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Datenreport 2013: Arme Deutsche sterben früher
REUTERS

Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.

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arakiel 26.11.2013, 11:08
90.

Zitat von harmino
An der Tatsache, dass Menschen mit niedrigeren Einkommen weniger gesund sind, gibt es nichts zu deuten, aber wie so oft werden hier populistisch die Tatsachen verdreht. Ursache dafür ist nicht die "Armut", sondern das niedrige Bildungsniveau und das damit verbundene geribgere Inreresse an der eigenen Gesundheitsvorsorge. Natürlich verdienen diese Menschen auch weniger.
In Ihrer Welt möchte ich auch mal leben^^

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grenoble 26.11.2013, 11:10
91. So wie Sie von...

Zitat von Nizzre
Zu den Faktoren, die in langfristige bis dauerhafte Armut führen gehören in Deutschland: * Bildungsmangel * keine Berufsbildung/-qualifikation * Berufsunfähigkeit .....
...Schuld indem sie die Unschuld dr Gesellschaft attestieren, gegen sie die Verantwortung allein an den Einzelnen. Dabei entgeht Ihnen das eine Gesellschaft, ein Gemeinwesen zwar eine Ansammlung von Indivduen
ist, aber individuelles Handeln nur sehr eingeschränkt möglich ist, denn immer sind die rahmenbedingungen der Gesellschaft mitentscheidend wie eine Entwicklung verläuft. Die Ursache Bildungsmangel kann deshalb dem Ungebildeten nicht allein zugerechnet werden, ebenso die fehlende Berufsausbildung, selbst die Teenager-Elternschaft, die Alleinerziehung ebenso ist kein rein individuell zu sehender Makel.

Bei der geistigen - körperlichen behinderung wird es jetzt tatsächlich lustig, durch die Unschuldsvermutung der Gesellschaft geben sie dem Geistig- dem Körperlich Bwehinderten die Verantwortung für seinen Zustand. Tragen in Ihrem Beitrag vor die dadurch verkürzte Lebenszeit sei ein individuelles Problem und ginge sie deshalb nichts an. Für ihr Slbstverständnis gibt es Bezeichnungen die ich hier nicht schreibe Ihr Verhalten ist aber sicher nicht Gesellschaftsverträglich oder sozial.

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eine-Meinung-unter-Vielen 26.11.2013, 11:10
92. Hat mal jemand untersucht ...

... ob frühes Ableben der unteren Einkommensschichten möglicherweise mit körperlich härteren Beschäftigungen korreliert, also der Verschleiß höher ist?

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Teddi 26.11.2013, 11:10
93. What else is new?

Schon im Jahre 1958 stand im Stern, gleich auf dem Titelbild: "Weil du arm bist musst du früher sterben." Das ist nun mal Fakt überall in der Welt, egal welches Land. Meine Tante z.B. hat das Problem, dass sie im hohen Alter, nicht mehr gut zu Fuß, in der Kleinstadt ohne gute öffentliche Verkehrsmittel, nicht zum Arzt kommt, wenn sie müsste, da die Familienmitglieder alle berufstätig sind und sie nicht fahren können und das Taxi zu teuer ist. Dazu kommt, dass die Krankenkasse nur "soviel" bezahlt, und dass die Tante sich zudem keine teuren Zuzahlungen für Behandlungen oder Medikamente leisten kann. Diese Zuzahlungen beziehen sich auf wirksame Mittel, die aber von der Kasse nicht, oder noch nicht zugesagt worden sind. Es ist eine soziale Situation, deren Ursachen genauestens geprüft und neue Wege zur Abhilfe ermittelt werden müssen.

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Quagmyre 26.11.2013, 11:12
94. Arme

Zitat von sysop
Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Es gibt eine signifikante Zahl armer Deutscher? Wie kann das sein? Wir haben doch laut Politik und Medien alle vom Euro profitiert?

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webjag 26.11.2013, 11:13
95. Alles relativ...

