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Bundesverwaltungsgericht: Klagen gegen Elbvertiefung abgewiesen
imago/ blickwinkel

Die Klagen gegen die Elbvertiefung sind vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gescheitert. Kommunen und Fischer hatten Planungsfehler und negative Auswirkungen auf den Tourismus bemängelt.

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kohlon 28.11.2017, 14:34
10. Sie haben mit Ihrer Vermutung recht, ...

... dass es im Streit Ökologie vs. Ökologie in der Regel nur einen Gewinner gibt: die Ökologie :-)
Geht es um die Interessenabwägung zwischen Ökologie und Ökonomie, muss dann hin und wieder ein unabhängiges Gericht entscheiden - so wie hier.
Wenn Ihnen das Urteil nicht gefällt, ok, so ist das Leben.
Es gibt allerdings auch sehr viele Gerichtsentscheidungen, die die Interessen der Ökonomie hinter die der Ökologie einordnen.

Und bitte jetzt nicht nach Quellen fragen, einfach mal selbst recherchieren - Sie werden erstaunt sein und dann wieder an das Gute glauben.
Na ja, so man will.

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buergerrechte36 28.11.2017, 14:35
11. Eine vernünftige Entscheidung

denn fast alle Argumente der Kläger sind entweder belanglos oder nicht zweifelsfrei.

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hamburgwolfgang 28.11.2017, 14:39
12. Dieses ganze Hick-Hack der Naturschützer

Es erinnert mich so an das Thema Wachtelkönig bei der Verlängerung der Startbahn bei Airbus. Da standen auch Arbeitsplätze auf dem Spiel, wenn Airbus hätte mangels Starbahnlänge den A380 nicht hätte bauen können. Aber so weit können die Naturschützer ja nicht denken . Da war dennen auch der Wachtelkönig, den niemand gesehen hat, wichtiger als die Arbeitsplätze. Gott sei Dank haben die Gerichte da auch richtig entschieden zu Gunsten von Airbus. Jetzt muß endlich auch die Elbe ausgebaggert werden, damit auch alle Schiffe Hamburg anlaufen können.

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Sensør 28.11.2017, 14:44
13.

Über den steigenden Tidenhub, sinkenden Schutz bei Sturmfluten nebst fehlendem Hochwasserschutz in der Hafencity und anderen Gebieten machen sich die Geldsäcke offenbar keine Gedanken?
Weiterhin wurde der Zenit der Hamburger Hafenwirtschaft schon vor ein paar Jahren überschritten, die Umsätze gehen zurück, manche Reederei musste schon dichtmachen, dass sind offenbar auch Fakten, die sich einfach wegbaggern lassen.

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kohlon 28.11.2017, 15:01
14. Also ich weiß nicht, ...

Zitat von Sensør
Über den steigenden Tidenhub, sinkenden Schutz bei Sturmfluten nebst fehlendem Hochwasserschutz in der Hafencity und anderen Gebieten machen sich die Geldsäcke offenbar keine Gedanken?
... ob die doch sehr abwertende Bezeichnung "Geldsäcke" für die Richter angebracht ist, die sich sicher sehr viele Gedanken über die Güterabwägung Ökologie vs. Ökonomie zu diesem Thema gemacht haben.

Vielleicht denken Sie darüber mal nach!

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BruderJohannes 28.11.2017, 15:09
15. ...dann ist die Elbe bald so kaputt wie die Ems heute schon...

