Forum: Wirtschaft
Bundesverfassungsgericht: Professoren klagen gegen Bankenunion
DPA

Die Euro-Rettungspolitik kommt erneut vors Bundesverfassungsgericht. Eine Gruppe von Ökonomen will gegen die Bankenunion klagen. Durch die neue Bankenaufsicht müssten deutsche Steuerzahler bald für ausländische Pleitebanken haften.

Seite 25 von 27
laotse8 05.08.2014, 16:10
240.

Zitat von marcaurel1957
Stimmt! Sie stellen viele Behauptungen auf, vergessen aber diese zu begründen...macht man das jetzt so? Ich behaupte jetzt mal, der Mond besteht aus Käse!
Feststellungen sind keine Behauptungen und bedürfen intellektueller Wahrnehmung, nicht der Begründung. Das BVerfG hat sich bislang zum Thema Euro gerne auf die völkerrechtliche Öffnungsseite des Grundgesetzes zurückgezogen, Vorbehalte mehr als sanft in Form von "Wünschenswerten" formuliert, ein wenig an das Parlament gegenüber der Regierung erinnert und auch gerne an europäische Gerichte weitergeleitet. Von ihrem Käsemond aus mag man das freilich nicht so zu erkennen. Das Bundesverfassungsgericht ist als politisches Gericht im GG konzipiert. Doch soweit ein Senat dies wahrzunehmen nicht die Courage hat, bleibt es eben bei "korrekt" und "zu akzeptieren" wie Sie es trefflich formulierten. Es geht in der Eurokrise bereits um zu viel, und das wissen die Damen und Herren in den roten Roben genau.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
laotse8 05.08.2014, 16:29
241. Stimmen zur Zahlung

Zitat von marcaurel1957
... mit spanischen Anleihen im Portfolio....stellen Sie sich vor, vor einigen Jahren hatte ich sogar griechische Papiere! Diese habe ich aber ganz passabel mit Gewinn verkauft
Damit ist dann allerdings ihre pekunäre Interessenlage an umfangreicher Bürgenstellung und Haftung deutscher Steuergelder für Anleihen südeuropäischer Staaten geklärt. Weiter so mit Käsemond und Gewinnen auf Kosten derjenigen, die diese GroKo gewählt oder gar nicht gewählt haben. Aber bitte nicht die Gerupften und zur Abzahlung Vorgesehenen für dumm verkaufen wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 05.08.2014, 17:00
242.

Zitat von laotse8
Feststellungen sind keine Behauptungen und bedürfen intellektueller Wahrnehmung, nicht der Begründung.
Feststellen kann man Tatsachen, die sind umstände, die dem Beweis zugänglich sind. Da dieser bislang nicht erbracht wurde, habe ich Ihre Ausführungen in die Kategorie "Behauptungen" bzw. Meinungsäußerungen eingestuft.


Zitat von laotse8
Das BVerfG hat sich bislang zum Thema Euro gerne auf die völkerrechtliche Öffnungsseite des Grundgesetzes zurückgezogen, Vorbehalte mehr als sanft in Form von "Wünschenswerten" formuliert, ein wenig an das Parlament gegenüber der Regierung erinnert und auch gerne an europäische Gerichte weitergeleitet.
Damit hat es seine Aufgabe erfüllt....das BVerfG soll die Verfassung schützen....und nur dann einschreiten, wenn nach Ansicht des Gerichts ein Akt staatlicher Gewalt diese verletzt.
Es hat nicht über Europäische Fragen zu entscheiden, dies bleibt der europäischen Gerichtsbarkeit vorbehalten.

