere Miete niedriger, ist er teuer, so kann die Miete nicht niedrig sein, es sei denn der Vermieter strebt die Privatinsolvenz an. Das finanzielle Risiko der Finanzierung trägt allein der Vermieter, jetzt drohen ewig Gestrige auch noch mit Enteignung, einfach so, weil es in ihr Weltbild paßt. Banken dürfen Kredite nur vergeben, wenn die staatlich verfügte Einkommenshöhe erreicht wird. Und wie erreicht man das wenn der Staat das Mieteinkommen deckelt ? Die finanzierende Bank, welche ja Miteigentümerin ist, bis der Kredit getilgt ist, wird sich freuen und natürlich wehren. Ein Vermieter steht dem Mieter schon lange nicht mehr auf Augenhöhe gegenüber, sondern ist Prügelknabe von Politik und selbstgerechten Brandstiftern. Wer bezahlbaren Wohnraum will, dem sei ein Blick über den Zaun in die Schweiz empfohlen. In der Schweiz werden Mieterverträge nur für ein Jahr abgeschlossen. Die Folge, es gibt immer genügend Wohnraum.
(1) Die Kreditverzinsung ist null komma null von den Mieteinnahmen abhängig. Sonst würden Selbstnutzer keinen Kredit bekommen. Er hängt viel mehr von der Bonität und vor allem von der Eigenkapitalquote des Eigentümers ab.

(2) Wieso soll der Staat das Geschäftsmodell eines Vermieters schützen? Wenn es ihnen nicht profitabel genug ist, verkaufen Sie doch einfach das Objekt.

(3) In der Schweiz ist vor allem das mittlere Einkommen 60% höher als in D, die Kaufkraft sicher das Angebot an Wohnraum.

(4) Wieso warten Sie auf den Staat, wenn Sie meinen, dass einjährige Mietverträge das Problem lösen, dann vermieten Sie eben nur noch befristet für 12 Monate. Steht Ihnen jederzeit frei!

Beitrag melden
Freidenker10 05.06.2019, 16:27
56.

Es sind solche Aussagen wie von BP Steinmeier ( SPD ) die wütend machen! Was hat er denn dagegen unternommen? Nichts, ganz im Gegenteil er war maßgeblich daran beteiligt diesen Zustand herbeizuführen! Und seine SPD? Ist nun schon seit Ewigkeiten selbst oder als Co an der Macht und was passiert? Nichts! Wer sonst außer der SPD soll denn diesen Wahnsinn stoppen? Die Union hat da kein Interesse, profitieren doch die eigenen Wähler und Sponsoren von diesem Irrsinn. Himmelherrgott diese weltfremden phrasendreschenden Politiker von heute kotz... einen nur noch an!

Beitrag melden
k70-ingo 05.06.2019, 16:32
57.

Zitat von pandur1234567@yahoo.com
Vielleicht sollte Steinmeier den Menschen auch erklären warum Wohnungen immer teurer werden. Die Negativzinspolitik die durch Merkels und SPD´s Alternativloser Bankenrettung entstanden ist, läßt die Vermögenden nach Plätzen suchen wo ihr Geld sicher geparkt ist und nicht wegreduziert wird. Dazu bieten sich Immobilien am besten an. Falls es wieder Zinsen geben sollte wird auch niemand mehr an teuren Wohnraumkauf Interesse haben. Für diese vermögenden macht der Kauf einer Immobilie auch Sinn mit Mietpreisbremse. Anders bei Normalvermögenden. Diese müssen bei Hausbau auch eine gewisse Rendite haben, ansonsten lohnt sich ein Neubau nicht. Die Ursache für die hohen Kosten ist also die Politik der großen Koalition. Diese ruft Steinmeier aber nicht zu Verantwortung sondern plauzt rum mit Worten wo aber leider Taten fehlen.
Das machen nicht nur die Vermögenden, sondern auch die normalen Hauseigentümer. Auf der Bank bringt das Geld nichts, also wird es in die Butze gesteckt. Zum Werterhalt, manchmal zur Wertsteigerung und eben auch zur Steigerung der eigenen Lebensqualität.

Genau das ist übrigens der Grund, warum man ohne Beziehungen heute keinen Handwerker bekommt.

Beitrag melden
quidquidagis1 05.06.2019, 16:33
58. pol.Führungszeugnis..

Zitat von mocodelpavo
Wieso vermieten Sie denn an Kriminelle? Wenn Sie sich vorher - mindestens eine Schufa-Auskunft einholen - einen Gehaltsnachweis verlangen - im Zweifel ein polizeiliches Führungszeugnis verlangen - mehrere Mieter in die gesamtschuldnerische Haftung nehmen dann ist dies kein Nachteil für redselige Mieter, hält aber Mietnomaden fern. Ich will Sie auch nicht überzeugen. Aber mein Vorschlag an die Politik wäre, die Grunderwerbssteuer an die Nutzung zu knüpfen. Dann würden Sie z.B. den zehnfachen Grundsteuer-Satz zahlen so lange die Wohnung unvermietet ist. Ab dem 2. Jahr den 20-fachen Satz. Ab dem 3. Jahr den 30-fachen Satz... usw. Ich wette, die vermieten wieder oder verkaufen und führen das Eigentum wieder der Nutzung durch die Allgemeinheit zu, wie es GG Art. 14 (2) auch vorsieht.
..ist ok.aber Schufa Auskunft?Dann haben wir bald 10 Millionen Obdachlose in Deutschland bei den vielen , privat Überschuldeten und den vilen falschen Schufa Einträgen!

Beitrag melden
gm-nk 05.06.2019, 16:35
59. Nicht Zeitgeist, sondern Realität

Zitat von Freidenker10
Es geht aber nicht nur um diejenigen die in die Stadt wollen, sondern um diejenigen die schon ihr ganzes Leben in der Stadt leben und von jetzt auf gleich die Miete nicht mehr stemmen können weil die Vermieter den Hals nicht mehr voll genug bekommen können! Was sollen denn die ganzen Rentner machen die ihr ganzes Leben dort verbracht haben, Wollen Sie die alle aufs Land deportieren? Und was machen diejenigen die eine Stadt am Leben erhalten wie die Verkäuferin, den Polizisten, den Pfleger, die Reinigungsfrau/mann, der Kindergärtner usw. usw.? Das Umland um die Städte ( Speckgürtel ) ist mittlerweile genauso teuer wie die Stadt selbst, also wohin sollen die Leute und wer hält dann die Stadt in der nur noch Hipster ( die ihren monatlichen Scheck von Papi bekommen ) und Bonzen Leben am laufen? Ihre Argumentation entspricht zwar dem Zeitgeist ( nach mir die SInflut ) macht sie aber nicht weniger herzlos!
Ich bin 10 Jahre lang mehr als 100 Entfernungskilometer gependelt. Habe dabei mindestens 90 Minuten pro Strecke gebraucht - ohne Staus. - mit Staus entsprechend länger. Das war meine Entscheidung, ganz klar. Deswegen vertrete ich aber auch die Meinung, dass eine Subvention für Menschen, die unbedingt in einer Großstadt eine Wohnung beziehen wollen, nicht notwendig ist. Das wäre ein Schlag ins Gesicht all derer, die nicht nur lamentieren, sondern ihr Geschick selbst in die Hand nehmen.

Beitrag melden
Seite 6 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!