Forum: Wirtschaft
Debatte über Eintrittsalter: Rente mit 69 - geht doch
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"Eine bekloppte Idee", sagt Sigmar Gabriel. Ökonomen aber sehen keinen anderen Weg: Das Renteneintrittsalter soll auf 69 Jahre angehoben werden, so ihre Empfehlung. Wer hat Recht?

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Teddybaer300 18.08.2016, 13:49
510. Merkwürdig

...dass immer den Lobbyisten das Wort überlassen wird. Herr Börsch-Supan hat eine "gewisse nähe" zur Versicherungswirtschaft. Zur Lösung des behaupteten und nicht nachgewiesenen Problems wäre zuerst die Rückzahlung der zweckentfremdeten/veruntreuten(?) Beiträge in die Rentenkasse zu nennen. Dann sind wir für lange Zeit auf der sicheren Seite.
Denjenigen die gerne genauer wissen möchten empfehle ich das Buch "Die Vorsorge Lüge", das erklärt vieles...

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lonicerus 18.08.2016, 13:49
511. Reallöhne anybody?

Wie wäre es, die Löhne mal wieder an die Produktivität zu koppeln? Da gab es in den letzten Jahrzehnten leider real keine Steigerung. Mit steigenden Löhnen steigt auch das Geld in der Rentenkasse. Die Schweiz macht es uns schon lange vor...

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L!nk 18.08.2016, 13:49
512. Ökonomen mit ihren Spatzenhirnen

Wie wäre es mit einer familienfreundlichen Politik, wie in den 70ern, und als Brücke bis es wirkt, sehr viele junge Einwanderer? Für den Arbeitsmarkt gilt man als 50jähriger Nichtakademiker doch schon als Menschenmüll. Soviel merken die sogenannten Ökonomen mit ihren Spatzenhirnen leider nicht.

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women_1900 18.08.2016, 13:49
513. immer mehr gesamtgesellschaftliche

gesamtgesellschaftliche Aufgaben werden den gesetzlichen Sozialkassen aufgebürdet. Dafür gibt es dann einen Bundeszuschuss, der nicht kostendeckend ist, der Willkür des Bundesfinanzministers unterliegt und mindestens einmal jährlich als großzügige Leistung verkauft wird. Bestes Beispiel die, durchaus berechtigte, Mütterrente, finanziert aus der gesetzlichen Rentenkasse. Auch Parlamentarier, beamte, Ärzte, Notare, Selbständige etc. haben Mütter und zahlen eben nicht in die gRV ein.
All diejenigen, die durch die Auferlegung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben auf die gesetzlichen Sozialkassen, von den Lasten verschont bleiben, erzählen uns dann immer, dass wir einfach länger und mehr arbeiten müssen. oder im Fall der gKV einfach mehr selbst bezahlen müssten.
Ein schäbiges Spiel.

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Raseramses 18.08.2016, 13:49
514. Und China?

Chinesinnen gehen mit 50/52 in Rente, die Männer mit 55/57 Jahren, bei 35 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit und ca. 31 Tagen Urlaub/Feiertagen - und das trotz Ein-Kind-Politik und einer sehr viel stärkeren Zunahme der Alten.
Wie ist das denn möglich? Liegt es vielleicht daran, dass die Wirtschaft höhere Steuern bezahlt und die Firmen teilweise noch in Staatshand sind und Gewinne stärker an die ausgeschüttet werden, die diese erarbeitet haben.
Herr Bidder sollte doch wenigstens etwas kritischer berichten und nicht nur die Interessen von Industrie und Finanzmärkten vertreten

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micromiller 18.08.2016, 13:49
515. Sigmar Gabriel hat recht!

Bundesbanker baden in üppigen Pensionen, genau wie die Beamten unseres Landes, gehen in den wohlhabenden Ruhestand je nach Bedarf und haben selbstverständlich eine andere Sichtweise. Das Problem ist die Überfrachtung der Sozialversicherung mit Leistungen, die der Staat zu leisten haette und die nicht mehr zeitgemässe Aufstellung dieser Versicherung. Eine kapitalgedeckte oder teilweise mit Kapital gedeckte Versicherung, die als Staatsfond funktioniert, so wie es in anderen entwickelten Ländern der Fall ist, würde helfen. Ein grosser Teil der Bürger muss zeitgetaktet körperlich hart arbeiten und sitzt nicht hinter einer Tasse Kaffe um auf den Feierabend zu warten. Die SPD und Gabriel scheinen endlich zu begreifen, dass sie die Interessen der Arbeitnehmer vertreten müssen, wenn sie bei der Wahl in 2017 noch wahrgenommen werden wollen.

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vwl_marlene 18.08.2016, 13:50
516.

Zitat von wolly21
und Abhilfe kann nur dadurch geschaffen werden, daß die Einnahmen der Rentenversicherung erhöht werden. Dies wiederum ist nur möglich, wenn die Beitragsbemessungsgrenzen drastisch erhöht, nachhaltiger noch ganz abgeschafft werden.
Außerdem könnte man die institutionellen Rahmenbedingungen auch wieder so machen, dass die Löhne steigen und somit der Anteil der Arbeitseinkommen im Gegensatz zu den Kapitaleinkommen wieder steigt.

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huebif 18.08.2016, 13:50
517. Es gibt nur einen Grund, die Rentner an der Wahlurne zu fürchten.

Die Kinder haben keine Wählerstimme! Daher haben die vielen Rentner die Wahlmacht. ... so lange das so bleibt, werden die Probleme ausgesessen. ...

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women_1900 18.08.2016, 13:50
518.

Zitat von RudiRastlos2
Wie machen das wohl die Franzosen, die mit 60 in Rente gehen?
die Franzosen wehren sich einfach, die Deutschen hören imme noch ehrfürchtig auf die selbsternannten Experten.

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hubert heiser 18.08.2016, 13:50
519.

Zitat von RudiRastlos2
Wie machen das wohl die Franzosen, die mit 60 in Rente gehen?
Sie lassen sich den defizitären Haushalt von der EU subventionieren ;-)

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