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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
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"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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dirkschumacherowako 18.08.2016, 11:05
1. höhere MwSt

wie wäre es damit - eine höhere MwSt zur Finanzierung der Renten und eines höheren Kindergeldes?
Oder eine Liquiditätsabgabe zur Fianzierung eines Grundeinkommens - beginnend mit Rentern und Kindern?
Es gibt viele Möglichkeiten. Geld ist jedenfalls nicht das Problem - sondern eher, wie es wieder ans fliessen kommt.
Jobs - die wird es für 68-Jährige nicht geben. Also werden die Renten faktisch gekappt.
Um was für ein Kalb tanzt da unsere Gesellschaft. Erwerbstätigkeit auf Teufel komm raus. Derweil richten wir uns als Menschen und nebenbei auch unseren Planeten zugrunde.

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Nonvaio01 18.08.2016, 11:06
2. Konditor

ist das was ich mit 15 gelernt habe, sehr schnell musste ich feststellen das man nur seine knochen hinhaelt, die gesundheit ist total im eimer.

Mehlstaub in der Lunge und ein kaputter ruecken sind nur einige der typischen leiden die man nach jahren hat. Keine chance das ein Kondito oder Baecker bis 69 Arbeiten kann.

Ich hab mit 25 das Land verlassen und arbeite nun als Risiko Analyst in einem Buero,das kann ich machen bis ich 69 bin. Aber berufe die auf den Koerper gehen auf keinen fall.

Nur weil Politiker meinen mit 70 noch ihren senf dazuzugeben muessen, heist das nicht das der rest der bevoelkerung das auch kann.

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blitzunddonner 18.08.2016, 11:06
3. spätere renteneintritte bedeuten doch nicht, dass die menschen länger arbeiten können.

spätere renteneintritte bedeuten doch nicht, dass die menschen länger arbeiten können.

es bedeutet nur, dass sie einer anderen staatskasse auf den wecker gehen. jobcenter oder sozialamt z.b.. oder - im idealfall für den staat - privatvermögen wird aufgebraucht (was vorallem die erbengeneration ausplündert - da brauch es dann kein neues erbschaftsgesetz mehr für die kleinerben).

die plünderung der unteren mittelschicht bis runter ins sozialamtsmilieu hat ja tradition.

aber wie sollen dann die haushalte von kommunen und arbeitsagentur aufgefüllt werden? schon antworten parat?

man hat doch nicht etwa einen diskriminierungsgesetztentwurf im auge, der die unternehmen verpflichtet, einen bestimmten prozentsatz von senioren zu beschäftigen? hat doch schon mit frauen und hadnicapped nicht geklappt.

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MickyLaus 18.08.2016, 11:07
4. Witzreich

diese neoliberalen Gedankenspiele.
Arbeiten bis fast 70 und die andere Hälfe der Gesellschaft ißt Häppchen oder ist arbeitslos.

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hippie.jonny 18.08.2016, 11:07
5. Ziel?

Also, lieber Herr Bidder,

Ihre Aussage: "Bei der Rente verfolgt die Politik das Ziel, die Lasten des demografischen Wandels gerecht zwischen den Generationen aufzuteilen." sollten Sie mal kritisch hinterfragen. Seit 1985 ist diese Enwicklung bekannt, und keine Regierung - erst recht nicht die mit unserem "Renten sind sischer"-Norbert - hat etwas entscheidendes geändert. Warum micht? Rentner sind Wähler...und gewählt werden ist erstes Ziel der Politiker.
Wenn man es also gerecht auf die Generationen verteilen wollte, müsste man die heutigen Renten sofort halbieren...oder?

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theduderino 18.08.2016, 11:08
6.

Das Problem mit dem Rentenalter hängt leider auch sehr von der einzelnen Person ab.
Ich kann mir schon vorstellen bis 70 und drüber zu arbeiten. Mein Vater, gelernter Maurer, musste mit 61 seine Rente beantragen. Mal abgesehen von der Zeit bei der Bundeswehr, hat er sein Leben lang auf dem Bau gebuckelt. Er hat riesen Einbußen bei seiner Rente hinnehmen müssen, dabei konnte er einfach nicht mehr. Rücken, Knie, Ellenbogen, Hüfte, alles komplett verschlissen. Wie man da bis 69 arbeiten soll, bleibt mir schleierhaft.

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kamikaze2000 18.08.2016, 11:08
7. Das ist müßig

Wenn es keine Jobs für Leute in dem Alter gibt bzw. keine Unternehmen, die ü50 und schon gar nicht ü60-Mitarbeiter beschäftigen, ist das doch Etikettenschwindel. Da kann man gleichd ei Rente senken. Der Effekt ist der gleiche. Aber das macht die Politik natürlich nicht, weil sie die Rache der Alten an der Wahlurne fürchtet.

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magic88wand 18.08.2016, 11:09
8. Finde ich zumutbar ...

... auch für mich. Heute sind die Menschen mit 69 geistig und physisch meist deutlich "jünger" als Gleichaltrige vor 30 Jahren war. Und sie treten meist später ins Berufsleben ein. Für körperlich beanspruchende Berufe müssen natürlich besondere Regelungen gefunden werden.

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kewlo 18.08.2016, 11:09
9. Die Lebenserwartung...

...hat nichts mit der Arbeitsfähigkeit zu tun. Und wer je versucht hat, im Alter von "nur" 50, eine Stellung zu bekommen, die mehr als das Austragen von Werbeblättern beinhaltet, weiß, dass man dabei auf Granit beißt.

Warum die Politik nicht ehrlich zugibt, dass es lediglich darum geht, das Rentenniveau weiter herabzusetzen, ist vielleicht verständlich - man will ja wiedergewählt werden - aber grob unehrlich. Denn genau darum geht es: Weil die meisten eben nicht bis ins hohe Alter arbeitsfähig sind - und wenn, auch keine Stellung mehr bekommen - läuft das Vorhaben ganz einfach auf eine Rentensenkung hinaus.

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