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Bundesverwaltungsgericht: Letzte Klagen gegen Elbvertiefung abgewiesen
imago/ blickwinkel

Nach knapp 15 Jahren ist der Streit um die Elbvertiefung juristisch beendet. Das Bundesverwaltungsgericht hat die letzten vier Klagen von Grundstücksbesitzern aus Hamburg-Övelgönne und Blankenese abgewiesen.

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darthmax 19.12.2017, 11:46
1. schrecklich

jetzt wird der Wasserschierlingsfenchel seinem Refugium entrissen und die Elbe verkommt zu einem Abwasserkanal.
Grössere Schiffe mit mehr CO2 und Schwefelausstoss werden Hamburg anfahren und die Luft verschmutzen.
15 Jahre, wenn man sich überlegt was in dieswer Zeit in China geschaffen wurde.

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hans-rai 19.12.2017, 11:47
2. Der neue Richter...

...hat sich das Ganze wohl relativ leicht gemacht und ging auf die Bedenken nicht mehr ein. Juristisch ist die Elbvertiefung nun wohl nicht mehr zu stoppen. Nun muss man sehen, ob es politisch gelingt und genügend Druck auf SPD und Grüne ausgeübt werden kann. Die nächste Wahl in Hamburg steht ja in zwei Jahren an. Aber leider ist die CDU in dieser Frage leider keine Alternative.

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marialeidenberg 19.12.2017, 11:55
3. Der erhoffte Effekt, nämlich

dass die tiefgehenden, 400 Meter langen 20.000-TEU-Schiffe Tide-unabhängig ein- und auslaufen können sollen, hat wie alles, das auf Kante genäht ist, einen Haken, und der ist richtig böse. Das Wendebecken 'Parkhafen', wo alle diese Schiffe drehen müssen, bietet nur bei Hochwasser +/- 60 Minuten ausreichend Raum zum Drehen; außerhalb dieses Zeitfensters werden die Schiffe vorne / hinten durch den Schlick gezerrt, was schon heute oft genug geschieht. Eine recht verzweifelte Situation also.

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werder11 19.12.2017, 11:59
4. 15 jahre

für eine ablehnung, die ohnehin zu erwarten war, weil die verwaltungsgerichte (fast)immer zu gunsten von politik und wirtschaft und (fast) immer gegen bürger interessen entscheidet - wenn die elbvertiefung dann erfolgt ist, ist die nächste fällig, weil die schiffe, container und kreuzfahrer, dann noch größer geworden sind - hamburg sollte mal nach bremen gucken - auch da hat die spd aus einem überseehafen - mit der ersten containerbrücke in deutschland 1967 - der größten werft, dem haupt tabak, kaffee und baumwoll import hafen, inzwischen eine wohnmeile (nur für betuchte) gemacht, auf der weser fahren fast nur noch segelboote und ansonsten hat bremen mit seefahrt nicht mehr viel am hut - hoffentlich können die hamburger sich besser wehren!

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Rick73 19.12.2017, 12:02
5. Unlogisch

Gemeinden, der Fluss, Umwelt und Natur leiden unter der sinnlosen Elbvertiefung, die nur weitere Jahre hinauszögert. Wozu hat man den Geisterhafen in Wilhelmshafen gebaut? Um zu zusehen wie die dicken Kähne vorbeiziehen und einen Fluss hochfahren? Dabei wäre Wilhelmshafen der weitaus bessere Standort. Hamburg sollte anfangen umzudenken in 20 Jahren ist der Drops eh gelutscht...

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dubsetter 19.12.2017, 12:06
6. wie tief...

.. soll die elbe eigentlich noch ausgebbagert werden,
im jahr 2050 dann nochmal 15 m....???

das beispiel ems haben viele
wohl vergessen, aber hauptsache der rubel rollt...

was die elbe an wasserqualität dazugewonnen hat
wird ihr durch diesen wahnsinn wieder genommen.

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xxbigj 19.12.2017, 12:08
7.

Ich war immer dafür. Aber nach dem ich erfahren habe, dass ein Kreuzfahrtschiff in 1 Stunde so viele Abgase produziert wie 300.000 PKW am Tag, denke ich, dass es besser ist, wenn die Elbvertiefung nicht kommen würde. Jetzt wird sie kommen und es muss darüber diskutiert werden, wie mit der großen Luftverschmutzung umgegangen wird. Das Problem ist nicht von der Hand zu weisen und betrifft jeden Bürger in Hamburg.

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bigroyaleddi 19.12.2017, 12:13
8. Juristisch ist die Sache wohl gelaufen -

aber umweltpolitisch noch lange nicht. Alle zu Recht geäßerten Bedenken wurden bisher einfach weggewischt. Und damit meine ich nicht irgendeinen Wasserfenchel, den sowieso keiner kennt. Man sollte sich mal reinpfeiffen, dass HH mit seinem Hafen eben NICHT an der Nordsee liegt, sondern ca. 100 km im Binnenland. Da könnt ihr die Elbe vertiefen wie ihr wollt, Binnenland ist Binnenland.

Und der Hinweis von Nr. 3 ist mehr als berechtigt. Wenn nun die Schiffe immer größer werden (sollten), muss dann in wenigen Jahren erneut nachgebaggert werden? Da hilft dann auch der Hinweis auf die vielen Arbeitsplätze nicht. Wenn dies das einzige Argument wäre, wo bleibt denn die Innovation der Global-World-Kapitalisten? Schon vergessen, dass wir in WHV einen (einzigen deutschen) Tiefwasserhafen haben?

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Ottokar 19.12.2017, 12:17
9. Da hat der Richter aus Unwissenheit

der Gegebenheiten falsch entschieden. Er hat nicht gewusst oder total ignoriert das es in Wilhelmshaven einen Tidenunabhängigen Tiefwasserhafen gibt der alle Containerschiffe bedienen kann sodass eine Elbvertiefung nicht notwendig ist. Dieser Hafen in Wilhelmshaven wurde mit Millionenaufwand gebaut und wird nur minimal genutzt. Das kann man natürlich in der Binnenstadt Leipzig nicht wissen. Bei einer Ortsbegehung hätte er es eventuell gemerkt.

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