Forum: Wirtschaft
Debatte über Dürrehilfen: Vier Szenarien für die Zukunft der Bauern
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Deutsche Landwirte leiden unter der Dürre. Politik, Verbände und Ökonomen streiten über die richtige Reaktion: weitere Subventionen - oder die Bauern dem Markt überlassen?

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inspiration123 01.08.2018, 22:28
30. Dürrehilfe

Ich bin auch kein Freund von Dürrehilfen.

Aber denken Sie als Verbraucher immer daran- sie werden uns Landwirte irgendwann noch benötigen. Die Weltbevölkerung steigt und das Klima kommt uns nicht entgegen. Der Familienbetrieb wird schon bald nicht mehr da sein- die effizienten und grossen werden dann den weltweiten Hunger stillen, nicht der Direktvermarkter von nebenan. Mir ist das recht. Ich suche mir einfach eine anständige Arbeit und meckere dann ebenfalls auf hohem Niveau.
Die Diskussion geht leider permanent am Thema vorbei. Die deutsche Landwirtschaft soll im globalen Markt bestehen aber lokalen Regeln folgen. Das halten wir nicht durch. Die Politik hat keine Antwort auf diese Frage und so schmeissen Sie uns immer mal wieder ein wenig Geld zu um dem Wähler bloss nicht zu offenbaren, dass sein "viel fordern nichts zahlen" mit offenen Grenzen und beschaulichen bäuerlichen Betrieben nicht machbar ist.

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weusti 01.08.2018, 22:32
31.

Nächstes Jahr wird der Bauernverband weitere Miliarden Subventionen fordern, da der verregnete Sommer einen Teil der Ernte vernichtet hat. Jedes wirtschaftlich geführte Unternehmen ist für seine Ertragskraft selber verantwortlich. Welch andere Industriezweige bekommen ähnlich viele Subventionen. Der Steuerzahler kann nicht für alle Gelegenheiten sein Säckl aufmachen. Ich hoffe, die Regierung sieht das ähnlich.

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competa1 01.08.2018, 22:35
32. Im Artikel wird ja..

Zitat von fehleinschätzung
gelesen. Macht schlapp 500kg/Einwohner und 1,5 kg/Tag/Einwohner. so viel kann ich leider nicht essen, geschweige denn trinken. wozu also die Aufregung?
..auch nicht erwähnt,dass ein drittel aller deutschen Agrar Produkte exportiert werden(2017 waren das 70,- Milliarden EURO)Das Märchen,dass das brave Bäuerlein die eigen Bevölkerung vor dem Hungertod bewahrt ist schon lange überholt.Ergo,warum sollen wir Steuerzahler auch noch diese Exporte subventionieren

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Erwan 01.08.2018, 22:36
33. Die Frage ist doch

Zitat von fehleinschätzung
gelesen. Macht schlapp 500kg/Einwohner und 1,5 kg/Tag/Einwohner. so viel kann ich leider nicht essen, geschweige denn trinken. wozu also die Aufregung?
was ausser der Ernährung mit dem Weizen geschieht? Wird der auch zur Tierfütterung oder Bierherstellung oder noch anderweitig verwendet. Dann sähe die Rechnung u.U, schon anders aus.

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mullex 01.08.2018, 22:38
34. Subventionen der Landwirtschaft sind nicht für die Landwirte.

Damit werden die Preise für Nahrungsgüter niedrig gehalten, die Bodenpreise erhöht und eine extrem hohe Überversorgung der Bevölkerung gesichert. Gerade die Überversorgung, dh. immer und überall stehen sämtliche Nahrungsgüter in topp Qualität und in riesen Auswahl von der 1. bis letzten Minute der Öffnungszeiten der Supermärkte zur Verfügung. Die Nahrungsgüter werden für einen übervollen Markt produziert. Dieser übervolle Markt ist gewünscht. Nur so fühlen wir uns sicher, immer versorgt zu sein. Das ist ein existenzielles Gefühl, und führt sogar zur Missachtung des Existenziellen. Über den Markt ist weder eine solche Überversorgung möglich, erst recht nicht für die bei uns verlangten Preise.

