Forum: Wirtschaft
CO2-Ausstoß: Deutsche Forscher fordern Steuer auf Kohlendioxid
DPA

Wie lassen sich Klimaschutz und Ökonomie vereinbaren? Zwei renommierte Forscher sprechen sich im SPIEGEL für eine Steuer auf CO2 aus, mit der sich das Einsparen des Klimagases für Industrie und Verbraucher rechnet.

Seite 1 von 5
charly05061945 30.11.2018, 12:34
1. Noch mehr Steuern?

Die von Verbrauchern in Anspruch genommenen Energieträger werden bereits (teilweise mehr als üppig) besteuert. Was wollen die Experten denn jetzt noch - vielleicht die berühmte Atemluftsteuer da der Mensch ja auch über die Atemluft CO2 in erheblichem Maße ausstösst?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
p-touch 30.11.2018, 12:40
2. Eine Co2-Steuer

kommt bestimmt. Mit denn üblichen Ausnahmen und Abschlägen für die Industrie, bezahlen darf mal wieder der kleine Mann. Ich glaube es wird Zeit mir eine gelbe Warnweste zu kaufen.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peter Schmidt -fsb 30.11.2018, 12:45
3. C02-Steuer, C02-Zertifikate

Wichtig ist, dass die Steuer nicht wieder ein Rohkrepierer wird, wie schon die Ausgabe der CO2-Zertifikate, die von der Industrie solange geschleift wurde, bis zu einem profitablem Geschäft für die größten CO2 Verursacher wurde.
Es reicht nicht gute Ideen zu haben man muss auch bei der Umsetzung darauf achten, dass die Idee noch ihren Sinn behält.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TheBear 30.11.2018, 12:46
4. Ausgleich

Zitat von charly05061945
Die von Verbrauchern in Anspruch genommenen Energieträger werden bereits (teilweise mehr als üppig) besteuert. Was wollen die Experten denn jetzt noch - vielleicht die berühmte Atemluftsteuer da der Mensch ja auch über die Atemluft CO2 in erheblichem Maße ausstösst?
Ja, noch mehr Steuern auf CO2, wer noch nicht begriffen hat, dass das das einzig sinnvolle ist ...

ABER, und das hat Macron schon mal nicht begriffen, aber vielleicht unsere Regierung: Es muss ein Ausgleich her, indem andere Steuern so gesekt werden, dass die Gesamtbelastung in etwa gleich bleibt.

Bei diesem Ausgleich wird sich dann zeigen, wie sozial die Regierung ist, denn der Ausgleich sollte dem "normalen" Teil der Bevölkerung zu gute kommen, und nicht unbedingt den Milliardären.

Dann muss auch langsam klar werden, dass CO2-Steuern auch das Flugbezin usw. treffen muss, und nicht allein die Autofahrer und Oelheizungsbetreiber.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bwk 30.11.2018, 12:54
5. Steuern auf CO2

Wozu haben diese beiden "Forscher" studiert. Um neue Steuern vorzuschlagen braucht man kein Forscher zu sein. Jetzt schon sieht Merkels Energiewende wie folgt aus: der Strompreis in D ist fast doppelt so hoch wie im europäischen Durchschnitt, der Ausstoß von sog. klimaschädlichen Gasen ist nicht zurückgegangen und die Subventionskassierer die sich Photovoltaik- oder Windkraftanlagen auf Kosten der Allgemeinheit "angeschafft" haben sind die Gewinner dieser Energiewende. Oder war das alles so geplant?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MJR 30.11.2018, 12:57
6. Zahle ich als Bürger natürlich schon!

Nämlich für jedes Gramm, welches mein Auto über die willkürlich festgelegte Grenze von 95 Gramm CO2 pro 100km Fahrstrecke ausstößt. Dann fallen pro besagtem Gramm weitere 2 Euro an.
Ein Glück, dass ich einen Diesel fahre... Oh! Moment mal: Nein! Pech wollte ich sagen, oder doch nicht, oder wie?

