Forum: Wirtschaft
Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
DPA

"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

Seite 25 von 93
muenchen84 18.08.2016, 12:20
240. frühe Rente, auch das ist Fortschritt

Frühere Rente und weniger Arbeitszeit, das ware auch ein Fortschritt, seit dem alten Bismarck arbeiten wir 8 Std am Tag. Komischerweise fordert das aber niemand

Beitrag melden
soisses007 18.08.2016, 12:22
241. Gerecht muss es sein

Zitat von Det_onator
Jede/r (Politiker, Beamte, Freiberufler, muß in die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung einzahlen (Schweizer Modell) und die Beitragsbemessungsgrenzen müssen abgeschafft werden. Zudem müssen sich die viel zu hohen Pensionen an die Rente anpassen, es kann nicht sein, das Staatsdiener wesentlich besser gestellt werden als Arbeitnehmer. ..
So ist es! Alle müssen einzahlen. Wenn die Einnahmen der Rentenversicherung dadurch wesentlich gestärkt werden, sind auch Rentenhöhen von min. 65% möglich. Die Anzahl der Beitragsjahre sollte stärker berücksichtigt werden, mit min. 45 Beitragsjahren sollte eine Rente ohne Abschläge drin sein.
Das Beamtentum ist überflüssig und gehört generell mit allen Privilegien abgeschafft.

Beitrag melden
rainerseiferth 18.08.2016, 12:22
242. Sehr richtig!

Zitat von dirkschumacherowako
wie wäre es damit - eine höhere MwSt zur Finanzierung der Renten und eines höheren Kindergeldes? Oder eine Liquiditätsabgabe zur Fianzierung eines Grundeinkommens - beginnend mit Rentern und Kindern? Es gibt viele Möglichkeiten. Geld ist jedenfalls nicht das Problem - sondern eher, wie es wieder ans fliessen kommt. Jobs - die wird es für 68-Jährige nicht geben. Also werden die Renten faktisch gekappt. Um was für ein Kalb tanzt da unsere Gesellschaft. Erwerbstätigkeit auf Teufel komm raus. Derweil richten wir uns als Menschen und nebenbei auch unseren Planeten zugrunde.
Die Arbeitenden zu Lebenslänglich verurteilen und die Nichtarbeitenden daueramnestieren ist ein falscher Weg. Wie soll denn ein Dachdecker, Schlachter, Lehrer, Polizist oder Müllkutscher noch bis 70 arbeiten können? Das sollen mir mal die Bundesbanker vormachen. Immer weiter steigende Rentenbeiträge rufen zu Recht die Jüngeren auf den Plan. Da bleibt nur die Staatsfinanzierung. Ob das nun mit einer MwSt-Erhöhung oder mit anderen zweckgebundenen Steuer-Mehreinnahmen geht ist nur eine Detailfrage. Am Anfang steht das Umdenken.

Beitrag melden
yshitake 18.08.2016, 12:23
243. Bis 69 arbeitet deshalb niemand

aber fast alle werden die dann fehlenden Jahre bei ihrem Renteneintritt wann auch immer schwarz auf weiß zu spüren bekommen. Wenn die Erhöhung des Rentenalters eine gleichzeitige Jobgarantie wäre, könnten sich sicher noch manche damit anfreunden. In Wirklichkeit setzt es aber die Früherverrentung aller AN unter Druck. In irgendeinem Märchen stand mal geschrieben, nach 40 Jahren einzahlen in die Rentenkasse darf man auch ohne Abzüge selbst in Rente. Eigentlich könnte ich guten Gewissens mit 57 aufhören. Realistisch werde ich mir wahrscheinlich an meinem letzten Arbeitstag noch mein eigenes Grab ausheben müssen.

Beitrag melden
darmspiegelgabsschon 18.08.2016, 12:23
244.

"Die Amerikaner rechnen ihre Prognosen auf 75 Jahre in die Zukunft."
Ich hätte eher 750 Jahre erwartet.

"Wenn die Lebenserwartung um drei Jahre steigt, kann man zwei Jahre länger arbeiten - und sich dennoch ein Jahr mehr Rente gönnen"
Sorry. Ich kann nicht mehr.