Zitat von laotse8
Von ihrem Käsemond aus mag man das freilich nicht so zu erkennen. Das Bundesverfassungsgericht ist als politisches Gericht im GG konzipiert. Doch soweit ein Senat dies wahrzunehmen nicht die Courage hat, bleibt es eben bei "korrekt" und "zu akzeptieren" wie Sie es trefflich formulierten. Es geht in der Eurokrise bereits um zu viel, und das wissen die Damen und Herren in den roten Roben genau.
Ich würde nicht soweit gehen, das BVerfG als "politisches Gericht" zu bezeichnen. Obwohl es natürlich nicht immer möglich ist, sollte es sich jeder politischen Einflussnahme enthalten.

Die Politik ist Aufgabe der Exekutive/Legislative! Nur wenn diese Gewalten die Verfassung verletzen, hat das BVerfG auf Antrag zu handeln.

Es gibt keine Eurokrise aber falls Sie die Schuldenkrise meinen, haben Sie nicht unrecht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 05.08.2014, 17:05
243.

Zitat von laotse8
Damit ist dann allerdings ihre pekunäre Interessenlage an umfangreicher Bürgenstellung und Haftung deutscher Steuergelder für Anleihen südeuropäischer Staaten geklärt. Weiter so mit Käsemond und Gewinnen auf Kosten derjenigen, die diese GroKo gewählt oder gar nicht gewählt haben. Aber bitte nicht die Gerupften und zur Abzahlung Vorgesehenen für dumm verkaufen wollen.
Sie verdrehen die Realität völlig....wenn ich Geld anlegen will, prüfe ich die Angebote, die mir die angeblich "gerupften" machen und akzeptiere das Angebot, das meinen Risikoprofil/Renditewunsch entspricht. Ich zwinge niemanden mit vorgehaltener Waffe, meine Geld anzunehmen.
Das ich einen gewissen Zins und Rückzahlung erwarte, dürfte jedem normalen Menschen verständlich sein.
Was haben Sie eigentlich gegen die große Koalition?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krassopoteri 05.08.2014, 17:43
244.

Zitat von marcaurel1957
Es gibt keine Eurokrise aber falls Sie die Schuldenkrise meinen, haben Sie nicht unrecht.
Wir haben eine Schuldenkrise weil wir eine Eurokrise haben.
Begründet hatte ich das schon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 05.08.2014, 18:56
245.

Zitat von krassopoteri
Wir haben eine Schuldenkrise weil wir eine Eurokrise haben. Begründet hatte ich das schon.
Jeder der Lesen kann, weiß, das es dem Euro zu jeder Zeit seiner Existenz sehr gut ging, daß er weniger Inflation hätte als die DM, daß er stabil gegenüber allen global relevanten Währungen ist.

Außerdem hat er sich, nach dem Dollar zur wichtigsten Handels, Leit und Reservewährung entwickelt.

Es gab nie auch nur ansatzweise eine Eurokrise!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 05.08.2014, 20:19
246.

Zitat von krassopoteri
...der so denkt wie Sie. Staatsanleihen sind generell verwerflich, weil Unbeteiligten die Eigentumsrechte abgesprochen werden.
Das zwar absurd - sogar ziemlich absurd, aber selbstverständlich steht es den Staaten aus moralischen Gründen frei, ab sofort keine Schulden mehr zu machen.....ich kann meine Taler jederzeit wo anders anlegen.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
krassopoteri 05.08.2014, 20:36
247.

Zitat von marcaurel1957
Das zwar absurd - sogar ziemlich absurd, aber selbstverständlich steht es den Staaten aus moralischen Gründen frei, ab sofort keine Schulden mehr zu machen.....ich kann meine Taler jederzeit wo anders anlegen.....
Das sollten Sie auch tun, wenn Sie ihrem Nachbarn nicht die Tilgung und die Zinsen abpressen wollen.
Im Übrigen, Taler waren noch richtiges Geld, seien Sie froh, dass Sie noch welche haben.
Ich habe z.B. noch 20 Mark Münzen, ich würde nicht im Traum daran denken die in sogenannte "Wertpapiere" anzulegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
marcaurel1957 05.08.2014, 20:42
248.

