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Dauerbaustelle: Hochtief-Manager bemängelt Vertrag zur Elbphilharmonie
DPA

Die Dauerbaustelle Elbphilharmonie ist ein Ärgernis für Steuerzahler, nun regt sich offenbar auch beim Baukonzern Hochtief Unmut. Grund ist laut einem Magazinbericht der neue Vertrag mit der Stadt Hamburg, der einen Festpreis für das Konzerthaus vorsieht - und womöglich Risiken birgt.

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philzero 04.05.2013, 16:33
60. Alles halb so wild

Wenn man sich die Geschichte von Problemen und Kostenexplosionen bei Grossbauprojekten ansieht, vom Kölner Dom bis zur Oper in Sydney, so reiht sich die Elbphilharmonie bestens ein. Heute sind diese Bauwerke zu prägenden Merkmalen und Touristenmagneten ihrer Heimatstädte geworden. Und niemand interessiert sich in 20 Jahren noch für die Kosten und Probleme des Bauwerks...

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gucky2009 04.05.2013, 16:34
61.

Zitat von omnifight
Solche "Rundum-Sorglos-Veträge" sind in der internationalen Wirtschaft doch schon lange üblich, das sollte auch Hochtief wissen.
Dann wäre interessant ob Apple auch so einen "Rundum-Sorglos-Vertrag" hat? Bauprojekt: Apple-Hauptsitz kostet mehr als World Trade Center - SPIEGEL ONLINE

Zitat von omnifight
... dass Kostensteigerungen für den Auftraggeber ausgeschlossen sind. Der Auftragnehmer hat sich während des Bieterverfahrens über alle (baulichen, rechtlichen,...) Umstände zu informieren, eventuelle Fehler in der Ausschreibung zu berücksichtigen und das Angebot entsprechend zu gestalten. Alle andersgestalteten Verträge sind einfach Wahnsinn und gehören für die öffentliche Hand verboten.
Und 4 Wochen danach kommt die erste Anruf mit "Wir wollen doch da noch etwas anders haben ...". Ist ja z.B. beim Berliner Flughafen einer der Gründe wieso dieser so viel teurer wird.

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explorer88 04.05.2013, 16:38
62. Na bitte,

das zahlt der Perez aus der Portokassa! Dafür kann er zum Trost mit seinem Team Real Madrid in die Oper gehen ; )

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jayjayjayjay 04.05.2013, 16:41
63.

Zitat von marshmellow
Festpreise, das Einzige was hilft: Würden alle Projekte von vornherein mit Festpreis geplant, könnte es sich kein Unternehmer erlauben die Kosten klein zu reden um den Auftrag zu erhalten. Die Subunternehmer würden sorgfältig ausgesucht um Baupfusch möglichst zu verhindern. Wenn ein Bauabschnitt mängelfrei abgearbeitet wurde, gibt es Geld. Ansonsten...nachbessern.
geht ja nichtnur drum das der bauunternehmer sorgfältig kalkuliert sondern auch darum das der kunde seinen Wunsch erhält, verändert der sich während des Baues müssen anpassungen die Mehrkosten verursachen auch irgendwie gedeckt werden, in ihrem fall nichtmehr möglich, zum schluss zahlt der kunde dann fürs haus welches nicht so ist wie er es sich zum schluss gewünscht hat plus die sanierung zur anpassung an seine wünsche. Das kostet logischer Weise mehr als wenn man die Wünsche während der Bauphase umsetzt und dam am ende ne abweichende Rechnung stellt, 1000% ist zwar ne brutale Kostensteigerung aber bevor man dem Unternehmertum das Leben unmöglich macht sollte man vielleicht mal schauen was auf der anfangskalkulation draufstand und was zum schluss an wünschen des Kunden dazu kam.

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joG 04.05.2013, 16:41
64. Hoch-Tief ist ein privates unternehmen und durchaus .....

....genügend professionell und stark, um ihre eigenen Angelegenheiten zu regeln. Wenn Manager irren und Verluste machen, müssen sie gehen, müssen haften und werden verklagt, wenn sie Gesetze brachen. Leider ist das im Falle der Politiker und Bürokraten offensichtlich nicht so.

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rainer_daeschler 04.05.2013, 16:53
65.

