Forum: Wirtschaft
Darstellung von Suchergebnissen: EU droht Google mit Kartellverfahren
REUTERS

Die EU will härter gegen Google durchgreifen als die USA. Wettbewerbskommissar Almunia droht mit harten Strafen, sollte der Internetkonzern seine Suchmaschineneinstellungen nicht bald ändern. Denn Google missbrauche seine marktbeherrschende Stellung.

Seite 3 von 10
happydwarf 11.01.2013, 09:47
20. so isset!

Zitat von zaunkoenig1982
.. nun ja, offensichtlich braucht die EU-Kommission Geld, also strengt man irgendwelche Schadensersatzforderungen an. Im Ernst: Die EU sollte sich lieber mal Gedanken machen, warum innovative Technologien und Konzerne überall entstehen, aber nicht in der EU. Warum gibt es kein europäisches Microsoft, europäisches Google, europäisches Oracle, Apple, Facebook, etc etc. Wir ruhen uns auf den Lorbeeren von Konzernen wie Siemens, VW, Mercedes aus, die über 70 Jahre alt sind. Seit 1972 (SAP-Gründung) ist kein deutscher Weltkonzern mehr gegründet worden. Alle oben genannten US-Konzerne sind jünger.
100% Zustimmung!
Dieses Thema wird viel zu selten thematisiert (praktisch gar nicht).

Unsere Hochschulen bilden nur Industriesklaven aus, während in den USA die jungen wie auch die erfahrenen Fachkräfte dazu animiert werden, selbst was auf die Beine zu stellen.
Die Finanzierungsmöglichkeiten sind hier schlechter und ne Entschuldung nach ner Pleite (die immer mal passieren kann) dauert 6 Jahre mindestens. Von der abschreckenden, Zeit und Geld fressenden Bürokratie mal ganz abgesehen.

Was Besseres als die Samwers kriegen wir nicht zustande, aber regen uns gleichzeitig über die Chinesen als Copy-Cats auf. Ich lach mich schlapp.

Hier müsste dringend mal was passieren. Nur seh ich da schwarz.
Die paar Millionen, die Google demnächst abdrücken muss, versickern auch nur im Brüsseler Moloch.

Im Übrigen finde ich das Verhalten der EU in solchen Fragen (auch damals schon bei Microsoft) reichlich willkürlich. Eine gerade Linie sehe ich da nicht. Sonst müssten andere nämlich auch zahlen...
Ähnlich wie in Diktaturen werden nur einzelne als Feindbild auserkoren und dann ein Exempel statuiert. Jetzt haben sie Google auf dem Kieker und schießen sich drauf ein.

Man schämt sich schon ein bisschen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
k.haz 11.01.2013, 09:52
21. Schwachsinn

Darf ich mich jetzt auch in einer Kartellklage gegen Pro7 wenden (das in Dtl. wahrscheinlich den größten Anteil am Privatfernsehen hat), da diese nur für ihre eigenen Sendungen werben?

Google bietet den besten Browser, den besten Kartendienst, den besten Maildienst, was ihnen diese "Marktmacht" gibt. Da sollten sich andere Anbieter mal Gedanken machen, warum sie diese Nutzer eben nicht haben.

Warum wirbt facebook nicht für andere Netzwerke, wie Google oder Myspace? Warum weißt mich VW nicht darauf hin, dass Seat oder Peugeot auch schöne Autos bauen? Ist das nicht Missbrauch der Marktmacht?

Liebe EU-Moralapostel: kümmert euch um wichtige Sachen, wie die Abschaffung der giftigen Quecksilber-Energiesparlampen, nicht um statt ein innovatis Unternehmen auszubremsen, nur weil ihr nicht dran verdient. Selbst eine Suchmaschinensteuer würde ich denen zutrauen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
symolan 11.01.2013, 10:00
22.

