Forum: Wirtschaft
"Corriere della sera": Zeitung enthüllt EZB-Spardiktat an Berlusconi

Hat die Europäische Zentralbank der*Regierung in Rom*Sparmaßnahmen vorgeschrieben? Die Vermutung gibt es schon länger, doch nun hat eine italienische Zeitung*das Diktat aus Frankfurt veröffentlicht: Für Premier Berlusconi ist der Brief äußerst peinlich.

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deppvomdienst 30.09.2011, 13:24
1. Demokratie war eben gestern ...

Zitat von sysop
Hat die Europäische Zentralbank der*Regierung in Rom*Sparmaßnahmen vorgeschrieben? Die Vermutung gibt es schon länger, doch nun hat eine italienische Zeitung*das Diktat aus Frankfurt veröffentlicht: Für Premier Berlusconi ist der Brief äußerst peinlich.
Letztlich ist es doch egal, ob die Regierung ihre Anweisungen von "den Märkten" oder der EZB erhält, demokratisch legitimiert ist beides nicht.

Nach der ersten Schadenfreude darüber, dass der italienische Bunga-Bunga-Häuptling derart einen auf die Mütze erhält, bleibt nachhaltig doch mehr der bittere Geschmack: wenn Demokratie in den kommenden Jahren nur noch darin besteht, von anderen auferlegte Sparprogramme "freiwillig" abzuarbeiten, brauchen wir sie nicht mehr. Was wird passieren, wenn die Bürger das merken?

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idealist100 30.09.2011, 13:27
2. Du, du

Zitat von sysop
Hat die Europäische Zentralbank der*Regierung in Rom*Sparmaßnahmen vorgeschrieben? Die Vermutung gibt es schon länger, doch nun hat eine italienische Zeitung*das Diktat aus Frankfurt veröffentlicht: Für Premier Berlusconi ist der Brief äußerst peinlich.
Du, du, wenn du nicht sparst kaufen wir dir auch nicht die wertlosen Papierchen ab. Also sag uns das du sparen willst und alles ist in Ordnung. Morgen schmeissen wir dir dann die Milliarden für Ramschpapiere nach.

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clonck 30.09.2011, 13:32
3. Machen wir uns nichts vor...

Zitat von sysop
Hat die Europäische Zentralbank der*Regierung in Rom*Sparmaßnahmen vorgeschrieben? Die Vermutung gibt es schon länger, doch nun hat eine italienische Zeitung*das Diktat aus Frankfurt veröffentlicht: Für Premier Berlusconi ist der Brief äußerst peinlich.
Für die gesamten europäischen Demokratien ist der Brief peinlich. Hier zeigt sich ausnahmsweise einmal offen wie die Hochfinanzelite die neoliberalen Fäden zieht. Aber das sind doch alles nur Verschwörungstheorien...
Erschreckend wie sich diese Geldadelbande die Welt untertan gemacht hat und die schwächlichen Volksvetreter vor her treibt.

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anbue 30.09.2011, 13:36
4. Die Demokratie wird "liberalisiert" und "modernisiert"

Zitat von deppvomdienst
Letztlich ist es doch egal, ob die Regierung ihre Anweisungen von "den Märkten" oder der EZB erhält, demokratisch legitimiert ist beides nicht. Nach der ersten Schadenfreude darüber, dass der italienische Bunga-Bunga-Häuptling derart einen auf die Mütze erhält, bleibt nachhaltig doch mehr der bittere Geschmack: wenn Demokratie in den kommenden Jahren nur noch darin besteht, von anderen auferlegte Sparprogramme "freiwillig" abzuarbeiten, brauchen wir sie nicht mehr. Was wird passieren, wenn die Bürger das merken?
Mir ging es ganz genauso!

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Netcube 30.09.2011, 13:41
5. ...

Da gibts eigentlich keine guten Nachrichten. Berlusconi selbst ist sowieso eine schlechte Nachricht. Immer wieder und im Grunde eine Verrücktheit, dass so ein Mann ein Land regiert.