Zitat von krassopoteri
Fangen wir wieder von vorn an?
Gern, irgendwann werden Sie die Realitäten verstehen, ich werde nicht Zaudern, Ihnen dabei zu helfen!

Zitat von krassopoteri
Es gibt eine Staatschuldenkrise, die beruht zum großen Teil darauf, dass sich Private und Unternehmen, vornehmlich in den Länder südlich von Bayern, dank des billigen Euros so sehr verschuldet hatten, dass die z.T. nicht in der Lage waren die aufgenommenen Kredite zurückzuzahlen. Zeitweise wurden alleine im kleinen Griechenland jedes Jahr 60.000 Automobile von den Banken zurückgefordert, weil die Kredite nicht mehr bedient wurden. U.a. deshalb, nicht nur wegen Automobile kamen Banken in diesen Ländern ins Schwimmen und wurden mit Steuergeldern gerettet. Das machte sich negativ bei den Staatsschulden bemerkbar. Und Sie wollen hier den Foristen das Märchen erzählen, der Euro hat mit der aktuellen Misere überhaupt nichts zu tun.
Richtig, der Euro hat mit der aktuellen Misere nichts zu tun.....das haben Sie gut erkannt!

Die betreffenden Länder haben vor der Euroeinführung genauso über Ihr Verhältnisse gelebt und lustig Schulden gemacht wie danach, geändert hat die neue Währung daran nichts.

Diese Misswirtschaft, eine katastrophale Verwaltung, größenwahnsinnige Gewerkschaften, zumftähnliche Strukturen, Korruption und Steuerhinterziehung haben zu der heutigen Situation geführt.

Es ist absurd, dieses Fehlverhalten verantwortungsloser Menschen einer Währung anzulasten, dümmer kann der Versuch die Schuld abzuschieben nicht sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl.kunze76 05.08.2014, 22:28
249.

Zitat von marcaurel1957
Die betreffenden Länder haben vor der Euroeinführung genauso über Ihr Verhältnisse gelebt und lustig Schulden gemacht wie danach, geändert hat die neue Währung daran nichts. Es ist absurd, dieses Fehlverhalten verantwortungsloser Menschen einer Währung anzulasten, dümmer kann der Versuch die Schuld abzuschieben nicht sein.
Die Waehrung hat dieses verantwortungslose Verhalten- das Sie ja immerhin nicht in Abrede stellen - in den Krisenlaendern unterstuetzt. Dadurch, dass die Krisenlaender vor Einfuehrung des Euros bereits sehr ueber ihre Verhaeltnisse lebten hatten sie auch traditionell hoehere Zinsniveaus als die Nichtkrisenlaender. Durch die Einfuehrung der gemeinsamen Waehrung und verschiedene finanzpolitische Massnahmen - nicht zuletzt durch die Bewertung der Staatsanleihen der Euro-Mitgliedslaender als risikolos - wurde den Finanzmarktakteuren ein einheitlicher Investitionsraum im gesamten Waehrungsraum mit einheitlichem Risiko propagiert. Dies bewirkte, dass die Zinsen in den Krisenlaender mit der Euroeinfuehrung stark fielen (Bitte schauen Sie sich die Zinsverlaeufe selbst an). Konsequenz daraus war (und ist es noch immer) dass die Krisenlaender -aufgrund des "billigen" Geldes noch mehr ueber ihre Verhaeltnisse lebten. Dies betrifft sowohl die Staaten als auch die Privateirtschaft. Die immensen Targetdefizite, auf dir ich bereits mehrfach hingewiesen habe - und auc die Sir harznaeckig nicht eingehen moechten - zeigen genau dies.Wuerden Sie sich damit mal befassen, dann muessten Sie feststellen, dass Ihre hier zitierten Aussagen falsch sind. Ich wuerde Ihnen fuer diese Einsicht meinen groessten Respekt entgegen bringen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 25 von 27