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Datenreport 2013: Arme Deutsche sterben früher
REUTERS

Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.

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ratio_legis 26.11.2013, 11:44
160. Headline ziemlich überzogen

Zitat von sysop
Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Ich konstatiere: Ein Anstieg um 0,9% seit 2007. Was begann nochmal 2008? Ach ja richtig, die Krise. Insofern ist diese Nachricht, bzw. der sehr geringe Anstieg eher als Erfolgsmeldung und Verdienst des Krisenmanagements der gegenwärtigen Regierung zu werten. Ein Vergleich, gerade in Zeiten weltweiter wirtschaftlicher Regression, macht ohnehin nur Sinn, wenn man Vergleiche zu anderen Staaten zieht.

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regreub 26.11.2013, 11:45
161. keine Rechnungen auslösen

Zitat von RandalThorBlau2
Falscher Ansatz! 1. Wenn ich kein Geld habe, kann ich auch keine Rechnungen auslösen, indem ich etwas bestelle, was ich mir gar nicht leisten kann.
Sie können zum Beispiel eine Miterhöhung bekommen, die Sie erstens nicht bestellt haben und die Sie sich zweitens nicht leisten können.

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antonwitt 26.11.2013, 11:45
162. Dann

Zitat von sternfalke77
Der Bart gehört nicht als Fußmatte benutzt, sondern Radikal gestutzt ! Es müssen endlich dem Rechnung getragen werden, dass man den körperlichen Verschleiß der einzelnen Berufe und Tätigkeiten zum Renteneintrittsalter berücksichtigt. Soll heißen, dass berufsspezifische " Verschleißpunkte " zu den Entgeldpunkten der Rentenversicherung berücksichtigt werden. Dann kann der Dachdecker mit 55 Jahren, und der Lehrer mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen.
benutzen Sie den Bart eben als Decke - ändern wird sich nichts. Alles was an Gutmenschgedanken dazu im Raum schwebt, hat sich immer schon als Gespinst dargestellt. Deshalb wird der Bart weiter wachsen....

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ennalyse 26.11.2013, 11:48
163. Diese Entwicklung ist seit langem beobachtbar

Arme sind auch Kranke. Kaltschnäuzig über diese Fakten zu diskutieren ist nicht angebracht! Gerade diese rüden Anmerkungen (Pöbeleien?) sind ein Symptom dieser in sich kranken Gesellschaft und ihrer Entfremdung von Moral und Empathie.

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LaínEntralgo 26.11.2013, 11:48
164. Arm = ungebildet

Nein, natürlich gilt das nicht immer, aber im Schnitt schon. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, weniger Alkohol, keine Zigaretten, mehr Bewegung, weniger TV - in gebildeteren Schichten ist dies häufiger anzutreffen. Schon um sich gesund zu ernähren und den logisch klingenden Versprechungen der Lebensmittelindustrie zu entkommen, bedarf es heute einer gewissen Bildung. Frisch kochen mit wenig bis keinem Fleisch und mit Obst und Gemüse aus dem Umland und der Saison ist entgegen aller Propaganda viel preiswerter als Fertigfraß, aber dafür muß man sich damit auch mal auseinandersetzen. Das alles ist übrigens auch ein Grund dafür, weshalb Männer durch alle Schichten hindurch früher sterben als Frauen.

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ichbins777 26.11.2013, 11:54
165. Hintern hochkriegen.

Zitat von sysop
Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Das ist doch genau das was von den Sysmacher gewollt ist.
Keine Menschen die die Krankenkassen belasten, keine Rentner die die Rentenkassen belasten, die Altersheime schneller leer werden lassen und den jüngeren Packesel nicht hinderlich sind damit Sie zur Arbeit gehen und obendrauf lieb und brav trotzallem shitstorm Steuern zahlen.
Soweit haben wir es als Gesellschaft kommen lassen, wir haben lieber Frensehserien und Fußball angeschaut als um unsere Rechte zu streiten.
Gelernt haben wir immer noch nichts, schauen immer noch fern und jammern auf höchstem niveau.
Aber den Arsch hochkriegen? Ne ne, das sollen lieber andere machen.
Das Elend betrifft ja Oma und Opa, nicht mich.

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keinuntertan 26.11.2013, 11:54
166. Mangelnde Empathie des wohlsituierten Bürgertums.