Ich bin verwirrt. Oder besser: Ich bin noch nicht "Amerikanisiert"! Denn in Europa, vor allem DL, lief es bis zur Zeitenwende "Diesolatum" so: Wir haben massivste Probleme mit dem Klimawandel. Hauptschuldig: CO2.
Darum setzten wir auf Motoren, die zwar nach wie vor Verbrenner sind, die aber einen sehr niedrigen CO2 Ausstoß trotz sehr guter Leistung aufweisen. Kurzum: Den Diesel!
Amerika war CO2 nie wichtig und es ist es nach wie vor nicht. Ihr Augenmerk liegt auf Feinstaub und Stickoxide und sowas. Der Diesel? Nicht nur er, sondern vor allem auch höchstverdichtende Benziner (TFSI) können hier systembedingt nicht glänzen! Außer... man betrügt.
Die Welt ist also geteilt: Die einen setzen auf CO2 Vermeidung, um die Klimaerwärmung zu verlangsamen, die anderen meinen NOXe sind so tödlich, dass wir alle sterben müssen, wenn sie nicht immer weiter reduziert werden. Ein wenig haben beide Recht und wir müssen irgendwie etwas ändern. Aber nicht durch aufzwängen von mit der heißen Nadel gestrickten Elektromobilität! Akkus unterliegen Verschleiß... morgen haben wir also die Probleme von vorgestern... nein: Es muss sich am Individualverkehr generell etwas ändern. Mütter, die 1km weit mit dem SUV fahren, um ihre Kinder in den Kindergarten zu bringen... der Unfug und die Umweltsauerei hat sehr oft nichts mit dem Motor im Auto zutun!
Wie dem auch sei: Die Amerikaner sind "geil". Sie setzen auf Benziner. Nicht irgendwelche: Nein... in dickste Pick Ups verbauen sie Benziner mit vielen Litern Hubraum. Gut: Feinstaub stoßen die eher wenig aus und man bekommt auch die Noxe in den Griff. Aber... sie stoßen mehr als dreimal so viel CO2 aus! Aber sich angeekelt fühlen, wegen "Dieselgate" und "German Bastards" und so? Geht es noch!
Aufwachen wäre angesagt. Wohnen in der Nähe zum Arbeitsplatz muss ermöglicht werden und man muss Ergebnisoffen diskutieren! SUVs sind schwachsinnige Verschwendung, ebenso unnötige Fahrten. Die Freiheit nehmen wir uns - und das ist gut so! Das ist kein "wegwisch" Argument! Freiheit hat einen hohen Stellenwert zu haben, auch wenn sie unvernünftig ist. Zwang gegen diese Freiheit ist daher bedenklich! Es muss vielmehr ein Umdenken stattfinden: Fahrrad, Zufuss... Bahn und Busse zum Pendeln und wann immer möglich. Wenn man dann am Wochenende mal den 6,4 Liter Pick-Up bewegt, ist der biologische Fußabdruck immer noch kleiner als jener, der mit einem Elektroauto jeden Weg fährt, der möglich ist!
Es geht nicht um die Autos, sondern um die Art und Weise wie dekadent wir diese heute benutzen.
Außerdem: Wenn morgen der Supervulkan im Yellow Stone Park ausbricht, hat sich das ohnehin erledigt. Lohnen tut (tut...) sich das ganze mit der Umwelt und so ohnehin nur, wenn und diese Erde vorher nicht dinomäßig von ihrem Antlitz entfernt. Die wenigen Überlebenden werden dann sagen: "... hauptsache wir hatten den CO2 Ausstoß gesenkt!"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
penie 30.11.2018, 13:00
7. Total neue Idee!

Das lohnt doch keinen SPON-Beitrag. Oder haben wir nachrichtenmäßig schon "saure Gurken-Zeit".
Allerdings gibt es für Großerzeuger von CO2 bereits den EU-weiten Handel mit Verschmutzungsrechten. Der funktionieren könnte, wenn das tatsächlich politisch gewollt wäre. Eine weitere Erhöhung der ohnehin schon exorbitanten Benzin- und Dieselsteuer wird gar nichts bringen. Auf Heizöl gibt es bereits eine "Ökosteuer", wissen die Autoren das nicht?
Also mal wieder alter Wein in neuen Schläuchen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jj2005 30.11.2018, 13:00
8. Es täte der Wirtschaft gut

Schon der erste Post zeigt, wie reflexhaft aber unreflektiert auf das Thema Energiesteuern reagiert wird: O Gott, die wollen uns arm machen! Nein, es ist vor allem ein Kommunikationsproblem. Seit fast 40 Jahren werden Energiesteuern diskutiert, sie finden sich z.B. in den allerersten Wahlprogrammen der Grüne.

Seit gut 30 Jahren sind die allermeisten Volkswirte der Meinung, dass hohe Energiesteuern für die Wirtschaft gut wären, denn 1. generieren sie Mehreinnahmen, die als zusätzliche Kaufkraft zurückfliessen, und 2. stossen sie den überfälligen Strukturwandel an, den wir sowieso bald brauchen werden, und das praktisch kostenlos, wenn man's richtig macht: Nämlich allmählich und vorhersehbar, damit z.B. Autofahrer beim nächsten Kauf mehr Wert auf Sparsamkeit legen können (anstatt sich wie heute den fettesten SUV zuzulegen).

Die Idee einer stetig und vorhersehbar steigenden wurde in den 80er Jahren von Ernst von Weizsäcker propagiert, in Deutschland leider weitgehend ignoriert, aber in Grossbritannien von den Konservativen (Thatcher und Major) als "fuel price escalator" erfolgreich umgesetzt.

Was Politiker regelmässig vergessen: Man MUSS die Einnahmen vollständig zurückverteilen, und zwar als fixe Summe pro Kopf, damit ärmere Menschen netto profitieren (Reiche brauchen viel mehr Energie). Das kann Kindergeld sein, die Abschaffung der MWSt auf Grundnahrungsmittel, die Abschaffung der Fixkosten auf der Stromrechnung, etc; man kann es auch als bedingungsloses Grundeinkommen ausschütten. Auf gar keinen Fall aber zur Förderung von erneuerbaren Energien - das ist die dümmste anzunehmende Aktion für einen Politiker, siehe Macrons jüngste Erfahrung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spon_Client 30.11.2018, 13:01
9. CO2 Steuer auf Diesel höher als...

auf Benzin. - Fassen wir zusammen: Diesel hat eine höhere Energiedichte. Ein Diesel-PKW stößt auf 100 km weniger cO2 aus als ein vergleichbarer Benziner. Finde den Fehler! - Die Frage lautrt also, um welche Interessen es hier geht. Um Umweltinteressen wohl nicht. Eher darum die Bevölkerung abzukassieren und die Gelder in bestimmte Taschen fliessen zu lassen. Der Erfahrung nach, fliessen die Steuern in alles andere als den Umweltschutz.

Ich habe mich für einen 6d-temp Diesel und gegen einen Benziner entschieden, weil diese umweltfreundlicher sind. Mit der vorhandenen Filtertechnik und dem geringeren NOx-, wie eben auch CO2-Ausstoß, sauberer als viele Benziner, welche derzeit - und noch weiter - gebaut werden.
Ja, ich bin für Umweltschutz. Ein ein eigenes Fahrzeug kann ich _hier_ jedoch nich nicht verzichten.
Was mich aber ankotzt, sind die finanziellen Interessen, die den Umweltschutz für sich ausnutzen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5