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Cyber-Crime: Wie gefährdet sind deutsche Krankenhäuser?
DPA

Die "WannaCry"-Attacke hat britische Kliniken lahmgelegt. Doch auch deutsche Krankenhäuser waren längst Ziel von Cyber-Kriminellen. Experten und Mediziner warnen vor großen Sicherheitslücken.

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ramuz 23.05.2017, 16:25
1.

"Jährlich rund 39 Milliarden Euro ließen sich deutschlandweit im Gesundheitswesen einsparen, würden elektronische Lösungen vollständig genutzt, hat der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg) zusammen mit der Strategieberatung von PricewaterhouseCoopers (PWC) hochgerechnet"

Ja... und jährlich 120 laufende Meter Maschendrahtzaun pro Hühnerhof liessen sich sparen, wenn man die Hühner nur frei laufen liesse, hat der BdHHF (Bundesverband der HühnerHolenden Füchse) zusammen mit der Strategieberatung von Habicht,Bussard&Marder (HB&M) hochgerechnet.

Hat schon mal wer die Hühner nach ihrem Inverstmentinteresse gefragt?

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ruzorma 23.05.2017, 16:44
2. Wer die Geräte

und Netzwerktopologie von Innen kennt und sich damit beschäftigt, der findet stets erfolgversprechende Ansätze und Lücken.

Das liegt allerdings nicht an der Natur der Dinge, sondern daran, daß die Eigenschaft "Sicherheit" nicht so einfach gesehen werden kann wie das "Funktionieren" einer Anwendung.

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FrankHemer 23.05.2017, 16:58
3. Niveau an IT-Sicherheit wie im Gesundheitssektor

Hauptberuflich bin ich in der IT-Sicherheit- und Forensik tätig und bei keiner anderen Kundenklientel existiert ein so niedriges Niveau an IT-Sicherheit wie im Gesundheitssektor. Was ich bislang in allen Kliniken gesehen habe, bei denen ich Manipulationen und Hacking untersucht habe:
- uralte Betriebssysteme und Frameworks (hier vor allem Java)
- alte und ausfallanfällige Hardware
- fehlende Basics der IT-Sicherheit (Inventarisierung, aktueller Virenschutz, zeitnahes Patchen....)
- und ganz ehrlich: minderqualifiziertes Personal. Sehr viele Level1-Supporter, die nun als Administratoren ganze Netze mit tausenden Nodes verwalten und sicher halten sollen. Dazu fehlende Schulungen (die kosten nun einmal 500 Euro am Tag) und eine Bezahlung, die auch keine Motivation fördert. Mich wundert es sehr, dass nicht noch mehr passiert. Gleichzeitig ist aber auch die Bereitschaft zur Veröffentlichung sehr, sehr niedrig und IT-Sicherheitsverstösse in Krankenhäusern werden nur veröffentlicht, wenn es nicht zu verheimlichen ist. Die Öffentlichkeit kennt nicht einmal die Spitze des Eisberges!!!

Ich könnte Ihnen hier Beispiele aus Kliniken nennen, bei denen mir an den Gedanken daran noch heute Tränen vor Lachen kommen. Als ich aber selbst mal als Notfallpatient in eine Klinik kam, verging mir das Lachen.

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docmillerlulu 23.05.2017, 17:09
4. Bei der Ignoranz unserer Verantwortlichen im Gesundheitswesen ...

... mit Blick auf die Fallzahlen bei Multiresistenten Keimen - dagegen gibt es erfolgreiche Konzepte - kann es gut sein daß eine lahmgelegte Klinik zu niedrigeren Todeszahlen führt.

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nils1966 23.05.2017, 17:15
5. Man fragt sich schon...,

Was der Sinn allzudichter Vernetzung ist! Nun gut, in Krankenhäudern kann man bspw. Bilder und Befunden schneller an den Ort des Bedarfs schicken, was extrem hilft, sprich u.U. Leben retten hilft.
Aber was ist,wenn durch eine IT-Attacke ein oder mehrer Krankenhäuser effektiv ausfallen. Dann gefährtde IT efrfektiv Lebensrettung.
Es sollte eine Begrenzung von Vernetzung geben. Nicht jeder Motor/Antrieb/Lichtschalter muß einer digitalen Steuerung unterliegen, die extern beeinflußt werde kann. Der Schaden von sowas wird immer größer sein, als jedwede Art von Nutzen.

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judas30 23.05.2017, 17:31
6. Wenn Sie mich fragen ist der Schuldige ganz klar:

Der Wähler! Unsere Stimmen sorgen dafür, dass die Haushaltsdisziplin durch die fanatischen Sparer derart übertrieben wird, dass wir Investitionsstaus an allen Ecken und enden haben! Es gilt gezielt von Bund und Ländern aus in deren Kliniken zu investieren und den Kommunen dasselbe zu ermöglichen

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akkarin 23.05.2017, 17:31
7. Muß alles ins Netz?

Bei diesen Themen frage ich mich des öfteren, ob es nicht manchmal besser wäre, die als Allheilmittel angesehene Vernetzung auch nur dort anzuwenden, wo es dann eben auch nicht anders geht. Denn ist der Stecker mal drin, ist die Tür offen, ob man das will oder nicht. Zumal die Systeme mehr und mehr so kompliziert werden, daß nicht wenige schlicht nur noch darauf vertrauen, daß das schon in Ordnung ist.

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DirkZ 23.05.2017, 17:36
8. Oh, mein Arbeitgeber!

Ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass gerade das Uniklinikum Leipzig abgebildet ist?? :-D

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karlm99 23.05.2017, 18:08
9. Die

größte Gefahr in den Krankenhäusern geht von Keimen und Fehlbehandlungen aus. IT-Probleme sind da eher nachrangig.

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