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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
DPA

"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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Malto Cortese 18.08.2016, 12:05
200.

Das Lebensalter der Menschen steigt seit rund 150 Jahren deutlich an. Der Kapitalismus behauptet seither, daß er keine Antwort auf diese äußerst positive und wünschenswerte Entwicklung hat. Begründung: Menschheitsfortschritt schmälert die leistungslosen Apanagen des Adels. Das alte Lied.

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-volver- 18.08.2016, 12:05
201. ...

Im Grunde ist es ja eine Rentenkürzung... und gleichzeitig ein Eingeständnis, Jahrezente über seine Verhältnisse gelebt zu haben.
Heben wir das Rentenalter doch gleich auf 100 Jahre an... dann gibt es eben keine Rente mehr.
Für die junge Generation wird es ohnenhin keine Rente mehr geben.

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larousse 18.08.2016, 12:06
202. Einfaches Rechenexempel

Ist für die Politik doch ganz einfach. Je geringer die Gesamteinnahmen der Rentenversicherung ist, umso höher wird das Eintrittsalter geschoben....immer so, dass es "passt".....alle lamentieren ist doch nur Augenwischerei

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fabrikarbeiter 18.08.2016, 12:07
203.

Welche Jobs macht man denn noch mit 69? Kann man nicht endlich die Finanzierung auf eine solide Basis stellen, indem man auch Reiche, Beamte und Roboter in das System einzahlen lässt?

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af17555 18.08.2016, 12:08
204.

Zitat von Filou2011
.... aber OHNE Abschläge mit 63 VORZEITIG in Rente gehen? So etwas können nur Hohlpfosten (bei Vollpfosten ist jedenfalls noch etwas drin) beschliessen.
Sie haben's auch noch nicht kapiert, deshalb laaaangsaaaam zum Mitschreiben: Es ging nicht umRente mit 63, sondern um Rente nach 45 Beitragsjahren. Rente mit 63 ist schlicht ein diffamierender Kampfbegriff derer, die eh keine Rente nötig haben.

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Karl1984 18.08.2016, 12:08
205. Eine Unverschämtheit

Ich bin ziemlich fassungslos über diesen Artikel, so eine neoliberale Meinungsmache als Top Schlagzeile und das schlimme ist: Das nicht nicht mal ein Kommentar! Und da wundern sich die etablierten Medien warum das Vertrauen in der Bevölkerung schwindet. Wenn ich sowas lese komme ich mir vor als würde ich zu DDR Zeiten das neue Deutschland aufschlagen, das Zentralorgan hat gesprochen. Da hocken irgendwelche bestens versorgte Schlipsträger im Hinterzimmer und überlegen was mit dem gemeinen Bürger jetzt wieder aufbürden kann, während man selber finanzielle Sorgen irgendwelcher Art überhaupt nicht kennt. Diese Gedankenspiele lässt man dann per Systempresse an das gemeine Volk kommunizieren, ekelhaft, da kann man sich als normaler Untertan, pardon Bürger, nur angewidert abwenden.

Mag ja sein das die Lebenserwartung steigt aber nur weil man spätestens ab dem 70. Lebensjahr von tausend Medikamenten abhängig ist und sich ein Krankenhausaufenthalt an den nächsten reiht heißt das doch nicht das man da noch Arbeitsfähig ist. Mal abgesehen davon gibt es heute kaum noch Jobs für Alte, wer mit 50 arbeitslos wird kriegt doch bestenfalls noch was im Call Center über Zeitarbeit für 1400 Brutto im Monat. Mal abgesehen davon: Haben die Herrschaften schonmal den Begriff "Industrie 4.0" gehört? Es wird sowieso darauf hinauslaufen das innerhalb der nächsten 30 Jahre so gut wie alle Jobs von Computern übernommen werden, menschliche Arbeitskraft wird dann garnicht mehr gebraucht werden und dann? Lassen die Herrschaften da oben an der Spitze den gemeinen Bürger auf der Straße verhungern oder wie darf man sich das vorstellen? Ich würde mich als Journalist schämen so eine Propaganda zu verfassen, pfui!