Die Macht der EZB halte ich aber ebenfalls für keine gute Nachricht... Mein Vertrauen in Regierungen und Banken, EZB eingeschlossen geht mittlerweile gegen 0.

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aronsperber 30.09.2011, 13:41
6. Warum die Italiener Berlusconi wählen

Die meisten „Italien-Experten“ unter den europäischen Journalisten begnügen sich damit, das Phänomen Berlusconi mit banalen Schlagworten wie „Lustgreis“, „Korruption“ und „Mafia“ zu beschreiben.

http://aron2201sperber.wordpress.com...er-berlusconi/

Die einzige Erklärung, warum er dann trotzdem meistens die Wahlen gewinnt, ist dann immer seine angebliche totale „Beherrschung der Medien“, wegen der den „falsch wählenden“ Italienern seine Verdorbenheit verborgen bliebe.

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Schmockse 30.09.2011, 13:41
7. Die Postdemokratie!

Zitat von sysop
Hat die Europäische Zentralbank der*Regierung in Rom Sparmaßnahmen vorgeschrieben?
Ja, das ist der *neoliberale Regierungsstiel! Nicht die Völker regieren, sondern die *Finanzakteure. Also stimmt das schon irgendwie mit dem "Bundeskanzler *Ackermann", der Dienstleister der Liz Mohn wartet auch schon auf seinen Einsatz und die Presse, Friede Springer, erzählt dem Volk die Mär von der Demokratie!!
Ergo ist es egal, wen wir wählen, denn es wird so regiert, wie es vorgeschrieben wurde!
Piraten ihr seit die letzten Hoffnungsträger!

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Emil Peisker 30.09.2011, 13:48
8. Verschuldung in % des BIP

Zitat von sysop
Hat die Europäische Zentralbank der*Regierung in Rom*Sparmaßnahmen vorgeschrieben? Die Vermutung gibt es schon länger, doch nun hat eine italienische Zeitung*das Diktat aus Frankfurt veröffentlicht: Für Premier Berlusconi ist der Brief äußerst peinlich.
Italien schiebt nach Griechenland mit 1900 Milliarden Euro den zweitgrößten Schuldenberg innerhalb der Euro-Zone vor sich her - und er wächst weiter.

Diese Behauptung ist einfach falsch. Man sollte sich schon korrekt ausdrücken. Griechenland hat selbstverständlich nicht mehr Schulden als Italien.

Der Autor meint wohl: Gemessen am BIP hat Griechenland (2009 = ca.160%)prozentual mehr Schulden als Italien. (2010 = ca. 120%)

Die höchsten Schulden in Europa hat Deutschland mit über 2.000 Milliarden €. (2010 = ca. 75%)

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Silverhair 30.09.2011, 13:49
9. Sklavenwelt

Seltsam, wenn man das original liest dann ist da von regieden Eingriffen in Rentenzahlungen bis hin zu Lohnkürzungen im Privaten Bereich, und vor allem in die Tarifautonomie die rede .. und nicht nur von "Sparmaßnahmen" wie SPON hier darstellen will!

Wenn die EZB jetzt diktiert, wie hoch letztlich die Löhne noch sein dürfen in den Ländern, dann ist man bald wohl besser auf den Sklaven-Baumwollfeldern untergebracht, da war nämlich Unterbringung und Brot noch Aufgabe des Sklavenhalters .. hier sollen scheinbar sogar die AN demnächst noch Geld mitbringen damit es weitere Bankenrettungen geben kann!

Dieses Wirtschaftsystem ist schlichtweg krank. Es besitzt keine Möglichkeiten um Schulden wirklich reduzieren zu können, nur "verschieben" und die Ausbeutung der Bürger ist da angesagt, und das alles basierend auf einem "Giralgeld" was als Ware der Banken den allerhöchsten Schutz verdient, aber genau 5 cent pro Euro nur noch wert ist!

Die Bürger der EU sollten schlichtweg Banken und EZB von der schwierigen Aufgabe entlasten mit "Geld" umzugehen- besser das Bargeld abholen und ohne Banken und EZB das wieder in privater Hand verwalten, sonst sitzen bald alle wie die Sklaven auf den modernen Baumwollfeldern!

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