Zitat von sysop
Die EU will härter gegen Google durchgreifen als die USA. Wettbewerbskommissar Almunia droht mit harten Strafen, sollte der Internetkonzern seine Suchmaschineneinstellungen nicht bald ändern. Denn Google missbrauche seine marktbeherrschende Stellung.
Ich finde es relativ schwierig, einem Konzern, der den grössten Teil seiner Dienste für die Benutzer kostenfrei anbietet, wegen Missbrauchs einer dominierenden Stellung zu bestrafen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mhampel 11.01.2013, 10:02
23.

Zitat von k.haz
Darf ich mich jetzt auch in einer Kartellklage gegen Pro7 wenden (das in Dtl. wahrscheinlich den größten Anteil am Privatfernsehen hat), da diese nur für ihre eigenen Sendungen werben?
Pro7 hat einen Marktanteil von schlappen 6% *, Google von >90%. Das macht den Unterschied.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ottino 11.01.2013, 10:04
24. Man ist nicht mehr sein eigener Herr!

Wo soll das eigentlich noch hinführen?
Da wird einem Unternehmen vorgeschrieben, wie es seine Produkte zu präsentieren hat.
Noch schlimmer: Ihm wird oktroyiert, den Wettbewerb zu unterstützen!
Bananen-EU! Nichts anderes!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
na,na,na 11.01.2013, 10:08
25. Sie schreiben mir aus der Seele

Zitat von MitKohlensäure
Klar, Google bietet kostenlose Maps (die Besten dieser Klasse weltweit), kostenloses Mailtool (für mich das Beste dieser Klasse), den besten Videohoster dieser Klasse etc...für den Endverbraucher gratis. Und auch die Suchmaschine ist für uns gratis (sieht man mal von den Werbeeinblendungen ab, die jeder etwas erfahrene Internetnutzer schon seit Jahren aus seiner aktiven Wahrnehmung verbannt hat). Wieso zur Hölle soll Google seine eigenen Services nicht bevorzugt anzeigen?? Sollen andere Anbieter einfach besser sein und ähnlich tolle Angebote liefern - dann dürfen sie sich ebenfalls darstellen wie sie wollen, so einfach ist das! Meine Güte, auf der einen Seite darf ein Unternehmen wie Apple alles und jeden Mist, der schon seit Jahren existiert, patentieren lassen und sich als hochinnovativen Marktretter darstellen - Google darf jedoch nicht für seine eigenen Produkte werben (auf ihren eigenen Seiten, wohlbemerkt) -> Was für eine wirre Welt! "Martkmacht" - das ich nicht lache.
Vermutlich benötigt die EU wieder Geld, darum eiert man herum und versucht sein Machtpotenzial auszunutzen. Es stellt sich hier die Frage in welche Kanäle eventuelle Strafzahlungen versickern? Brüssel soll sich nicht um ungelegte Eier kümmern und den eigenen Laden in Ordnung bringen, siehe überhöhte Gehälter, aufgeblähter Apparatschik usw. Es ist richtig, die Konkurrenz sollte sich bemühen es besser als Google zu machen und nicht von so windigen Browsern eingebremst zu werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fischblase 11.01.2013, 10:10
26.

Zitat von zaunkoenig1982
Ich glaube, Sie haben das Prinzip einer Marktwirtschaft nicht verstanden. Googles Suchmaschine hat keine hoheitliche Funktion, deren Aufgabe von der Allgemeinheit definiert wird. Google ist ein Unternehmen, das die Aufgabe seines Produktes selbst definieren darf. Und das Ziel von Google ist Geld zu definieren. Nur so entsteht Innovation und bei aller Kritik an Google: Wo wäre das Internet heute ohne eine Suchmaschine wie die von Google. Niemand ist gezwungen, das Produkt von Google zu nutzen, man kann nicht von einer marktbeherrschenden Stellung sprechen, die ausgenutzt wird, denn jeder kann auch andere Suchmaschinen problemlos nutzen.
Tja, jeder konnte auch ein anderes Betriebssystem als Windows oder eine andere Textverarbeitung als Office nutzen, wieso musste Microsoft deshalb so viele Milliarden an Strafe bezahlen?
Und hätte Microsoft das Ganze ungeniert weiter betreiben dürfen, hätten sie ja den Explorer als einzigen Browser zu Windows kompatibel machen können, dazu eine nicht wechselbare voreingestellte Suchmaschine, die dann wohl Bing gewesen wäre.

