Forum: Wirtschaft
Debatte über die Kirchensteuer: Vergelt's Gott
imago images / CoverSpot

Die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt, und absehbar dürften auch die Einnahmen aus der Kirchensteuer einbrechen. Längst diskutieren Experten über Alternativen - vom Spendenmodell bis zur Pflichtabgabe für alle.

Seite 38 von 61
ichliebeeuchdochalle 21.04.2019, 09:23
370.

Zitat von upalatus
1. Aha, 'wir' also..... . Damit meinen Sie wohl jene, die Kirche vollautomatisch einem Tebartz oder weiteren leider negativen Beispielen gleichsetzen, und keinen Millimeter weiterdenken. 2. Warum hängen Sie sich an mittlerweile kaum mehr gängige Rituale auf? Ja, es gab mal ne Zeit, wo die offizielle Kirche Angst verbreitete und eigene Interessen sehr intensiv auslebte. Das ist heute nicht mehr so. 3. Informieren Sie sich einfach mal, wo Kirche und deren wahrlich nicht mehr mittelalterlichen Aktiven welche Aufgaben übernehmen.
1. Warum raten Sie ... ? Und dann auch noch falsch.
2. Da habe ich mir das mit dem "kleine-Jungs-anpacken" also nur eingebildet? Und die Vertuschungs-Skandale rund um den Globus. Der Skandal um Herrn Pfeiffer. Und das Sonder-Arbeitsrecht auch. ... Soll ich weitermachen?
3. Längst erledigt. Soll ich da was erklären, was Sie nicht verstehen. Aber Vorsicht: Sie könnten vom Glauben abfallen, wenn sie das alles lesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Juro vom Koselbruch 21.04.2019, 09:24
371. Die nicht-religiösen Leistungen ...

Zitat von quark2@mailinator.com
Aus meiner Sicht sollten die nicht-religiösen Leistungen der Kirche vom Staat erbracht und bezahlt werden - also z.B. all die Kindergärten und Pflegedienste. Auf der anderen Seite sollte der Religionsunterricht aus den Schulen zurück an die Sonntagsschule, so wie das früher üblich war. In den Schulen kann den Kindern gern Ethik gelehrt werden,
... werden ohnehin weitgehend vom Staat gezahlt. Die die Situation ist abstrus hoch zehn.
Der jeweilge Hauptkostenträger auch der konfessionellen Kindergärten usw. ist immer mit mindestens 85% der Staat im Verbund etwa auch mit den Eltern. Die katholischen und evangelischen Einrichtungen sind so gesehen gar nicht katholisch oder evangelisch. Weil die Kirchen höchstens 15% Eigenanteil tragen.Trotzdem werden sie durch den Tendenzschutz zu Hausherren gemacht, könnnen also z.B. Homoseuellen oder lesbischen Frauen wegen deren sexueller Ausrichtung kündigen oder bei der RKK geschiedene und wieder verheirateten Kindergärtnerinnen kündigen. Ich kenne keine Firma, bei der ein Anteilseigner mit unter 50% Anteil das Sagen hat. Aber diesem Unrecht beginnen ja nun erfreulicherweise die Gerichte ein Ende zu machen.

Dann kommt noch eine weitere meist unbeachtete, aber für den Staat sehr teure indirekte Finanzspritze für die Kirchen hinzu. Denn die Kirchesteuer kann jeder als Spende beim Steuerausgleich absetzen. Das Geld geht dem Staat verloren. Der Staat zahlt eigentlich die Kirchensteuern mit. Die Kirchen werden sozusagen gleich mehrfach bedient.

Die Überrepräsentanz der Kirchen in diversen Kommissionen ist dann noch ein anderes Problem. Denn es ist ein Irrtum, dass Christen nun ethisch bessere Menschen wären als Nicht-Christen. Bei der 2000jährigen historischen Vorprüfung ist das Christentum an Hand eben seiner Geschichte durchgefallen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ichliebeeuchdochalle 21.04.2019, 09:26
372.

