Forum: Wirtschaft
CO2-Steuer: Wenn der Staat monatlich 15 Euro überweist
DPA

Der Klimaschutz bewegt die Wähler, die Politik könnte mit einer CO2-Steuer reagieren. Damit diese akzeptiert wird, sollten die Einnahmen regelmäßig zurück an die Bürger fließen. Doch die Art der Rückzahlung ist nicht ohne Tücken.

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DJ Doena 08.06.2019, 09:46
10.

Für jeden Liter Benzin, den ich kaufe, zahle ich bereits 0,6545 Euro CO2-Steuer. Und darauf dann noch einmal 19% Mehrwertsteuer.

Wenn ich also 50 Liter tanke, habe ich bereits 38,94 Euro Umweltabgabe bezahlt.

Plus noch einmal 13,50 Erdölbevorratungsbeitrag plus darauf auch noch einmal 2,57 Euro Mehrwertsteuer.

Wie? Ich zahle gar keine CO2-Steuer? Stimmt. Formell nennt sie sich Mineralölsteuer. Aber was ist denn das anderes als eine Steuer auf den Verbrauch von fossilen Rohstoffen und damit die Erzeugung von CO2?

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macb 08.06.2019, 09:48
11. Für mich nicht nachvollziehbar!

Die Spritpreise waren schon mal exorbitant hoch und das Ergebnis?Die Bürger sind weiter gefahren, wie bisher, lediglich die Zahl der Benzindiebstähle aus Kfz ist angestiegen!Wenn jeder eine Rückzahlung bekommt, hat er noch weniger einen Grund, seine Autofahrten einzuschränken. Darüberhinaus gibt es auch Menschen, die einfach fahren müssen oder sollen wir alle in die ohnehin schon überfüllten Großstädte ziehen und dort die öffentlichen Verkehrsmittel zusätzlich verstopfen?Außerdem was soll es bringen?Der Autoverkehr ist nicht der große CO2 Verschmutzer, angeblich fällt bei der Zementherstellung und der Landwirtschaft beispielsweise wesentlich wesentlich mehr CO2 an-was tut man hier?Alles sehr unausgegoren, was nicht zur Akzeptanz bei den Bürgern beiträgt!Was ist mit den USA, Rußland, China und dergleichen, meint irgendjemand, die werden unserem guten Beispiel folgen?Hat man beim Atomausstieg ganz deutlich gesehen, wir haben unseren modernen und sicheren Kraftwerke stillgelegt, alle anderen machen weiter wie bisher.....wann wird es endlich auch der letzte Weltverbesserer merken, wir Deutschen werden die Welt nicht ändern und schon gar nicht besser machen-auch wenn wir freiwillig auf Pferde und Esel umsteigen!!

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abergdolt 08.06.2019, 09:50
12. Plausibel

Die Vorschläge sind plausibel. Die Rückzahlung an die Bürger halte ich für zwingend notwendig. Mein Vorschlag darüber hinaus: Einführung der CO2-Steuer in einem Stufenmodell mit gestaffelter Höhe, unbedingt kombiniert mit den bekannten drei Themen: Aufhebung der Steuervergünstigung von Diesel, Aufhebung der Steuerbefreiung von Kerosin, Aufhebung der EEG-Befreiung für stromintensive Betriebe. Das Risiko der Abwanderung mancher Unternehmen ist da, ich sehe aber die positiven Impulse im Sinne einer Modernisierung der Wirtschaft als insgesamt entscheidender - nicht nur für unsere Umwelt, sondern auch für unsere Wirtschaft selbst.

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kpfeilst 08.06.2019, 09:51
13. Unterstellt der CO2 Preis...

wäre 50.- /Tonne, was wir Wissenschaftler als vernünftig bzgl. der Preissensitivität der CO2 Emissionen erachten, dann würde der Staat bei einer CO2 Emission von 10/Tonnen/Jahr/Einwohner 41.3 Milliarden pro Jahr einnehmen, einersseits. Andererseits beträgt die dt. MWst 256 Milliarden pro Jahr. Wäre es dann klüger die MWSt um z.B. 1% zu senken und mir den verbleibenden 15.7 Millarden die EEG Umlage zu senken?

