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"Buzzfeed", "Vice", "Huffpo": Digital Darlings unter Druck
DPA

Drei Medienmarken, die jetzt Mitarbeiter entlassen - hier klicken. Gleich mehrere junge Nachrichtenportale schwächeln. Doch das muss nicht heißen, dass "Buzzfeed" und Co. schon gescheitert sind.

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Richard.M 04.02.2019, 19:25
1. Könnte auch an der politischen Ausrichtung liegen

Vielleicht gehen den Lesern ja auch die extreme Links-Schlagseite und das ermüdende Rumreiten auf "Social Justice"-Themen irgendwann auf den Zeiger? Gerade die HuffPo war da ja ziemlich penetrant. (Wo wir dabei sind, wie lange macht Bento es eigentlich noch?)

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s_f_x 04.02.2019, 19:46
2. Digital Abos in Deutschland schlichtweg zu teuer

Die Preisgestaltung der Digital Abos der deutschen Medien ist leider schlichtweg katastrophal.
Ich zahle hier monatlich $3,99 für das digitale Abo der Washington Post und kann die New York Times für $8,00 im Monat abonnieren.
Wenn man sich bei den deutschen Angeboten umschaut, verlangen der Spiegel 19,99 € pro Monat, Zeit 5€ pro Woche und selbst mittelmäßige Lokalzeitungen wie die Ruhrnachrichten (komme ursprünglich aus Dortmund) sage und schreibe 22,90€ im Monat.
So leid es mir tut, aber das ist schlichtweg zu teuer. Ich würde gerne mal von den deutschen Verlagen hören, wie diese Preisgestaltung zustande kommt ohne nur Phrasen zu hören wie "Qualitätsjournalismus kostet halt".
Das steht mit Sicherheit ausser Frage. Aber ich sehe ehrlich gesagt schwarz für die deutschen Printmedien.

Wie wollen sie einem Millenial erklären, dass er (so ziemlich) alle Musik in der Welt für 9,99€ im Monat bekommt, eine ansehnliche Auswahl an Serien und Filmen bei Netflix für etwa 12€ aber über 20€ jeden Monat für Nachrichten zahlen soll. Die gibts ja an jeder Ecke umsonst im Internet.

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unpolit 04.02.2019, 20:15
3. Das mit Facebook finde ich ja lustig,

da geben sich Unternehmen und Organisationen alle Mühe, Nutzer auf die Plattform zu bekommen. Und zur Belohnung dürfen sie dann noch richtig für die Werbung zahlen. Wobei man wissen sollte, dass sich die Preise in den letzten 3 Jahren drastisch erhöht haben.

Ich bin ja gespannt, wann auch der letzte Marketing-Verantwortliche geschnallt hat, dass er da ein riesiges Eigentor schießt. Und mit jeder Zahlung die Abhängigkeit vergrößert. Auf unserer Firmenseite gibt es keinen FB-Button mehr. Keine FB-Unternehmens-Seite. Und viele Mitarbeiter haben ihr Profil gelöscht. Das hatte aber auch was mit der DSGVO zu tun, FB, WhatsApp auf Firmenhandy mit Kunden-Daten geht halt gar nicht. Und jeder, der was anderes erzählt, der soll es mir schriftlich geben. Mit der Erklärung, dass er im Zweifelsfalle die fällige Strafzahlung übernimmt.

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linksrechts 04.02.2019, 21:16
4. Krise?

Diese sogenannte "Krise" betrifft doch nur Medien, die gezielt junges Publikum mit extrem linkem Gedankengut versorgen möchten. Schauen Sie sich mal die Plattformen an, welche ein etwas konservativeres oder libertäres Weltbild transportieren. Da spricht unsereins dann hier zu Lande vom Rechtsruck. Und auch Facebook, Youtube, Twitter etc. kommen garnicht mehr hinterher mit Shadow Banning und Demonitarisierung junger Konservativer. Von Krise kann zumindest auf dieser Seite der Medienlandschaft keine Rede sein. Es gibt eben noch andere Meinungen und solange unsere Reporter hier diese garnicht wahrnehmen (wollen/können), wird der Absturz solcherlei "Digital Darlings" wie Vice, BuzzFeed etc. wohl auch eher wie eine Krise und weniger als eine normale Reaktion des Marktes wahrgenommen werden.

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hugahuga 04.02.2019, 21:50
5.

Zitat von Richard.M
Vielleicht gehen den Lesern ja auch die extreme Links-Schlagseite und das ermüdende Rumreiten auf "Social Justice"-Themen irgendwann auf den Zeiger? Gerade die HuffPo war da ja ziemlich penetrant. (Wo wir dabei sind, wie lange macht Bento es eigentlich noch?)
Dem kann ich mich gerne anschließen. Meine Tageszeitung, die "Rheinische Post" vertritt bedingungs und meist auch kritiklos US amerikanische Ansichten. Täglich wird mir gesagt, wer die "Guten" und wer die "Bösen" sind. Der Russlandhass ist Dauergast . Längst schon wollte ich mich - nicht zum ersten Mal - von diesem Blatt verabschieden. Allerdings ist die Auswahl bescheiden. Die US think tanks haben es vermocht, eine Medienlandschaft zu schaffen, die willig folgt. Somit ärgere ich mich zwar des öfteren - allein es bleiben Kreuzworträtsel und der Lokalteil und (selten) ein Aufbegehren im online Teil. Aber es passt alles genau in das Bild, welches uns einst in der "Anstalt" vermittelt wurde:
https://www.youtube.com/watch?v=bgkPGwlKzk4

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modder.monster 04.02.2019, 23:04
6. Aufhören in Plumpaquatsch zu investieren wie buzz, hufp etc.

Viele sogenannte Investoren haben Einhörner gesucht, manche haben sie zu solchen gehypt, dann kassiert und dann? Tote Websites, Channels, Feeds... einfach mal runterkommen und auch andere Unternehmen wie z.B. dem lächerlichen Twilio mit 400 Mio $ Umsatz bei Börsenwert 10 Milliarden oder ähnlichen Exzessen den sprichwörtlichen Teppich wegziehen. Es geht 1x gut und 1000 mal schief. Solider Invest mit Return geht anders.

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Fantastic 05.02.2019, 08:50
7.

Zitat von modder.monster
Viele sogenannte Investoren haben Einhörner gesucht, manche haben sie zu solchen gehypt, dann kassiert und dann? Tote Websites, Channels, Feeds... einfach mal runterkommen und auch andere Unternehmen wie z.B. dem lächerlichen Twilio mit 400 Mio $ Umsatz......
Man fühlt sich an die "Tulpenzwiebelblase" im mittelalterlichen Holland erinnert.
Außer mir, kennt die aber niemand mehr aus eigener Erfahrung :)

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charly05061945 05.02.2019, 10:50
8. Mal reingeschaut?

Ich weiss nicht ob die Verfasserin dieses Artikels jemals die deutsche "Huffington Post" angeklickt hat. Dieses sogenannte Nachrichtenportal oder was es sonst auch immer sein will hat es mühelos geschafft sogar das nicht besonders hoch angesiedelte Bild-Zeitungsniveau noch um Längen zu unterbieten.

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chriswo 05.02.2019, 16:33
9. Zu Recht

Das diese jungen Nachrichtenportale schwächeln ist auch richtig so. Oft kann man den Content nicht mit richtigen Nachrichten vergleichen, sondern eher mit einer Ideologie, die ohne wenn und aber vertreten wird. Wo sind hier die journalistischen Standards?

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