Zitat von Sir Tobi
Leider haben wir im 21. Jahrhundert immer noch keine Trennung von Staat und Kirche. Dieser Zopf gehört abgeschnitten!!!! Die Arroganz der Kirche, nicht nur als Institution, wir erleben es auch mit den örtlichen "Gesandten", vertreibt noch letzte Zahlungswillige. ... Dieser "Laden" wird subventioniert auf Basis von mittelalterlichen Gesetzen, ein Unding das seinesgleichen sucht. Eigene "Gerichtsbarkeit", eigene Arbeitsgesetze, Kirchgeld bei null Einkommen, Millionen verschwendete Gelder....... ein unsozialer und krimineller Haufen der Dank naiver Politiker überlebt.
Sie haben die letzten Jahrzehnte welche Politiker gewählt? Religiöse Christen, oder? Also sind Sie Mit-Täter, nicht Opfer.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sekundo 21.04.2019, 09:27
373. Schluss mit der

Alimentierung der Kirchen durch die
Steuerzahler. Erstens weil das
Geschäftsmodell der beiden Firmen
krachend gescheitert ist und zweitens
weil in unserem Grundgesetz steht,
dass die Zahlungen an die Kirchen
einzustellen ist. Nur steht dort nicht,
wann das zu geschehen hat.
Ausserdem muss endlich eine
Trennung von Staat und Kirche
durchgesetzt werden. Die gibt es
nur de jure, de fakto nicht!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
odapiel 21.04.2019, 09:30
374.

Zitat von hartmannulrich
Nur ein Hinweis: Der Vergleich mit den Spenden für den Wiederaufbau von Notre Dame ist falsch (abgesehen davon, daß es hier um einmalige spenden, nicht um regelmäßige Finanzierung, geht): Notre Dame gehört dem Staat, wie die meisten (katholischen) Kirchen in Frankreich. Obwohl sie von der Kirche für Gottesdienste genutzt werden, bezahlt der Staat ihre Unterhaltung. Kirche und Staat sind in frankreich nämlich nicht so getrennt wie bei uns. In Teilen Frankreichs (ehem. Elsaß-Lothringen) werden die Religionsgemeinschaften sogar direkt vom Staat finanziert.
Keinen Stuß reden, bitte. Kirche und Staat sind in Frankreich weitaus unnachgiebiger getrennt als bei uns:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Trennung_von_Kirche_und_Staat_(Frankrei ch)

Ich habe selbst lange genug in Frankreich gelebt, um die Vorteile zu sehen. Da ist schnell mal der Pfaffe ausgetauscht, wenn der sich nicht genug Mühe mit seinen Schäfchen macht. Dann gibts nämlich keine freiwilligen Spenden zu seinem Unterhalt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ichliebeeuchdochalle 21.04.2019, 09:30
375.

Zitat von horstbra
Beide Kirchen haben bis heute viele Mitarbeiter, die ehrenamtlich in den Gemeinden für vielfältige Aufgaben helfen. Fällt diese Hilfe aus, dann kann unser Sozialsystem Bankrott anmelden..
Ja, ohne Gehirnwäsche stellt sich das zum Beispiel so dar: Die Religions-Konzerne bieten zum Schein kostenlose Hilfe an ... was oft gar nicht stimmt bzw. es sind nur minimale "Zuzahlungen" ..., um den Daumen drauf zu behalten, also die Schäfchen weiter frei Haus geliefert zu bekommen.

Jetzt sind Sie wieder dran ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zaungast2013 21.04.2019, 09:32
376. #290

Das ist ja auch ein feiner Zug der Kirchen. Aber der mit Abstand größten Teil dieser Leistungen wird bereits jetzt abseits der Kirchensteuer finanziert, wie Kita, konfessionelle Schulen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen. Sollen diese Leistungen künftig durch eine von allen aufzubringende Zwangssteuer an Stelle der jetzigen Kirchenmittel mitfinanziert werden, können die Einrichtungen auch gleich wie andere kirchenfreie Betriebe finanziert und berieben werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cobaea 21.04.2019, 09:32
377.

Zitat von KingTut
Da hat der Spiegel ja ein schönes Reizthema aufgemacht, ausgerechnet zur Osterzeit. Was die von Ihnen beschriebenen Verfehlungen betrifft, so wird hier der falsche Eindruck erweckt, die Bibel und das Testament seien dafür verantwortlich. In Wahrheit vergehen sich jene, die solche Taten begehen, an den Lehren Jesu und wofür er gewirkt hat. Wenn es in einer Familie ein schwarzes Schaf gibt, dann lastet man dies ja auch nicht der ganzen Familie an (sollte zumindest so sein). Was die vom Staat gewährten Privilegien betrifft, so sind diese ein Ausgleich für die im Zuge der Säkularisierung konfiszierten Kirchengüter, was rechtsverbindlich in dem bekannten Reichskonkordat festgehalten ist. Im Übrigen kann jeder über Google feststellen, wie viele christliche Hilfsorganisationen rund um den Globus ihren Dienst am Nächsten tun, und zwar unabhängig von Religion und anderen Kriterien. Das ist nicht bei allen Religionen so, wo nur die eigenen Leute unterstützt werden. Ich wünsche allen ein Frohes und Gesegnetes Osterfest.
Hätten Sie das alles auch geschrieben, ginge es nicht um die christlichen Kirchen sondern um den Islam? Das würde ich doch gerne mal nach einem Anschlag hören "so wird der falsche Eindruck erweckt, der Koran sei dafür verwantwortlich. In Wahrheit vergehen sich jene..." etc. So ist das zwar, aber seltsamerweise wird in solchen Fällen dann immer mit "rückständigem und intolerantem Islam" argumentiert. Was aber für die eine Religion gut, ist für die andere billig. Das mit dem einzelnen "schwarzen Schaf" ist ja wohl ein Witz: die christlichen Kirchen wären dann nämlich das "schwarze Schaf", auf das sich der Beitrag bezog, den Sie hier zurückweisen. Und die Bibel stand und steht den Taten der Kirchen nicht im Weg.