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tpro 18.08.2016, 12:09
206.

Zitat von reifenexperte
sollten lieber mal ihrer Pflicht nachkommen und Steuern auch von den internationalen Konzernen, wie Facebook und Google kassieren. Wenn die ihre Erträge in Deutschland angemessen versteuern würden, wäre reichlich Geld da, um steuerfinanzierte Renten ab 50 Jahren mit 80% des letzten Nettos zu zahlen. Immer nur die Kleinen bluten zu lassen und die Grossen werden immer unveschämt reicher, das wird nicht mehr lange funktionieren. Wenn die Politik nicht ihren Pflichten nachkommt, wird das in einer Katastrophe oder einem Blutbad enden.
Wenn Sie diesen Staat gut genug kennen würden, wüßten Sie, das er, egal wie hoch die Steuereinnahmen sind, diese genauso verbrennen würde. Viel Geld in der Kasse erzeugt bei allen Parteien Begehrlichkeiten, um die eigene Klientel mit Wohltaten zu beglücken.

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wpeitze 18.08.2016, 12:09
207. Scheuklappendenken!

Der ganz Schlaue, der meinte, der Dachdecker könne nach dem 50. Geburtstag Dachziegel verkaufen, soll mir mal sagen, was z.B. der Gerüstbauer macht, verkauft der dann Gerüste? Es geht vermutlich nicht nach den alten Rezepten. Mal die Dänen fragen?

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Laylamops 18.08.2016, 12:09
208. Wie finanzieren wir die Rente?

Was spricht dagegen, einfach die Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung abzuschaffen und jeder bezahlt z.B. 10 % seines Einkommens ein, unabhängig davon wie hoch sein Einkommen ist? Die Top Manager finden es wahrscheinlich nicht so witzig, aber das ganze Thema wäre vom Tisch. Wahrscheinlich könnten wir dann sogar früher in Rente gehen - wohlgemerkt ohne Abschlag.

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Edgard 18.08.2016, 12:09
209. Eines zeigt diese Debatte im Kommentarbereich deutlich:

Die Deutschen sind scheinbar Mehrheitlich nicht Willens und in der Lage sich mit einfachen Sachverhalten konstruktiv auseinanderzusetzen sondern ergehen sich in Ausflüchte und Jammerei - und der Zeigefinger auf "DiedaOben" darf nicht fehlen.
Leider haben Politiker wie Gabriel auf das eigentliche Problem keine zukunftsweisenden - sondern nur flapsige Antworten.
Fakt ist aber daß (glücklicherweise) einer um gut ein Drittel gestiegene Rentenbezugsdauer eine schrumpfende Zahl Beschäftigter gegenübersteht die diese Renten finanzieren müssen - wenn es nach dem heutigen, m.E. überholten Rentensystem geht (etwas das Helmut Schmidt schon seit vielen Jahren moniert hat!).
Dazu kommt einerseits ein höhere Mehrwert pro Beschäftigtem dank Zentralisierung und Automatisierung, aber auch ein wachsender Wettbewerbsdruck in der Wirtschaft.

Insofern ist es - wie auch in der Verkehrspolitik - allerhöchste Zeit sich über wirklich zukunftsweisende Modelle Gedanken zu machen - und das ist nicht nur Sache derdaOben!

Und - es sollte immer wieder darauf hingewiesen werden daß sich nicht zuletzt das Verbraucherverhalten auf das Sozialsystem auswirkt - jede Bestellung bei IKEA, Amazon, ALDI & Co kostet im Endeffekt Arbeitsplätze - sprich: Einzahler ins Sozialsystem.

Ergo, liebe Meckerer: Erstmal an die eigene Nase fassen...!

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