Forum: Wirtschaft
Danone und Nestlé: Das zynische Geschäft mit Säuglingsnahrung
Aktion gegen den Hunger

Muttermilchersatz ist ein Milliardengeschäft für Konzerne wie Nestlé oder Danone. Sie verkaufen ihre Produkte gezielt in Entwicklungsländern - und gefährden damit nach Ansicht von Wissenschaftlern die Gesundheit Hunderttausender Kinder.

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Greennooba 17.05.2018, 19:08
20. Link zur Pedition

Leider hat Spiegel Online vergessen den Link von der Unterschriftenaktion von Aktion gegen Hunger in den Artikel zu schreiben: https://www.aktiongegendenhunger.de/gegen-profitgier-fuer-kinderleben

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werner230 17.05.2018, 19:10
21. Nestle

Und wieder Nestle mit dabei. Wo ich es kann, vermeide ich Produkte der besagten Firma?

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flytogether 17.05.2018, 19:16
22. War alles schon mal da

Ich glaube es war in den 80er Jahren. Damals schickte Nestle Vertreter in Afrika zu den Müttern um ihnen den Gebrauch von Babynahrung in Pulverform als Weisheit letzter Schluss anzubieten. Dieses Pulver musste mit Wasser angerührt werden. Wo aber gab es seinerzeit bakteriell unbelastetes Wasser? Die Folge war dass Babys an Durchfall erkrankten und starben.
Was ist das für ein Laden der seine Gewinne mit dem Tot von Säuglingen steigert? Seitdem vermeide ich wenn es geht (nicht einfach) Nestle-Produkte zu kaufen. Für mich der allerletzte D.....laden. Eine Schande für die Schweiz.

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naeggha 17.05.2018, 19:17
23. eigene Erfahrung

wir haben unser kind in gifhorn zur welt gebracht. die dortige helios klinik hat meiner frau das stillen ausgeredet und ersatzweise babymilch-zubereitungen eines namhaften Herstellers kostenlos zur Verfügung gestellt. das scheint allgemein system zu haben. erst unsere Hebamme hat uns dann wieder auf spur gebracht. es war dann extrem schwer dem kind klarzumachen, dass milch aus der brust kommt. das passiert also auch hierzulande, nur in anderer form!

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ditta 17.05.2018, 19:19
24. Die Medaille hart zwei Seiten:

zum einen wird Babymilch seit über einem halben Jahrhundert in Afrika aggressiv vermarktet und seither als Element eines modernen westlichen Ernährungskonzepts angepriesen. Es ist längst bekannt, daß nicht nur fehlende Hygiene oder kontaminiertes Wasser für Säuglingssterblichkeit verantwortlich sind, sondern auch die allzu sparsame Dosierung durch die weitaus armen, unwissenden jungen Mütter. So manches abgemagerte oder kranke Kind, das von einer Fernsehkamera erfaßt wird, ist in seiner bedauernswerte Situation auch das Produkt einer überforderten Mutter, die selbst wohlgenährt ist, aber offensichtlich auch gern ihre knappen Ressourcen in kostspielig geglättete Haare etc. oder ihr Smartphone investiert.
Erziehung, Aufklärung und Bildung afrikanischer, oft lediger, Mütter, Vermittlung besserer Hygienekenntnisse müssen Hand in Hand gehen mit einer Propagierung des Stillens und einer verantwortungsbewußteren Aktivität und öffentlichen Kontrolle der Konzerne. Leider wird das noch lange Wunschdenken bleiben!

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gru1979 17.05.2018, 19:45
25. Who

Wenn sich die WHO drum so sehr sorgen macht, wieso machen die keine Gegenoffensive? Werbeplakate wie schlecht diese Ersatznahrung ist! Es ist einfacher am anderen Ende der Welt darüber zu berichten. Beweise sammeln, Klage erheben, Geld kassieren, Infrastruktur ausbauen in den Ländern die wir über Jahrhunderte ausbeuten damit wir im Wohlstand leben können. Ende! Problem gelöst!

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storchentante 17.05.2018, 19:46
26. formulanahrung

(so heisst die Pulvermilch) ist in den Entwicklungsländern nicht nur wegen des verunreinigten Wassers fatal, es ist in der Tat auch die Zubereitungsart. So wird die Pulvermenge aufs Wasser oft halbiert oder mit irgendwelchen Zusatzstoffen versetzt, die das Gedeihen der Kinder nicht fördern. Und nur die halbe Menge Nährstoffe in der Flasche lässt die Kinder eben nicht zunehmen und wachsen.
Das Schlimmste ist aber, daß inzwischen Muttermilch, die in den Entwicklungsländern abgepumt wird in den reichen Ländern teuer verkauft wird.
Die Säuglinge der armen Länder werden mit schlecht und falsch zubereiteter Formulnahrung abgespeist, damit die Frühchen der reichen Länder deren Muttermilch trinken.

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dodgerone 17.05.2018, 19:51
27.

Zitat von twistie-at
"Der Hauptgrund dafür ist mangelnde Hygiene, es fehlt der Zugang zu sauberem Wasser und zu Kühlmöglichkeiten. Unter diesen Bedingungen angemischte Muttermilchersatzprodukte führen häufig zu Durchfallerkrankungen - eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern." dann wäre das Problem doch dieser Zugang zu sauberem Wasser, nicht aber die Säuglingsnahrung. Wie wäre es denn ohne diese Nahrung?
Die Leute haben kein Geld, das Geld was sie aber haben geben sie in gutem Glauben für Muttermilchersatz aus. Klar, an Muttermilch verdienen ja die Konzerne nichts.
Das Vorgehen der Konzerne ist einfach nur asozial.

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papaweissalles 17.05.2018, 19:57
28. China

In China ist man da schon viel weiter: im Krankenhaus gibt es fast nur Kaiserschnitt Geburten, weil man den Frauen einredet, natürliche Geburten wären gefährlich. Dann lässt man sie das Baby in den ersten Tagen nicht anlegen, so dass es zu keinem milcheinschuss kommt. Stattdessen füttert man Ersatzmilch, die das Krankenhaus vom Hersteller kostenlos bekommt und erklärt, Milch anderer Hersteller würde das Baby nicht vertragen...

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firenafirena 17.05.2018, 20:02
29.

Zitat von twistie-at
da bin ich sofort dafür, nur ging es mir um die Frage: ist denn die Nahrung per se schlecht oder wird sie dadurch schlecht, dass das Wasser schlecht ist? Da sehe ich eben einen Unterschied. Zum Rest (Statussymbol, Stillen usw.) stimme ich ja zu.
Also per se ist Milchpulver nicht schlecht. Muttermilch hat gegenüber Pulvermilch etliche Vorzüge was die Zusammensetzung und weitere Inhaltsstoffe angeht (Enzyme, Antikörper, etc.) aber realistisch betrachtet kann ein Kind auch mit Milchpulver gesund groß werden. Nur gibt es hinsichtlich der Zubereitung etliche Dinge zu beachten.

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