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Bundesverwaltungsgericht: Letzte Klagen gegen Elbvertiefung abgewiesen
imago/ blickwinkel

Nach knapp 15 Jahren ist der Streit um die Elbvertiefung juristisch beendet. Das Bundesverwaltungsgericht hat die letzten vier Klagen von Grundstücksbesitzern aus Hamburg-Övelgönne und Blankenese abgewiesen.

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tinnytim 19.12.2017, 12:24
10. Inkonsequenter Infrastrukturausbau

Wenn der Bund dafür auch nur einen Euro zusteuern sollte, zementiert sich mein Eindruck vom Verkehrsministerium als unsortierter richtungsloser Hühnerstall endgültig.
Da hat man vor Jahren eien neuen Tiefseehafen in Wilhelmshaven gebaut und jetzt - wo das Ding langsam einigermaßen in Schwung kommt (Auslastungszahlen steigen) - will man das Terminal in Hamburg, das sowieso aus allen Nähten platzt, noch weiter ausbauen? Der Platz in Hamburg ist endlich, in Wilhelmshaven ist dafür noch jede Menge Platz und die Schiffe sparen sich die Elbfahrt.

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felisconcolor 19.12.2017, 12:29
11. Hamburg

Zitat von Ottokar
der Gegebenheiten falsch entschieden. Er hat nicht gewusst oder total ignoriert das es in Wilhelmshaven einen Tidenunabhängigen Tiefwasserhafen gibt der alle Containerschiffe bedienen kann sodass eine Elbvertiefung nicht notwendig ist. Dieser Hafen in Wilhelmshaven wurde mit Millionenaufwand gebaut und wird nur minimal genutzt. Das kann man natürlich in der Binnenstadt Leipzig nicht wissen. Bei einer Ortsbegehung hätte er es eventuell gemerkt.
ist Hamburg und Wilhelmshafen ist Niedersachsen. Und auch ein Richter kann sich nicht über föderale Gegebenheiten hinweg setzen

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ray8 19.12.2017, 12:46
12. Umweltschutz

Je weiter entfernt, desto wichtiger ist uns der Umweltschutz. Empört zeigen wir mit dem Finger auf Entwicklungsländer, die nicht die Hälfte ihres Staatsgebietes in Naturreservate umwandeln. Und selbst vergewaltigen wir auch noch den letzten Rest Natur und bauen diesen riesigen Dreckschleudern von Schiffen Autobahnen mitten in die Stadt, in die man bald mit dem saubersten kleinen Diesel nicht darf. Wahnsinn.

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undercover.agent 19.12.2017, 12:50
13. Es geht um die positive ...

... Entwicklung der Hansestadt, an der Hunderttausende Arbeitsplätze hängen, und nicht um ein paar Berufsfischer und noch weniger Grunstückseigentümer. Derartige Klagen sollten als unzulässig verworfen werden.

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hyperlord 19.12.2017, 12:54
14.

Zitat von Ottokar
der Gegebenheiten falsch entschieden. Er hat nicht gewusst oder total ignoriert das es in Wilhelmshaven einen Tidenunabhängigen Tiefwasserhafen gibt der alle Containerschiffe bedienen kann sodass eine Elbvertiefung nicht notwendig ist. Dieser Hafen in Wilhelmshaven wurde mit Millionenaufwand gebaut und wird nur minimal genutzt. Das kann man natürlich in der Binnenstadt Leipzig nicht wissen. Bei einer Ortsbegehung hätte er es eventuell gemerkt.
Das hilft aber nix, wenn sich dann die Container alle in Wilhelmshaven stapeln - da wohnen halt nicht viele Leute und der Hafen ist einfach infrastrukturell weit weniger gut angebunden, als es Hamburg ist. Von Hamburg aus ist der größte Rangierbahnhof Europs (Maschen) nicht weit entfernt und über die A7 hat man direkt die Nord-Süd-Achse vor der Tür.

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yacchan 19.12.2017, 12:54
15. Endlich geht es vorwärts!

Es ist immer wieder spannend zu lesen, wie sich selbst ernannte Fachleute hier aufregen ohne die Materie oder die Schiffstechnik zu kennen. 1) Die Schiffe haben schon heute einen Tiefgang von 16-17m, da Hamburg aber in der Nordrange der letzte Hafen ist, der angelaufen wird, ist der Tiefgang der verbliebenen Landung entsprechend. 2) Die Elbe witd nicht flächendeckend um 1m ausgebaggert sondern nur die am Boden befindlichen "Hühel" werden um 1m gekappt. 3) Dadurch passieren 2 Dinge, zum einen erhöht sich das Zeitfenster zum Ein- und Auslaufen der Schiffe, zum anderen können sie sich gefahrloser begegnen, was glaube ich im Interesse Aller sein sollte 4) Die Schiffe können in Hamburg nicht viel größer werden: da größer nur noch länger bedeuten würde, was zu Problemen beim Drehen fürhren würde. bei 59m Breite ist auch Schluss das es weltweit keine Brücken gibt deren Ausleger mehr als 60m überbrücken können, bleibt die Tiefe... siehe oben) ...5) Zum Thema Umweltbelastung mal IMO III nachlesen (sehr hilfreich) und zum Schluss: es gibt einen Grund warum HH so bedeutend ist ... denn der Hafen liegt wie beschrieben 100km im Landes Inneren ... Mann sollte sich mal vorstellen was es bei der ärmlichen Hinterlandanbindung vom Jade Weser Port bedeuten würde, wenn die ganzen Container per LKW bewegt werden müssten (Bahnanbindung unzureichend), kleiner Tip: Statikgutachten für die Autobahn und den Zubringer ... Immer schön locker bleiben.

