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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
DPA

"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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mr-mucki 18.08.2016, 11:56
170. Verboten

Zitat von GSYBE
Oder man schafft endlich die ungerechte Freistellung von den Sozialkassen für Reiche und Vermögende ab. Die arme Wurst MUSS zwangweise zahlen, der reiche Schinken darf sich drücken.
Das haette null Effekt. Die Rentenversicherung ist eine Versicherung. Sie duerfen laut GG nicht umverteilen. Wenn Sie also die Hoechstgrenzen abschaffen, fallen diese auf beiden Seiten. Das ist eine Nullsumme. Schlimmer noch, der Reiche wird im Zweifel noch mehr davon profitieren, da er laenger lebt und noch mehr Beitraege rausbekommt.

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Freedom of Seech 18.08.2016, 11:56
171.

Zitat von trude2004
Was soll dieser Zirkus? Lasst den Leuten das Geld in der Tasche und diese sollen sich selbst versichern. Dieser gespielte Generationenvertrag ist doch lächerlich.
Ja, der Generationenvertrag ist lächerlich da viele sich nicht mehr daran halten (und keine Kinder wollen). Vorschlag: wer bis zum Alter von 45 noch keine Kinder bekommen hat, und damit aus dem Generationenvertrag ausschert, sollte wissen, dass er nur noch eine Mini Rente bekommt oder alternativ erst mit 72 in´s Rentenalter eintreten kann. Dann hat er mit 45 noch Zeit genug Geld für das Alter (zusätzlich zur Minirente) Rücklagen zu bilden. PS: Kinder in einem Alter > 45 zu bekommen ist verantwortungslos (auch bei Männern u.a. wegen des Risikos genetischer Schäden).

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heinzgünther 18.08.2016, 11:57
172. Aha

Bis 2040 gehen also die geburtenstarken Jahrgänge in Rente und darum wird es dann richtig schlimm? Mal sehen, wer 1960 geboren wurde ist 2040 wie alt? Und mit einer Lebenserwartung von unter 80 Jahren ist 2040 das Problem gerade weshalb besonders groß?
Der Artikel ist gelinde gesagt totaler Müll.
Und der ökonom Dings sollte mal aus seiner Theorie in die realität gehen. Einfach mal einen Monat als Dachdecker arbeiten und mal dir Leute fragen wie volatil ihr Lebenslauf ist. Oder darüber nachdenken wie viele Büroangestellte und Verkäufer so ein Dachdeckerbetrieb wohl braucht.

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cpt.z 18.08.2016, 11:58
173. Jaja...

Mit Mitte dreißig sind Akademiker heutzutage ausgebrannt, weil sie nach drei unbezahlten Praktika und dann 10 Jahren mit 60+ Stundenwochen endlich auf Karriere setzen wollten und wir diskutieren über Rente mit 69?? Das ist doch eine Farce! Der Trend geht doch zu mehr Work/Live Balance mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Mit 69 will keiner mehr arbeiten gehen, egal was die Lebenserwartung sagt. Das soll die Gesellschaft natürlich nicht zahlen müssen. Aber dann müssten wir auch mal über das grundsätzliche Konzept einer Rentenversicherung reden. Denn theoretisch müsste sich die Rente aus den eigenen Beiträgen finanzieren lassen. Wenn ich 45 Jahre 20% (10% AG und 10% AN) vom Gehalt eingezahlt habe, dann kann man doch wohl auch 18 Jahre 50% Gehalt beziehen. Das ist rechnerisch möglich. Deshalb ist die Lösung des ganzen auch nicht eine Rente mit 69 sondern eine andere Art der Rentenversicherung.

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rösti 18.08.2016, 11:58
174. Wenn es geht..

Wenn es geht mit dem Job, der körperlich keinen verschleiss bringt, der kann ja bis 70 Arbeiten. Ich jedenfalls dachte das auch! Aber mit 60 fing es an, die Gelenke schwollen an,der Rücken macht sich nach längerer Arbeit bemerkbar. Ich muss dazu sagen ich war 45 Jahre Koch davon 30 Jahre Küchenchef ( sollte also körperlich nicht ganz so anstrengend sein denkt man!)
Mit 62 war ich körperlich fertig, alle Gelenke waren betroffen...dazu kam das ausgebrannt sein, das durch den täglichen Stress kam! Heute denke ich, das man mit einem Körperlich betonten Beruf nicht mehr bis 60 arbeiten kann. Meine Kollegen, die Beamte oder einen weniger körperliche Arbeit hatten, sind körperlich fit.
( bis auf das nächtliche aufstehen !!! )
Warun zahlen die Industrie Roboter keinen Beitrag zur Rente und Krankenvericherrung?

