Forum: Wirtschaft
Club of Rome: Forscher fordern Belohnung für kinderlose Frauen
DPA

Seit Jahrzehnten warnt der Club of Rome vor ungebremsten Wachstum. Ein neuer Bericht versammelt nun Forderungen zum politischen Umsteuern. Eine davon: Kinderlose Frauen sollen mit 50 eine Prämie von 80.000 Dollar erhalten.

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hansfahl 13.09.2016, 18:04
40. Heißt faktisch

Zitat von From7000islands
Sie sind nicht informiert. Die katholische Kirche empfiehlt 2- max 3 Kinder. In 2015 hat der Papst verkündet, dass Menschen nicht Kinder wie Kaninchen machen sollen, sonder planen sollen. Der Papst kämpft gegen viele erz-konservative Geistliche, und empfiehlt eine Geburtenregelung, auch wenn er das nicht so nennt - man muss schon ein wenig intelligent sein, um die katholische Kirche nicht mit dem Islam zu verwechseln, der empfiehlt, mehr Kinder zu machen und wenn ein Mann es sich leisten kann, Kinder mit bis zu 4 Ehefrauen zu machen.
dennoch Überreproduktion. Jede Far, wenn sie denn möchte, 1 Kind. Dann wäre sehr schnell der Rest plan- und absehbar. Im Übrigen verwechsle ich nicht Religionen mit Staatsformen mit religiösem Aushängeschild. Der Unterschied ist mir schon bekannt. Davon abgesehen, lehne ich beides als Voodoo ab. Religionen sind aus dem Mittelalter übriggebliebene Lasten. In einer modernen und aufgeklärten Welt, haben Religionen eigentlich nichts mehr zu suchen; zumindest nicht in dieser Dominanz und mit staatlicher Unterstützung. Aber solange Religiöse so einfach in eine bestimmte Wählerschaft gedrängt werden können, solange wird es deses Theater geben.

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fastclick 13.09.2016, 18:05
41. 2 %

Zitat von Websingularität
ist das virtuelle Wachstum. Mit einem Mausklick kann man Software beliebig vervielfältigen. Macht doch endlich eine Steuer auf Datentraffic bzw. übertragenes Datenvolumen im Internet. Warum verstehen die Leute das nicht? Wissen die nicht, wie viel Spammails im Umlauf sind? Würde jede Mail nur 1Cent kosten, würde sich das dramatisch ändern. Und damit auch IT-Kapazität, Energieverbrauch, CO2-Verbrauch, ... Das ungehemmte Wachstum gibt's überwiegend in der IT, wie man an den Vermögen der Superreichen sehen kann, Bill Gates, Zuckerberg, Elon Musk, etc. - überwiegend IT-Konzerne. Macht endlich eine Steuer auf Datentransfer um diesen Irrsinn in ruhiges Fahrwasser zu lenken!
Nein:
Die IT braucht zwei-drei Prozent aller Emissionen (Stand 2008, Quelle Handelsblatt/ 2014 welt.de)

Ja:
Es wäre besser wenn die IT weniger Strom verbraucht.
Und:
Man sollte dafür sorgen, dass der Verbrauch nicht unnötig ansteigt (Green IT)

Außerdem müsste man bei einer genauen Betrachtung auch gegenrechnen, ob Energie durch IT Prozesse eingespart wurden (besser Berechnungen, z.B. bei Statiken, Thermodynamik, Logistik usw. ) - das ist allerdings sehr hypothetisch.

Dass IT monetäres Wachstum erzeugt mag sein, aber im Papier des Club of Rome ging es eher um Wachstum, welches natürliche Ressourcen aufbraucht - hier ist die IT ein schlechtes Beispiel.

Grüße

FC

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micnolde 13.09.2016, 18:07
42. Ich bin da pessimistischer

und denke, dass eine Zunahme der Geburten wichtig wäre. Wir steuern gerade in sehr unruhige Gewässer, in denen demnächst leider einige Menschen untergehen werden. Die ersten Wellen sehen wir gerade im Nahen Osten.
Auch mit einer kleineren Weltbevölkerung wird sich nicht die Gier nach Geld und Macht verringern, die gerade überall auflodert. Lasst erst einmal eine "schöne", tiefgreifende Weltrezession aufkommen, dann werden sich jetzt lauwarme Konfliktherde in heiße verwandeln. leider! :-(

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jeremy_osborne 13.09.2016, 18:08
43. Punkt 1 ist schon verwirklicht...

