Forum: Wirtschaft
Bundespräsident: Steinmeier nennt knappen Wohnraum Existenzfrage
Ina Fassbender / DPA

Frank-Walter Steinmeier hat sich in die Debatte über Wohnungsmangel eingeschaltet. Der Bundespräsident findet deutliche Worte für Investoren.

Seite 9 von 14
zzipfel 05.06.2019, 17:13
80. Man sollte dazu Ross und Reiter nennen

Zitat von klimbimbula
Die Einsicht kommt ja wohl 20 Jahre zu spät, als damals im großen Stil Wohnungen privatisiert wurden von Kommunen und Staat! Die fehlen jetzt - danke dafür liebe Regierung!
Wer in Berlin zigtausend Wohnungen für im Schnitt 8TEUR nicht etwa den Mietern sondern ausschließlich großen privaten Gesellschaften verkauft hat, das war die SPD und die Linke! Parteien, die jetzt verlangen, daß der Steuerzahler den 10-20-fachen Betrag ausgibt um das Verschenkte wieder zurückzukaufen, aber angeblich kein Geld für Steuersenkungen haben. Die es ganz wichtig finden, daß gutverdienende und damit superreiche Facharbeiter den Spitzensteuersatz zahlen. Und zusätzlich den Solidaritätszuschlag.

Beitrag melden
Schartin Mulz 05.06.2019, 17:24
81. Das sind

die Folgen der neoliberalen Politik. Privat vor Staat. Der Staat zieht sich zurück, der Markt regelt alles.
Und wenn Politiker, die diese Politik mitgetragen haben bzw. mittragen, dann solche tränenreichen Statements abgeben, sollte man das schon richtig einordnen.

Beitrag melden
charlybird 05.06.2019, 17:26
82. Ja, ja, hinterher mahnt es sich schön staatsmännisch,

ist bloß nicht so glaubhaft, wenn man als Partei zuvor an der Transmutation des Sozialen Wohnungsbaus zum Investorenclub recht ordentlich mitgewirkt hat.
Witzigerweise bekommt aber Kühnert, der genau hier mit seiner Kritik ansetzt, die dramatische Genossenentrüstung vor den Latz geknallt.
Aber schön, Herr Steinmeier ist jetzt ja BP, da sieht er das natürlich politisch wertneutral.

Beitrag melden
53er 05.06.2019, 17:26
83. Da hat er Recht,

Wohnen sei "eine Existenzfrage", sagte Steinmeier, "für jeden Einzelnen und für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft". Auskömmliche Löhne sind es natürlich auch. Da fällt mir ein, war Steinmeier nicht Chef des Bundeskanzleramtes in der Regierung Schröder und in der anschließenden GroKo auch Minister im Kabinett Merkel? Hat er nicht bemerkt, wie die Löhne durch Schröders Machenschaften und Versäumnisse unter Druck gerieten und sich bis heute nicht erholt haben? Man kann wetten, wenn dies nicht passiert wäre, könnten viele heute, zugegeben nicht gerade erfreut, aber immerhin die fürstlichen Mieten für ihre Altbauwohnungen bezahlen. Also was sollen die Krokodlstränen Herr Bundespräsident??

Beitrag melden
dw_63 05.06.2019, 17:27
84. Wir brauchen....

„Wir brauchen Bauherren, die ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen."

Und mal wieder auf die Bauherren. Nein Herr Steinmeier, erst mal brauchen wir Gesetze und Auflagen, die ein Bauen ermöglicht, um solche Mieten erzielen zu können. Dann brauchen wir günstigere Handwerker, per Gesetzt ist wie bei den Vermietern auch der Handwerker zur Transparenz verpflichtet, maximal 1% Gewinn.

Die Kommunen müssen auch die Grunderwerbssteuer fallen lassen, Notariatssatzung wird auf 0,1% des Gegenstands beschränkt.

Weiterhin brauchen wir eine Fehlbelegungsabgabe, unterschreitet die Miete das Einkommen unter 35%, ist der prozentuale Rest an den Staat direkt vom Mieter abzuführen, dieses Geld geht in die staatliche Wohnförderung.

