Forum: Wirtschaft
Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
DPA

"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

Seite 15 von 93
patsche2712 18.08.2016, 11:47
140. Diese...

...Idee sollen die Ökonomen mal all den schwer körperlich arbeitenden Dachdeckern, Maurern, Straßenbauern oder Fernfahrern vermitteln...

Beitrag melden
fjr 18.08.2016, 11:47
141.

Zitat von GSYBE
Ein studierter Akademiker, der mit 28 Jahren in den Beruf einsteigt, hat, wenn er denn mit 69 Jahren in Rente geht und brav durchgezahlt hat, eine Lebensarbeitszeit von 41 Jahren vorzuweisen. Ein Arbeiter, der mit 17/18 Jahren in den Beruf einsteigt, hat, wenn er denn mit 69 Jahren in Rente geht und brav durchgezahlt hat, eine Lebensarbeitszeit von 51/52 Jahren vorzuweisen. Also wenn schon, denn schon: Lebensarbeitszeit von 45 Jahren und so wird ein gerechter Schuh draus. Alles andere ist Be****ss.
Ein Akademiker hat dann auch gut und gerne 50 Jahre, oder glauben Sie, dass ein Studium ein Zuckerschlecken ist? Naja, das mag manchmal sein. Aber bei Medizin in all Ihren Facetten, in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sicherlich nicht. Und auch die Erlangung der Studier-Erlaubnis (Abitur) ist durchaus eine nicht zu verachtende Arbeitsleistung, nicht nur die Dachdecker- oder Zimmermannslehre. Aber im Gegensatz zum Zimmermann bekommt der Akademiker seine Ausbildungszeit nicht angerechnet.

Beitrag melden
kladderadatsch 18.08.2016, 11:48
142. Rentengerechtigkeit gibt es nicht

Gerecht wäre, dass man auch wieder das auszahlt, was ,man einbezahlt hat. Das geht aber bei einer Versicherung nicht. Aber die Rentenversicherung schon seit Jahren mit ca. 80 Mrd. Euro aus dem Bundeshaushalt bezuschusst. Parallel ist die Verschuldung des Staates angestiegen. So hat die aktuelle Rentengeneration mehr bekommen als Rentenbeiträge vorhanden waren, aber leider zu Lasten der zukünftigen Generation, die auch noch die Schulden erben wird. Sagt man dieser Generation mit den höchsten Rentenbeiträgen und Abgaben aller Zeiten jetzt auch noch, dass sie später in Rente gehen kann, so ist das ungerecht. Privat vorsorgen kann diese Generation bei Dank Draghis Nullzinspolitik auch noch schlechter als die vorherigen Generationen. Man kann das nur rechtfertigen, wenn man auch bei den aktuellen Renten kürzt und parallel deutliche Rückstellungen für die zukünftigen Generationen bildet.

Beitrag melden
to78ha 18.08.2016, 11:48
143. Und die Herren Politiker?

Die gehen ja teilweise schon mit 50 oder noch eher in den Ruhestand wenn sie keine Lust mehr haben bzw. ihre Schäfchen im Trockenen haben. Für Politiker sollte das mit dem Rentenalter dann auch gelten.

Da gibt's nen guten Witz dazu:

Was tut ein englischer Rentner?
Er steht uim 9 Uhr auf, trinkt ein Glas Scotch und geht danach zum Golf spielen.
Was tut ein französischer Rentner?
Er steht um 10 Uhr auf, trinkt ein Glas Bordeaux und geht dann zu seiner Freundin.
Und was tut ein deutscher Rentner?
Er steht um 7 Uhr auf, nimmt seine Herztabletten und geht dann zur Arbeit.

Beitrag melden
danubius 18.08.2016, 11:48
144. Anregung

Wer später ins Berufsleben einsteigt, muss heute länger arbeiten. Vielleicht sollte man generell die Schulzeit wieder so verkürzen, dass man, wie früher, bereits mit 14 (Grundschule), 16 (Mittlere Reife) oder 18 Jahren (Abitur) seine Schulzeit hinter sich gebracht hat und früher ins Berufsleben einsteigen kann, eingeschlossen in diese Betrachtung auch die kfm. und techn. Ausbildungen, Studiengänge an Unis, Hochschulen, Meisterschulen etc.
Es kann doch nicht normal sein, dass sich heute ein junger Mensch bis zu seinem 26sten Lebensjahr noch in seiner Ausbildung befindet und dann noch mit 65 in die Regelaltersrente gehen will! Andere haben da schon bis zu 10 Jahren Berufsarbeitszeit hinter sich gebracht.

