Forum: Wirtschaft
Dax-Gehälterstudie: VW-Vorstände verdienen 97-mal so viel wie ihre Mitarbeiter
Wolfgang Kumm/DPA

In keinem deutschen Unternehmen klafften die Verdienste von Vorständen und einfachen Mitarbeitern 2018 so weit auseinander wie bei VW. Der Topverdiener des Dax führt jedoch einen anderen Konzern.

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wolflangecker 11.06.2019, 14:42
1. Am Problem vorbei

Nicht die Gehaltsunterschiede sind das Problem, 100 mal mehr ist international gesehen nichts, sondern das Steuersystem, wodurch dem Vorstand aufgrund seines hohen Gehaltes mehr Spielraum in der Steuervermeidung gegeben ist.

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ich2010 11.06.2019, 14:54
2.

Das ist wieder mal eine die übliche Neiddebatte. Warum man überhaupt die Gehälter eines Vorstands und das eines Geringverdieners vergleicht ist mir ein Rätsel.Wobei nicht einmal genau erläutert wurde, wessen Gehalt hier am unteren Ende als Vergleichsgröße herangezogen wurde. Das einer ungelernten Arbeitskraft, die möglicherweise noch in der Probezeit ist und null Berufserfahrung hat? Das hat keinerlei Aussagekraft. Nicht einmal aus der "moralischen" Sicht. Was auch immer das ist. Wer bestimmt denn, was moralisch annehmbar ist und was nicht. Man frage 10 Leute und bekommt 20 Meinungen. Den einen stört es gar nicht, der andere gönnt seinem Nachbarn nicht mal das zweite Butterbrot.

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br0iler 11.06.2019, 14:57
3. wieder typisch deutsch.

Das gibt es auch nur in dieser Form in Deutschland. Wenn einige wenige super viel verdienen muss der Durchschnittsdeutsche darauf neidisch sein und darf das auch dem Anderen nicht gönnen. Wehe ein "Reicher" zeigt das auch noch mit dickem Autos, Häusern oder Uhren. DAS ist dann der "Feind", das muss ein pöser Kapitalist sein, der nichts anderes zu tun hat als die armen Arbeiter auszubeuten. Diese "Neidkultur" gibts in anderen Ländern komischerweise nicht, jedenfalls nicht in so extremer Form wie in D. Warum gönnt man einem Anderen nicht seinen Luxus? Warum schert man sich überhaupt um Dinge anderer Leute. Mir ist es doch egal, ob Herr XYZ 2 Jachten, 5 Porsche und 3 Mallefinkas hat. Man gönnt den Anderen nur nichts und ist neidisch, wenn man selbst mit sich nicht zufrieden ist. Und daran kann jeder selbst arbeiten! Geld ist übrigens nicht alles. Mir ist es egal, was andere Leute, die ich nicht kenne, verdienen. Ich komme mit meinem Geld klar und das reicht mir.

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olli0816 11.06.2019, 15:03
4. Das Problem ist nicht das Gehalt

Ich denke, auch wenn es wie hier 100 Mal mehr als der durchschnittliche Mitarbeiter ist, sollte jedes Unternehmen die Möglichkeit haben, alle Gehälter selber zu bestimmen. Dabei werden einige reich, aber genau das ist ein Anreiz für viele Leute, solche Positionen anzustreben. Gleichzeitig ist es ja das Dilemma der Politik: Für viele dort tätige Minderleister, die als CEO von VW keine drei Monate durchhalten würden ist das Salär zu hoch, für wirklich gute Kräfte leider zu niedrig.

Der Staat sollte nur die Rahmenbedingungen festlegen. Es spricht auch nichts dagegen, bei einem Jahresbrutto von größer 1 Million noch einmal die EST um 10% zu erhöhen. Bei 250k EURO kommt ja auch der Zuschlag von 3% rauf. Damit wird ein Vorstand immer noch wohlhabend, aber gleichzeitig hat die Gesellschaft auch etwas davon. Gerade, wenn jemand erfolgreich ist und z.B. 15 Millionen bekommt. Damit sollte es aber dann auch wieder gut sein. Ein Vorstand hat viel Verantwortung und auch wenn man hier immer gegenteiliges liest, sehr häufig Kenntnisse, die die Allgemeinheit nicht hat, um den Job ausüben zu können. Der Bandarbeiter kann es definitiv nicht.

Das Problem ist eher die Korumpierung der Politik und natürlich die Maßnahmen einiger grauen bis schwarzen Schafen in den Konzernen. Sollte so jemand überführt und verurteilt werden wie z.B. bei VW, dann sollte dieser Vorstand mit seinem kompletten Privatvermögen inklusive Überschreibungen an enge Verwandte der letzten fünf Jahre haften. Kann er es nicht begleichen, wird automatisch private Insolvenz angemeldet, damit ein Insolvenzverwalter das Vermögen entsprechend dem Schaden verwalten kann. Gleiches für die nun jahrzehntelangen Bestechungen, wofür Siemens schon ewig bekannt ist. Die Verquickung Politik/Wirtschaft ist das besorgniserregende, nicht die Gehälter einzelner Vorstände. Die Dieselaffaire und der Anteilseigner Niedersachsen an VW haben dies klar gezeigt.

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ronald1952 11.06.2019, 15:08
5. Nicht einmal der Staat als Anteilseigner

achtet darauf das eine einigermaßen gerechte Verteilung vorgenommen wird. Wer bitte soll es denn sonst richten? Vom Betriebsrat hört man da ja auch nichts. Es ist wirklich erbärmlich geworden hier in Deutschland.Es hat nichts mit Neid zu tun, jeder soll Verdienen aber bitte Gerecht wie es sich gehört.
schönen Tag noch,

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Crom 11.06.2019, 15:12
6.

Zitat von wolflangecker
Nicht die Gehaltsunterschiede sind das Problem, 100 mal mehr ist international gesehen nichts, sondern das Steuersystem, wodurch dem Vorstand aufgrund seines hohen Gehaltes mehr Spielraum in der Steuervermeidung gegeben ist.
Können Sie mir bitte sagen wie, welche Freibeträge etc. kann man denn erst verwenden, wenn man z.B. über eine Million liegt?

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thorgur 11.06.2019, 15:12
7. Das wars dann

Der 2. Beitrag hat ja gleich die Keule mit der Neiddebatte ausgepackt. Auch wenn er den Artikel anscheinend nicht wirklich gelesen/verstanden hat.
Wie kann man nur ein System kritisieren bei dem man nicht selber an der Sputze steht. Das geht ja gar nicht.
Damit wäre jede sinnvolle Diskussion erledigt. Bitte den Thread schließen.

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Crom 11.06.2019, 15:13
8.

Meines Wissens nach verdient man bei VW nicht schlecht. Warum den Vorständen also ihren Verdienst neiden?

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bert1966 11.06.2019, 15:13
9.

Der Sinn solcher Vergleiche erschließt sich dem Leser nur unzureichend. Werden DAX-Vorstandsposten vererbt oder nach einem anderen geheimen Schlüssel vorverteilt oder hat theoretisch jeder die Möglichkeit, DAX-Vorstand zu werden, muss sich dann aber einem besonders harten Konkurrenzkampf aussetzen? Warum ist der Schrauber am Band also nicht DAX-Vorstand oder (noch provokanter) Profifußballer geworden? DAS wäre doch die eigentlich interessante Frage.

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