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Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
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"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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pruefer 18.08.2016, 13:06
390. Ökonomen

Der Börsch-Supan war doch auch einer von den "Experten", die die Vorzüge der Riester-Rente propagiert haben. Von solchen Schlufis lass ich mir gar nix einreden.
Bemessungsgrenze anheben, Beamte, Selbständige einbeziehen und vor allem Produktivitätszuwachs an die Löhne weitergeben. Dann brauchts auch keine Möchtegern-Experten. Den Bundesbankern hat übrigens jemand ins Gehirn... Was geht den diese Heinis die Rente an. Spart euch eure Einflussnahme. Von euch lass ich mir auch nix einreden. Ihr kriegt ja nicht mal ne Inflation hin, ihr Dilettanten.

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jole53 18.08.2016, 13:06
391. Mal wieder eine Nebelkerze

Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters zeugt von Einfallslosigkeit und wird auf Dauer nicht helfen. Es ist nur eine weitere indirekte Rentenkürzung für abhängig Beschäftigete. Die Politik sollte mit dem Hier und Heute beschäftigen. Hier ein paar Ideen:

1. Abschaffung der Sonderversorgungssysteme für Beamte , Ärzte, Architekten, Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Pfarrer, Selbstständige etc.
2. Mehr Unterstützung für kinderreiche Familien.
3. Mehr Abhängigkeit der Rente von der Zahl der eigenenen Kinder (z.B. 0 Kinder 30% Rente, 1 Kind 40 % Rente, 2 Kinder 50% Rente, 3 Kinder 60 % Rente etc.)
4. Vermeidung präkerer nicht sozialpflichtiger Jobs
Die Liste läßt sich weiterführen.

Außerdem muss man darüber nachdenken, wie man vorgeht, wenn wegen der zunehmenden Robotisierung massiv Jobs wegfallen. Robertersteuer?

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Stadtguerilla 18.08.2016, 13:06
392. ...

Zitat von urmeli
Wann erklärt mir mal jemand, warum es in den 100 Jahren vor der neoklassischen Revolution funktioniert hat, dass das Rentenalter gesunken ist und die Lebenserwartung gestiegen.
Ethisch-moralische Standards?

Die gibt es heute unter dem diktat der neocons und neokapitalisten nicht mehr.
Heute bestimmt die Dividende was richtig und was falsch ist und das eigene Konto.

Die gesamte neoliberale Ideologie ist völlig aus dem Ruder gelaufen, die Charakterlosen haben wieder das sagen, die indoktrinierung hat gut funktioniert - das denken ist flächendeckend versaut.

Allerdings ist diese Art von "denken", wohl auch für erhebliche Teile an Amokläufen, radikalisierungen jedweder Art und (erweiterten) Suiziden verantwortlich...

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Doppeldope 18.08.2016, 13:07
393. Ansonten, was für ein Gespann Gabriel und Merkel

Ansonsten, schon irre, welche Vorschläge heutzutage von der, wohl ehemaligen, Arbeiterpartei Deutschlands kommen. Gabriele und Merkel, was für ein Gespann. Da passt im negativen wirklich alles zusammen.

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franz.v.trotta 18.08.2016, 13:07
394. Wohlfeil

Hinter dem Vorschlag steckt -schlicht und einfach - ein Rentenkürzungsprogramm. Das wird aber nicht offen ausgesprochen. - Man frage sich doch einmal, welche Firma einen 67jährigen beschäftigt. - Und: Diejenigen, die jetzt diese Ideen ausbreiten, wären von einer Neuregelung nicht betroffen. Sie kassieren hohe Pensionen und Privatversicherungs-Renten.

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maf 18.08.2016, 13:07
395.

Zitat von niktim
Die Deutsche Bank konnte nicht einmal voraussehen, wie sie in den letzten Jahren ihren Niedergang orgnisierte. Nun setzt sie eine Diskussionj über die Rente in Gang! Den Menschen muss angst eingejagt werden,damit sie den letzten Spargroschen ihr anvertrauen. Das sollte jeder unterlassen! Wer Aussagen über die bis 2060 macht, der kann auch in eine Glaskugel blicken und die Zukunft lesen! Die DB lässt die wichtigsten Faktoren völlig außer acht, die die Rente in der Zukunft bestimmen. Das ist die Produktivität und damit das erwirtschaftete BIP! Die Demokrafie ist doch sekundär!
Die Deutsche Bank hatte einige schlüssige Argumente gebracht, die man diskutieren kann. Ihr Beitrag dagegen ist Stammtischniveau.
Der Pesonenkreis, der 2060 in Rente gehen wird ist bereits geboren - es sind unsere Kinder. Abgesehen von Ab- und Zuwanderung kann mal also sehr genau abschätzen wieviele Rentner 2060 in D leben.
Sollten nicht Roboter die komplette Pflege übernehmen haben wir auch 2060 noch das Problem, dass n Pflegekräfte m Rentner (Pflegebedürftige) betreuen. Die Produktivität wiurd sich dann in dem Lebenstandard und den Löhnen - und damit dem Preisniveau - ausdrücken. Dieses Niveau sollte in aller Fairness für beide Seiten gleich sein - also können wir die Produktivität aussen vorlassen.