Beitrag melden
Halfstep 18.08.2016, 11:48
145. Milchmädchenfolgerung

"Die Deutschen werden immer älter: Während ein 65-Jähriger in den Sechzigerjahren im Schnitt noch eine weitere Lebenserwartung von rund zwölf Jahre hatte, liegt sie inzwischen bei etwa 18 Jahren."

Dank besserer medizinischer Versorgung. Früher sind die Leute früher gestorben, heute verbringen sie einen großen Teil ihrer letzten Jahre zwischen Krankenhaus, Reha und Pflegeheim pendelnd.

Kann man aus diesen Zahlen folgern, dass die Leute entsprechend länger arbeitsfähig bleiben?
Ich denke nicht.

Beitrag melden
tpro 18.08.2016, 11:49
146.

Zitat von dieter_ritsche
Was soll die ganze Diskussion übers Rentenalter. Festlegen auf 45 Beitragsjahre und jeder hat es selbst in der Hand in welchem Alter die Rente beginnt. Früher war das Eintrittsalter ins Arbeitsleben für die meisten bei 14 oder 15 Jahren. Das ergab dann 50 Beitragsjahre. Wer mit 25 oder noch älter ins Arbeitsleben eintritt kann auch bis 70 + arbeiten.
Das soll ja genau vermieden werden: das Menschen mit 62 in Rente gehen und dann noch 20 Jahre lang ihre Rente bekommen. Wünschenswert von staatlicher Seite ist, daß jemand in Rente geht und am nächsten Tag unter die Erde. Vorher hat der Berufstätige 45 Jahre lang seine Lohn- oder Einkommensteuer und Rentenversicherung gezahlt. Danach kostet er den Staat nur. Dankbarkeit darf der Berufstätige dann nicht erwarten. Eher Altersarmut und staatliche Almosen.

Beitrag melden
Filou2011 18.08.2016, 11:49
147.

.... aber OHNE Abschläge mit 63 VORZEITIG in Rente gehen? So etwas können nur Hohlpfosten (bei Vollpfosten ist jedenfalls noch etwas drin) beschliessen.

Beitrag melden
Spiegelleserin57 18.08.2016, 11:49
148. geanu darauf zielt eben diese neue Regelung ab!

Zitat von magic88wand
... auch für mich. Heute sind die Menschen mit 69 geistig und physisch meist deutlich "jünger" als Gleichaltrige vor 30 Jahren war. Und sie treten meist später ins Berufsleben ein. Für körperlich beanspruchende Berufe müssen natürlich besondere Regelungen gefunden werden.
da viele Leute gar nicht so lange arbeiten können werden Abschläge in Kauf genommen und somit spart der Staat wieder Rente.
Eine extra Lösung für diese Leute wird es antürlich nicht geben, nur mit Abschlägen heißt die Devise. Viele werden vorzeitig gar nicht in Rente gehen können da es wieder zu viele Niedriglöhner gibt deren Renten an die Grundsicherung gehen. Also werden die Leute sich krank arbeiten und somit auch früher sterben was Renten noch mehr spart und die Kassen freut!
Das System ist nicht arbeinehmerfreundlich und eigentlich grausam da man mit dem Leid der Menschen Geschäfte macht.

Beitrag melden
mr-mucki 18.08.2016, 11:50
149. Produktivitaetssteigerungen sind kein besteuerbarer Wert

Zitat von santoku03
"Der Altenquotient - er drückt die Zahl von Älteren je 100 Bürger zwischen 20 und 65 Jahren aus - ist seit 1990 von 23,9 auf mehr als 34 gestiegen. 2040 dürften 100 Jüngeren sogar mehr als 57 Ältere gegenüberstehen." Diese Steigerung wird durch Produktivitätssteigerungen erfahrungsgemäß mehr als aufgefangen. Leider kommen diese aufgrund der Fehlkonstruktion des Rentensystems nicht demselben zugute.
Ich lese in den letzten Tagen immer wieder, dass die Produktivitaetssteigerungen beitragen muessen an die Rente. Jedoch ist eine Produktivitaetssteierung kein besteuerbarer Wert oder Gegenstand. Jeder der diese richtige Beobachtung mit der Forderung als Einnahmequelle verbindet, muesste mir (vielleicht auch anderen) erlaeutern, wie das funktionieren soll.

Beitrag melden
Seite 15 von 93
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!