Zitat von k.u.m.
Das kann ich nur unterstreichen. Statistische Berechnungen haben zwei Haken: Zum Einen die Erhebung der Daten, zum Anderen die Interpretation des Ergebnisses. Wenn man will, wird man sofort jemanden finden, der sehr eloquent das genaue Gegenteil dessen aussagen wird, was hier aus der Statistik herausgelesen wird. Grundsätzlich ist der Niedriglohnsektor zu beklagen, was das aber mit Gesundheit und Langlebigkeit zu tun haben soll, erschließt sich aus der Statistik nicht. Auch ALG II-Empfänger sind - staatlich finanziert - krankenversichert und können sich ohne finanzielles Risiko ärztlich behandeln lassen. Ich denke, es liegt wohl eher am mangelnden Bewusstsein, welche Risiken eine ungesunde Lebensweise mit sich bringen.
Ich denke eher, es liegt am mangelnden politischen und sozialen Bewusstsein des etablierten Bürgertums, sich vorzustellen, wie krank, depressiv und anfällig Armut macht. Ich ärgere mich auch, dass vermeintlich "intelligente" Bürger so oberflächlich sind, mehr als hundert Jahre Sozialforschung zu ignorieren.

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korox 26.11.2013, 11:57
167.

Zitat von harmino
An der Tatsache, dass Menschen mit niedrigeren Einkommen weniger gesund sind, gibt es nichts zu deuten, aber wie so oft werden hier populistisch die Tatsachen verdreht. Ursache dafür ist nicht die "Armut", sondern das niedrige Bildungsniveau und das damit verbundene geribgere Inreresse an der eigenen Gesundheitsvorsorge. Natürlich verdienen diese Menschen auch weniger.
Na Hauptsache, dass Zerrbild des hochgebildeten Deutschen, der sich natürlich einer gesunden Lebensweise verschrieben hat und zudem auch ganz viele Interessen hat, stets eloquent erscheint und allzeit "sein" Leben vollkommen unter Kontrolle hat, bleibt erhalten.

Das sich der Konsum von bedenklichen Stoffen, exzessiver Alkoholverzerr, ungesunde Nahrungszufuhr oder auch Rauchgewohnheiten quer durch alle Schichten zieht, wird lieber verschwiegen. Oder man versteckt sich hinter der Statistik und behauptet dann, dass man ja als gebildeter Mensch natürlich nicht ungesund lebt. Krank werden ja immer nur andere, gell (im Zweifelsfall nur all die "Ungebildeten" ) Übrigens, Bildung schützt nicht vor allerlei kognitiven oder selbstwertdienlichen Verzerrungen. Selbst hochbewanderte Menschen stolpern immer wieder darüber. Und auch solche Menschen erleiden zuweilen in ihrem Leben schonmal massiv Schiffbruch...

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quark@mailinator.com 26.11.2013, 11:57
168. Logisch

Blühende kapitalistische Landschaften halt ... die Armen sterben nicht nur früher als die Reichen, nein, sie sterben mittlerweile auch früher als vor einigen Jahren - sinkende Lebenserwartung durch Armut. Tolles Land. Und das bei der irren Steigerung der Arbeitsproduktivität. Dazu noch die Umverteilung, welche zur Verarmung von breiteren Schichten führt ... Jippi.

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grenoble 26.11.2013, 11:58
169. An ihrer Unfähigkeit...

Zitat von Nizzre
... noch gemeint habe. Mein Hinweis, das nicht der Staat oder die Gesellschaft am Schicksal des Einzelnen schuld ist, war lediglich eine Erwiderung auf die massive Schuldzuweisung an diese durch die Kommentatoren hier am frühen Tod der Armen. Diese Schuld oder Kausalität gibt es aber nicht. Und entschuldigen Sie bitte, die lasse ich mir von Ihnen auch nicht unterschieben. Natürlich sind die wenigsten körperlich oder geistig Behinderten verantwortlich für ihre Situation. Und gerade diese Menschen, wie auch Unfallopfer, Kranke, "Verschlissene", sollten von der Solidargemeinschaft finanziell besser gestellt werden. Trotzdem ist die Solidargemeinschaft NICHT SCHULD. Könnte Deutschland solidarischer und barmherziger zu den wirklich Bedürftigen sein? JA, auf jeden Fall. Ist Deutschland "schuld" an Schicksal, Krankheit und Dummheit? NEIN.
... zu begreifen ist sicher auch die Gesellschaft Schuld!

Wenn sie von Unschuld, Nichtschuld schreiben, sehen sie logischer weise eine Schuld, sonst würden sie diesen Begriff "Nichtschuld/Unschuld nicht benutzen. Wenn die Gesellschaft in Ihren Augen keine Schuld trifft, ist die Frage wen trifft sie dann? Da bleibt ja nur noch das Individuum.
Sie können in einem Gemeinwesen das Individium nicht losgelöst von den Bedingungen mit denen der Einzelne konfrontiert ist betrachten. Die Gründe für die Probleme des Einzelnen sind immer die Probleme und in Verantwortung der Gemeinschaft. Erwerbslosigkeit z.B. ist in keinem Fall individualisierbar, denn die Gründe dafür sind so unterschiedlich und Komplex das individuelles Versagen nicht mehr greift. Selbst die Aussage "ich habe keinen Bock auf Arbeit", ist Ausdruck von Sozialisation ,einer Sichtweise die gesellschaftlich geprägt ist.

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