... zumindest in Deutschland dürfte eine kinderlose Frau schon jetzt finanziell deutlich besser dastehen als eine mit Kindern.

Für Entwicklungsländer wäre das schon eher interessant. Wie schon Franziskus (auch ein Römer, hihi) auf der Rückreise von den Philippinen sagte: Es ist nicht nötig, dass die Menschen sich vermehren wie die Karnickel.

Die restlichen Vorschläge wären wohl geeignet, sowohl Gewerkschaften als auch "Leistungsträger" zu verärgern und dürften deswegen nur in ihrer Gesamtheit übernommen werden.

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bloedelsachse 13.09.2016, 18:09
44. Wirklich bedenkenswerte Idee, ABER

soll auch eine deutsche Akademikerin 80 000 Dollar bekommen, wenn sie nur ein Kind bekommen hat?
Oder will man es länderspezifisch regeln? Nach den Grundgedanken: Die Summe muß den "Versorgungsnachteil" durch die nicht geborenen Kinder mindestens kompensieren. In Ländern mit besonders starkem Bevölkerungswachstum müßte der Anreiz etwas stärker sein.
Pro- die Erde kann nicht beliebig viele Menschen ernähren- oder rabiater ausgedrückt- ertragen.
Pro- Die Frau, die weniger gebiert- wäre am Ende ihres Lebens sozial abgesichert.
Pro- Ein Stop oder besser Zurückfahren des Bevölkerungswachstums auf der Erde ist definitiv ein erstrebenswertes Ziel.

Kontra: Wer legt die Summe für jedes Land fest, UND garantiert die Auszahlung? Bei so langen "Vertragsfristen" ist eine Festsumme schon schlecht. Selbst wenn die genannte Kolumbianerin (jetzt z.B. 18 Jahre alt) sich auf das Angebot einlassen würde- was sind 80 000 Dollar in Kolumbien in 32 Jahren wert? (gesetzt den Fall sie könnte sich 100% sicher darauf verlassen, daß sie die Summe in 32 Jahren auch wirklich bekommt). Besser wäre eine Festlegung wie: Es gibt nicht 80 000 Dollar, sondern soviel Geld, daß die Frau weitere 30 (?) Jahre davon leben kann (nicht am Existenzminimum sondern Standard "untere Mittelklasse") Oder: z.B. 500 Gramm Gold (in Papierform wenn sie das akzeptiert), aber wenn sie sichergehen will, dann auch als Metall). Nur Gold war immer wertvoll, seit tausenden Jahren.

Der Verweis auf die gescheiterte (?) Ein- Kind Politik in China ist falsch. Dort wurde nur die Geburtenrate repressiv gedrückt, aber ohne jeden sozialen Ausgleich. Insoweit ist die hier besprochene Idee viel besser.
Fazit: die Idee an sich ist gut, aber vermutlich undurchführbar. Es wird an den Detailfragen scheitern.

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Sibylle1969 13.09.2016, 18:09
45. Nur zu

Endlich mal eine Organisation, für die man als freiwillig kinderlose Frau von Mitte 40 nicht asozial ist, weil man keine zukünftigen Rentenzahler groß zieht oder groß gezogen hat. Neben persönlichen Gründen für meine Entscheidung fand ich schon immer, dass die Weltbevölkerung nicht weiter wachsen sollte, schon gar nicht die in den Industrieländern mit unserem hohen ökologischen Fußabdruck. Also die 80.000 hätte ich dann gerne in drei Jahren, da werde ich 50... Und für alle, die meinen, ich sollte dann bitte auch keine Rente erwarten, unter dieser Prämisse habe ich mein Leben geplant: ich arbeite seit 20 Jahren, verdiene gut und kann viel sparen. Wenn alles gut läuft, kann ich in 10 Jahren in Rente gehen, wenn die meisten Kinder meines Freundes-und Bekanntenkreis noch nicht mal Abitur haben, geschweige denn eigenes Geld verdienen.

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vertigo4777 13.09.2016, 18:10
46.

