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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
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"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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urmeli 18.08.2016, 11:17
30.

Wann erklärt mir mal jemand, warum es in den 100 Jahren vor der neoklassischen Revolution funktioniert hat, dass das Rentenalter gesunken ist und die Lebenserwartung gestiegen.

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lothar.thuermer 18.08.2016, 11:18
31. Plädoyer für eine kluge Ordnungspolitik!

Gewiss, ohne steigendes Renteneintrittsalter wird es nicht gehen. Wer etwas anderes behauptet, weckt nur Hoffnungen, die nicht erfüllbar sind. Zur Wirklichkeit gehört aber auch, dass die Beitragsfinanzierung aus der Arbeit ein Auslaufmodell ist. Leider scheint es aber, als fehlte der Politik der Mut, dicke Bretter zu bohren und nach langfristig tragfähigen Lösungen zu suchen. Es ist mir schleierhaft, warum das wunderbare Konzept einer steuerfinanzierten Grundrente von Kurt Biedenkopf nicht endlich aus den Schubladen gezogen und Frau Merkel zur Lektüre auf den Tisch gelegt wird. Die steuerfinanzierte Grundrente schützt vor Armut im Alter, stellt die Finanzierung der Rente trotz abnehmender Bedeutung der klassischen Erwerbsarbeit sicher und schafft Raum für private Verantwortung. Wenn Frau Merkel als wirklich große Kanzlerin in die Geschichtsbücher eingehen wollte: Hier hätte sie ein erfolgversprechendes Betätigungsfeld!

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ironcock_mcsteele 18.08.2016, 11:18
32.

Zitat von RudiRastlos2
Wie machen das wohl die Franzosen, die mit 60 in Rente gehen?
Tja, wie machen die das wohl?

Ist irrelevant, es geht nicht um heute, sondern um die Zukunft. Bitte Artikel lesen und verstehen.

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normanr 18.08.2016, 11:18
33. sehr intellenter Vorschlag

Zitat von dirkschumacherowako
wie wäre es damit - eine höhere MwSt zur Finanzierung der Renten und eines höheren Kindergeldes? Oder eine Liquiditätsabgabe zur Fianzierung eines Grundeinkommens - beginnend mit Rentern und Kindern? Es gibt viele Möglichkeiten. Geld .....
daß es zum x-ten Male den kleinen Mann trifft mit der MwSt.
Wie wärs: weg mit der Bemessungsgrenze?

bzw. man nehme es von denen, die es dicke haben?

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rainer66 18.08.2016, 11:18
34. Wer braucht ein Renteneintrittsalter?

Ich versteh die Diskussion nicht.
Warum kann man das Eintrittsalter nicht ersatzlos entfallen lassen? Bei den vielen Rentenmathematikern werden sich doch einige finden, die jedes Jahr Prognosen für die Rentenhöhe jetzt und später abgeben können. Rentenbeiträge für alle bis zu einer Mindestrente in Höhe des Sozialhilfesatzes, dann freie Entscheidung, ob man weiterzahlt oder privat vorsorgt. Gewerkschaften könnten dann dafür kämpfen, dass die Löhne eine Höhe haben, die ein angemessenes Rentenniveau bewirken. Und: Mag doch jeder selbst entscheiden, wann er in Rente geht, entscheidend ist, dass keine Sozialfälle entstehen. Und weiterarbeiten müßte völlig separat betrachtet werden, weniger oder mehr, ganz nach Lust und Laune, oder auch Notwendigkeit, wenn man nicht genug zu haben glaubt. Rente wird beantragt und automatisch angepasst. Wichtig ist, dass man von allen Einkünften immer Rentenbeiträge abführen muss, bis das angestrebte Mindestniveau erreicht ist.
Ich hoffe, dass mir jemand erklärt, warum dieser Vorschlag völliger Unsinn ist oder auch nicht, aus der Politik hat das noch nie wer vorgeschlagen, jedenfalls nach meiner Kenntnis.

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wondering_dude 18.08.2016, 11:19
35. künstliche Intelligenz

bis 2060 wird keiner mehr arbeiten müssen, weil künstliche Intelligenz und überflüssig macht (wenn sie uns nicht vernichtet). Solche Rentenmodelle sind daher naiv und überflüssig.

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crazy_swayze 18.08.2016, 11:19
36.

Mich würde das höhere Renteneintrittsalter betreffen und ich muss sagen - ich würde es verstehen.
Wenn ich 90 Jahre alt werden sollte, was nicht unwahrscheinlich ist, kann ich doch nicht 25 Jahre lang Rente beziehen.

Das Zauberwort heißt hier Belastungsreduzierung am Arbeitsplatz, dann kann man auch 10 Jahre länger schaffen.

Wäre Herr Gabriel für die Arbeitnehmer da, so könnte er doch einmal die Klagen der arbeitenden Bevölkerung auch mal so verstehen, wie sie gemeint sind: Die Belastungen sind zu hoch, tu was, und zwar jetzt! Ein niedrigeres Renteneintrittsalter ist mMn nämlich nur ein schwacher Trost wenn man den Verschleiß bedenkt, den manche Berufsgruppen davon tragen. Das heißt doch aber, ich muss diese Berufe menschenfreundlicher gestalten.

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sumenz 18.08.2016, 11:19
37. Sozialwissenschaftler-Gewäsch!

Das kann nur einer schreiben (und auch noch für gut und richtig halten) der im Sesselsitzen arbeitet! Einer, dem noch kein Gelenk und kein Knochen weh tut. Die vielen Zahlen mögen einen BWLer begeistern, ein älterer Arbeitnehmer wie ich mit 67,5 Jahren (körperliche Arbeit) kann nur darüber lachen: Gewäsch! Gabriel hat ausnahmsweise mal recht.

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gg0815 18.08.2016, 11:20
38. pauschal

immer dasselbe. wie wäre diese Idee ?
Die Unternehmen direkt mehr an den Sozialkosten beteiligen. Mindestens ein Drittel der Umsatzsteuer muß in die Rente fließen. Ansässige Unternehmen dürfen bei mehr als x iin D die Abgaben zahlenden Angestellten Umsatzusteueranteile einbehalten. Die Umsatzsteuer wird erhöht.
Weitere Modelle Bitte .

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fotoman 18.08.2016, 11:20
39. Logische Entwicklung

Gabriel mag das für bekloppt halten, aber wenn das Rentensystem nicht komplett umgestellt wird, ist das eine logische Folge der Alterspyramide – was schon in den 80ern vorher zu sehen war.
Länger arbeiten setzt aber voraus, dass es Arbeitsplätze gibt... Für die ältere Krankenschwester dann eben in der Verwaltung, die Dank Bürokratie ja immer umfangreicher wird.

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