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Debatte über die Kirchensteuer: Vergelt's Gott
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Die Zahl der Kirchenmitglieder sinkt, und absehbar dürften auch die Einnahmen aus der Kirchensteuer einbrechen. Längst diskutieren Experten über Alternativen - vom Spendenmodell bis zur Pflichtabgabe für alle.

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Sendungsverfolger 20.04.2019, 17:49
70. Ernsthaft?

Zitat von hwdtrier
Napoleon hielt das Urteil fuer gerechtfertigt. Er wurde nicht wegen seiner Lehre ( das Kardinalskollegium hielt sie fuer richtig) sondern wegen des Zeitpunkts verurteilt. Es geht um die heute noch wichtigere Frage: darf ein Wissenschaftler alles sagen auch wenn Gefahr für Frieden und Gesellschaft besteht. Die Prozessunterlage sind einsehbar.
Abgesehen davon, dass Napoleon Bonaparte nicht gerade als Reputation taugen dürfte, darf selbstverständlich jeder zu jedem Zeitpunkt die Wahrheit sagen.

Die "Gefahr" für Frieden und Gesellschaft schlummert nämlich nie im Wahrheitsgehalt, sondern in Gesellschaft, Kirche und Politik selbst.

Wer die "Gefährlichkeit" auf die Wissenschaft schiebt, verleugnet nur seine eigene Verantwortlichkeit.

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Fishpool 20.04.2019, 17:52
71.

Unabhängig davon, dass ich die Kirche auch nur für eine von vielen Sekten halte, wäre ein vernünftiger Schritt im Sinne der Mitglieder, zunächst einmal eine Beitragsbemessungsgrenze einzuführen. Der nach oben offene Mitgliedsbeitrag ist absolut unsäglich.

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heinrich.busch 20.04.2019, 17:53
72. Experten?

Experten sind die die alles für die Abzocker von Politik in "feines Geschenkpapier" verpacken. Dazu kommen dann Juristen die es dann vermeintlich gesetzeskonform machen. Das letzte "gute Beispiel" war die GEZ. Und genau so werden sie es wieder machen. Sie kennen mur einen Weg "Abzockung=Steuern und Abgaben" rauf. Wem es nicht mehr zum Überleben reicht kann aufs Amt und Anträge für Zuschüsse stellen.Perfider geht es kaum noch. Dazu gehört die Enteignungsdebatte die natürlich unterm Strich den Häudelebauer/EW Finanziere trifft, die EZB die eine Nullzinspolitik betreibt zur Euroentwertung und Immobilienpreisexplusion etc.
Die Lakeien, sprich die Beamten, setzten in treuer Pflichterfüllung alles um.
Da wo der Staat auftritt ist Verschwendung Basis des Geschehens ( FBB, Elbphilharmonie, Stuttgart 21, G.Fock etc.). Sie werden das Geld versenken zum Wohle der Staatskirche die es leider immer noch ist oder zum Wohle von Krieg in anderen Kontinenten und immer für sich selbst.
Wer für Flüchtlinge schnell Häusle baut und die eigene Bevölkerung die Luft zum Atmen abdreht , ggf. Eigentümer für kleinstes Geld Grundstücke wegnimmt ist kriminell. Er will es nicht nur sondern hat es in Mitteldeutschland tausendfach gemacht. Rechtsstaat gibt es nicht mehr (wirklich). Die Politik verpatzt es regelmässig und das Volk muss bluten.

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Vanagas 20.04.2019, 17:53
73. Nein, Ihr seid nicht mehr!

Zitat von Pixopax
Wir beenden diesen Unfug endlich und berücksichtigen dabei dass die Mehrheit in diesem Land klar denkt und nicht an einen imaginären Gott glaubt. Werden wir doch endlich säkular und trennen Gott vom Staat, so wie es im Gesetz steht. Sollen die „ Gläubigen“ doch für den Mumpitz zahlen. Eine Zwangssteuer für alle wäre ja wohl das allerletzte!
Entschuldigung, aber Ihre Fake- News ist nur auf billigen Populismus aus!
Auch wenn die religiösen Gemeinschaften auf dem absteigenden Ast sind: Nein, Sie (also die Pixopaxe) sind (Gott sei Dank) noch nicht in der Mehrheit! Rund 45 Millionen Deutsche sind Mitglieder in den christlichen Gemeinschaften.

Wo ist Ihre Mehrheit?
Wohl liegt eher bei Ihnen eine Imagination vor!

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max-mustermann 20.04.2019, 17:55
74.

