Forum: Wirtschaft
Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
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"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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teddyhh 18.08.2016, 13:32
470.

Zitat von dirkschumacherowako
wie wäre es damit - eine höhere MwSt zur Finanzierung der Renten und eines höheren Kindergeldes? Oder eine Liquiditätsabgabe zur Fianzierung eines Grundeinkommens - beginnend mit Rentern und Kindern? Es gibt viele Möglichkeiten. Geld ist jedenfalls nicht das Problem - sondern eher, wie es wieder ans fliessen kommt. Jobs - die wird es für 68-Jährige nicht geben. Also werden die Renten faktisch gekappt. Um was für ein Kalb tanzt da unsere Gesellschaft. Erwerbstätigkeit auf Teufel komm raus. Derweil richten wir uns als Menschen und nebenbei auch unseren Planeten zugrunde.
Für Rentner ja, für Kinder nein. 2008 (es kann auch 2007 oder 2009 gewesen sein) hat unsere damalige Ministerin für Familie und Co mal ausrechnen lassen wie viel Geld direkt und indirekt an Familien transferiert wird pro Jahr. Damals war die Zahl bereits bei 149 Mrd. Langsam ist mal gut. Für Rentner (besonders die am unteren Spektrum der Rentenzahlungen) sehe ich es und befürworte ich eine MwSt-Erhöhung. Für Familien und Kinder nicht.

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Bin_der_Neue 18.08.2016, 13:32
471. Wer macht eigentlich die richtige Arbeit?

Zitat von theduderino
Das Problem mit dem Rentenalter hängt leider auch sehr von der einzelnen Person ab. Ich kann mir schon vorstellen bis 70 und drüber zu arbeiten. Mein Vater, gelernter Maurer, musste mit 61 seine Rente beantragen. Mal abgesehen von der Zeit bei der Bundeswehr, hat er sein Leben lang auf dem Bau gebuckelt. Er hat riesen Einbußen bei seiner Rente hinnehmen müssen, dabei konnte er einfach nicht mehr. Rücken, Knie, Ellenbogen, Hüfte, alles komplett verschlissen. Wie man da bis 69 arbeiten soll, bleibt mir schleierhaft.
Heute arbeitet man doch nicht mehr auf dem Bau, heute hat doch jeder mind. einen akademischen Abschluss..

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GSYBE 18.08.2016, 13:32
472. und?

Zitat von RenegadeOtis
Sie haben ganz offensichtlich niemals studiert.
Stimmt! Und?

Ist das schlimm? Arbeite seit fast 40 Jahren als Selbstständiger mit allem was dazu gehört:

Spitzenverdienst, Spitzensteuersatz und auch Beiträge zu den Solidarsystemen (lebe in Spanien und hier gibt es keine Befreiung).

Sie haben vermutlich schon studiert.....

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werjor 18.08.2016, 13:33
473.

Zitat von jole53
Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters zeugt von Einfallslosigkeit und wird auf Dauer nicht helfen. Es ist nur eine weitere indirekte Rentenkürzung für abhängig Beschäftigete. Die Politik sollte mit dem Hier und Heute beschäftigen. Hier ein paar Ideen: 1. Abschaffung der Sonderversorgungssysteme für Beamte , Ärzte, Architekten, Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Pfarrer, Selbstständige etc. 2. Mehr Unterstützung für kinderreiche Familien. 3. Mehr Abhängigkeit der Rente von der Zahl der eigenenen Kinder (z.B. 0 Kinder 30% Rente, 1 Kind 40 % Rente, 2 Kinder 50% Rente, 3 Kinder 60 % Rente etc.) 4. Vermeidung präkerer nicht sozialpflichtiger Jobs Die Liste läßt sich weiterführen. Außerdem muss man darüber nachdenken, wie man vorgeht, wenn wegen der zunehmenden Robotisierung massiv Jobs wegfallen. Robertersteuer?
Dann trete ich den Mormonen bei, brauche nur 3 gebär willige Weibchen...liege den ganzen Tag auf der Couch...setze 30 Kinder in die Welt und schon habe ich 140% Rente oder so ?
Könnte man Lebensborn nennen.....
Diese 30 Kinder gehen dann aufs Amt...und Hartzen, weil schon der alte schön auf der Couch liegt und schon sind genug Rentengelder da...oder sehe ich das falsch ?

Die Zahl der Kinder hat überhaupt nichts mit der Höhe der Rente zu tun.
Stellen wir uns mal vor....wir hätten rd. 10Mio Kinder zwischen 6-18 mehr ...auf welche Schulen gingen die ? Die alten verfallen doch schon....
Von welchen Lehrern würden die unterrichtet ? Fallen jetzt schon 10% der Schulstunden aus.
Welche Lehrstellen/Uniplätze besetzen die ???
Und wo gehen die Arbeiten, wenn schon jetzt 12Mio von ihrer Arbeit nicht mehr leben können und auf ich verwende den alten Begriff noch mal Sozialhilfe angewiesen sind ?
Aber sicher würden dann 10.000 Lehrer neu eingestellt, schon jetzt haben wir 7Mio Analphabeten in dem System, Schulen und Universitäten neu gebaut und Schäuble pfeift dann auf seine heilige schwarze 0.