Beitrag melden
wk03 18.08.2016, 12:23
245. Das reale Renteneintrittsalter steigt nicht

Im allgmeinen werden die Menschen längst vor dem Erreichen des Alters von 67 aus dem Job gebracht (da gibt es tausend Argumente von "alt und technisch überfordert" über "investieren lohnt sich ja nicht mehr" bis "Platz für die Jungen, die einen Job brauchen". Wer raus ist, kommt auch nicht mehr in einen anderen Job. Ab 58 (!) fällt er aus der Arbeitslosenstatistik. An all dem wird eine Anhebung des offiziellen Eintrittsalters auf 69 nichts ändern. ABER: die Abschläge von der Rente für das frühere echte Eintrittsalter erhöhen sich um zwei Jahre (=24x0,3=7,2 Prozent der Rente, die man mit 67 hätte bekommen sollen). Die Anhebung des Eintrittsalters ist also eine Rentenkürzung für alle Neurentner - sonst nichts!

Beitrag melden
tangentiale 18.08.2016, 12:23
246. Wer will denn hier wen...

....für dumm verkaufen?
1)Es geht nicht um länger arbeiten,es geht um Rentenkürzung.
2)Das Rentensystem wurde über Jahrzehnte bewusst vor die Wand gefahren,zum Wohle der privaten Kapitalversicherungen.
3)Wer ist dafür verantwortlich,wieviel Korruption war/ist im Spiel?
Der Bürger wird systematisch veräppelt,durch irgendwelche dubiosen Berechnungen/Statistiken,von interessierter Seite lanciert und über die Medien verbreitet.
Wenn die Politik nicht in der Lage ist das zu ändern,dann sollen sie abtreten,möglichst schnell.
Der Normalbürger wird seit Jahren kalt enteignet und merkt es noch nicht einmal.

Beitrag melden
Pless1 18.08.2016, 12:23
247.

Zitat von realplayer
Warum werden die Arbeitgeber nicht mehr an den Kosten beteiligt?
Arbeitgeber sind und bleiben massiv beteiligt an der Finanzierung der Renten - sie partizipieren nur nicht an zusätzlichen Steigerungen. Würden sie es uneingeschränkt tun würde der Faktor Arbeit in Deutschland immer teurer - es müssten Arbeitsplätze eingespart werden. Das ist nicht im Interesse der Beteiligten, der Arbeitnehmer an wenigsten.

Eine gewisse Anhebung der AG-Anteile in der Zukunft hielte ich allerdings auch für angemessen.

Beitrag melden
rubikon2016 18.08.2016, 12:23
248. Dafür müßten erstmal

die entsprechenden Jobs zur Verfügung stehen, denn bereits jetzt macht sich kaum ein Unternehmen ernsthaft Gedanken über den altersgemäßen Einsatz von Arbeitnehmern. Naturgemäß nehmen Belastungsfähigkeit und Geschwindigkeit mit zunehmendem Alter ab, und das bereits ab einem Alter von 40/45 Jahren. Besonders bei körperlicher Arbeit oder Tätigkeiten, bei denen man einem erhöhten Streß ausgesetzt ist. Ich möchte dann nicht in einem zwar weniger belastenden, aber auch schlechter bezahlten Job geparkt werden, wie jetzt häufig bereits der Fall. Da bin ich dann mal auf Lösungsansätze der Politik und Wirtschaft gespannt...

Beitrag melden
JBond 18.08.2016, 12:23
249. Geistig und körperlich fit

Zitat von kewlo
Die Lebenserwartung hat nichts mit der Arbeitsfähigkeit zu tun.
Die Aussage ist falsch...natürlich hat beides miteinander zu tun.

Ein 65-jähriger ist heute noch deutlich gesünder und leistungsfähiger als in dern 60er/70er Jahren, aus denen die meisten Rentenregelungen stammen.


Klar kommen hier immer die Beispiele der Maurer, Fliesenleger und anderer körperlicher Tätigkeiten...und hier müssen in der Tat Wege gefunden werden. (Die Rente nicht an ein Alter sondern an die Beitragsjahre zu koppeln ist da schon ein guter Ansatz)

Aber für einen Großteil der Arbeitstätigen (vom Verkäufer über Lehrer bis zur Bürokraft) ist es sehr wohl möglich auch im höheren Alter zu Arbeiten...wenn auch evtl in einem anderen Aufgabenbereich.
Arbeitgeber wie Arbeitnehmer müssen dafür flexibler werden.


Des weiteren geht es auch nicht nur um die Arbeitsfähigkeit, sondern auch um die Finanzerbarkeit...wenn die Lebenserwartung der 65-jährigen kontinuierlich steigt, die Anzahl der Beitragszahler aber sinkt, hat man nur zwei Möglichkeiten:
- drastische Erhöhung der Beiträge (wo wir wieder bei der Generationengerechtigkeit wären)
- Senkung des Rentenniveaus

Die "Verzögerung" des Renteneintritts ist die einzig logische Alternative um sowohl Beiträge als auch Renten in einem vernünftigen Rahmen zu halten.

Beitrag melden
Seite 25 von 93
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!