Forum: Wirtschaft
Dax-Gehälterstudie: VW-Vorstände verdienen 97-mal so viel wie ihre Mitarbeiter
Wolfgang Kumm/DPA

In keinem deutschen Unternehmen klafften die Verdienste von Vorständen und einfachen Mitarbeitern 2018 so weit auseinander wie bei VW. Der Topverdiener des Dax führt jedoch einen anderen Konzern.

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CancunMM 11.06.2019, 16:15
50.

Zitat von ich2010
Das ist wieder mal eine die übliche Neiddebatte. Warum man überhaupt die Gehälter eines Vorstands und das eines Geringverdieners vergleicht ist mir ein Rätsel.Wobei nicht einmal genau erläutert wurde, wessen Gehalt hier am unteren Ende als Vergleichsgröße herangezogen wurde. Das einer ungelernten Arbeitskraft, die möglicherweise noch in der Probezeit ist und null Berufserfahrung hat? Das hat keinerlei Aussagekraft. Nicht einmal aus der "moralischen" Sicht. Was auch immer das ist. Wer bestimmt denn, was moralisch annehmbar ist und was nicht. Man frage 10 Leute und bekommt 20 Meinungen. Den einen stört es gar nicht, der andere gönnt seinem Nachbarn nicht mal das zweite Butterbrot.
Nein eben nicht. Eine Gesellschaft definiert für sich ethische Grenzen.
Und wenn Sie 10 Leute Fragen werden Sie sicher keine 20 Meinungen bekommen, sondern eher, dass die meisten sagen werden, dass jemand der mehr Verantwortung trägt auch mehr verdienen soll, aber daß ein Dax-Vorstand so viel mehr bekommt ist einfach unanständig. Die rechtfertigen ihre hohen Gehälter auch immer der Verantwortung, die sie dann aber im Schadensfall gra nicht übernehmen.
Das hat nun aber auch gar nichts mit Neid zu tun.

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marty_gi 11.06.2019, 16:18
51. an alle wirklichen "Neider"

Nein, diese Debatte gibt es nicht nur in Deutschland. DIe gibt es ueberall dort, wo es eine eindeutig ungerechte Verteilung gibt. Und, sie hat auch nichts mit Neid zu tun. Wir wollen doch garnicht alle so viel bekommen. Nur wirklich "verdienen" tun das ja auch die wenigsten. Und schaue man sich Winterkorn an, der ja aufgrund seiner "Verantwortung", die er angeblich trug, soviel bekam - hat hinterher von nix wissen wollen und auch keinerlei Verantwortung uebernommen. Sondern nur Gier gezeigt. Es ist also keine Neid-Debatte, es ist eine Gier-Debatte. Masse ist da, um sie gerechter zu verteilen - und die Millionen da oben bringen niemanden weiter, halten ja nicht mal die Wirtschaft in Schwung. Was bei anderer Verteilung jedoch viel eher der Fall waere. Also volkswirtschaftlicher Unsinn, diese Millionengehaelter.

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marco560 11.06.2019, 16:18
52. Fussball

Wie wäre es mit der Überschrift: Robert Lewandowski FC Bayern verdient 150 mal soviel wie die normalen Mitarbeiter (Sekretariat etc.). Aber klar, Fussball ist ja was anderes, die verdienen es ja durch Leistung und nicht wie die Vorstände der DAX Konzerne durch Dummheit und Nichtstun.

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Darwins Affe 11.06.2019, 16:18
53. Vergleiche fehlen

1) In dem Artikel geht man mit keinem Wort auf die Vorstandsgehälter in anderen Ländern ein.
2) In dem Artikel geht man mit keinem Wort auf die Einkommen der Spitzensportler ein.
3) In dem Artikel geht man mit keinem Wort auf die Einkommen der Bänkelsänger ein.
4) Bei aller berechtigten Kritik: Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. Oder geht`s halt nur mal wieder um die teutonische Neidkultur?

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siryanow 11.06.2019, 16:19
54. Schere

Wenn dem so ist , dann Scheiss auf alle bisherigen Regierungen. Wenn ich kein Vertrauen auf eine gerechte Gesellschaft habe und im Gegenteil sehe dass Politiker dieses System der Ungleichheit foerdern, zum Teufel mit Ihnen.
Es wird Zeit dass wir die gelben Westen anziehen.

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Stereo_MCs 11.06.2019, 16:21
55. 232 fach

Habe ich diese Zahlen nur geträumt?:

https://www.spiegel.de/karriere/geha...a-1216809.html

Für mich nur mit einem Wort zu beschreiben: pervers.
maßlose Gier = Raubtierkapitalismus = Anfang vom Ende

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Cannonier 11.06.2019, 16:24
56. Liebe SPON Redaktion

Ein Zufall dass dieser Beiträg unter der Laudatio auf Kevin Kühnert erscheint? :)

Was passiert eigentlich wenn ein Mitarbeiter von VW in der Produktion den falschen Knopf drückt, das falsche Material bearbeitet, die Schweissnaht nicht ordentlich zieht oder gar herumpöbelt? Richtig. Nicht viel.

Was passiert wenn das ein Vorstand tut? Richtig. Mehr als das 97-Fache des Kollegen oben.

