Forum: Wirtschaft
Ceta-Blockade: Wallonien bleibt hart
AFP

Das Freihandelsabkommen Ceta mit Kanada droht am Widerstand der Wallonie zu scheitern. Die belgische Region hat ein Kompromiss-Angebot als "nicht ausreichend" abgelehnt. Spitzen der EU geben Durchhalteparolen aus.

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ironpolem 21.10.2016, 10:06
80.

Zitat von shmubu
Erinnern Sie sich an die Europawahlen? Ja genau, die, für die sich keiner interessiert weil sie scheinbar so unwichtig seien. Die, bei denen kaum einer hingeht... Aus denen und aus den nationalen Wahlen leitet sich der ganze EU-Apparat ab. Und damit nicht 0.7% im Norden.......
Euopawahlen!?
Sie meinen wirklich, wir hätten bei de Europawahl eine Wahl gehabt? Genausowenig wie wir nächstes jahr in Deutschland eine Wahl haben oder die Amerikaner jetzt im November. SPD, Grüne, CDU und FDP haben zu 99% die gleichen wirtschaftspolitischen Vorstellungen. Wer die Satzung der AFD liest und die, der FDP - kein Unterschied im Bereich Wirtschaft- und Elitenförderung. Die Westliche Welt, besser: deren Politiker, betet die Lehren Friedmanns an. Ws hae ich in einem Buch über Ungleichheit in Amerika gelesen. " Ein Prozent der Amerikaner stellt die Kandidaten für die Präsidentewahl, die dann für diese 1 Prozent Politik machen." Das ist in Europa oder in Deutschland nicht anders. Die Linke hateinen so schlechten Ruf und ist in sich so zerstritten - die sind keine Alternative. Und selbst wenn sei es wären: Sie hätten keine Chance (siehe Griechenland). Ich glaube, wir haben verloren. Erst wenn das System wieder zusammenbricht, könnte es zu einer Änderung der Gesllschaft und der Politik kommen. Die Finanzkrise war ein Vorgeschmack darauf, was Deregulierung anrichtet. Die Wahlen in der westlichen Welt sind nicht mehr wert als DSDS bei den Privaten Sendern: Eine Show für die Dummen, die hinter den Kulissen vorbereitet wurde.
Den Wählern die Schuld zu geben, die nicht zur Europawahl gegangen sind, greift nicht weit genug.

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christiewarwel 21.10.2016, 10:09
81. Komisch

Zitat von j1958
Wenn Ceta scheitert ist die EU endgültig gestorben. Niemand kann ernsthaft mit einem Staatenbund verhandeln, in dem die Bevölkerung von Hintertupfelhofen globale Agreements verhindern kann. Die EU taumelt weiter in die selbstverursachte Bedeutungslosigkeit und wird auf globaler Ebene .....
Wie sind da nur die ganzen bisherigen Verträge der EU mit anderen Staaten (Schweiz, Norwegen, Island .... ) zu Stande gekommen?
Daß in einem demokratischen Gefüge Verträge, die der Staat schließt oder zu schließen beabsichtigt, nicht öffentlich gemacht werden, geht gar nicht und sagt alles. Die Parlamentarier und Bürger sollen die Katze im Sack kaufen. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.
Wenn eines der Todesstoß der EU ist, dann diese Hinterzimmermauschelei.

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romeo_mike 21.10.2016, 10:13
82.

Zitat von beegee
Die Wallonie ist der - teils - bitterarme Teil Belgiens. Nach dem Niedergang der Kohle- und Stahlindustrie gibt es dort nicht mehr viel. Doch, zwei Dinge gibt es: Den Hass auf die Flamen, die ehemaligen dummen und armen Bauern, die um Brüssel, Antwerpen und Gent in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem im Chemie- oder Dienstleistungssektor ein wahre Wirtschaftswunder......
Soviel Unsinn und Überheblichkeit in bezug auf eine Volksgruppe die urdemokratische Rechte wahrnimmt, findet man selten.
Dass man so was dazu noch im deutschsprachigen Raum lesen muss, macht nur noch traurig!

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Trockenfisch 21.10.2016, 10:16
83.

Zitat von tropfstein
Was man auch immer von CETA halten mag, dass ein Landesteil eines eher kleinen EU-Staats die gesamte EU blockieren kann, ist eine Katastrophe. Damit macht sich Europa nicht nur zur Lachnummer, es wird handlungsunfähig, zumindest aber erpressbar.
In diesem Fall "Zum Glück"! Danke an die Wallonier.
Erst mussten uns die Iren vor der Verfassung Europas bewahren und jetzt die Wallonen. In Deutschland gibt es genug Gegner aber hier wird das Volk ja nicht gefragt.