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dave_t 18.08.2016, 13:07
396. Statistik, nicht

Zitat von cspersonal
Übersehen die 2. Great Depression... aber wollen die Rente in 20 oder 75 Jahren planen. Haha, da war der 5-Jahresplan der Kommunisten ja ein Kinderspiel dagegen.
Im Unterschied zu konjunkturellen Phasen lassen sich allerdings demographische Trends mit ziemlich hoher Sicherheit prognostizieren (Black Swan Events wie Seuchen, Atomkrieg, Impact oder Zombie-Outbreak mal aussen vor gelassen). Damit kennt man sich seit den schottischen Lebensversicherungen und ihrer gründlichen Analyse von Geburtsregistern und Sterbetafeln sehr gut aus.

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MatthiasPetersbach 18.08.2016, 13:08
397.

Zitat von MeinungVonMir
Ich frage mich warum man hier immer nur mit sinnlosen Parolen kommt und mit offenem Mund die Statistiken ansieht. Warum denkt man nicht mal die Ursachen zu bekämpfen und nicht die Symptome? Wenn es zu wenig Kinder gibt, die die Zeche zahlen muss man entweder diesen hirnrissigen Generationenvertrag abschaffen (schrittweise) ….
Weil das Thema weder mit Kinder noch mit Ehegattensplitting zu tun hat. Sondern mit der Bezahlung der Leute, fallenden Löhnen und nichtsleistenden Geldabschöpfern.

Es mag sein, daß sie die Lösung (wie in Indien) in einer größeren Zahl von Kindern sehen - das ist allerdings nur dann richtig, wenn wir Platz und Arbeit für die HÄTTEN.

Im übrigen die Diskussion Kinder/keine Kinder, Akademiker/Arbeiter usw. wie überhaupt die ganze Frage, wer von uns eventuell ein 3 Gramm größeres Stück vom Kuchen abbekommt, völlig banane und brandgefährlich.

Weil wir uns aufeinanderhetzen und auseinanderdiviedieren lassen - und die Verursacher der Misere lachen sich ins Fäustchen und schöpfen noch mehr Geld ab.

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wolly21 18.08.2016, 13:09
398. Das ist wohl zutreffend,

Zitat von larousse
Ist für die Politik doch ganz einfach. Je geringer die Gesamteinnahmen der Rentenversicherung ist, umso höher wird das Eintrittsalter geschoben....immer so, dass es "passt".....alle lamentieren ist doch nur Augenwischerei
und Abhilfe kann nur dadurch geschaffen werden, daß die Einnahmen der Rentenversicherung erhöht werden. Dies wiederum ist nur möglich, wenn die Beitragsbemessungsgrenzen drastisch erhöht, nachhaltiger noch ganz abgeschafft werden.
Zwangsläufig ist damit auch eine Deckelung der Renten nach oben notwendig.
Alternativ dazu wäre die Abschaffung der über Beiträge finanzierte Rente. Statt derer eine ganz über Steuern finanzierte Rente, faktisch eine für alle Bürger staatlich finanzierte Pension.
Es heißt immer Deutschland sei eines der reichsten Lnder dieser Welt.
Es heißt auch immer, daß wir WERTE zu erhalten, zu verteidigen haben.
Da sollte es uns auch gelingen, unsere "alten" Mitbürger menschenwürdig zu versorgen.

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marinero7 18.08.2016, 13:09
399.

Vorschlag: Unter 50 wird keiner mehr im öffentlichen Dienst eingestellt. Die Arbeitnehmer scheiden mit 50 in der freien Wirtschaft aus und wechseln in den öffentlichen Dienst. Dann kann das klappen, sonst ist es Humbug. Aber man führt wohl lieber wieder eine Rentenkürzung durch die Hintertür ein.

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