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Datenreport 2013: Arme Deutsche sterben früher
REUTERS

Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.

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zynik 26.11.2013, 10:08
1.

Zitat von sysop
Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Sie meinen das "deutsche Jobwunder" aus der Abteilung Agitprop? Tja, seltsam, seltsam. Wobei das kostengünstige und frühzeitige Ableben ärmerer Bevölkerungsgruppen düfte ganz im Sinne unserer ökonomisch-ideologischen Führung sein.

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fruchtfit 26.11.2013, 10:09
2. Eigenartig

Ich dachte wir hätten einen Fachkräftemangel, Leute würden geradezu händeringend gesucht und alles wäre so supi hier in Schland? Da müssten doch Löhne und Gehälter geradezu explodieren angesichts der immer knapper werdenden Arbeitskräfte. Ein unverschämter Flegel, wer angesichts dieser traumhaften Zustände aufmuckt!

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CyberDyne 26.11.2013, 10:09
3. Na perfekt!

Zitat von sysop
Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Ein später Trost für die FDP! Deren Politik zeigt Wirkung! Lasst sie (uns) verarmen und das Gesundheitssystem, die Pflege gleich noch mit (natürlich nur für die 'Armen') und alles erledigt sich von allein!

Der Markt regelt sich selber!

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Marib 26.11.2013, 10:12
4. optional

Gestern der Bericht über die Ausbeutung der Azubis, heute der Bericht über Armut und Sterblichkeit.
Dachte das wäre eigentlich offen bekannt.
Mit unter 10€ pro Stunde lässt es sich in Deutschland eben überwiegend nicht so gut leben. Bzw. überhaupt Leben. Ohne die Möglichkeit ein finanzielles Polster aufzubauen kommt jede unverhoffte Rechnung einer Katastrophe nahe. Die Unterstützung die Geringverdiener dabei vom Staat bekommen sind nicht wirklich erwähnenswert. Jobwechsel, Umzug, Neuanfang? Viel Spaß wenn man das auf Grund der Schulden kaum hinbekommt.

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Walther Kempinski 26.11.2013, 10:14
5. Gibt es

Zitat von zynik
Sie meinen das "deutsche Jobwunder" aus der Abteilung Agitprop? Tja, seltsam, seltsam. Wobei das kostengünstige und frühzeitige Ableben ärmerer Bevölkerungsgruppen düfte ganz im Sinne unserer ökonomisch-ideologischen Führung sein.
Es gibt das Jobwunder. Ich denke das wird jeder in seinem Umfeld schon mitbekommen haben. Wen das wundert der hat entweder gar nix gelernt oder will nicht arbeiten. Noch nie zuvor war es so einfach an einen Job zu kommen. Dies gilt jedenfalls für Süddeutschland zu 100%. Wie es in Brennpunkten im Osten oder Norden aussieht weiß ich nicht. Aber es hilft nicht, das Jobwunder für Propaganda zu erklären.

Meiner Meinung nach sterben Geringverdiener nicht deshalb, weil sie zu wenig verdienen, sondern weil sie härter arbeiten müssen als die Chefs, die ihre Arbeit mit sinnlosen Meetings vertrödeln. Es gibt viele gestresste Leute, es gibt auch ein ganzes Heer Gutverdienender, welches im Prinzip gar nicht arbeitet und wenn dann relativ entspannt.

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mazoooka 26.11.2013, 10:16
6. Alter Hut...

...und mindestens genauso lang weiß man schon, dass es weniger das Einkommen ist, dass die Lebenserwartung beeinflusst, sondern die Bildung. Menschen mit höherer Bildung leben im Durchschnitt gesünder und haben im Durchschnitt höhere Einkommen. Die Verbindung, die der Artikel zwischen Einkommen und Lebenserwartung herzustellen versucht, besteht also nicht unmittelbar.

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harmino 26.11.2013, 10:16
7. statistischer Popularismus

An der Tatsache, dass Menschen mit niedrigeren Einkommen weniger gesund sind, gibt es nichts zu deuten, aber wie so oft werden hier populistisch die Tatsachen verdreht. Ursache dafür ist nicht die "Armut", sondern das niedrige Bildungsniveau und das damit verbundene geribgere Inreresse an der eigenen Gesundheitsvorsorge. Natürlich verdienen diese Menschen auch weniger.

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manugel 26.11.2013, 10:19
8. Arme sterben früher

Sozialverträgliches Ableben at its best. Was kann sich diese Regierung denn mehr wünschen, als dass die Aufstocker, Hartzer und die unglücklichen Armen früher aufhören, dem Staat auf der Tasche zu liegen... Mutti freuts und die Spenden der Reichen fließen weiter. Frei nach dem Motto: Eure Armut kotzt mich an!
wenn nur noch Zeitarbeit, Werkverträge und erzwungene Selbstständigkeit (v.a. im Vertrieb) den Firmen Kosten spart - dann kommt natürlich auch weniger bei den Menschen an, die noch dazu immer unsicherere weil schnell zu blendende Jobformen annehmen müssen.
Schönes neues "Jobwunder"!

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ihawk 26.11.2013, 10:19
9. Lebenserwartung

Das ist doch beschlossene Sache der Superreichen - so löst man das Übervölkerungsproblem. In 10 Jahren gibt es nur noch Privatkliniken (Behandlung gegen Barzahlung) und dann ist das Ziel zur Bekämpfung der drastischen Überbevölkerungsprobleme erreicht.
Nur, wer arbeitet dann zum Netto-Null-Lohn ?

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