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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
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"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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Freedom of Seech 18.08.2016, 11:37
100. Anrechnung von Kinder auf Renteneintrittsalter

Wie wäre es wenn eigene Kinder auf das Renteneintrittsalter (und nicht nur die Höhe der Rentenbezüge) angerechnet würden? Z.B. für jedes Kind 3 Jahre (sowohl für Mütter als auch Väter). Alle anderen müssen bis 72 arbeiten. Es mag ja sein, dass es Leute gibt die Kinder wollen aber keine keine bekommen haben. Das ist aber nicht der Punkt. Entscheidend ist, dass diejenigen mit Kindern "Familienarbeit" geleistet haben und der Gesellschaft neue Rentenzahler als Generationenvertrag bescherten. Eine solche Regelung könnte auch dazu beitragen die Menschen wieder dazu zu motivieren Kinder zu bekommen.

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tomrobert 18.08.2016, 11:38
101. Unsozial und abgehoben!

Rein rechnerisch hat die Bundesbank schon recht. Die lasst ja auch
die großen Vermögen und gerechte Verteilung des Fortschritts auf
dem jetzigen Stand, also außen vor.
Die Banker ignorieren die technische Entwicklung. Viele werden keine Arbeit im herkömmlichen Sinne mehr finden, die Anforderungen werden andere sein. Insofern hat das eigentlich gar nichts mit der Rente zu tun, denn nur alleine mit der Rente werden die zukünftigen Probleme nicht gelöst.
Das Problem ist das Mißtrauen, das jenen Leuten entgegen schlägt, die Vorschläge aus einer Position des für sie ewigen Wohlstandes machen für Leute, die ins Leere blicken.
Diese Bundesbänker sind eigentlich, wie auch die meisten Banken,
überflüssig. Ihre Gehälter und Besitzstände auch. Die Digitalisierung braucht sie nicht mehr. Trotzdem fressen sie sich auf hohem Niveau auf Kosten des Steuerzahlers durch.

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trude2004 18.08.2016, 11:38
102.

Was soll dieser Zirkus? Lasst den Leuten das Geld in der Tasche und diese sollen sich selbst versichern. Dieser gespielte Generationenvertrag ist doch lächerlich.

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Pless1 18.08.2016, 11:38
103. Politik vs. Mathematik

Schön wie der Artikel nüchtern die Zahlen sprechen lässt. Da zeigt sich, was die Einlassung von Gabriel ist: inhaltsleeres Geschwätz. Man kann die sich aus der Demografie ergebenden Probleme nicht mit flotten Sprüchen lösen.

Die Zahl der Lösungsansätze ist nun einmal begrenzt:

1) Die immer weniger Jungen müssen höhere Beiträge zahlen.
2) Die immer mehr Rentner müssen niedrigere Renten in Kauf nehmen.
3) Um das Verhältnis Einzahler/Empfänger in akzeptablem Rahmen zu halten muss im Durchschnitt länger bearbeitet werden.

Letztlich wird an allen drei Schrauben gestellt werden müssen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Nur will das die Politik weder den Beitragszahlern noch den Rentnern offen sagen - sind ja alles Wähler.

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untamed 18.08.2016, 11:38
104.

Typisch deutsch, dieses ab dem Einstieg ins Berufsleben auf dessen gesetzlich vorgeschriebenes Ende hinarbeiten. Mit 60 + x aufhören in einer Zeit, in der 90 werden nichts ungewöhnliches mehr ist? Danke, aber nein danke, wer will denn 20 Jahre und mehr keine sinnvolle Aufgabe mehr haben, weil einen die Politik dazu zwingt? Und nein, den ganzen Tag rumhängen, Frust schieben und über die Rente jammern sind keine Aufgaben in dem Sinne. Die fittesten und glücklichsten Älteren aus meinem Umfeld sind die, die sich nicht in den Ruhestand verabschiedet haben, sondern einer Beschäftigung nachgehen, gefordert, gebraucht und bezahlt werden. Rente dann, wenn man selber als mündiger Erwachsener es für richtig erachtet müsste das Konzept sein, und nicht zwei Jahre mehr oder weniger per Gesetz.