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johannesraabe 18.08.2016, 11:59
175.

Problem Eins: Die Sozialkassen werden missbraucht. Sie sind nicht darauf ausgelegt, Geldengpässe des Haushalts wie Flüchtlingskrise, EU Mitbürger in deutschen Sozialkassen auszugleichen.
Problem Zwei: Was will man in Deutschland noch besteuern? Das Atmen? Das Leben? Die 19 % Mehrwertsteuer sind jetzt schon aberwitzig hoch.

Der Arbeitsmarkt ist flexibel geworden, also muss das Renteneintrittsalter auch flexibel werden und zwar folgendermaßen:

Man benötigt ein fünfteiliges Rentenprogramm: I. Wer 45 Arbeitsjahre hat bzw. wer bis 2040 63 Jahre alt ist, kann in Rente gehen.
II. Ein Amtsarzt kann jeden Arbeitsunfähigen in Rente schicken.
III. Jeder der Punkt I. erreicht hat, kann solange weiterarbeiten wie er möchte.
IV. Das Rentenniveau wird auf 45% gesenkt. Mütterrente und andere Zusatzspesen werden abgeschafft.
V. Der Mindestbetrag an auszuzahlender Rente beträgt 900 Euro brutto. Davon dürfen Kranken- und Pflegeversicherung sowie Kirchensteuer abgezogen werden. Auf die Rente werden keine Steuern erhoben, egal wie hoch.

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GoaSkin 18.08.2016, 11:59
176.

Vielleicht sollte man das Rentenalter als solches ganz abschaffen und die Leute einfach nur noch dann in Rente schicken, wenn ein Amtsarzt attestiert, dass jemand altersbedingt seine Arbeit nicht mehr ausüben kann. So hätte man faktisch auch unterschiedliche Renteneintrittsalter je nach dem, wie belastend der ausgeübte Beruf ist. Nach diesem Prinzip funktionierte die Rente zu Bismarck-Zeiten.

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Christoph L 18.08.2016, 11:59
177.

Bitte lernt es endlich:

Es gibt kein Auseinanderdividieren. Man kann ja nichts "zusammendividieren". Auch "Rauslöschen" oder "Dazuaddieren" ist Humbug. Habe nix gegen Rechtschreibfehler. Aber das sind einfach dumme Wörter. Genauso wie "ProAktiv". Wenn ich aktiv auf jemanden zugehe unterscheidet sich das nicht davon wenn ich "proaktiv" auf jemanden zugehe. Jemand der so redet schwächt automatisch seine eigene Aussage.

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arminku 18.08.2016, 11:59
178. Schafft die Staatliche Rente ab

Gebt mir meine einzahlten Beiträge mit einer 5% Verzinsung und angepasst an die Inflation wieder und macht was ihr wollt. Meines Wissens schuldet der Staat der Rentenkasse 700 Milliarden Euro (ohne Zinsen) die er zweckentfremdet hat. Auch zahlen Beamte und Selbstständige nicht in diese "Solidarkasse" ein welche wie die Sozialversicherung auch ein einziges Betrugssystem an den Beitragszahler sind. Jetzt soll die Krankenkasse noch um 59€ teurer werden was ja gar nichts mit den Asylanten zu tun hat welche man in unser Land eingeladen hat und, und wenn man diese in Anspruch nimmt zahlt man alles selber. Hier stimmt nichts mehr in diesem Land, abwählen sage ich. Egal wer kommt, man muß diese Art der Politik abstrafen.

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böseronkel 18.08.2016, 12:00
179.

Zitat von hippie.jonny
Also, lieber Herr Bidder, Ihre Aussage: "Bei der Rente verfolgt die Politik das Ziel, die Lasten des demografischen Wandels gerecht zwischen den Generationen aufzuteilen." sollten Sie mal kritisch hinterfragen. Seit 1985 ist diese Enwicklung bekannt, und keine Regierung - erst recht nicht die mit unserem "Renten sind sischer"-Norbert - hat etwas entscheidendes geändert. Warum micht? Rentner sind Wähler...und gewählt werden ist erstes Ziel der Politiker. Wenn man es also gerecht auf die Generationen verteilen wollte, müsste man die heutigen Renten sofort halbieren...oder?
Gerechtigkeit Zwischen den Generationen ist ein von neoliberalen Hetzern erfundenes Schlagwort. Richtig wäre dagegen die gesetzliche Einebnung der grotesken Kluft zwischen arm und reich. Wenn die Superreichen angemessen zur Finanzierung der alternden Gesellschaft heran gezogen würden, könnte von demographischen Problemen oder ähnlichen Unfug keine Rede mehr sein.

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