Ein wegweisendes Urteil, in der Tat. Schaut Euch heute den Fluss nochmal an. Insbesondere die Färbung des Wassers, die sandigen Strände und Inseln. All das wird in einigen Jahren der Schlickwalze der Vertiefung zum Opfer gefallen sein! Schaut Euch die Ems an und all die Bilder aus den 80er und 90er Jahren, wo man zwar torfiges, braunes Wasser hatte aber noch den Propeller des Außenborders am Boot sehen und noch im Fluß schwimmen konnte. Das ist seit langem vorbei - und so wird es auch der Elbe ergehen. Da braucht man kein Hellseher sein... Ob die Vertiefung wirklich hilft, ob der sich konsolidierenden Schifffahrt einen zukunftsfähigen Hafen zu schaffen? Ich glaube nicht. Viele Charterer scheuen jetzt schon, die 6-7 Stunden von Cuxhaven bis nach Hamburg die Elbe hochzuschippern, eventuell noch gegen den Strom. Das kann man in Wilhelmshaven für Großcontainerschiffe viel schneller haben. Oder in Rotterdam. Für Feeder aus der Ostsee mag das noch interessant sein und kann auch bei den momentanen Tiefgangsverhältnissen noch bewerkstelligt werden aber die ganz Großen?! Und was passiert mit der Köhlbrandbrücke? Wir die auch gleich mit Milliardenaufwand neu gebaut, damit die dicken Pötte nach Altenwerder können? Das kleine Elbdörfchen Altenwerder, wo heute zwischen tausenden Metallboxen nur noch die Kirche steht... Man zu.

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strixaluco 28.11.2017, 15:17
16. Freie Fahrt für die nächste Sturmflut

Erst baut man ein Nobelviertel ins Überflutungsgebiet, dann macht man dem Meer so richtig den Weg frei. Wenn sich die Nordsee auch nur halbwegs so verhält wie in den letzten tausend Jahren, und das wird mit dem Klimawandel wohl nicht besser, geht das irgendwann richtig schief. Bis jetzt ist es immer irgendwann schief gegangen. Spätestens zwei bis drei Generationen nach der letzten Katastrophe halten sich die Leute wieder für oberschlau und werden größenwahnsinnig.
Wasser in den Mengen, die ein Meer zu bieten hat, ist absolut gnadenlos, wenn genug Wind dahinter steht. Damit sollte man sich nicht anlegen, sonst sind die Arbeitsplätze irgendwann mehr als teuer bezahlt. Wer denkt sich nur diesen Unfug aus... Die norddeutschen Küstenbewohner wissen eigentlich, auf welch wackligen Grund sie wohnen und dass man sich nicht mit dem Meer anlegt. Man erzählt die Geschichten den Kindern und bringt Ihnen in der Schule bei, wie man Deiche baut, warum wohl...! "Heut bin ich über Rungholt gefahren, die Stadt ging unter vor 500 Jahren,..." - Sind wir denn kein bisschen klüger geworden?

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g_bec 28.11.2017, 15:24
17. Warum?

Zitat von hamburgwolfgang
... Jetzt muß endlich auch die Elbe ausgebaggert werden, damit auch alle Schiffe Hamburg anlaufen können.
Warum muss?
Und warum ausgerechnet Hamburg? Und wieso alle Schiffe?
Gönnt den echten Hochseehäfen doch auch mal was.

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g_bec 28.11.2017, 15:26
18. Was

Zitat von helmut.alt
im Zweifelsfall müssen die Interessen des größeren Lagers (Arbeitsplätze!) Vorrang haben. Man kann einen status quo nicht permanent einfrieren.
Was bringt Sie zu der Überzeugung, dass die "Arbeitsplätze" das größere Lager wären?
Und selbst wenn dem so wäre: "Man kann einen status quo nicht permanent einfrieren."

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tim_struppi 28.11.2017, 16:52
19.

Zitat von g_bec
Warum muss? Und warum ausgerechnet Hamburg? Und wieso alle Schiffe? Gönnt den echten Hochseehäfen doch auch mal was.
Es geht ja nicht darum, dass den "Hochseehäfen" niemand etwas gönnt, sondern darum, dass es für die Reeder schlicht viel besser ist, möglichst weit mit dem Schiff ins Landesinnere fahren zu können, denn der Transport per Schiff ist wirtschaftlich als auch ökologisch am günstigsten. Das ist einer der Hauptgründe, warum ein Großteil der großen Schiffe unter schwierigen Bedingungen immer noch nach Hamburg fährt und eben nicht zum JadeWeserPort.

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