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Dr.Watson 18.08.2016, 13:35
474. Och Joh!

Zitat von Off the records
..mit dicker Pension ala Bundesbank kann ich mir das schon vorstellen, aber die werten Herren können es sich leisten mit 60 oder früher zu gehen. Ich habe auch einen Bürojob, aber ich kann mich sehr gut in die Lage von Bauarbeitern und Co versetzen die mit 60 körperlich so verbraucht sind, dass man Sie besser schon vorher in die Rente entlässt.
Wen meinen Sie mit "werte Herren"?

Sind es nicht die Massen an Damen und Herren, in weitgehend kommoden Beschäftigungsverhältnissen des Staates, also der ganz normalen Pensionsberechtigten, die sich weit unter 60 vorzeitig pensionieren lassen, die für wahrhaft massive Kosten der Allgemeinheit verantwortlich sind?

Ich kenne da so den/die Lehrer/innen, die sich mit kn app über 50 haben pensionieren lassen und es sich seitdem geradezu unerträglich auf Kosten des Staates gut gehen lassen - und alle anderen eher für vollkommen verblödet erklären!

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Spiegelwahr 18.08.2016, 13:35
475. Schön für Sie

Zitat von BurgRitter
ist der Vorschlag sicherlich bekloppt, nach der Wahl beherrscht auf Herr Gabriel die Grundrechenarten. Ansonsten, ich bin 71, arbeitet mehr als Vollzeit, es macht mir auch fast immer Spaß und es besteht dazu keine Notwendigkeit. Rente mit 60 ist doch nicht per se eine Wohltat!???
Freuen sie sich ihrer Gesundheit. Ich kenne genung Menschen, die schon in der Gruft ruhen und andere, die kein Auto mehr fahren dürfen und mit Müh und Not über die Straße kommen. Wo haben sie eigendlich die Zeit her, im Forum während der Arbeitszeit zu lesen.

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maxuli 18.08.2016, 13:35
476. mal wieder viel unnötige Aufregung

"die Angst der Regierenden vor der Wahrheit" 75 Jahre in die Zukunft zu rechnen, kann Ihnen doch leicht genommen werden. Denn man kann doch ohne Risiko auf Grund von seriösen Berechnungen weit in die Zukunft geltende Gesetze fassen, weil man diese (da sie keine grundgesetzliche Qualität haben) gegebenenfalls in näherer Zukunft (z.B. in 20 Jahren) wieder ändern kann, wenn sich Voraussetzungen geändert haben.
Je weiter man in die Zukunft rechnet, desto ungenauer werden die Prognosen. Das gilt allerdings nicht so sehr für die demographische Entwicklung. Die lässt sich viel leichter vorhersagen als beispielsweise die globalen ökonomischen und die globalen ökologischen (und damit die geopolitische) Entwicklungen. Diese werden dann (vielleicht schon in 20 Jahren) unsere Gesellschaft und damit unsere Gesetze viel stärker verändern. Die demographische Entwicklung ist nur eins der Zukunftsprobleme, mit denen sich unsere Politiker leider nicht oder viel zu wenig beschäftigen.

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noltee 18.08.2016, 13:36
477. Beitragsbemessungsgrenze...

heißt das Stichwort.

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vwl_marlene 18.08.2016, 13:36
478. Wintziger Vorschlag!

Zitat von Der_Franke
Bei dieser absurden Diskussion frage ich mich, warum diese Experten von Ökonomen nicht endlich mal fordern, daß ein Großteil der jungen Bevölkerung endlich mal wieder mit 16 Jahren eine Lehre beginnt, anstatt auf Kosten der Steuerzahler bis 25 zu studieren. Wir müssen nicht länger arbeiten, sondern wieder (wie früher) eher damit beginnen. Zwischen 16 und 25 liegen immerhin 9 Jahre. Und gerade Studenten kosten enorme Summen. Vorschlag von mir: Unis und Fachhochschulen aus der öffentlichen Finanzierung nehmen und privatisieren.
Am besten werden doch alle Hilfsarbeiter, dann brauchen die keine Ausbildung und kosten den Arbeitgeber auch nicht so viel!
Einziges Problem: Je niedriger die Ausbildung, desto höher die Arbeitslosigkeit und desto geringer das Einkommen, desto höher die Altersarmut.
Lösung des Problems: Mehr Menschen höher ausbilden (also ins Studium bringen).

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Freedom of Seech 18.08.2016, 13:37
479.

Zitat von mali123
dann erklären sie mir doch mal, wie ich, trotz studium arbeitslos, kinder in die welt setzen soll? soll die ganze familie dann hartzen? lächerlich! die löhne sind zu weit im keller. deswegen haben die leute keine kinder oder erst sehr spät, wenn etwas sicherheit da ist. und weiß gott, ich kaufe mir nicht immer das neueste smartphone. ich kann mich nichtmal selbst richtig ernähren, wenn ich kein geld kriegen würde. und dann kinder kriegen? es ist lächerlich! das ganze system ist lächerlich!
Sie sind ein statistscher Ausreißer. Die Arbeitslosenquote bei Akademikern ist sehr gering. Vielleicht haben Sie etwas falsch gemacht.

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