Forum: Wirtschaft
Coffee to go und Alternativen zur Pappbecherflut: Die haben einen in der Waffel
Maria Schiffer

Überquellende Mülleimer, schmutzige Straßen und ein großes Recycling-Problem: Die Mode der Coffee-to-go-Becher schadet zunehmend der Umwelt. Dabei gibt es in vielen Städten bereits Alternativen.

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anselmwuestegern 29.03.2018, 12:54
10.

Ich habe schon die Erfahrung gemacht, dass ich zwar im Lokal einen Mehrwegbecher erworben habe, diesen Becher mit der Begründung, es würde gegen Hygienevorschriften verstossen, nicht gefüllt bekommen, sondern parallel einen Pappbecher erhalten.
Ich konnte dann den Pappbecher in den Mehrwegbecher umfüllen und mitnehmen. Er liess auch zwar gut in die Halterung im Auto stecken und hält bis heute, aber so hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Es war eine Kette, die nicht nur Kaffee anbietet. Das freiburger Modell wirkt sehr sympathisch auf mich. Ähnlich kenne ich es aus Freizeitparks mit den Gefässen für Softdrinks. Abgeben, dort wird kurz gespült, neu befüllt und etwas günstiger bezahlt. Abschliessend haben die Kinder dann ein Andenken. Wenn man das öfter macht, nimmt vielleicht die Zahl dieser Andenken überhand, aber es ist ja auch kein Pfandsysten.

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what ever 29.03.2018, 12:55
11. Sind Mehrwegbecher besser?

Es gibt meines Wissens keine einzige Studie die belegt das Mehrwegbecher besser von der Umweltbilanz sind als Einwegbecher. Sollte jemand eine konkrete Studie zu Kaffeebechern kennen, kann er Sie ja gerne verlinken. Leider gibt auch spon keine Quellen zu den Vermutungen an.

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irrenderstreiter 29.03.2018, 13:03
12.

Zitat von Europa!
Vor zwanzig Jahren war Deutschland praktisch kaffeebecherfrei, und irgendwie haben die Leute auch gelebt. Der Schwachsinn dürfte über Hollywood und schlechte .....
Zusammen mit kruden Wortschöpfungen wie "Coffee-to-go-Becher". Ich verstehe ja den Hang zum Denglisch, wenn das Ergebnis es kürzer und prägnanter ist, ander das hier?

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irrenderstreiter 29.03.2018, 13:04
13.

Zitat von what ever
Es gibt meines Wissens keine einzige Studie die belegt das Mehrwegbecher besser von der Umweltbilanz sind als Einwegbecher. Sollte jemand eine konkrete Studie zu Kaffeebechern kennen, kann er Sie ja gerne verlinken. Leider gibt auch spon keine Quellen zu den Vermutungen an.
Manchmal reicht der gesunde Menschenverstand.

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9lange 29.03.2018, 13:07
14.

Zitat von m.m.s.
Pappbecher sind bereits super-umweltschonend, jetzt muss nur noch der Plastikdeckel ersetzt werden.
Doof nur, dass es sich halt leider nicht um super-umweltschonende Pappbecher handelt (seit wann sind Einwegprodukte überhaupt Umweltschonend? von "Super" mal ganz zu schweigen?) , sondern um überhaupt nicht umweltschonende Pappbecher mit Polyethylenbeschichtung. Und diese Version ist quasi nicht Recyclebar. Sie gehört daher auch nicht in die Papiertonne, sondern in den Restmüll.

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hegoat 29.03.2018, 13:08
15.

Die Kaffeebecherflut ist ein Problem der Bequemlichkeit. Schnell den Kaffee kaufen, irgendwo unterwegs trinken und dann möglichst schnell den Becher loswerden. Deswegen funktionieren Konzepte mit Pfandbechern oder eigenen Tassen auch nicht - die muss man nämlich mit sich herumtragen und das widerspricht der Bequemlichkeit. Der essbare Becher ist auch kein wirklich tragfähiges Konzept: Wie viele Kaffeetrinker wollen danach eine Waffel essen? Und eine mit Schokolade drin? Bequemlichkeit kommt man nur über den Geldbeutel bei. Also Kaffeebecher wie Plastiktüten kostenpflichtig machen.

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HKTSevenRS 29.03.2018, 13:10
16.

Zitat von irrenderstreiter
Zusammen mit kruden Wortschöpfungen wie "Coffee-to-go-Becher". Ich verstehe ja den Hang zum Denglisch, wenn das Ergebnis es kürzer und prägnanter ist, ander das hier?
Ich finde die Wortschöpfung hin und wieder recht passend! Zum Beispiel bei dem Bahnhofs-Kiosk an der S-Bahn-Station in unserem Ort. Der Kaffee, der Ihnen da vorgesetzt wird, ist wirklich zum Davonlaufen. Ein echter Coffee to go!

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dibbi 29.03.2018, 13:11
17. Menschen sind nunmal faul!

Gesabbel bringt da nix, auch keine noch so gut gemeinten Apelle. Einfach verbieten, hier mein "Gesetzentwurf":

"Der Ausschank von Getränken und der Verkauf solcher zur Mitnahme aus der Verkaufsstelle in Einwegbehältnissen ist verboten. Mehrwegbehältnisse müssen Materialmäßig dauerhaft und so beschaffen sein, dass sie den Verbraucher nicht zum wegwerfen verleiten, solange sie funktionsfähig sind. Letzteres muss über ein Pfandsystem oder eine Schutzgebür in nicht unerheblichen Umfang, mindestens aber 20€ geschehen.
Darüber hinaus muss dem Verbracher technisch die Möglichkeit gegeben werden eigene geeignete Behältnisse, wie z.B. Thermobecher, ohne extrakosten zum Lebensmittel zu befüllen oder befüllen zu lassen..."

-Für letzteres wären dann noch Hygieneregeln festzulegen. Ganz einfach! Aber Berlin ist für einfache Lösungen zu offenbar zu dumm!
Urheberrechte für diesen Gesetzesentwurf beim Verfasser. Wer ihn verwendet, auch in abgeänderter Form, verpflichtet sich mir lebenslang täglich meinen 0,3 Liter fassenden Thermobecher mit starkem schwarzen Kaffee zu befüllen!

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taste-of-ink 29.03.2018, 13:11
18.

Wie so häufig kann man (umweltschädlicher) Bequemlichkeit nur über den Geldbeutel beikommen: Wie bei Plastiktüten würde wahrscheinlich schon eine Bechergebühr von 30 Cent pro Becher (die stets gesondert berechnet werden muss) einen signifikanten Rückgang bewirken. Evtl. könnten die Städte das sogar über eine Kommunalabgabe umsetzen. Der örtliche Bezug ist ja nicht von vorneherein von der Hand zu weisen.

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M. Michaelis 29.03.2018, 13:14
19.

Die Becher schaden der Umwelt überhaupt nicht. Wenn das Zeug in Landschaft herumliegt ist das ein ästhetisches Problem und ein Problem der Stadtreinigung.

Die Becher lassen sich sehr gut verbrennen und vermindern damit Ölzuschläge in den Müllverbennungsanlagen.
Mitgebrachte Trinkgefäße sind ein hygienisches Problem und Mehrwegbecher sind schlicht extrem unpraktisch.

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