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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
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"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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Pusteblume68 18.08.2016, 11:50
150. Ich zahl doch schon 25%+x Rentenbeitrag

...wenn ich gesetzliches und privates zusammen zähle. Und da gehöre ich zu denen (die immer weniger werden), die sparen können.

Diese ganzen Demografie-Schwätzer würden sich wundern, wie einfach die Umlagerente bezahlbar wäre, wenn man von dem Dogma runter käme, der Rentenbeitrag dürfe nicht über 22% steigen. (1% kostet 100.000 Arbeitsplätze? Das ist doch nix, wenn man damit Altersarmut bremsen kann. Schafft die Schuldenbremse ab, investiert in Infrastruktur und macht endlich die Arbeit die rumliegt, aber die bisher keiner bezahlen will. Ist doch ein Witz, dass Schwarzarbeit, prekäre Beschäftigung und unbezahltes Ehrenamt boomen, aber kein Geld für die Sozialkassen da sein soll.)

Behebt das Problem des sinkenden Produktivitätswachstums und sorgt dafür, dass alle in die Rentenkasse einzahlen, die Löhne wieder entsprechend der Produktivität wachsen (und nicht nur Inflation!) und schafft die BBG ab. Aber so "radikal" zu denken, das trauen sich diese Lobby-Typen nicht.

Klar ist Rente mit 70 eine Schnapsidee. (Wer es körperlich kann, kann auch heute schon als Rentner weiter arbeiten gehen. Das reicht doch.)

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ihawk 18.08.2016, 11:50
151. Rente mit 69, eine Superidee

Wer mit 69 in Rente geht, ist voraussichtlich bereits für 10 Jahre arbeitslos, wurde auf SGB II Niveau heruntergeschraubt und ist damit ein "billiger" Rentner geworden.
Altersarmut und fehlende Inlandskaufkraft mach Deutschland noch mehr Exportabhängig und die Regierung immer erpressbarer. Auch so kann man ein Wirtschaftswunderland an die Wand fahren. Vorbilder aus den letzten Jahrzehnten gibt es genügend.

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inquisitor.koch 18.08.2016, 11:51
152. Wieso Lebensalter und nicht Beitragsjahre?

Mir ist unklar, warum man auf das Lebensalter abzielt und nicht auf die Anzahl der Beitragsjahre. Zum Beispiel: Rente nach 45 Beitragsjahren und gut ist. Es gibt ja Leute, die schon mit 14 Jahren in das Berufsleben einsteigen (sicherlich immer weniger) und Leute, die erst mit Mitte 20 (oder noch später) nach dem Studium loslegen (die Gruppe dürfte eher zunehmen). Dabei wäre doch allen geholfen... Oder sehe ich das falsch?

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playintime 18.08.2016, 11:51
153.

Zitat von hippie.jonny
Also, lieber Herr Bidder, Ihre Aussage: "Bei der Rente verfolgt die Politik das Ziel, die Lasten des demografischen Wandels gerecht zwischen den Generationen aufzuteilen." sollten Sie mal kritisch hinterfragen. Seit 1985 ist diese Enwicklung bekannt, und keine Regierung - erst recht nicht die mit unserem "Renten sind sischer"-Norbert - hat etwas entscheidendes geändert. Warum micht? Rentner sind Wähler...und gewählt werden ist erstes Ziel der Politiker. Wenn man es also gerecht auf die Generationen verteilen wollte, müsste man die heutigen Renten sofort halbieren...oder?
Halbieren sie mal die Renten von 700 € und weniger. Das System muss umgestellt werden daß jeder, ohne Bemessungsgrenzen, einzahlt und alle Einkommensarten berücksichtigt werden.

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kratzdistel 18.08.2016, 11:52
154. so ist das nicht

immer mehr Frauen sind voll erwerbsfähig, was früher nicht war. nur das elterngeld ist kontraproduktiv. anstelle von tagesbetreuungen kitas und schulen.wir haben sehr niedrige Lohnkosten im vergleich zu anderen Staaten. das führt dazu, dass auch gewinne steigen. auch da kann angezapft werden. für was wurden mehrwertsteuer erhöht, Feiertage gestrichen, rentenhöhe gekürzt. die reichen sind reicher geworden. das ist auch belegt.viele wollen länger arbeiten und durfen es nicht.das jetzt sind Prognosen zu einem bestimmten zweck, die Notwendigkeit der Erhöhung des
renteneintrittsalters zu beweisen. wie halten wir es mit denen, die erst spät anfangen zu arbeiten und nicht mit 15. dann können diese pro jahr auch auf 3,8 % rente
verzichten oder arbeiten länger.

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ski123 18.08.2016, 11:52
155. An anderen ein Beispiel nehmen

z.B. Österreich, hier gibt es nur Pensionen, alle zahlen ein und haben 14x im Jahr ihr Geld. Warum kann man das nicht bei uns machen, daß auch Beamte, Minister etc. einzahlen, das sollte auch bei den Krankenkassen endlich geschehen. Viele haben sich aus der Solidarge-
meinschaft ausgeklingt, das kann nicht auf Dauer gut gehen.