Was soll diese alberne Forderung einer Zwangsabgabe für alle ?
Die Kirchen hocken nach wie vor auf einem gigantischen Berg an Besitztümern wie Gebäuden und Ländereien aber auch Geld. Je nach Bistum sind das zweistellige Milliardensummen die mann sich wie die Besitztümer im laufe der Geschichte ergaunert und zusammengerafft hatt. Und jetzt sollen wir für das größte und älteste Wirtschaftsunternehmen der Menschheitsgeschichte auch noch eine Zwangsabgabe ala GEZ bezahlen ? Gehts eigentlich noch ?

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quercusilex1 20.04.2019, 17:56
75. Schwierig

Für den Beitrag, den die Kirchen bei Kindergärten, Krankenhäuser usw tragen müssten staatliche und kommunale Lösungen gefunden werden. Als überzeugter Atheiste bin ich nicht bereit Gelder für Kult Veranstaltungen und Gehälter von Geistlichen zu finanzieren.

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Vanagas 20.04.2019, 17:58
76. Welche Zwangsabgabe??

Zitat von widder58
der Skandal ist doch, dass für den Klerus die Kohle direkt vom Lohnstreifen abgezogen wird. Mit welcher Berechtigung?
Sie sind frei aus dem Verein auszutreten!
Müssen Sie dann immer noch Kirchensteuer bezahlen?

Und da Sie ja ein ganz gewitzter sind: Sie können aus der Kirche austreten und trotzdem den Gottesdienst besuchen. Keiner kontrolliert Ihre "Mitgliedschaft". Auf die Spende in den Klingelbeutel ist freiwillig. Sie müssen gar nichts. Es ist nur in Ihrem Kopf weil es so sein muss!

Eine Zwangsabgabe wäre es wenn Alle bezahlen müssen egal ob in der Kirche oder nicht. Aber "Zwangsabgabe" hört sich für Ihr Klientel natürlich besser an!

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mb2018 20.04.2019, 17:58
77. Wie bitte?

Eine Pflichtabgabe für alle? Also auch für diejenigen, die bewusst mit organisierter Religion nichts am Hut haben (wollen)? Bin ich eigentlich einer der wenigen Menschen, die es pervers finden, dass der Glaube an Gott Geld kostet? Ich habe Respekt vor jeder religiösen Weltanschauung anderer Menschen, ich lehne es aber strikt ab, dass man Geld zahlen muss, um Teil einer Glaubensgemeinschaft sein zu dürfen. Warum verlangt man nicht gleich Geld für die Atemluft, die man verbraucht?

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B.Buchholz 20.04.2019, 17:58
78.

Zitat von Pixopax
Wir beenden diesen Unfug endlich und berücksichtigen dabei dass die Mehrheit in diesem Land klar denkt und nicht an einen imaginären Gott glaubt. Werden wir doch endlich säkular und trennen Gott vom Staat, so wie es im Gesetz steht. Sollen die „ Gläubigen“ doch für den Mumpitz zahlen. Eine Zwangssteuer für alle wäre ja wohl das allerletzte!
Ich halte nichts von den Amtskirchen, und erst recht nichts von Zwangsabgaben für diese. Bei solchen Statements fällt mir jedoch auf, dass dann jedoch viele Zwangsabgaben für säkulare "Indoktrination" ausgeklammert werden. Mögen doch diejenigen, die an die Meinungen der ÖR-Politaktivist*innen im Fernsehen glauben, alleine zahlen. Außerdem fällt auf, dass Leute bei der Forderung nach Trennung von Staat und Kirche häufig damit meinen, dass die Kirche zu politisch-gesellschaftlichen Themen ihren Mund halten soll, während Säkulare natürlich weiterhin der Kirche erzählen möchten, wie sie sich intern zu verhalten und organisieren hat.

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Zeitwesen 20.04.2019, 17:59
79. Die Kirchensteuer stört mich nicht

Die Kirchensteuer stört mich nicht, ich muss sie ja nicht zahlen.
Was mich stört:

- sind die Staatsleistungen, also Gelder im Milliardenbereich, die unabhängig von der Kirchensteuer von den Ländern jährlich an die Kirchen gezahlt werden (u.a. das fünfstellige Monatsgehalt von Bischöfen) aufgrund von napoleonischen Enteignungen und auf einem Gesetz von 1813 beruhend, als es Deutschland als Staat (1871) noch gar nicht gab.

- Finanzierungen von zwar öffentlichen Gebäuden im Besitz der Kirchen, bei denen allerdings das Arbeitnehmer Kirchensonderrecht angewandt wird. Entweder allgemeines Arbeitsrecht oder keine Finanzhilfen (meine Meinung)

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