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C.Rainers 01.08.2018, 22:46
35. Komme aus der Landwirtschaft

Solche Wetterlagen hatten wir früher (70-80er) auch und niemand hat uns geholfen. Ich bin auch selbständig in der Gastronomie und seit 4 Jahren leiden wir unter straßenbaumaßnahmen u.s.w.. Uns hilft niemand, im Gegenteil. Und wie im Bericht bereits erwähnt, haben viele Bauern mehrere Standbeine, oft noch einen arbeitenden Partner. Man sollte differenzieren wer wirklich bedürftig ist, sonst bekommen die Großagrarier und agrarfirmen wieder die meisten Hilfen ohne Not

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SPONgeBoy 01.08.2018, 22:49
36. Subventionen

...sind grundsätzlich kein wirklich gutes Mittel, da sie den freien Markt entstellen, der sich zwischen Angebot und Nachfrage ergibt. Die Marktsituation in der Landwirtschaft ist aber längst entstellt und das lässt sich auch nicht so schnell umkehren. Deswegen müssen grundsätzlich verbesserte Lösungen für die Landwirte geschaffen werden und da sehe ich die steuerbefreite Möglichkeit einer Gewinnrücklage, die hier im Artikel zitiert wird, als einen guten Baustein an. Wer will, das Bauern vorausschauend für ihren Betrieb handeln, um nicht zum Subventionsempfänger zu werden, muss dazu auch die gesetzlichen Möglichkeit schaffen. Immerhin ist der Vorschlag einer steuerbegünstigten Gewinnrücklage letztendlich nichts anderes, als eine Gleichstellung der selbstständigen Landwirte (Einzelunternehmer) mit den anderen Gesellschaftsformen unseres Handelsrecht (GmbH, usw.), die diese Möglichkeit bereits haben und intensiv nutzen.

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rocknrolltattoo 01.08.2018, 22:52
37. Herz für Landwirte aber warum?

Ich habe sehr großen Respekt von der Arbeit, die unsere Landwirte in D leisten. Bin aber der festen Überzeugung, dass bereits die Subventionen die in die Agrarwirtschaft fließen falsch sind. Zusätzlich noch Soforthilfen für Ernteausfälle halte ich für den falschen Weg.
Das Problem ist doch, dass Getreide auf dem Weltmarkt gehandelt wird und unsere Landwirte ohne die Subventionen nicht wettbewerbsfähig sind. Aber genau das sollten sie sein. Die Landwirte sollten für ihre Arbeit angemessen bezahlt werden, damit sie nicht auf Subventionen angewiesen sind.

Die Schreie nach Hilfe von den Steuerzahlern, wenn es mal nicht gut läuft nervt mich. Nicht nur in diesem Fall. Sondern auch bei Autobauern, Kohlewirtschaft, Banken usw. Wo kommen wir denn hin, wenn der Steuerzahler für sämtliche Fehler ganzer Branchen aufkommen muss (z.B. Dieselskandal).

Ich habe einen kleinen Kinobetrieb. Unsere Branche hat dieses Jahr bereits ein dickes Minus von 17 % zum Vorjahr - und das war auch schon recht bescheiden - was ebenfalls dem heißen Sommer zuzuschreiben ist. Sollen wir jetzt auch nach dem Steuerzahler rufen, weil eventuell unsere Existenz bedroht ist? Sonnenstudios tun sich seit Monaten sicher ebenfalls schwer und die Liste ließe sich noch ewig fortsetzen.

Fakt ist, in guten Jahren hört man nichts und alle sind froh, dass sie Gewinne machen. Wenn es Jahre gibt die schlecht laufen, überleben die, die vorgesorgt haben oder noch wettbewerbsfähig sind. Das ist Marktwirtschaft.

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rene.macon 01.08.2018, 22:54
38. Subventionen für "nachhaltigen Wandel in der Landwirtschaft" ???

Wer legt denn fest was das ist? Anton Hofreiter oder Winfred Kretschmann? Ohne Kunstdünger und genetisch optimierte Organismen wird es nicht möglich sein, 10 Mrd. Menschen zu ernähren ohne die landwirtschaftliche Nutzfläche soweit auszudehen, dass kaum noch Platz für natürliche Ökosysteme übrigbleibt.

Ökologische Landwirtschaft ist Homöopathie für Besserverdiende.

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Grummelchen321 01.08.2018, 22:56
39. Alle

jammern auf hohem nivau.das der Handel die Bauern am langen arm verhungern lässt interessiert nicht.Was meinen Sie schlägt der Handel auf den EK drauf.Seit Jahrzehnten machen Sie Milliarden Gewinne.Wenn gerechte Preise gezahlt werden würden ohne auf schläge was meinen sie wer könnte sich hier noch Lebensmittel leisten.Dazu noch schröder Agenda die Millionen nicht zum leben reicht.auch darum müssen die Preise so niedrig dein.

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