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tim_struppi 19.12.2017, 12:56
16.

Zitat von xxbigj
Ich war immer dafür. Aber nach dem ich erfahren habe, dass ein Kreuzfahrtschiff in 1 Stunde so viele Abgase produziert wie 300.000 PKW am Tag, denke ich, dass es besser ist, wenn die Elbvertiefung nicht kommen würde. Jetzt wird sie kommen und es muss darüber diskutiert werden, wie mit der großen Luftverschmutzung umgegangen wird. Das Problem ist nicht von der Hand zu weisen und betrifft jeden Bürger in Hamburg.
Bei solchen Aussagen muss man sehr aufpassen, denn Abgas ist nicht gleich Abgas. Die Aussage gilt näherungsweise für die Schwefelemissionen, was allerdings daran liegt, dass Treibstoff für PKWs quasi schwefelfrei ist. Man könnte wahrscheinlich auch ausrechnen, dass ein Osterfeuer am Elbstrand so viele (Schwefel)-Abgase wie 1000 PKWs erzeugt. Betrachtet man hingegen CO2, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus und das Schiff ist deutlich im Vorteil gegenüber dem PKW.

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tim_struppi 19.12.2017, 12:59
17.

Zitat von Ottokar
der Gegebenheiten falsch entschieden. Er hat nicht gewusst oder total ignoriert das es in Wilhelmshaven einen Tidenunabhängigen Tiefwasserhafen gibt der alle Containerschiffe bedienen kann sodass eine Elbvertiefung nicht notwendig ist. Dieser Hafen in Wilhelmshaven wurde mit Millionenaufwand gebaut und wird nur minimal genutzt. Das kann man natürlich in der Binnenstadt Leipzig nicht wissen. Bei einer Ortsbegehung hätte er es eventuell gemerkt.
Wilhelmshaven hat zwar die nötige Wassertiefe, allerdings bei weitem nicht die Kapazität, um die dort angelandeten Container zu verarbeiten bzw. weiterzutransportieren. Das ist genau der Grund, warum kaum jemand diesen Hafen benutzt.

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neurobi 19.12.2017, 13:12
18.

Zitat von Rick73
Gemeinden, der Fluss, Umwelt und Natur leiden unter der sinnlosen Elbvertiefung, die nur weitere Jahre hinauszögert. Wozu hat man den Geisterhafen in Wilhelmshafen gebaut? Um zu zusehen wie die dicken Kähne vorbeiziehen und einen Fluss hochfahren? Dabei wäre Wilhelmshafen der weitaus bessere Standort. Hamburg sollte anfangen umzudenken in 20 Jahren ist der Drops eh gelutscht...
Wilhelmshaven? Warum wird eigentlich immer wieder dieser Minihafen ins Spiel gebracht? Niemand würde auf die Idee kommen den Frankfurter Flughafen durch den von Leipzig zu ersetzen.

Endlich bekommt Hamburg was Antwerpen schon lange hat. Der Unterschied dort war, das die Umweltverbände dort konstruktiv und der Nachbarstaat kooperativ war.

Man sollte keinen Cent mehr in den JWP stecken. Es gibt an in den Nordseehäfen mehr als genug Kapazität.

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neurobi 19.12.2017, 13:14
19.

Zitat von bigroyaleddi
aber umweltpolitisch noch lange nicht. Alle zu Recht geäßerten Bedenken wurden bisher einfach weggewischt. Und damit meine ich nicht irgendeinen Wasserfenchel, den sowieso keiner kennt. Man sollte sich mal reinpfeiffen, dass HH mit seinem Hafen eben NICHT an der Nordsee liegt, sondern ca. 100 km im Binnenland. Da könnt ihr die Elbe vertiefen wie ihr wollt, Binnenland ist Binnenland. Und der Hinweis von Nr. 3 ist mehr als berechtigt. Wenn nun die Schiffe immer größer werden (sollten), muss dann in wenigen Jahren erneut nachgebaggert werden? Da hilft dann auch der Hinweis auf die vielen Arbeitsplätze nicht. Wenn dies das einzige Argument wäre, wo bleibt denn die Innovation der Global-World-Kapitalisten? Schon vergessen, dass wir in WHV einen (einzigen deutschen) Tiefwasserhafen haben?
Hamburg liegt 100km im Binnenland, Antwerpen 80km. Nur führt die Elbe doppelt soviel Wasser wie die Scheide.

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