Die Säkularisierung fand Anfang des 19. Jahrhunderts statt - und da finden Sie, es sei in Ordnung, dass der heutige Staat noch immer dafür zahlt? Die Vereinbarung stammt von 1803 und hat mit dem Reichskonkordat von 1933 (Nazis mit der kath. Kirche) nichts zu tun.
Christliche Hilfsorganisationen "rund um den Globus" können ihre Arbeit auch mit Spenden machen - es steht Gläubigen ja nichts im Weg, die entsprechenden Organisationen zu bedenken. Genauso, wie auch andere Hilfsorganisationen bedacht werden, die zudem nicht gleichzeitig auch noch missionieren (wollen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peter Pots 21.04.2019, 09:34
378. Absolute Trennung von Staat und Kirchen erforderlich

Nichts spricht dafür, dass es einen Gott gibt. 98% der befragten Nobel-Preisträger glauben nicht an Gott. Wahrscheinlich glaubt auch die überwältigende Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen nicht an Gott. Daraus ergibt sich nahezu zwangsläufig, dass die wenigen gottgläubigen Menschen die es in Deutschland gibt, die mit der Organisation ihres absurden Aberglaubens verbundenen Kosten selbst aufbringen sollten.
Vor allem die katholische Kirche war und ist eine kriminelle Vereinigung wie die Mafia. Millionen von Menschen sind weltweit im Lauf der Jahrhunderte mit Billigung der Kirche ermordet, bzw. in betrügerischer Absicht finanziell geschädigt worden. Im Fall der katholischen Kirche konnte man im deutschen Fernsehen in Dokumentationen immer wieder bestätigt bekommen, dass die Kirche viel Dreck am Stecken hat. Die katholische Kirche unterstützte weltweit Nazi-Mörder, verhalf ihnen nach dem Krieg zur Flucht, die Kirche kooperiert mit der Mafia, wäscht Drogengelder, deckt Morde und die Angehörigen des Klerus haben weltweit hunderttausende, wenn nicht gar Millionen, von verängstigten Kindern und Heranwachsenden gequält und sexuell missbraucht, bzw.versklavt. Grund genug, um die katholische Kirche als kriminelle Vereinigung zu verbieten und allen anderen Glaubens-Zusammenrottungen jegliche staatliche Unterstützung zu entziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Juro vom Koselbruch 21.04.2019, 09:35
379. Da liegen Sie ...

Zitat von Crom
Erst einmal gehört das Kirchgeld und dessen verfassungswidrige Erhebung abgeschafft.
... juristisch falsch.

Das Kirchgeld wird zwar aus eigener langer Jahre Erfahrung z.B. in Bayeren außerhalb der Kirchesteuer erhoben aber es ist von der Kirchensteuer abgezogen.

Zahlen Sie also normalerweise 9 % Kirchensteuer, wird das gesplittet. Sie zahlen dann 8% Kirchensteuer per Lohnzettel. Das restliche Geld in Höhe von 1% zahlen Sie als Privatüberweisung nicht an die Großkirche, sondern an die lokale Kirche. Das Ganze zieht auf Verteilungsgerechtigkeit ab. Die Veranschlagung des 1%s nehmen Sie übrigens unüberprüfbar selber vor.

Eine Zwangsabgabe auf Glauben lehne ich trotz dieser Richtigstellung natürlich ab. Im Falle dieser Zwangsabgabe sollte bis zur höchsten möglichen Instanz (auch EGH) der Rechtsweg beschritten werden, um Unrecht zu verhindern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 38 von 61