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hermann_huber 08.06.2019, 09:51
14. Die EEG Umlage

als positive Steuerung darzustellen ist schon interessant. Offensichtlich hat der Verfasser eine komplett andere Weltansicht als ich.
Mir ist die Eigenverbrauchsstuer die ich habe suspekt aber ich verstehe das ich für die Netzregelung bezahlen muss. Niemals hätte ich mir jedoch einen der ersten PV Anlagen gekauft die so hoch gefördert wurden das durch gleichzeitige Induustrie Bevorzugunge die kleinen und mittleren Ei kommen wie die H4 Bezieher mir den Gewinn der PV Anlage zahlen müssen. Das halte ich nach wie vor für asozial
Aber niemals für eine gute Steuerung

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kritischer-spiegelleser 08.06.2019, 09:54
15. Umverteilung mit einer neuen Steuer?

Ist doch nur Klamauk und soll den Bürger abkassieren. Wenn man was für CO2 tun will sollte man erst einmal Kerosin versteuern, die Kreuzfahtschiffe sauberer machen, die Bahn und den städtischen Nahverkehr sauber machen, mehr Güterverkehr auf die Bahn verlagern, Geschwindigkeitsbegrenzungen einführen usw. Aber das ist alles mühsam. Wäre zwar gut fürs Klima, bringt dem Staat aber nicht mehr Geld!

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LJA 08.06.2019, 09:56
16. Interessant !

"Die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler findet die Bedrohung durch den Klimawandel ziemlich real und hat entsprechend gewählt."
Dann haben die Grünen mehr als 50% der Stimmen bekommen ? Interessant. War mir entgangen.

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lupo44 08.06.2019, 09:58
17. Wir müssen aufpassen wenn das so weiter geht......

das wir noch den Überblick behalten bei den vielen jetzt schon bekannten Steuern und den noch geplanten Steuern. Der Bürger denkt durch diese Flut nur an eines wie wird dieses Steuern umgehen können. Denn Immerhin muß er jetzt schon über seine Einkommensquellen bis im Monat Juni des bestehenden Jahres nur für Steuern und Abgaben seine Finanzen einsetzen., Eine sehr ungesunde Enbtwicklung.Und das im Vergleich zum Rest Europa schon ein sehr feagwürdiges Gebilde. Und davon muß man einach ausgehen die Mwst Wird sich auch so oderso erhöhen. Eine Umweltsteuer besteht schon,auf Kraftstoffe und Oele werden schon über 50% Steuern abgeben. Beim Strom haben wir die Spitze in Europa erahlten.Der Solobeitrag besteht nach wie vor. Und die älteste Steuer aus dem 1.Weltkrieg besteht auch noch =Sektsteuer.
Die Steuern sollten endlich gesenkt werden in Deutschland. Bei Nullzinsen über EZB sollte endlich dieses Gebiet begradigt werden,das der Bürger von seiner geschafften Finanziellen Grundlage endlich den entsprechenden Lohn hat.

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dreg2 08.06.2019, 10:02
18. co2 Steuer für das Kfz

für das Kfz gibt es schon eine CO2 Besteuerung, diese wird in der jährlich zu leistenden KfzSteuer gleich mit eingerechnet. Diese wird auch in keiner Form zurück gezahlt oder Zweckgebunden verwendet. Also liebe Politiker diesen Sachverhalt nicht vergessen.

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arvenfoerster 08.06.2019, 10:08
19. Umverteilung zugunsten Weniger

Die Crux’s der CO2-Steuer sind nicht die mangelnde Umsetzungsmöglichkeit, sondern ihre unsoziale Grundlage: Während es den Bewohnern der grossen Ballungsräume möglich ist, den Individualverkehr einzuschränken, Fernwärme aus Gaskraftwerken oder Gasthermen zu nutzen, besteht diese Möglichkeiten in den meisten ländlichen Räumen gar nicht. Die CO2-Steuer ist also eine Umverteilung von Einkommen von ca. 2/3 der Deutschen auf die 1/3 in den Ballungsräumen. Letztlich ein Programm, dass die politische Polarisierung Deutschlands weiter vorantreiben und Kompromisse für den Klimaschutz verhindern wird.

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