Beitrag melden
mocodelpavo 05.06.2019, 17:29
85. Schufa

Zitat von quidquidagis1
..ist ok.aber Schufa Auskunft?Dann haben wir bald 10 Millionen Obdachlose in Deutschland bei den vielen , privat Überschuldeten und den vilen falschen Schufa Einträgen!
Falsche Schufa-Einträge passieren, aber da kann man was gegen machen. Entweder man klagt oder bietet eine Alternative an (z.B. Creditreform). Ich glaube nicht, dass es 10 Mio falsche Einträge dort gibt. Selbst wenn: siehe oben.

Die privat Überschuldeten sind leider genau die, die man als Mieter aussortieren möchte. Oder wie wollen Sie das Problem der Mietnomaden angehen, wenn die Vermieter überschuldete Mieter akzeptieren sollen?

Beitrag melden
mocodelpavo 05.06.2019, 17:32
86. ICH bin es nicht, der keine Ahnung hat!

Zitat von MichaelundNilma
Offenbar haben Sie keine Ahnung von Mietwohnungsbau. Die Kredithöhe und Verzinsung ist von ihren laufenden Einkommen abhängig und dazu gehören selbstverständlich die Mieten oder wächstdasGeld bei Ihnen in der Obstplantage ?
Entscheidend ist ausschließlich der Wert des Objektes (die sich natürlich auf die potentiellen Mieteinnahmen auswirken) und die EK-Quote und natürlich die Einkommenssituation des Vertragsnehmers.

Die Miethöhe aber eben nicht! Wie erklären Sie sonst, dass Banken auch Kredite an Selbstnutzer vergeben, deren Mieteinnahmen exakt NULL sind?

Beitrag melden
HanzWachner 05.06.2019, 17:32
87. Dass in einem Land wie Deutschland...

...Menschen wegen zu hoher Mieten obdachlos werden ist eine Schande für die Politik in diesem Land. Da helfen keine warmen, mahnenden Worte des Bundespräsidenten oder sonstiger Nicht-Betroffener, sondern es müssen klare rechtliche Bestimmungen her im Sinne der Durchschnittsverdiener. Doch genau wie bei allen wichtigen Themen, sei es Klimaschutz, Infrastruktur, Digitalisierung, Bildung usw. lassen sich die Parteien beim Mieterschutz endlos lange Zeit und wundern sich, dass sie nicht wiedergewählt werden.

Beitrag melden
ohnefilter 05.06.2019, 17:34
88. In Berlin gibt's Lösungen

Berlin hat zwei riesige ehemalige Flughäfen, die nicht mehr genutzt werden: Tempelhof und der gescheiterte BER. Demnächst kommt noch Tegel dazu, der bald geschlossen wird.
Auf diesen gewaltigen Flächen könnte staatlich oder kommunal geförderter Wohnraum entstehen, zumindest für Schutzsuchende und Geflüchtete, damit diese eine sichere Perspektive bekommen.

Beitrag melden
gm-nk 05.06.2019, 17:35
89. Was ist so schlimm auf dem Land zu wohnen?

Zitat von burlei
Genau so ist es. Es ist kein Grundrecht, in der Stadt zu wohnen. Also, liebe Mieter, mietet euch außerhalb ein, geht auf den Dörfern und Kleinstädten einkaufen, arbeitet außerhalb der Städte. Und lasst diejenigen, die von "Es ist kein Grundrecht, in der Stadt zu wohnen" reden und damit meinen, dass nur der Erfolgreiche mit den stahlbewehrten Ellenbogen dort wohnen darf in den verwaisten Innenstädten zurück. Dort ist er dann unter Seinesgleichen und kann zwischen Müll und verfallenden Luxuswohnungen von seinen erfolgreichen Investitionen im Wohnungsmarkt prahlen.
Ich wohne selbst in einer Kommune mit weniger als 20.000 Einwohner und die Entfernung nur nächsten Großstadt beträgt ziemlich genau 100 km. Es lebt sich gut hier. Es gibt sogar Arbeitsplätze und die Arbeitslosenquote liegt bei weniger als 4%. Die Mieten sind noch bezahlbar. Wer also unbedingt in die Stadt möchte, gerne. Aber bitte nicht immer soviel jammern. Jede Entscheidung hat ihren Preis. Nichts ist umsonst. Deshalb abwägen, Entscheidung treffen und damit leben.

Beitrag melden
Seite 9 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!