Forum: Wirtschaft
CDU-Kandidat fordert Steuervorteile: Ökonomen kritisieren Merz' Aktien-Vorstoß
FILIP SINGER/EPA-EFE/REX

Friedrich Merz - Chefaufseher beim Milliarden-Investor Blackrock - will Aktienkäufer steuerlich begünstigen. Das soll die Altersvorsorge der Deutschen stabilisieren. Wirtschaftswissenschaftler widersprechen.

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hansfrans79 03.12.2018, 07:24
10. 5 Euro pro Tag

In jungen Jahren also 150 Euro oder mehr pro Monat in Aktien stecken. Da sieht man wieder, wie abgehoben der Bonze Merz ist.
Aber daran wird sich auch keiner mehr stören, die Sehnsucht nach dem schneidigen Führer ist zu groß und man frisst Merz bereits aus der Hand.

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dirkcoe 03.12.2018, 07:24
11. Tja Herr Merz

was soll das jetzt sein? Eine neue Sprechblase? - Kennen wir schon vom Grundrecht auf Asyl. Oder ein qualifizierter Vorschlag? - Schade das der alte Arbeitgeber Zweifel aufkommen läßt. Die gute Nachricht - es spielt keine Rolle. Da mit Merkel die Kanzleroption für die Union endet, kann Merz seinen Gedanken freien Lauf lassen. Ausser der FDP sehe ich bis aus Weiteres keine Partei, die bereit wäre einen neuen Kanzler aus der Union zu unterstützen - und das wird nicht reichen.

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joke61 03.12.2018, 07:25
12. Der nächste Anschlag

auf das Vermögen kleiner Leute! Wir bedenken, was die Bankenkrise und Null Zinspolitik beim Sparer ausgelöst hat, mit Freifahrtschein für Banken und Versicherungen Kapitalerträge radikal zu kürzen. Ganz ab davon, dass sich viele Menschen durch Anlagen ruiniert haben. Das das nicht besser wird, kann man durchaus am Beispiel Bayer ausmachen. Durch schwere Management Fehler haben die Aktien einen Kursverfall von ca. 30%. Die Auswirkungen (Arbeitsplatzabbau ca. 15000) ist bekannt. Wann hört diese Schei.. , privatisierung der Rente endlich auf? Warum versuchen Leute wie Merz, Schröder, etc. trotz besserem Wissens das Solidarsystem zu zerschießen. Ein Mindestlöhner kann sich auch keine 4 - 5 Euro am Tag leisten. Jeder kann sich ja eine private Altersvorsorge zulegen, aber nicht auf Kosten des Steuerzahlers! Der Staat ist hier in der Pflicht über ein Solidarsystem ausreichend Rente zur Verfügung zu stellen! Der Ansatz der Privatisierung ist gescheitert. Und viele Menschen die sich eine Altersvorsorge habren aufschwatzen lassen, sind betrogen worden. So ist das nun mal in einer marktkonformen Demokratie! Betrug und Maßlosigkeit gehört zum legalen Geschäftsgebaren! Aber das ist nicht nur eine Tugend des Herrn Merz, sondern Parteiprogramm der CDU/CSU.

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Shevchenko 76 03.12.2018, 07:25
13. Komisch

Hmmm...bei welt.de finden Top-Ökonomen Aktien bzw. ETF-Sparpläne sehr gut! Man kann sich halt immer die vermeintlichen Experten, die eigene Sichtweise bestätigen, suchen.

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Actionscript 03.12.2018, 07:26
14. Nur für grosse Firmen

Aktien sind natürlich eine Möglichkeit. Man zahlt monatlich einen kleinen Betrag ein, der verteilt auf verschiedene Investments und Bonds über Jahre eine Nebenrente aufbauen kann. Dividenden werden nicht versteuert sondern nur, was bei Rente ausgezahlt wird. Doch das muss vom Arbeitgeber mit Investmentfirmen organisiert werden, und nur grosse Firmen werden das machen. Wer das privat macht, wird verlieren. Und in Deutschland endet das wie bei der Riesterrente in Abzocke. Denn nur mit ganz niedrigen Gebühren ist es rentabel. Auch hilft das Niedriglöhnern nicht, die kein Geld monatlich abzweigen können.

