Forum: Wirtschaft
Chinesischer Aixtron-Investor: Herr Liu versteht die deutsche Angst nicht
Fujian Grand Chip Investment Fund LP

Putzmeister, Kuka - und jetzt der Maschinenbauer Aixtron: Erneut befeuert eine Übernahme die Sorge vor einem Ausverkauf deutscher Technologie nach China. Investor Liu Zhendong spricht erstmals über seine Pläne.

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kuac 04.10.2016, 16:33
10.

Wenn Bayer Monsanto kauft, dann ist das OK. Aber, wenn die Chinesen Aixtron kaufen, dann passt das uns nicht. Doppelmoral?

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kuac 04.10.2016, 16:36
11.

Zitat von lynx2
.. als gute Beraterin???!!! Gerade die, die sich verzockt hat , keine Strategie hat und vom Maschinenbau keine Ahnung hat.
Wer Aixtron kauft, ist fur die DB egal. Hauptsache, es gibt dicke Provision.

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exHotelmanager 04.10.2016, 16:39
12.

Die Antworten sind vage und unverbindlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Herr mit Regierungsgeldern frei agieren kann, wenn er nicht auch gleichzeitig Entscheider in der Regierungsstelle ist. Die Zusammenhänge liegen damit auf dem Tisch. So schafft man kein Vertrauen. Noch ist China ein Land, dessen Regierungen große Schuld auf sich geladen haben und freie Wirtschaft und Menschenrechte wenig achten.

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spontanistin 04.10.2016, 16:48
13. Nachhaltigkeit oder ....

... kurzfristige Rendite und Spekulation auf Aktiengewinne?
Die deutschen Firmen, die signifikant in China investiert haben, nicht zuletzt aufgrund der Grenzen des Wachstums hierzulande, haben letztlich angefangen, den Ast, auf dem sie sitzen, abzusägen! Die JV-Strategie der Chinesen ist doch so durchsichtig! Aber es trifft ja zunächst nur die Arbeitsplätze hier, die durch billigere mit niedrigeren Sozialstandards in China ersetzt werden und nicht die Topmanager und Aktionäre, die sich erst einmal über Boni, Provisionen und Dividenden freuen können.

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joG 04.10.2016, 16:52
14. Natürlich sieht er kein Problem...

....darin, wenn Deutschland sein technologisches Knowhow nach China transferiert. Zu Anfang war es hauptsächlich amerikanische Technologie aber in den letzten 15 Jahren ist es europäische, weil die Amis weniger nun übertragen und die Chinesen große Teile davon dupliziert haben bereits.

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forumgehts? 04.10.2016, 16:56
15. Die

Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube! Und meine Hoffnung betr. Standorttreue ist anderslautenden Gerüchten zum Trotz bereits gestorben. Herr Liu sagt uns ja ehrlich, dass er der Herr im Haus sein wird. Na also, wir wurden ja gewarnt!

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Nordstadtbewohner 04.10.2016, 16:58
16. Globalisierung und Internationalisierung

Zitat von guenther2009
Wann begreifen wir endlich, dass China mit dieser Politik nur darauf aus ist unser Knowhow und Technik besitzen wollen.
Es ist das Knowhow der Eigentümer und an wen die es verkaufen, ist zuerst einmal deren Sache. Sie denken zu einfach und vergessen, dass die großen Unternehmen längst internationalisiert sind und dieses Denken in Nationalstaatsgrenzen überholt ist.

Erst kürzlich hat Bayer das amerikanische Unternehmen Monsanto aufgekauft. Da gibt es nicht so ein Geschrei. Wie gesagt, es ist in erster Linie die Entscheidung der Eigentümer. Ich arbeite auch für einen chinesischen Arbeitgeber oder Amerikaner usw., wenn es sich für mich lohnt.

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quark2@mailinator.com 04.10.2016, 17:02
17.

Wer auch immer Mitte der 90er entschieden hat, daß es voll OK ist, massenhaft westliche Technologie nach China zu schaffen, um kurzfristig viel Gewinn zu haben, dafür aber langfristig den Westen zu benachteiligen, der hat es halt zu verantworten. Das ist nun aber lange her und nicht mehr zu ändern. Der kritische Punkt ist längst überschritten und, ähm, Widerstand ist zwecklos :-). Entsprechend sollte man die Flucht nach vorn antreten und sich möglichst kooperativ verhalten, um durch enge Anbindung möglichst weiterhin zu profitieren. Europa war so dumm, sich nicht mit Rußland zu verbünden, als es noch möglich war. Alleine sind wir hier viel zu schwach. Das Zentrum der Welt verlagert sich nach Asien. Ist ja nicht zum ersten Mal.

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thunderstorm305 04.10.2016, 17:10
18. Die Kritik ist berechtigt!

Was mich hier stört ist vor allem die Tatsache, dass ein deutsches Unternehmen kein chinesisches übernehmen kann. 51% müssen immer in chinesischer Hand bleiben und wer in China einen Standort aufmachen möchte, der muss eine Kooperation mit einer chinesischen Firma eingehen, die automatisch einen Teil des geistigen Eigentums übernimmt. Unter diesen Umständen muss man solche Übernahmen immer kritisch sehen.

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sennahoj 04.10.2016, 17:16
19. Politiker wieder mal die Sündenböcke...

Man kann ja von den Politikern halten, was man will. Aber denen im vorliegenden Fall Versagen vorzuwerfen...? Wie jetzt...?
Die Firma is' Privateigentum in Form einer AG. Und wem ich meine Anteile verticker' is ja wohl meine Sache. Wenn die Anteilseigner, also die Eigentümer, das Angebot eines chinesischen Investors annehmen, kann man nach vorliegender Rechtslage schwerlich was dagegen machen. Ich verkauf' mein altes Auto schliesslich auch, an wen ich will.

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