Und wieso wurde damals die Standard Oil Company zerschlagen? Nur weil sie das Patent auf die Raffinierung von Öl hatten? Stand doch jedem frei, es selbst zu raffinieren, oder noch besser auf motorisierte Mobilität zu verzichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yanalex 11.01.2013, 10:15
27. Wettbewerb!

Warum gründen die "benachteiligten" Anbieter nicht eine eigene erfolgreichere Suchmaschine, bei der sie sich dann selber priorisieren können. Das ist in einer freien Marktwirtschaft doch möglich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
optionslos 11.01.2013, 10:23
28. Erwarte ich in einem Lexikon...

wenn ich nach dem Dichter Schiller suche, Verkaufsangebote von dubiosen Verlegern auf den ersten Seiten zu finden? Ich denke -zu Recht- nein! Schlimm genug, daß in dieser Welt mittlerweile alles und jeder mit Werbung traktiert wird, die er dann "ausblenden" kann/soll/muss. Von einer Suchmaschine erwarte ich, daß sie mir das Suchen abnimmt. Keineswegs, daß sie mir die Entscheidung abnimmt, wonach ich suche! Und genau das tut Google. Auch noch noch meinen vermeintlichen Gewohnheiten sortiert. Lt. Berichten gehen ~90% der europäischen Suchen über Google. Die Firma hat sich hier also eine gewisse Marktmacht gesichert. Wie, lassen wir mal offen. Bequemlichkeit und Unwissenheit dürften eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben. Ich kann dennoch erwarten, daß diese Macht verantwortlich für alle Betroffenen eingesetzt wird. Dies gilt imo besonders, wenn man eine Art (Web-)Lexikon betreibt, welches letztlich Informationen sucht & zur Verfügung stellt. Wenn diese nun -unsichtbar & intransparent- gefiltert werden, dann macht es meine Börse schmäler, die von Google und Konsorten jedoch dicker. Sorry Leute, da ist mir das Hemd näher, als die Hose... ist meine Knete. Und die "Wirtschaft", wie sie im Moment betrieben wird, ist voll von so Fraggles, die sich auf Kosten anderer verantwortungslos bereichern! Ist keine meiner Vorstellungen von seriösem Umgang. Daß Vertreter der EU dagegen Position beziehen ist für mich nachvollziehbar und sinnig! Unlauteres Verhalten -wie hier angedeutet- dann mit dem Unrecht was andere tun zu rechtfertigen, ist mehr als armselig. Richtiger wirds dadurch dennoch nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blob123y 11.01.2013, 10:23
29. Sie haben dies richtig erkannt und

ich seh genau dasselbe Problem seit etwa einen Jahr, was einfach nicht geht ist das Google bei dieser MARKTMACHT ihre Position missbraucht um Anderen einen Vorteil zu beschaffen, heisst grosse gegen kleine bevorzugt mit dem von ihnen definierten Ergebniss.


Zitat von Das Grauen
Ich kriege ständig Suchergebnisse, in denen die gesuchten Begriffe nicht (scithbar!) auftauchen. Früher konnte man mit der Textansicht, in der die Suchwörter farbig markiert waren, überprüfen, woran das liegt. Wurde leider abgeschafft. Und das Google ständig die genaue Schreibweise ignoriert, selbst wenn der Begriff in Anführungszeichen gesetzt wird, führt zu weiteren Fehltreffern. Verbessert hat sich bei der Suche in den letzten Jahren leider nix. Es wird höchste Zeit für einen Herausforderer, der einen besseren Service anbietet! Dann wäre Google bald weg vom Fenster. So wie es Altavista gegangen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 10