Doch, Idiocracy ist durchaus empfehlenswert. Im weiteren Sinne hat das aber wenig mit den USA zu tun, irgendwer muss halt für diese Sicht der Dinge herhalten und das weiße Haus kennt schließlich auch die halbe Welt. Es ist bedrückend, wenn hier Menschen dem CoR Fehlprognosen unterstellen. Die denken sehr langfristig und durchaus dynamisch. Das ist auch keine Schwarzseherei, das ist leider alles sehr realistisch. Bloß bekommen wir davon im beschaulichen Mitteleuropa nur wenig von mit. Und die Ära MadMax, die haben wir in vielen Teilen des Planeten schon seit geraumer Zeit. Es sieht nicht so toll dystopisch wie im Film aus, aber es ist in Wirklichkeit sogar noch krasser. Und wenn hier irgendwelche Typen von angeblichen Kosten irgendwelcher Gelder für Frauen ohne Kinder schreiben. Dann braucht man gar nicht argumentieren, solcherlei Systemkonformität wird es wohl nie vertehen können.

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M. Michaelis 13.09.2016, 18:12
47.

Der Club of Rome ist überbewertet. Diese pseudowisschenschaftlliche Idelogogentruppe hat bislang vor allem Banalitäten und ökopopulistische Thesen verbreitet. So auch hier. Die Chinesen erfahren gerade schmerzhaft die Folgen der Ein Kind Politik und in Europa treten die soziologischen und ökonomischen Folgen zu geringer Geburtenraten immer deutlicher Zutage. Vor 20 Jahren hätte man solchen kruden Thesen noch was abgewinnen können. Inzwischen ist sowas angesichts des heutigen Kenntnisstandes nur noch lächerlich.

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team_frusciante 13.09.2016, 18:13
48.

Zitat von frenchie3
Je weniger wir werden desto mehr Arbeit bleibt theoretisch für jeden. Dummer Nachteil: es sind auch weniger Kunden, also weniger Arbeit. Zumindest wird man so untermauern warum die Wirtschaft immer weiter wachsen muß. Jetzt müßte mal nur jemand auf den Gedanken kommen daß jeder gerecht für seine Arbeit bezahlt wird und sich damit ein vernünftiges Leben leisten kann ohne daß jeder mehr und mehr verdient als der Andere. Dann hätten wir eine stagnierende Wirtschaft wo nur gefertigt wird was gebraucht wird. Dann hätten wir als Antrieb nicht mehr Gier sondern Bedarf. Und das schließt Weiterentwicklung in der Technik nicht aus
Es geht hier eher weniger um die Wirtschaft als um Ressourcen und die Umwelt. Ihren Ansatz finde ich gut, aber es fehlt die Idee zur Umsetzbarkeit. Und dem Artikel gebe ich zumindest in der Grundidee Recht: Weniger Menschen täten dem Planeten gut.

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fuster 13.09.2016, 18:13
49.

Jetzt kommt etwas Dicke!
Denke ich an die Zukunft unseres einzigen "Gottes", nämlich unseres Planeten, kann ich nur Schmerz für die Zukunft der nachfolgenden Generationen empfinden. So verdienstsvoll es ist, Entwürfe für eine mögliche Zukunft zu entwickeln, sind sie jedoch alle das Papier nicht wert sein, auf denen sie geschrieben stehen.
Wenn es nicht gelingt, bei allen gleichberechtigten Erdenbewohnern die Verantwortung für diesen unseren Planeten als Selbstverständlichkeit zu verankern, wird aus diesen kleinteiligen Plänen nichts.
Ich bin ein Mann und als solcher hoffe ich, dass die Vorherrschaft der Männer, vor allem in der Politik, ab sofort zurück gedrängt werden muß. Anders wird es nicht gehen.
Obwohl es Männer mit sozialer Verantwortung gibt, treibt das immerwährende Machtspiel um den "größten..." die Menschheit in den Untergang.
Meine Bitte an die Fraue, fordert die soziale Verantwortung der jetzt noch herrschenden Männer für die Welt eurer Kinder ein.
Das ihr immer noch die Ungleichheit im Lohngefälle klaglos hin nehmt, macht mich allerdings nicht hoffnungsvoll.

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