Ich zähle mich eigentlich nicht zu den Armen. Da ich aber privat krankenversichert bin und keine Chance habe, in die gesetzliche Krankenversicherung aufgenommen zu werden, beginnt gerade da das Dilemma. Die Krankenversicherungsprämie ist derart hoch, dass ich sie mir ohne Selbstbeteiligung gar nicht leisten kann, also habe ich jetzt eine Selbstbeteiligung von EUR 3.000,-. Da überlege ich mir dann jedes Mal , ob es unbedingt notwendig ist, zum Arzt zu gehen. Da ist der Arme doch besser dran, er kann jederzeit und wegen jedem Wehwehchen zum Arzt gehen, ob er es dann tut, ist natürlich seine Entscheidung. Also, wenn der Arme nicht raucht und säuft , kurzum gesund lebt und auf seine Gesundheit achtet, dann hat er sicher kein höheres Risiko früher zu sterben als ich. Mein Mitleid mit den Armen hält sich daher durchaus in Grenzen !

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hellsfoul 26.11.2013, 11:15
96. Zu wenig Infos

Ich kann aus den Daten erstmal garnichts herauslesen.
Es gibt soviele Variablen. Zum Beispiel: Vielleicht rauchen arme Menschen mehr als Reiche (Frust abbauen). Wie sieht es mit der Gesundheitsversorgung aus. Müsste ja rein theoretisch genauso wie bei den Reichen sein. Privatpatienten sterben unter Umständen auch früher, weil ihnen aus Profitgier unnötige Opterationen aufgeschwatzt werden. Dann arbeiten arme Menschen eher körperlich. Das belastet den Organismus. Denke da an zum Beispiel Bauarbeiter. Und natürlich, was die These wieder stützen würde: Man hat mit mehreren Jobs bestimmt viel mehr Stress. Wobei man jetzt als Ingenieur sicherlich auch viel Stress hat.
Alles nicht so einfach.
PS: Wenn ich hier den Frauenüberschuss bei den älteren Menschen betrachte. Es gab mal eine Studie, die hat das Alter von Mönchen und Nonnen verglichen. Im Kloster wurden die Männer genauso alt wie die Frauen. Da gab es keinen Unterschied in der Lebenserwartung. Daher denke ich: Männer leben ungesünder und vor allen Dingen sind sie risikofreudiger. Und das kostet ihnen früher das Leben. Einen großen Beitrag dürften auch die vielen jungen männlichen Autofahrer sein, die sich um den nächsten Baum wickeln.

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THINK 26.11.2013, 11:18
97.

Zitat von sysop
Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Das ist doch aus Sicht der Politiker positiv. Geringverdiener beziehen demnach nur kurze Zeit ihre Minirente und die zusätzlich notwendigen staatlichen Zusatzleistungen.

Welches Jobwunder eigentlich? Die starke Erhöhung von prekären Beschäftigungen können nur völlig skrupellose, komplett unmoralische Lumpen als Jobwunder bezeichnen.

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si-ar 26.11.2013, 11:18
98.

Zitat von zynik
Sie meinen das "deutsche Jobwunder" aus der Abteilung Agitprop? Tja, seltsam, seltsam. Wobei das kostengünstige und frühzeitige Ableben ärmerer Bevölkerungsgruppen düfte ganz im Sinne unserer ökonomisch-ideologischen Führung sein.
Es wäre doch ökonomisch sinnvoller, die Gutverdiener würden früher sterben, denn die erhalten viel höhere Renten oder Pensionen und steigern die Kosten im Gesundheitswesen enorm durch ihre Langlebigkeit. Körperliche Fitness schützt leider nicht vor Demenz.

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regreub 26.11.2013, 11:19
99. gut nachdenken

Zitat von mattx1977
Die Frage ist nicht: Sterben arme Deutsche früher, sondern würden arme Deutsche länger leben, wenn man ihnen viel Geld geben würde? Oder: Sind die Leute arm weil sie keine Chance hatten, oder doch wegen ihres Lebenswandels? Jetzt mal gut nachdenken bitte und keine Parolen.
Auf Suggestivfragen sind zwar auch Parolen als Antwort jederzeit legitim, aber nun denn.
Zu Ihrer ersten Frage: Selbstverständlich eröffnet Geld die Möglichkeit, einzelne gesundheitsförderliche und im Durchschnitt lebensverlängernde Maßnahmen zu verwirklichen.
Zu Ihrer zweiten Frage: Wenn Sie selbst gut nachdenken, dann werden Sie feststellen, daß der mögliche Lebenswandel stets auch von der finanziellen Konstitution abhängt.

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