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suplesse 18.08.2016, 11:39
105. Kein Problem!

Ich habe mich eh schon drauf eingestellt. 10 Jahre noch. Mir macht das Arbeiten Spaß und ich arbeite schon jetzt nur dann, wenn ich will. Wenn es gesundheitlich so bleibt, arbeite ich so lange ich kann. Ich möchte mich niemals dieser Horde gelangweilter Menschen anschließen, die von einem Wellness Urlaub und von einer "Erlebnistour" zur anderen hetzen.Wer sich darüber beklagt zu wenig Geld im Alter zu haben, soll halt was arbeiten. Geht halt nur, wenn die Gesundheit mitspielt. Aber krank werden kann man auch mit 40 Jahren. Wichtig ist eben auch eine Lebensführung, die weder Übergewicht noch Unbeweglichkeit produziert.

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dwg 18.08.2016, 11:39
106.

Zitat von RudiRastlos2
Wie machen das wohl die Franzosen, die mit 60 in Rente gehen?
Die ruinieren ihr Land und ihre Betriebe. Da hat einfach niemand die "guts", um das Nötige zu tun.

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reifenexperte 18.08.2016, 11:39
107. Schäuble und Co

sollten lieber mal ihrer Pflicht nachkommen und Steuern auch von den internationalen Konzernen, wie Facebook und Google kassieren. Wenn die ihre Erträge in Deutschland angemessen versteuern würden, wäre reichlich Geld da, um steuerfinanzierte Renten ab 50 Jahren mit 80% des letzten Nettos zu zahlen. Immer nur die Kleinen bluten zu lassen und die Grossen werden immer unveschämt reicher, das wird nicht mehr lange funktionieren. Wenn die Politik nicht ihren Pflichten nachkommt, wird das in einer Katastrophe oder einem Blutbad enden.

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der_c 18.08.2016, 11:39
108. Wer heute älter als 40 ist, ist kaum von Modellen betroffen?

Also wer 1976 geboren ist und entsprechen jetzt 40 ist, der wäre 2041 65, also das wäre das Rentenalter vor ca. 10 Jahren gewesen. Nun ist es bei 67. Bald ist es, weil man je Jahr über 2030 einen Monat länger arbeiten muss. Bei ca. 68 liegen.
Wer rechnet sich die Bundesbank-Anpassung also hier schön das die 40-Jährigen kaum betroffen sind? Wohl eher die Ü50-Jährigen, also die Stammwähler von der Union, die gerade mit Renten-Paketen beschenkt wurden.

Damals bei der Rentenreform vor gut 10 Jahren waren rechnerisch im übrigen die Ü30-Jährigen die am meisten betroffen. Nun sind diese Ü40 und dürfen anscheinend alle 10 Jahre ein bis zwei Jahr länger arbeiten. Also bis zum bitteren Ende.

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GSYBE 18.08.2016, 11:40
109. oder

Zitat von mr-mucki
die Finanzierung der Rente ist damit immer noch nicht gesichert. 22% Rentenbeitrag ist schon viel, aber laut der neuen Berechnung muss dieser auf 26% steigen. Da kann man ja nur noch eine Steuerfinanzierung hinzufuegen. Oder man muss das Grundgesetz aendern und die Rentenkasse nicht mehr als Versicherung laufen lassen, dann duerfte auch Umverteilt werden. Das ist im Moment Verboten. Aber die steigende Lebenserwartung mit dem Renteneintritt koppeln ist ein sehr guter Vorschlag. Bitte umsetzen.
Oder man schafft endlich die ungerechte Freistellung von den Sozialkassen für Reiche und Vermögende ab.

Die arme Wurst MUSS zwangweise zahlen, der reiche Schinken darf sich drücken.

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