Zitat von jujo
Denke ich mir die Baukräne weg, so ist die Bauruine auch ohne weitere Nutzung ein Hingucker und Mahnmal wie man es nicht (!) machen sollte.
Das ist die Lösung.. Man deklariert die Elbphilharmonie als Kunst, lässt sie wie sie ist und macht sie zum Denkmal, das Franz Schuberts Unvollendete darstellt. Das ist preiswerter, als sie weiterzubauen.

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mk1964 04.05.2013, 16:55
66. Der Bahnhof verbessert aber wenigstens die Infrastruktur

für alle, die NICHT nach Stuttgart wollen.

Die Elbphilharmonie ist nur etwas für eine elitäre Klientel, die sich selbst beweihräuchern wollen.

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mainzelmännchen 1 04.05.2013, 16:59
67. Ein vergleichsweise läppisches...

...Hochbauprojekt auf einem Kakaospeicher das Zehnfache - was sollen da erst die Stuttgarter sagen: Ein vergleichsweise unterirdisches Röhrenprojekt wird die Innentadt ins Rutschen, das Mineralwasser zum Explodieren bringen, nicht für läppische 800 Millionen sondern für 30 Milliarden - bis 2030.

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hdudeck 04.05.2013, 17:06
68. Die (Hamburger) Buerger haben doch eigene Schuld,

Zitat von sysop
Die Dauerbaustelle Elbphilharmonie ist ein Ärgernis für Steuerzahler, nun regt sich offenbar auch beim Baukonzern Hochtief Unmut. Grund ist laut einem Magazinbericht der neue Vertrag mit der Stadt Hamburg, der einen Festpreis für das Konzerthaus vorsieht - und womöglich Risiken birgt.
denn Sie haben diese Politiker gewaehlt. Schon vergessen, wie Beust an die Regierungsverantwortung kam? Die Waehler wollten doch der damaligen, mit absoluter Mehrheit regierenden SPD eins auswischen und haben den (koksenden) SuperScharfRichter Schill gewaehlt. Die Wahl ansich war schon dubios, da vom Verfassungsgericht angeordnet, da die CDU (Wahlverlierer) ein falsches Verfahren zur Kandidatenaufstellung durchgefuehrt hat. Danach haben die Waehler ein zweites Mal Beust gewaehlt, warum? Weil er so sympatisch daherkam, weil es schick war, einen Buergermeister zu haben, der sich offen zu seiner Homosexualitaet bekannte, nicht weil sein Partei qualifiziert gearbeitet hat. So, der Hamburger wollte es doch so? Die gleiche Situation gab es doch schon vorher mit 'ner anderen Partei in Hamburg, die aus dem NIchts kam und da auch wieder verschwand (Namen habe ich vergessen). Wer nicht lernen will muss halt zahlen. Und nun rummaulen? Eher nicht sondern mal anfangen ueber die eigene Schuld daran nachzudenken. Erinnert mich komischerweise an die heutige Situation, das stehen auch zwei Parteien in den Startloechern, die ausser grossen Worten nichts zu bieten haben. Seht nach Italien, was Protestwahlen bringen. Nichts ausser Stillstand. So fangt endlich an zu denken und macht nicht den Fehler immer wieder, mit dem Bauch abzustimmen. Andersweitig akzeptiert was Ihr selber angerichtet hab.

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darkhomer77 04.05.2013, 17:10
69.

Solche Verträge sollte es öfter geben, da werden zumindest alle Möglichkeiten von Seiten der Zahlenden ausgeschöpft. Bei den Verträgen vorher hatte das Unternehmen so etwas wie einen Freibrief.
Verstehe nicht wie solch ein Gebäude das zum Teil bereits stand, so teuer werden konnte. Für die Plannung werden Computer eingesetzt um die Statik indes auch die Akustik zu gewährleisten. Und als Baumaterial wird ja wohl auch nicht Mahagoni oder Eiche eingesetzt. Der Architekt und der Bauherr werden wahrscheinlich Materialien eingeplant haben die praktikabel sind. Und zur Umsetzung werden doch keine neuen Maschinen konstruiert. Es gibt ja auch keine Sondertranporte an Material das hoch versichert und vorsichtig transportiert werden muss. Es sollte ja kein Luxushotel mit allen Extras werden. Wo also entstehen diese 10 fachen Kosten? Bei der Planung des Architektenbüros, bei der Beschaffung der Baumaterialien, oder beim Bauunternehmer?

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