Forum: Wirtschaft
Datenreport 2013: Arme Deutsche sterben früher
REUTERS

Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.

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Ganzgeber 26.11.2013, 10:44
50. Na und?

Zitat von sysop
So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Männer sterben ebenfalls früher, interessiert ja auch keinen. Und werden sogar gezwungen, die längere Lebenserwartung des Rests über Rente und Krankenversicherung mitzufinanzieren.

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grenoble 26.11.2013, 10:45
51. Das mag...

Zitat von capote
...bei den Konstrukteuren und Ingenieuren hat es keinen Einzigen Dicken, "so was" findet man unten in der Montagehalle und Fertigung. Das ist ....
... in Ihrem unmittelbaren Umfeld tatsächlich so sein. Die korrekte Folgerung wäre aber, Sie haben ein sehr begrenztes Umfeld, sie sind nicht imstande etwas außerhalb ihers Umfeldes wahrzunehmen.
Daraus ergibt sich wiederum das Ihnen die Realität abhanden gekommen ist, sie eventuell über Bildung verfügen aber diese mangels Intelligenz nicht umsetzen, den eigenen Horizont zu erweitern.
Bleiben sie in ihrer eingeschränkten einfachen Welt, "draußen" würden sie untergehen.

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joris_bln 26.11.2013, 10:45
52. Dumm stirbt auch eher

Zitat von sysop
So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Ein schöner, unreflektierter Artikel. Von einem Spiegel-Journalisten könnte man eigentlich etwas mehr Qualität erwarten. Arme haben statistisch gesehen auch einen geringeren Bildungsstand. Wer einen geringeren Bildungsstand hat, der lebt statistisch auch ungesünder. Wer ungesund lebt, der stirbt auch eher. Mit der gleichen Logik lassen sich auch folgende (wohlgemerkt statistische) Aussagen treffen, d.h. die auf den Einzelfall zwar nicht zutreffen, aber in der Tendenz für die Gruppe:
Wer ungesund lebt, der stirbt eher. (ok, da gibt es wohl keinen Widerspruch).
Wer dumm ist, der stirbt eher.
Wer arm ist, ist auch dumm. (Hier wird es sicher einen linken Aufschrei geben.)

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scarlet 26.11.2013, 10:46
53. hä? Statistik falsch?

Kann es sein, dass ihre Statistik durcheinander geraten ist? In Ostdeutschland sollen 6,4% Hausfrauen sein, aber in Westdeutschland nur 0,7%? Auch die Balkenfarbe wechselt dauernt hin und her. Vllt ein Fehler?

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paoloDeG 26.11.2013, 10:46
54. Die Armut wächst

Bund, Länder und Gemeinden sollten eine Allianz schliessen gegen die Armut! Jeder Mensch hat die Fähigkeit nützlich für sich und die Gesellschaft zu sein! Man braucht nur Bedingungen schaffen, das alle Menschen ermöglichen ihre Fähigkeiten zur Verfügung stellen und ausnutzen!

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kogno 26.11.2013, 10:48
55. Armut schadet auch der Wirtschaft

Zitat von sysop
Das deutsche Jobwunder geht an vielen Menschen vorbei. Laut dem neuen Datenreport sind mehr Menschen von Armut bedroht als 2007. Das habe gravierende Folgen, sagen die Statistiker. So sei die Lebenserwartung von Geringverdienern deutlich niedriger.
Armut schadet nicht nur der Gesundheit der Armen. In einer konsumorientierten Wirtschaft verringert es auch das Wachstum. Dabei schaffen es die Reichen, deren Reichtum keineswegs hauptsächlich auf raren Fähigkeiten und Leistung zurückzuführen ist, den Staat zu verarmen und zu überschulden. Die Entschuldung des Staates (bei uns heisst das "Schuldenbremsen" und heuchlerisch "Generationengerechtigkeit", die Reichen verbünden sich sozusagen mit künftigen Generationen) geschieht es dann zum großen Teil über eine Kürzung der Sozialausgaben, was das Wachstumsproblem der Wirtschaft dann noch verschärft, aber insbesondere die Finanzwirtschaft nicht kümmert.