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Leser161 18.08.2016, 11:52
156. Unangenehm

Was uns hier als neutrale Analyse verkauft wird ("Wer hat Recht") ist ein einseitiger Empfehlungstext (um nicht zu sagen Werbung).

Es werden sämtliche Gegenargumente ausgeklammert (Was ist das für eine Art Arbeit die die Alten machen? Arbeiten SIe weil Sie wollen oder weil die Rente nicht reicht? Was ist mit dem höheren Bedarf an Arbeitsplätzen wenn die Leute länger arbeiten? Was nützt mir ein arbeitender Rentner wenn dadurch ein junger Hartz-IV-ler erzeugt wird)

In einer ordentlichen Abwägung thematisiert man Pro- UND Contra.

Und dann noch diese aktuell so beliebten Automatismen. Damit man unpopuläre Maßnahmen zukünftig nicht mehr thematisieren muss und immer eitel Sonnenschein tun kann? Und was wenn der Automatismus sich als fehlerhaft herausstelltt? Es glaubt doch keiner das da korrigiert wird. Wir zahlen heute noch die Sektsteuer , die 1902 zur Finanzierung der kaisierlichen Flotte eingeführt wurde. Weil Geld kann man ja immer brauchen. Hauptsache die Bürger habens nicht, die machen damit nur Unfug.

Und da wundert man sich das die Menschen schlecht auf die Politik zu sprechen sind und seltsame Parteien wählen.

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Det_onator 18.08.2016, 11:52
157. Radikaler Umbau der umlagefinanzierten Rente unabdingbar

Jede/r (Politiker, Beamte, Freiberufler, muß in die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung einzahlen (Schweizer Modell) und die Beitragsbemessungsgrenzen müssen abgeschafft werden.
Zudem müssen sich die viel zu hohen Pensionen an die Rente anpassen, es kann nicht sein, das Staatsdiener wesentlich besser gestellt werden als Arbeitnehmer. Ebenso sollte es eine existenzsichernde Grundrente für alle geben, welche in die Sozialsysteme einzahlten, Kranke und Behinderte sollten ebenfalls diese in der Höhe ausreichende Grundrente erhalten. Man sollte die hohen Einkommen und deren Kapitalzuflüsse dementsprechend belasten. Diese Personengruppen kassieren nicht nur mit die höchsten Einkommen, nein sie haben auch die besten Steuergestaltungsmöglichkeiten um sich armzurechnen. Nicht nur die Rente muss umgebaut werden, sondern es müssen ebenso die ganzen Steuervergübstigungen und Steuerschlupflöcher ausgemerzt werden. Das System ist zutiefst ungerecht aufgestellt, weil es die einfachen Arbeitnehmer massiv belastet, während es Unternehmer, Selbstständige, Staatsdiener, Journalisten, Besser- und Bestverdienende bevorteilt. Die Reichen und Vermögenden sind jetzt aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten, anstatt ständig darüber zu klagen, wie hoch ihr angeblicher Spitzensteuersatz ist. Mir stinkt es, dass immer nur von den kleinen Leuten Reformen und Verzicht eingefordert wird, währenddessen die Besitzstandswahrer weiterhin an ihren Pfründen festhalten wollen. Zahlen soll immer der kleine deutsche Michel, wohingegen oben weiter abkassiert wird. Mich kotzt das an und ich mache da nicht mehr länger mit. Bin mittlerweile auch bereit, mich zukünftig gewaltsam gegen diese Missstände zu wehren. 2017 werde ich es nochmals auf demokratischen Weg versuchen, sollte sich dann weiterhin nichts verändern, muss man sich ernsthafte Gedanken machen, wie es dann persönlich weitergeht.

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matthyk 18.08.2016, 11:52
158. Renteneintrittsalter selbst wählen wäre passende Antwort

Warum die Menschen nicht selbst entscheiden lassen, ob sie lieber länger arbeiten oder ein höheres Rentenniveau beziehen möchten?

Die Altersteilzeitmodelle gehen da schon in die richtige Richtung. Allerdings müssten die Zeiträume länger und flexibler (änderbar) sein und es müsste wirklich diskriminierungsfrei gestaltet sein - so dass es die Abschläge und Zuschläge aufs Rentenniveau genau dem entsprechen, was durch einen vorgezogenen oder verspäteten Renteneintritt erwirtschaftet bzw. eingespart wird.

Von Menschen, die sich bewusst und freiwillig für etwas entscheiden hat die Gesellschaft mehr, als wenn Leute in für sie unpassende Modelle gezwungen werden.

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Spiegelleserin57 18.08.2016, 11:52
159. einfache Lösung....

da die Ökonoiem in derRegel ja nur Schreibtischtäter sind können sie dann mal bis 80 Jahre arbeiten.
Nur so können diese Leute nachempfinden was es für schwer körüerlich arbeitende Menschen heißt bis zur Rente zu arbeiten, vorausgesetzt sie haben vorher keine Herinfarkte1

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