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Cum-Ex-Geschäfte: Steuerfahnder durchsuchen Büros von Blackrock
DPA

Der Vermögensverwalter Blackrock gerät wegen betrügerischer Cum-Ex-Geschäfte unter Druck. Steuerfahnder durchsuchten Büros der Niederlassung in München.

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HuFu 06.11.2018, 16:34
1. Nachgeschmack

Das Ganze hat dennoch einen bitteren Nachgeschmack. Ich finde, Leute wie Merz dürfen hier keine Politikerposten (mehr) erhalten, wenn sie bei solchen Firmen in den Aufichtsräten sitzen! Mal davon abgesehen, verstehe ich sowieso nicht, warum offenbar jeder x bel. Politiker Aufsichtsrat werden kann. Warum kann ich sowas z.B. nicht?

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walligundlach 06.11.2018, 16:43
2. Glaubhaft? Kein Wort!

Herr Merz gehört in die selbe Kategorie wie die Manager der Autohersteller. Sie behaupten so lange, nichts gewußt zu haben, bis die Akten beschlagnahmt werden und Beweise schwarz auf weiß vorliegen.

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brutus972 06.11.2018, 16:57
3. Die Staatsanwaltschaft ist natürlich unabhängig

und entsprechende Querverbindungen sind rein zufällig!
Das war schon bei mehreren Durchsuchungen kurz vor einer Wahl so.

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hanfbauer2 06.11.2018, 17:04
4. ich will Merz nicht verteidigen...

...aber zugelassen hat die Betrügereien sehr lange Zeit (trotz Warnungen aus Bankenlreisen) ein Finanzminister Peer Steinbrück - hmm, in welcher Partei war der nochmal? Irgendwas mit "S"...
Ach ja: beseitigt wurde das Schlupfloch von einem Finanzminister Wolfgang Schäuble - auch da kann ich mich an die Parteizugehörigkeit nicht mehr richtig erinnern...

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Knack5401 06.11.2018, 17:05
5. So

macht man mit der Kandidatur den Bock zum Gärtner. Der Hedgefondsinvestor Carl Icahn urteilt, dass BlackRock „eine Bedrohung für die globalen Finanzmärkte“ und „eine extrem gefährliche Firma“ ist. Mehr soll an dieser Stelle jetzt nicht zu diesem Unternehmen gesagt werden, ist ja ziemlich eindeutig. Herr Merz ist wegen seiner Firmenvergangenheit dort nicht wählbar. Ob das die CDU-Bundestagslämmer begreifen ist allerdings nicht sicher.

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fluxus08 06.11.2018, 17:05
6. Entweder wollen Sie es nicht zur Kenntnis nehmen,

Zitat von syracusa
"Aktien-Geschäfte wie Cum-Ex und Cum-Cum dienen letztlich dazu, die Steuerzahler auszunehmen", sagte Merz vergangene Woche der "Süddeutschen Zeitung". Derartige Geschäfte seien "vollkommen unmoralisch", unabhängig von der juristischen Bewertung. "Dieser Meinung war ich schon immer und habe dies auch immer zum Ausdruck gebracht." Sorry, Herr Merz: wenn Sie im Aufsichtsrat von betrügerisch und unmoralisch handelnden Firmen sitzen, und wenn Sie dann mit Ihren juristischen und ethischen Argumenten keine Änderung dieser Geschäfte bewirken können, dann ist es Ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, diese Aufsichtsratsposten zu verlassen und die Behörden auf diese Geschäftspraktiken aufmnerksam zu machen. Wer dieses Minimum an Zivilcourage nicht aufzubringen vermag, der hat in der Politik eines demokratischen Rechtsstaats nichts verloren!
oder Sie sind nicht fähig dazu.
Friedrich Merz ist seit 2016 Aufsichtsratchef von Blackrock und wir sprechen über den Zeitraum 2007-2011.
Merz hat weder selbst jemals derartige Geschäfte getätigt, noch billigt er sie, was er oft genug zum Ausdruck gebracht hat.

Wie ist jetzt Ihre Argumentation: Wenn sich ein Unternehmen oder eine Privatperson in früheren Zeiten eine Verfehlung geleistet hat, muss das Unternehmen/die Privatperson für den Rest des Lebens dafür büßen - also lebenslänglich?

Und was hat jetzt ein Friedrich Merz mit alten Machenschaften eines Unternehmens zu tun, für das er zu dem besagten Zeitpunkt gar nicht im Aufsichtsrat saß?

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flo_bargfeld 06.11.2018, 17:11
7. Die Geschichte vom lieben Friederich ...

Merz war ja nicht am operativen Geschäft beteiligt, sondern lediglich Aufsichtsrat, also Frühstücksdirektor bei BlackRock. In dieser Position kümmert man sich weder um Cum-Ex-Geschichte noch um die Vergangenheit des Unternehmens, sondern erörtert eher strategische Themen, etwa mit Philipp Rösler, wer von beiden das größere Privatflugzeug hat (siehe Merz-Porträt im neuen Print-Spiegel). So jedenfalls würde vermutlich Christian Lindner argumentieren.

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cobaea 06.11.2018, 17:14
8.

Zitat von syracusa
"Aktien-Geschäfte wie Cum-Ex und Cum-Cum dienen letztlich dazu, die Steuerzahler auszunehmen", sagte Merz vergangene Woche der "Süddeutschen Zeitung". Derartige Geschäfte seien "vollkommen unmoralisch", unabhängig von der juristischen Bewertung. "Dieser Meinung war ich schon immer und habe dies auch immer zum Ausdruck gebracht." Sorry, Herr Merz: wenn Sie im Aufsichtsrat von betrügerisch und unmoralisch handelnden Firmen sitzen, und wenn Sie dann mit Ihren juristischen und ethischen Argumenten keine Änderung dieser Geschäfte bewirken können, dann ist es Ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, diese Aufsichtsratsposten zu verlassen und die Behörden auf diese Geschäftspraktiken aufmnerksam zu machen. Wer dieses Minimum an Zivilcourage nicht aufzubringen vermag, der hat in der Politik eines demokratischen Rechtsstaats nichts verloren!
Dann hätte Merz aber nicht nur bei Black Rock hinschmeissen müssen, sondern den Posten bei der HSBC gar nicht erst annehmen dürfen. Wenn es ein weltweit agierendes Unternehmen mit "Gschmäckle" gibt, dann die Hongkong-Shanghai-Banking-Corporation. Und wenn ein Rechtsanwalt und Poltiker wie Merz behaupten sollte, das habe er nicht gewusst, dann k a n n er nicht auf politische Ämter zurück, denn dann kann er weder lesen noch TV schauen.

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ichliebeeuchdochalle 06.11.2018, 17:15
9.

Zitat von syracusa
Sorry, Herr Merz: wenn Sie im Aufsichtsrat von betrügerisch und unmoralisch handelnden Firmen sitzen, und wenn Sie dann mit Ihren juristischen und ethischen Argumenten keine Änderung dieser Geschäfte bewirken können, dann ist es Ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit, diese Aufsichtsratsposten zu verlassen und die Behörden auf diese Geschäftspraktiken aufmnerksam zu machen. Wer dieses Minimum an Zivilcourage nicht aufzubringen vermag, der hat in der Politik eines demokratischen Rechtsstaats nichts verloren!
Wie bringen Sie das mit dem Inhalt des Artikels zusammen, der besagt, daß Merz 2016 bei diesem Unternehmen Aufsichtsratchef wurde, also nicht im fraglichen Zeitraum, den die Steuerfahndung untersucht?

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