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marcwilmots 26.11.2013, 10:49
56. Gesundheitsversorgung

Ist daran evtl. auch die unterschiedliche medizinische Versorgung schuld?
Sterben Kassenpatienten auch früher als Privatpatienten?
Denkbar ist das ja leider. Siehe Organspendepraxis. Wenn der Reiche ein neues Organ erhält, lebt er natürlich länger als der arme Patient der leider vergeblich wartet.
Genauso ist es ja nachweislich bei der Wartezeit auf einen Facharzttermin. Wenn der Krebs bei Privatpatienten schnell erkannt wird, ist er besser heilbar, als wenn ich 3 Monate auf den Termin warten muss um überhaupt die Diagnose zu bekommen.
Diese Vorkommnisse lassen einen ja leider an der immer wieder beteuerten Gleichbehandlung aller Patienten zweifeln.
Gibt es Daten dazu?
Und wann kommt denn die Bürgerversicherung und die gleiche Behandlung für alle Bürger? Herr Lauterbach fordert das doch seit Ewigkeiten.

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mundusvultdecipi 26.11.2013, 10:50
57. Also..

Zitat von Niederbayer
Was der Artikel leider nicht hergibt sind die Ursachen warum Geringverdiener früher sterben. Liegt es an Mangelernährung? Bei den europaweit niedrigsten Lebensmittelpreisen kann ich mir das nicht vorstellen. Gibt es Zusammenhänge zwischen Lebenswandel und Einkommen, sprich leben Geringverdiener ungesünder (falsche Ernährung, Tabak, Alkohol)? Falls ja, ist diese Lebensweise aber auch selbst verschuldet. Niemand zwingt mich etwas zum rauchen wenn ich weniger verdiene.
..ich kenne mehr Ärzte als ALG II Empfänger die Alkoholiker sind...!Also am Einkommen lag es in diesen Fällen nicht!

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mac4ever2 26.11.2013, 10:50
58. Warum die soziale Spaltung erwünscht ist

Zitat von grenoble
...Stress jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde. Diesen Stress abzubauen ist nicht möglich, denn die Möglichkeit aus der Armut herauszukommen ist nur zu sehr geringem Teil aus eigenem Antrieb möglich. Das andauernder Stress zu psychosomatischen Erkrankungen in.....
Hinzuzufügen ist, daß sich daran nichts ändern wird, denn die Leute, die es ändern könnten, haben kein Interesse daran:

Der Wirtschaft kommt es sogar gelegen, wenn sich das Geld auf immer weniger Personen konzentriert, denn wenn nicht 1000 Konsumenten je 100 € ausgeben, sondern nur 100 Konsumenten je 1000 €, ist das erst mal ökonomisch nicht von Nachteil, denn es bedeutet gleichen Umsatz.
Meistens bedeutet es sogar noch mehr Gewinn, denn im oberen Preissegment ist der Preisdruck viel geringer.

Insofern generiert die soziale Spaltung steigende Gewinne. Und nun dürfen wir beim Primat der Ökonomie, das wir bereits haben, dreimal raten, in welche Richtung die Entwicklung weitergeht.

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LorenzSTR 26.11.2013, 10:51
59. @parliament

Echt? Die Natur hat das so eingerichtet? Seltsam, ich kenne jede Menge Dumpfbacken, die Tausende Euro im Monat verdienen, während man viele intellektuellen Geister eher bei den "Verlierern" findet. Komisch auch, dass die "High Performer" sogar selber sagen, dass es heute eigentlich nur auf die Selbstvermarktung sowie Kontakte ankommt. Fazit: Sparen Sie sich die neoliberalen Märchen. Danke.

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