Wenn mal wieder die Diskussion aufkommen sollte was "Leitkultur" in Deutschland bedeutet: Neid steht ganz oben. Dicht gefolgt von Besserwisserei.

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wrkffm 11.06.2019, 16:27
57. Ja eben...

Zitat von wolflangecker
Nicht die Gehaltsunterschiede sind das Problem, 100 mal mehr ist international gesehen nichts, sondern das Steuersystem, wodurch dem Vorstand aufgrund seines hohen Gehaltes mehr Spielraum in der Steuervermeidung gegeben ist.
das klafft ja extrem weit auseinander, international betrachtet. Also gebt ihnen endlich das Tausendfache, damit sie endlich im internationalen Ranking mithalten können. Wäre doch auch viel gerechter, international betrachtet, oder ? - "Auweia" !

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CancunMM 11.06.2019, 16:30
58.

Zitat von olli0816
Mit meinem Lebenslauf bin ich sicher nicht häufig. Ich war knapp 15 Jahre Geschäftsführer in zwei Unternehmen. Danach verwaltete ich freiberuflich u.a. für eine großes amerikanisches Unternehmen einen Bereich (mache ich heute noch, wenn auch nicht mehr lange). Ich hatte zwischenzeitlich von einer Firma in den USA (Kalifornien) ein Angebot, Vorstandsmitglied in einer mittelgroßen AG zu werden. Da ich weder in die USA wollte noch meine Familie darauf Lust hatte, mich nicht mehr zu sehen habe ich das nach reiflicher Überlegung nicht wahrgenommen. Ich habe so einige Vorstände im IT-Bereich getroffen, manche waren ihr Geld wert, andere zumindest meiner Einschätzung nach nicht. Aber auch hier kann ich mich irren. Eines kann ich ihnen sagen: Fast kein Vorstand ist dort, weil er leistungslos ist. Ganz im Gegenteil: Die meisten sind sehr versierte Fachleute, die sich den Arsch abarbeiten. Die wären sonst nicht dort, wo sie wären. Wie in jedem Beruf gibt es natürlich auch schlechte Leute, aber in der Wirtschaft fallen die über kurz oder lang. In meinem Bekanntenkreis kenne ich eine Dame, die heute Vorstandsvorsitzende in einer Organisation ist, die so ziemlich jeder in Deutschland kennt. Hat mehrere Tausend Beschäftigte. Nach ihrem Studium fing sie im Controlling an, wechselte dann zu der Organisation in eine untere Managementposition und hat sich die ganze Leiter heraufgearbeitet. Die ist nicht da, weil sie Quotenfrau ist, sondern weil sie einfach sehr gut ist. Ich kenne mehrere Leute, die nicht ganz so weit gekommen sind, aber auch durch Fleiß und weil sie etwas von dem verstehen, was sie tun. Wenn Sie so wütend werden bei dem Gedanken, liegt es wahrscheinlich daran, dass sie entweder nicht schlau genug sind und/oder nicht die Opfer dafür bringen möchten. Das ist verständlich, genau aus dem Grund habe ich das US-Angebot damals abgelehnt. Ich wollte einfach nicht 70 - 100 Stunden/Woche arbeiten. Und das ist auch OK so. Übrigens: ich habe selbst zur Studienzeit nie für Mindestlohn gearbeitet (gabs ja noch nicht, aber so wenig war es nie). Das liegt an der Bildung und das man Dinge weiß/kann, die benötigt werden und die Masse nicht kann. Es liegt also an ihnen.
Genau solche Selbsteinschätzung wie Ihre macht es notwendig eine Gehaltsobergrenze einzuführen.
Ich denkt wirklich alle Ihr seid unersetzlich und so tolle Typen. Ihr haltet Euch für eine Elite. Stellen Sie sich vor: Ich habe auch die diese 70-80 Stunden die Woche gearbeitet und mir den Hintern aufgerissen, wie viele tausend Arbeitnehmer und Selbständige es auch tun für ein Bruchteil dieses Gehaltes. Was soll ein Pilot oder ein Arzt sagen, der tagtäglich Leben rettet zu solchen Managern wie Herrn Diess, Herrn Winterkorn usw. ? Diese Argumentationen sind lächerlich. Auch der Verweis auf die höheren Gehälter in den USA usw.
Bloß weil man woanders noch ungenierter ist. Ich würde mich schämen, wenn ich so viel mehr bekommen würde wie ein einfacher Arbeiter.

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ich2010 11.06.2019, 16:30
59.

Zitat von ronald1952
achtet darauf das eine einigermaßen gerechte Verteilung vorgenommen wird. Wer bitte soll es denn sonst richten? Vom Betriebsrat hört man da ja auch nichts. Es ist wirklich erbärmlich geworden hier in Deutschland.Es hat nichts mit Neid zu tun, jeder soll Verdienen aber bitte Gerecht wie es sich gehört. schönen Tag noch,
so. Und wer bestimmt was "gerecht" ist und "was sich gehört"? Sie?

VW und alle anderen Konzerne auch (bzw. deren Aktionäre) bestimmen selbst wer wieviel verdient. Und zwar nur die und niemand sonst. Wenn die Führungsriege der Meinung ist, dass XY soundso viel verdient, dann ist das so und geht den Rest der Welt nichts an.

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