Wie üblich bei konservativen Politikern will Merz das Problem nur privatisieren.

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siri_paibun 03.12.2018, 07:26
15. Das könnte Merz so passen.....

..
Ich soll also eigenständig mein Geld in Aktien anlegen, um für mein Alter vorzusorgen. Aaaaahja. Das alles wird mit Steuergelder gefördert. fein fein.
Die bisherigen Träger der althergebrachten Vorsorgemodelle (Sparkonten, Lebens-und Rentenversicherer) haben doch auch versucht, am Aktienmarkt Rendite für mich zu erwirtschaften. Und das waren Profis. Und ich soll nun schlauer sein als die Profis und mein Geld natürlich steuergefördert der Wirtschaft zu freien Verfügung stellen. Den Mitspracherecht habe ich natürlich als Kleinanleger nicht. Hier sollen ganz dummdreist Steuermilliarden in die Wirtschaft umverteilt werden. Die Richtigen werden sich das Geld in die eigenen Taschen umleiten. Und ehrlich gesagt, gönne ich denen das überhaupt nicht.
Und Neid kenne ich sonst eigentlich gar nicht. Unfassbar....
Ich hoffe, der deutsche Bürger hat aus den T-Aktien Zeiten gelernt, und lässt sich nicht mehr durch Rattenfänger ala Krug und Konsorten dazu verleiten, sein Geld in Dinge zu investieren, auf die er keinerlei Einfluss, nicht die geringste Einsicht geschweige denn Sicherheit hat.

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blödbacke 03.12.2018, 07:28
16. Komische Diskussion!

Sowohl mein Wohn-Riester als auch mein Rürup-Vertrag beinhalten Aktienfonds. Darum verstehe ich die ganze Diskussion nicht.

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ktomy69 03.12.2018, 07:28
17. Verwerflich

Ich finde es verwerflich und unseriös solche Vorschläge zu machen.
1. Die Menschen, welche es am nötigsten gaben fürs Alter vorzusorgen haben nicht die Mittel und meist oft auch nicht die Erfahrung und auch Zeit um „intelligent“ zu ungestörten. Nur die mit überschüssigen Kapital und Wissen über die Funktionsweise haben hier die Möglichkeit und nutzen diese bereits
2. Der Staat sollte hier in der Pflicht bleiben hierfür zu sorgen. Dieser ist ja auch verantwortlich, dass viele aus den unteren Einkommen gar keine Mittel haben zu sparen. Ein Staatsfonde wie es die Norweger haben wäre in dieser Art von Marktwirtschaft das richtige und würde eventuell auch den Ausverkauf der Deutschen Wirtschaft bremsen.

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s.l.bln 03.12.2018, 07:29
18. Wie ungeschickt

Da hat der ehemalige Zeigefinger der Nation für einen Moment vergessen, daß er noch gar nicht gekrönt ist und startet seine Lobbyistentätigkeit glatt schon vorher.
Natürlich will man als Mitarbeiter des größten Aktienhändlers, daß die Leute Aktien kaufen.
Nun werden Aufstocker und Mindestlohnempfänger sofort zum gegelten Sparkassenlurch eilen, wie es Wischmeier mal ausdrückte.

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claude 03.12.2018, 07:29
19. Risiko abhängig vom Alter steuern

In Luxemburg gibt es ein gut gemachtes System, wo das Risiko der Anlage mit zunehmendem Alter abnimmt:
< 50 Jahre werden Fonds mit bis zu 75% Aktienanteil gefördert
50-55 Jahre max 50% Aktienanteil
>55 Jahre max 25% Aktienanteil
Dadurch wird das Risiko begrenzt, kurz vor Auszahlung von unglücklichen Bewegungen am Aktienmarkt getroffen zu werden.
Die eingezahlten Beiträge sind von der Steuer absetzbar (bei Auszahlung wird dann eine Steuer von 25% fällig).
Diese Absetzbarkeit ist ein grosser Anreiz für eine solche Zusatzpension.
Wenn schon mal die Leute, die sich sowas leisten können, das machen, dann hat der Staat später auch die Möglichkeit die staatliche Rente nach oben zu begrenzen und hätte dann mehr Geld übrig um sich um die Leute mit kleineren Renten zu kümmern. Eine win-win Situation.

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