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permissiveactionlink 21.10.2016, 10:18
84. Schau einmal an, die Wallonen !

Warum wollen die Flamen die eigentlich ständig loswerden ? Die sollten sich lieber schön mischen und vermehren, stets in der Hoffnung, dass kein Gabriel dabei herauskommt, der als Sozialdemokrat (sic!) nichts besseres zu tun hat, als seine "hysterischen" Mitbürger über den Tisch zu ziehen und sich bei seiner Anbiederei bei Großfirmen und Kapital auf seiner eigenen Schleimspur selbst rechts zu überholen.

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wolly21 21.10.2016, 10:20
85. Und wie

Zitat von Volker Zorn
Rechtssicherheit ist eine Grundvoraussetzung, wenn man internationalen Handel ermöglichen will. Kein Unternehmenslenker, der einigermaßen bei Verstand ist, wird eine Investition im Ausland tätigen, wenn morgen bei einem Regierungswechsel die Partei XY dran kommt und sein Geschäftsmodell unmöglich macht.
hat der Handel Kanada - Deutschland/EU dann bisher funktioniert?
Waren + Dienstleistungen (2015):
EU nach Kanada 51,7 Mrd € (35,2+16,5)
Kanada nach EU 39,7 Mrd € (28,3+11,4)

Direktinvestitionen:
EU in Kanada 274,7 Mrd €
Kanada in EU 165,1 Mrd €

Ist da bisher keine Rechtssicherheit?

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walter.m 21.10.2016, 10:21
86. Gegen Meinungszensur und Zensur

Viele schreiben, daß sich die Wallonen demokratisch dagegen wehren. Würden wir auch, aber uns ist dieser Teil der Demokratie verwehrt, weil deutsche Politiker nicht dieses Selbstvertrauen aufbringen, sich für Demokratie zu entscheiden. Würde dafür etwas geopfert? Natürlich, Posten in der Industrie, das Geschwurbel von: Wir haben doch Demokratie, usw. Die deutsche Bevölkerung würde, weil sie einen klaren Blick auf diese Dinge hat, sich gegen diese Verträge entscheiden, gäbe es diese von den Politikern verweigerte Möglichkeit. Den Wallonen, die sich nicht vom Gerede dieser Befürworter einlullen lassen, wünsche ich viel Glück beim Zugfahren, beim Fliegen und beim Befahren von Gebirgspässen, unübersichtlichen Kurven und beim Duschen.

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werjor 21.10.2016, 10:23
87. Dann sollte man Belgien den Austritt aus der EU nahelegen, denn es kann nicht sein,

das die gesamte EU wegen einer Provinz, die nicht einmal die Bevölkerung von NRW aufweist, einen wichtigen Vertrag mit Kanada und den USA nicht abschließen kann.

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Business Ethics 21.10.2016, 10:24
88.

Zitat von sepp michel
Schade, dass der jahrzehntelange Wohlstand in Deutschland den meisten den Geist vernebelt hat. Isolationswünsche sowie die Angst vor Neuem und Veränderungen prägen inzwischen weite Teile der Bevölkerung. Wenn es nicht einmal möglich ist, ein Handelsabkommen mit einem fortschrittlichen und nicht gerade als turbo-kapitalistisch angesehenen Land wie Kanada abzuschließen,.......
Damit haben Sie ja auf eine Einschränkung schon selbst hingewiesen: "unter normalen Bedingungen". Eine (!) dieser normalen Bedingungen ist z.B., dass es keine Subventionen geben darf. Wo sehen Sie diese grundlegende Bedingung erfüllt?

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wolly21 21.10.2016, 10:28
89. ?

Zitat von Volker Zorn
Rechtssicherheit ist eine Grundvoraussetzung, wenn man internationalen Handel ermöglichen will. Kein Unternehmenslenker, der einigermaßen bei Verstand ist, wird eine Investition im Ausland tätigen, wenn morgen bei einem Regierungswechsel die Partei XY dran kommt und sein Geschäftsmodell unmöglich macht.
Und wie
hat der Handel Kanada - Deutschland/EU dann bisher funktioniert?
Waren + Dienstleistungen (2015):
EU nach Kanada 51,7 Mrd € (35,2+16,5)
Kanada nach EU 39,7 Mrd € (28,3+11,4)

Direktinvestitionen:
EU in Kanada 274,7 Mrd €
Kanada in EU 165,1 Mrd €

Ist da bisher keine Rechtssicherheit?

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